Forum: Panorama
Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia
Angelika Stucke

Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

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chaika 30.04.2012, 23:25
30. Sehr naiv

Zitat von tubolix
ei, ei : man baut also sein ganzes leben lang an einer existenz, am ende des daseins erweist diese sich als grösseres mittelständisches unternehmen mit - sagen wir mal - 400 mitarbeitern. denen muss ich nun schriftlich (mündlich könnte ich es nicht) mitteilen, dass sie jetzt erstmal aus der firma entfernt werden, da ich selbige verprassen muss. zum saufen sind aber alle eingeladen - solange der vorrat reicht. jetzt stelle man sich aber vor, dass es diese 400 leute tatsächlich nicht schaffen meinen wohlstand zu vertrinken: was passiert dann mit dem rest ? Kirche ? Staat ? müllkippe ? und jede generation fängt wieder bei null an: generation steinzeit - und täglich grüsst das murmeltier.
Das ist doch abwegig, zum einen kann man einen Betrieb verkaufen und dann koennte jemand anderes das Unternehmen weiterfuehren. Oder gehen Aktiengesellschaften regelmaessig pleite und ist bei weitem nicht garantiert, dass bei der menschlichen Erbfolge immer die Faehigsten das Unternehmen erben. ERbschaften sind nichts anderes als leistungsloses Einkommen und sollte extrem besteuert werden. Auch ich wuerde darunter erheblich "leiden", da ich erheblich erben werde. Also ich kann damit leben, dass ich dann eben nicht so erben, ich verliere ja nichts und ich habe nichts dafuer geleistet, sondern meine Vorfahren haben sich die Hacken abgearbeitet. Ich muss schon selbst klarkommen und von der Steinzeit bin ich weit entfernt, auch ohne bisher geerbt zu haben.

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etemenanki 30.04.2012, 23:31
31.

Zitat von hdwinkel
Sie mögen schon rechthaben damit, daß die Menschen zum Gutteil Egoisten sind. Es wäre auch törricht diese Tatsache zu ignorieren und etwa den Markt abschaffen zu wollen. Aber muß das automatisch darauf hinauslaufen, daß sich der Abstand der Habenden vom Rest immer weiter vergrößert? Wie wäre es mit etwas modifizierten Regeln, z.B. es darf nichts mehr vererbt werden? Jeder kann zu seinen Lebzeiten verprassen was er kann, aber an den eigenen Nachwuchs weitergeben darf er nichts wesentliches. Oder noch naheliegender, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das würde die Spielregeln hinsichtlich des Wettbewerbs nicht verändern, und trotzdem profitierten alle mehr davon.

In gewisser Weise haben Sie ja recht. So vergrössert sich das Vermögen von Erbengeneration zu Erbengeneration weiter, ohne Leistung der Erben ihrerseits. Das Geld/ Vermögen bleibt in dieser Familie/ Erbfolgegemeinschaft, ohne jemanden zu gute kommen ausser den Erben (und den Banken).
Der Abstand der Erbenden zu Nichterbenden vergrössert sich so von Erbengeneneration zu -generation.
ABER: Was sagen Sie z.B. zu mir als Einzelfall?
Ich bin schwerbehindert und teilweise erwerbsunfähig.
Ich habe wahrscheinlich kaum eine Chance, mir einmal selbst aus eigener Kraft ein Vermögen zu schaffen oder auch nur einigermassen wohlhabend zu werden ( es sei denn vielleicht , ich würde im Lotto gewinnen oder hätte eine geniale Idee, die ich vermarkten könnte wie z.B. Joanna K. Rowling mit "Harry Potter" ). ( Da das wahrscheinlich nie der Fall sein wird), ist meine einzige Hoffnung tatsächlich, dass ich mal ein bisschen was erben werde in ca. 30 Jahren ( ich habe einige kinderlose Verwandte, die ein bisschen was haben).
( Nicht, dass ich auf das Ableben dieser Verwandten hoffe !!! )

Oder was mit den Leuten, die ihr ganzes Leben hart dafür gearbeitet haben, das Einfamilienhäuschen zu kaufen / zu erhalten für ihre Kinder und Enkel?
Was ist mit Ihnen selber? ( Polemische Frage, sorry) Wenn/ falls sie selbst Kinder haben ( wollen), wollen Sie nicht, dass sie was erben? Wirklich nicht? Sonst fällt alles an den Staat. Was ist mit Leuten, die wirklich nichts arbeiten wollen ( und die gibt es durchaus! Meine beste Freundin arbeitet im Jobcenter ).

Das Problem ist also vielschichtig ...

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soläuftdas? 30.04.2012, 23:31
32.

Zitat von sysop
Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?
Nein....diese armen Menschen dort unter den unmenschlichen Kommunismus müssen sie leiden und haben keine Freiheit, z.B. mal gaanz reich zu werden und nichts mehr arbeiten zu müssen. Was ist das nur für eine Zukunft? Wie motivieren die sich denn überhaupt, wenn die wichtigste Triebfeder völlig fehlt? Kein Kapitalist tut sie ausbeuten und erzählt ihnen, wenn sie tüchtig arbeiten, das sie es genau so schaffen können wie er selbst. Eben andere für sich arbeiten zu lassen und viel Geld dabei zu verdienen. Kein Zinsschinder der ihnen die Daumenschrauben anlegt, damit sie ihre kleine Wohnung behalten können. Was ist das für ein Leben, ohne viel Risiko und Glück in einem Haus zu leben, das man sich im richtigen Kapitalismus niemals leisten könnte.

Leute seht ihr nicht, das ist der pöse pöse Kommunismus und diese Leute können einfach nicht zufrieden sein. Das kann und darf doch nicht funktionieren, wo bleiben die Sabotageakte und die Unruhestifter der Kapitalisten, die sich mal beim Bürgermeister vorstellen und ihm einen angemessenen Dienstwagen schenken, das seinem Amt und Verantwortung gerecht wird. Einen Aufsichtratsposten in der später privatisierten Gemeinde bekommt er noch zusätzlich, ist doch Ehrensache.

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f.dosto 30.04.2012, 23:32
33. Subventionierter Diebstahl

Was für ein Idyll! Kommunistien-Utopia; gebaut auf fremden Eigentum, subventioniert vom verhassten kapitalistischem System, die Ernte mit maximalem Ertrag verhökert auf dem freien Markt....

Ein Beleg wie naivverbohrte Weltverbesserer allen Ernstes glauben, ein funktionsfähiges Utopia geschaffen zu haben, ohne dabei zu berücksichtigen, dass der wahre Grund für den Bestand dieses debilen Projektes einzig dem Kapitalismus geschuldet ist, der die Rahmenbedingungen für das "scheinbare Funktionieren" erst ermöglicht.

Grauenhaft, dass obwohl die Geschichte eindrucksvoll beweist wie überlebensfähig und vor allem menschlich kommunistische Systeme in der Realität waren, sich immer noch verblendete Ignoranten finden, die resistent genug sind die wahre Seite des Kommunismus zu erkennen.

Beati pauperes spiritu.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 30.04.2012, 23:56
34. schwarz weiß

Zitat von neoliberaler_kapitalist2
PS: Für das BGE bin ich übrigens auch. Und wissen Sie das der größte Verfechter in Deutschland ein HNWI ist, also ein Superreicher? Wussten Sie, das dies eine neoliberale Idee ist, BGE ist Ultraliberal - und passt überhaupt nicht zu ihren ansonsten vollkommen Linken Arbeiter und Bauernansätzen. [...] Ich bin aus rein kapitalistischen Gründen für das BGE. Also BGE, voll dafür. Aber bitte glauben Sie nicht das dies eine Linke Idee ist, im Gegenteil, die Arbeiter- und Bauernparteien sind soweit ich weiß sogar dagegen.
Kennen sie den Unterschied zwischen Linksliberalismus und Wirtschaftsliberalismus? Dieses schwarz-weiß denken und der Irrglaube politische Ideologien seien klar voneinander abgegrenzt ist irgendwie immer noch weit verbreitet. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Es gibt so unendlich viele Facetten und Mischungen, theoretisch wie praktisch. Hängt wohl auch damit zusammen das es so verschiedene Bereiche in der Politik gibt. Kultur und Außenpoltisch z.B. könnte man die meisten realsozialistischen Staaten eher als konservativ bezeichnen (ehem. Ostblock, Kuba, etc.). Die utopische "fertige" Kommunistische Gesellschaft hingegen klingt äusserst Liberal, da sie Selbstverwirklichung und individuelle Freiheit für jeden verspricht. Zu allem Überfluss werden die Ideologie-Label auch recht freizügig gewählt, je nachdem was gerade so "in" ist. Es gibt da z.B. das "Kommunistische" China, welches, mal abgesehen von einer handvoll sonderverwaltungszonen, im Grunde der Kapitalismus in höchstform ist. Währenddessen nimmt unsere freie Marktwirtschaft immer mehr Planwirtschaftliche Elemente auf, was nicht zuletzt an der Informationstechnischen Revolution liegt. Es gibt etliche Beispiele dazu das es überall nur Mischformen gibt. Es gibt nirgendwo auf der Welt einen 100% reinen liberalismus, konservatismus oder sozialismus. Alles tausend mal vermischt, rekombiniert, durcheinander. Dafür gibts halt eine Menge faule Kompromisse, aber auch ganz gute. Die richtige Mischung machts.

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cheguevara73 01.05.2012, 00:12
35. Kapitalismus und menschenfeindlichem Sozialismus

Zitat von Ylex
Da sagen Sie ein wahres Wort. Es ja nicht so, dass man angesichts dieser mikrokommunistischen Idylle mit wehenden Fahnen zum Systemwechsel aufruft, aber so rührend dieser kleine Gegenentwurf auch wirken mag – er sollte nachdenklich stimmen. Es gibt andere Gesellschaftsentwürfe, auch für eine Massengesellschaft, Entwürfe jenseits von tobendem Kapitalismus und menschenfeindlichem Sozialismus. Der Begriff Solidarität spielt dabei eine entscheidende Rolle, der Staat muss sie tätig fördern, er muss neben dem Wettbewerb um Vorteile und Geld einen Wettbewerb um mehr Menschlichkeit und Zusammenhalt einführen. Ein Platz an der Sonne, Lob für soziales Engagement und karitative Routinen reichen dafür nicht aus, zumal sie meist auf privater Ebene enstehen – man kann mehr Solidarität auch institutionell implementieren, jedenfalls zu einem gewissen Maße.
phrasen ohne sinn und verstand.
vergewaltigte, missbrauchte synonyme.
keiner macht sich der wirklichen bedeutung dieser worte, begriffe bewusst.

was ist sozialismus? kapitalismus? wie menschen mit den begriffen umgehen, zeigt doch, wie wenig wirklich darunter verstanden wird. gehirnwäsche pur.

....menschenfeindlichem Sozialismus.... was ist das? diktatur nach stalin? war sozialismus/kommunismus? oder nur das sinnbild des westens für einen begriff, der in wirklichkeit eine ganz andere bedeutung hat?

wir assozieren so gerne mit den worten unsere eigene definition/begrifflichkeit, um dinge zu beschreiben, zu diskreditieren, die wir nicht verstehen, die wir negativ beschreiben wollen. wir werden so dem ganzen nicht gerecht.

solidarität hat nichts mit einem system zu tun. es ist eine einstellung von menschen, die den menschen in den mittelpunkt ihres handels stellen. manche nennen es sozial, menschlich, gerecht - andere versuchen es zu spezifizieren, einen titel zu verleihen, um es politisch einsetzen zu können (zum guten und zum schlechten).

letztlich muß der mensch für sich entscheiden, wie er es nennt, wie er damit umgeht um seine realität zu verstehen.

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cheguevara73 01.05.2012, 00:29
36. nicht immer alles

Zitat von neoliberaler_kapitalist2
Wenn Sie weiterlesen, dann lesen Sie z.B. das dieses Dorf keinesweg frei von Arbeitslosigkeit ist, im Gegenteil, Sie ist höher als in Deutschland, UND, was ich will wichtiger finde: Dort steht klipp und klar das diese ganze Spinnerei ohne die EU Subventionen überhaupt nicht möglich wäre. Es steht dort auch das er eben nicht von allen gemocht wird. Nicht immer nur wahrnehmen was man gerne wahrnehmen möchte.
kommentieren, was man geistig nicht erfassen kann.

"...Nicht immer nur wahrnehmen was man gerne wahrnehmen möchte...." - da haben sie wohl von sich selbst gesprochen.

das hier keinesfalls die superoase ohne fehler aufgezeigt wird, sondern auch ihre schwächen, sollte gerade ihnen zeigen, das es auch hier defizite gibt.

es wird nichts schöngeredet. doch wird bestimmt mit den menschen die arbeitslos sind anders umgegangen, als mit den "hartz 4 empfängern" hierzulande.

ich weiß garnicht, warum menschen wie sie ihre meinung ständig an irgendwelchen subventionen festmachen. vielmehr sollte im vordergrund stehen, das sie mit den subventionen (wenn es den welche gab, da sie keine quelle angeben, die diese aussage beweißt) etwas gutes bewirken.

es wird wohl daran liegen, das ihre gängige meinung zu sozialismus/kommunismus nur negativer natur ist. einsehen zu müssen, das dies nur worte sind, die von menschen in anderen nationen ganz anders interpretiert und entsprechend gelebt werden, scheint ihrem horizont fern zu sein.

das diese menschen glücklich sind, auch wenn sie 10% arbeitlosigkeit haben, scheint generell fremdes terrain zu sein. wie können menschen glücklich und zufrieden sein, wenn wir in deutschland alles haben, im totalen überfluss leben und unser politik, wirtschaft und werbung uns ständig erzählt, das wir unglücklich und unzufrieden sind, das wir ständig mehr brauchen und wollen und nur so glücklich sind.

utopia sollten wir alle von zeit zu zeit leben, um uns wieder (von zeit zu zeit) als menschen fühlen zu können.

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cheguevara73 01.05.2012, 00:40
37. war sehr inspirierend

Zitat von auchnureinnick
echt? Das ist mir völlig neu. Ich mach meine arbeit weil es herausfordernd ist, meinen interessen entspricht und weil es mir selbstbestätigung gibt. Ein gutes einkommen bringt es auch noch und ich kann auch mal den "dicken max" raushängen lassen und leute einladen. Na ja, ich bin halt nicht ganz so morbide wie sie. Ich denk halt nicht ständig an den tod. :-) ach nö, ich möchte mich lieber hier wohl fühlen aber wie ist es mit ihnen? Ich hab das hier schon jemandem anderen vorgeschlagen: ich würde sie nicht mal abschieben. Ich würde für leute wie sie sogar eine spendensammlung organisieren damit sie ihren traum von der eigenverantwortung und dem staatenlosen wohlstand ohne steuerliche belastung leben können! Somalia! Da kann ein eigenverantwortlicher mann wie sie mal zeigen was ein leistungsträger ist! Nö, warum sollte der forenkollege das tun? Er kann auch für alternativen werben die ihm besser passen und wenn er mehrheiten organisiert, dann sind sie es der sich anpasst oder halt einen verlängerten urlaub im traumland somalia verlebt. Das können sie sich dann aussuchen. Im gegensatz zu ihnen halte ich aber nichts davon leute aus deutschland raus zu schmeissen die eigentlich hier bleiben wollen um dinge zu verbessern. Insofern würde ich sie niemals abschieben und sie sollten sich auch noch mal überlegen ob sie es in einer demokratie wirklich für so erstrebenswert halten menschen mit anderer meinung raus zu schmeissen.
auchnureinnick!

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trafozsatsfm 01.05.2012, 01:56
38. Sympathisch, aber...

Zitat von cibag
Vielleicht zeigt das Beispiel dieser Gemeinschaft, dass dieses Solidaritätsprinzip doch funktionieren kann, wir müssen nur in kleineren Dimensionen denken und gestalten. Ein solches System kann nur "im Kleinen"(Dorf oder Gemeinde) von innen heraus entstehen.
Ganz meine Meinung!

Der Mensch ist egoistisch, sonst hätte er sich in der Evolution wohl kaum durchsetzen können.

Das heißt nicht, dass der Mensch nur an sich selbst denken würde... Zuerst kommt man selbst, dann die, die man am meisten liebt (Familie, Freunde... soviel zum Thema Erbrecht), dann vielleicht die Dorfgemeinschaft, die Region, die "Nation", dann vielleicht Europa...

Je größer der Abstand wird, desto geringer wird das Mitgefühl (Stichwort "Griechenland").

Wer daran zweifelt, der soll sich mal fragen, was ihn stärker trifft: ob Opa gestorben ist oder ob am anderen Ende der Welt 20000 Menschen bei einer Naturkatastrophe ums Leben gekommen sind?

Ideologien, die auf dem Verzicht (und der Vererbung) von Privateigentum beruhen, lassen diesen Aspekt der menschlichen Natur gerne außer Acht, deswegen können sie auch nicht im großen Rahmen funktionieren.

Es ist schön, dass das in diesem Dorf so gut funktioniert, aber als Entwurf für ein Staatswesen ist es leider untauglich.

Das sage ich als "relativ Linker".

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ist_doch_logisch 01.05.2012, 02:18
39.

Jeder hat was zu tun (bis auf die 10%, die nicht können / wollen)
alle haben was zu beissen und zu trinken
alle haben ein zu Hause
alle haben einen 6h-Tag
in der Freizeit helfen sie dem Nächsten, auch ein zu Hause zu haben, ihre Umwelt zu verschönern...
niemand muß um seine Existenz fürchten
niemand wird gezwungen - basiert dem Bericht nach auf Freiwilligkeit (seit den 80ern immer wieder gewählt).

hm, das klingt für mich sehr vernünftig und entspricht auf jeden Fall eher meinen Vorstellungen von leben als:

die Mehrheit wird ausgenutzt und wenn nicht mehr von finanziellem Nutzen, fallen gelassen
alles dreht sich nur um die Vermehrung von Kapital, um letztendlich Macht zu erlangen/auszubauen, Konkurrenz auszuschalten...
Nächstenliebe übt man nur werbewirksam vor laufenden Kameras, in den Medien allgemein (kann man nebenbei auch von der Steuer absetzen)...
einer gönnt dem anderen nicht den Dreck unter den Nägeln - gegenseitige Hilfe? nicht die Bohne!
Existenzangst: Wer nicht schlau, stark oder xxx genug ist, lebt am Rande (oder ganz außerhalb) der Gesellschaft und stirbt irgendwann einsam - who cares - und das ist menschlich? Eine moderne Form natürlicher Auslese? Oft ist Mensch xy einfach nur finanziell nicht in der Lage, eine seinen Fähigkeiten entsprechende Ausbildung zu absolvieren - und das soll die Menschheit voran bringen? human sein? Das bezweifle ich.

In diesem System entwickelt sich der Mensch nicht zur "Krone der Schöpfung" eher zum gefährlichsten und widerlichsten Sein, das sich je auf Planet Erde entwickelt hat.

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