Forum: Panorama
Speziallack gegen Wildpinkler: "St. Pauli kann sich verteidigen"
Pixelpark Publicis

St. Pauli am Abend: Tausende feiern, tanzen, trinken. St. Pauli am Morgen danach: Scherben und Alkoholleichen auf der Straße, übler Gestank. Nun setzen sich die Anwohner zur Wehr.

Seite 6 von 6
Hamberliner 04.03.2015, 12:25
50. Re: öffentliche Pissoirs....

Zitat von jkfd
...sind angeblich nicht in der Diskussion? Bei so viel Publikum sollte man doch öffentliche Toiletten erwarten.
Und wie steigert man die Akzeptanz? Ich nehme an, Wildpinkler sind grundsätzlich Fußballfans. Jeder Wildpinkler hasst einen konkreten Verein. Man stelle also Pissoirs auf, jeweils im 5er-Pack, und lackiere die Innenseite mit den Farben von Bayern München, Werder Bremen usw., und schon findet jeder Wildpinkler ein lohnenderes Pinkelziel als die nächste Hauswand.

Beitrag melden
diskretes Kontinuum 04.03.2015, 13:25
51.

"Was bleibt, sind die Anwohner. Sind Müll und Gestank." – Ein etwas harsche Pauschalisierung. Nicht jeder Anwohner ist Müll und Gestank.

Beitrag melden
Bundeskanzler20XX 04.03.2015, 13:26
52.

Zitat von alois.hingerl
in den USA werden ja auch Menschen hingerichtet ...
Vorzugsweise durch Polizeikugeln noch vor der Festnahme ;o)

Die Idee mit dem elektrischen Weidezaun wird wohl juristisch nicht durchzusetzen sein, im Gegensatz zum Einsatz auf der Weide wäre der Einsatz an der Hauswand gezielt gegen den Menschen gerichtet und erfüllt bestimmt den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung. Und bitte kein Kommentar, von wegen selbst schuld wenn der Pinkler davor uriniert... Ihr wisst wie bei uns Recht gesprochen wird ;o)

Beitrag melden
Hamberliner 05.03.2015, 15:41
53. bäuerliche E'technik

Zitat von Bundeskanzler20XX
Die Idee mit dem elektrischen Weidezaun wird wohl juristisch nicht durchzusetzen sein, im Gegensatz zum Einsatz auf der Weide wäre der Einsatz an der Hauswand gezielt gegen den Menschen gerichtet und erfüllt bestimmt den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung.
Das wird im Ernstfall vom Gutachten abhängen. Wenn der Richter das Gutachten frisch vom Bauern bestellt (dampft noch), wird darin vielleicht über "Stromspannung" oder "Spannungsstrom" doziert, dass man V von 12 subtrahieren müsse (12-V) und dass aus 12 V wie durch ein Wunder 20000 V entstehen, wenn der "elektrische Draht" 1000 m lang ist. Vielleicht wird der Richter nach einer schlaflosen Nacht feststellen, dass er das Gutachten nicht versteht, und vorsichtshalber das Verfahren einstellen.

Beitrag melden
albert schulz 05.03.2015, 21:51
54. das gesunde Volksempfinden

Welcher Depp meint eigentlich, daß man gegen Wände pinkeln muß ? Ich habe just gestern abend mein Wasser in einer Hofeinfahrt inmitten der Stadt ebenerdig abgeschlagen, und zwar so, daß niemand das bemerken konnte. Einspringende Eingangssituationen mit Schattenwurf sind ebenfall ideal. Nicht nur zum Pinkeln. In lauen Sommernächten kann man da einiges hören, was nicht nach Katern oder Igeln klingt. Sofern man sich halbwegs natürlich verhalten will, muß man sich eben zu helfen wissen in zugebauten Agglomerationen.

Beitrag melden
albert schulz 05.03.2015, 21:55
55. Unzivilisiertes Pack

Pinkelnde Penner oder andere Säufer sind natürlich stets und immer die Aufreger überhaupt, sehr beliebt bei dem gemeinen Leserbriefschreiber. Frauen regen sich ohnehin immer auf, wenn Männer stolz aufrecht seichen. Im überschuldeten Wuppertal wurde deshalb ein Platz für eine halbe Million von allen Pflanzen befreit, die Schutz vor dem puristischen Emanzen-pack hätten bieten können. In der ganzen Stadt gibt es kein öffentliches Gebüsch mehr über Kniehöhe (Nachtigall). Die Kirche hat eine Armenspeisung mit der Begründung eingestellt, die Beglückten hätten hernach an die Kirche geschifft. Vermutlich war eine göttliche Einge-bung Beweis genug.

Ich wohne inmitten der Stadt, und es gibt hier tatsächlich noch Kneipen. Nächtens sehe ich natürlich diese dunklen Flecken an den Wänden und auf dem Bürgersteig, aber sie riechen aus einem ganz banalen Grund nicht. Wenn einer viel säuft, ist der Urin nicht gelb, sondern durchsichtig und wäßrig und nachgerade geruchlos. Angreifende Salze enthält er auch nicht mehr. Total harmlos. Am nächsten Tag ist nichts mehr zu sehen.

Vielleicht sollte man mal erwähnen, daß es in Großstädten praktisch keine kostenlosen Uri-nale mehr gibt, Wuppertal mit seinen 350.000 Einwohnern hat meines Wissens noch ein einziges, am Bahnhof gab es lange Jahre gar keins, jetzt eines mit Gebühr. Auf Dörfern hat es ohnehin nie solche Einrichtungen gegeben. Da wird nach Feiern gepinkelt, was die Blase hergibt. Ziemlich überall. Auch ohne Deckung.

In Frankreich hatte ich mal ein lehrreiches Erlebnis. Ein Wagen hielt vor uns am Straßen-rand, zwei gediegene Herren stiegen aus und machten nicht einen Schritt mehr, um ihre Bla-se zu erleichtern. Das haben wir ihnen natürlich sofort nachgemacht und siehe da, es schaff-te mühelos Erleichterung. Es ist weit unangenehmer, in irgendwelchen Gebüschen eine Stel-le zu suchen, wo man sich nicht mit Kacke einsaut, nachts gar nicht möglich.

Es gibt natürlich noch andere Dinge, die unheimlich störend sind. Kackende Hunde etwa, Stehendpinkler und Männer, die sich nach dem Pinkeln nicht die Hände waschen, was selbst in besseren Kreisen durchaus üblich ist. Es wärmt das Herz, wenn der Herr im distinguierten Anzug direkt vom Urinal zum kalten Buffet schreitet und dort mit seinen naturverbliebenen Pfoten die Ware sortiert, prüft und zum Verzehr ins Maul befördert. Oder auf einen absolut sauberen Teller legt, um ihn seiner Frau zu bringen. Es ist ein wahres Wunder, daß die Frauen trotzdem ein Jahrzehnt älter werden als die Männer. Vielleicht weil sie sich dauernd über irgendwas aufregen.

Diese blödsinnigen Reklameartikel können Einem ganz schön auf den Sender gehen. Hat vermutlich wieder wer geschrieben, der nie pinkeln muß, nicht mal bei Eiseskälte. Oder ei-nen Beutel umhängen hat.

Beitrag melden
Stegreif 06.03.2015, 14:32
56. Auch 'ne Lösung ...

Kostenlos Tena Pants Maxi (oder ähnliche Produkte) verteilen ... Soll ja auch schon der/dem einen oder anderen Dame/Herrn im Kino oder bei Konzerten zu unterbrechungsfreiem Genuss verholfen haben ... Ist unauffälliger, als eine leere Flasche oder Popcornbecher zu verwenden ...

Beitrag melden
Bueckstueck 08.03.2015, 13:12
57.

Zitat von kai kojote
Kostenlose Toiletten aufstellen würde denke ich allen mehr helfen. Aber keine Sorge... Leute die sich an Wildpinklern stören sind eh die Bevölkerungsschicht, die gerade St. Pauli abschafft weil sie sich auch an Lärm, Prostitution, Graffitis und Müll stört. In ein paar Jahren hat sich das endgültig gegeben.
Was für ein Unsinn.

1. Du schlägst also vor, hunderte Toilettenhäuschen aufzustellen, weil du weisst, dass sich dieses Gesindel ganz sicher nicht die Mühe macht das nächste, womöglich 500m entfernte aufzusuchen? Das funktioniert ja nicht mal mit Abfalleimern die an jeder Ecke stehen und trotzdem rundum der Müll am Boden liegt...

2. Du schlägst also vor, nur ein paar Dutzend aufzustellen? Siehe Punkt 1.

3. Du bist der Meinung das Uringestank überall zu Pauli gehört?

Beitrag melden
albert schulz 08.03.2015, 22:52
58. Näschen hat nicht jeder

Zitat von Bueckstueck
3. Du bist der Meinung das Uringestank überall zu Pauli gehört?
Der Spiegel residiert nicht unweit, und damit SPON. Der würde vermutlich „der Uringestank“ schreiben. Soviel deutsch könne sie denn doch noch. Besoffener Urin riecht nicht. Und SPON verbreitet sicher nicht absichtlich unangenehme Gerüche. Diese prägen durchaus. Sankt Pauli dürfte aber eher nach muffigen Kleidungsstücken riechen oder billigem Parfum. Tout a son gout.

Beitrag melden
Seite 6 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!