Forum: Panorama
"stop and frisk": US-Gericht verurteilt Durchsuchungspraxis der New Yorker Polizei
AFP

New Yorks Bürgermeister Bloomberg fürchtet einen Rückschlag in der Verbrechensbekämpfung. Ein US-Gericht hat die willkürliche Durchsuchung von Menschen auf der Straße durch die Polizei verurteilt. Das "stop and frisk"-Verfahren verletze die Rechte der Betroffenen.

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moe.dahool 13.08.2013, 09:31
20. Geistesblitz

Neee, den braucht man nicht um die Anzahl der Gewalttaten zu dezimieren. Einfach ein landesweites Waffenverbot einführen, und schwuppppps gibt es (in der Theorie) keine Waffen mehr, mit denen gemordet wird. Und die zusätzlichen Kosten werden auch reduziert.

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karlemann1 13.08.2013, 09:34
21. Na,na

Zitat von spiegelleser_12345
Es ist wie mit der "allgemeinen Verkehrskontrolle" durch unsere Polizei. Das ist Freiheitsberaubung und hicht erlaubt. Wann immer einen ein Polizist anhält und mit der höflichen Bitte der allgemeinen Kontrolle erwartet, Informationen zu bekommen, reicht der einfache Satz: "Was liegt konkret gegen mich vor?" In einem Rechtsstaat muss ich das VOR einer Antwort wissen, damit ich gegebenenfalls, bevor ich mich selber mit meiner Aussage verdächtigen würde, die Aussage verweigere. Das geht aber nur, wenn ich den Grund der Befragung kenne. Wenn darauf nach dreimaliger Frage keine eindeutige Antwort kommt, grüßt man nett und fährt weiter. Allgemeine Kontrollen sind auch bei uns OHNE Grund nicht statthaft.
das glauben Sie doch selbst nicht, was Sie da schreiben.

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herbert_schwakowiak 13.08.2013, 09:38
22.

Zitat von spiegelleser_12345
Es ist wie mit der "allgemeinen Verkehrskontrolle" durch unsere Polizei. Das ist Freiheitsberaubung und hicht erlaubt. Wann immer einen ein Polizist anhält und mit der höflichen Bitte der allgemeinen Kontrolle erwartet, Informationen zu bekommen, reicht der einfache Satz: "Was liegt konkret gegen mich vor?" In einem Rechtsstaat muss ich das VOR einer Antwort wissen, damit ich gegebenenfalls, bevor ich mich selber mit meiner Aussage verdächtigen würde, die Aussage verweigere. Das geht aber nur, wenn ich den Grund der Befragung kenne. Wenn darauf nach dreimaliger Frage keine eindeutige Antwort kommt, grüßt man nett und fährt weiter. Allgemeine Kontrollen sind auch bei uns OHNE Grund nicht statthaft.
Ha, haben Sie das mal in der Praxis versucht?

Wenn Sie einfach weiterfahren ('sich der Kontrolle entziehen'), haben Sie schneller einen Polizeiknüppel zwischen den Augen, als Sie 'Grundgesetz' sagen können.

Und der Polizei fällt immer ein Grund ein, Sie anzuhalten.
Versuchen Sie mal 'Sie sind Schlangenlinien gefahren' zu widerlegen.

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platzanweiser 13.08.2013, 09:39
23. optional

Dass soetwas in einem Rechtstaat nicht passieren darf sollte klar sein. Dass es wiederum in den USA passiert wundert mich überhaupt nicht. Anstatt vernünftige Waffengesetze auf den Weg zu bringen werden der Exekutive lieber menschenrechtsverletzende Befugnisse erteilt. Das ist genau das pervertierte Bild einer Demokratie, das man schon längst bei den USA vermutete. Im Übrigen sollte es auch dem letzten Schnüffel-Leugner klar werden, dass diese und ähnliche Praktiken mit brutaler Akribik erst recht Personen zu teil wird, die nicht die US-Staatsbürgerschaft haben - so sie denn erst mal verschuldet oder unverschuldet (da sind die USA längst nicht mehr wählerisch!) in den Fokus dieser feinen US-Strukturen gerückt sind.

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Peter-Lublewski 13.08.2013, 09:44
24. Buckeln

Zitat von PIR-Anja
Aber für manche Leute ist es natürlich erstrebenswert die Kriminalitätsrate wieder streigen zu lassen solange damit der political correctness Genüge getan wird....
Natürlich kann man auch für jede behördliche Anordnung den Claqueur spielen und vor der so genannten Obrigkeit buckeln. Die Polizei wird schon recht haben....

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franklin1157 13.08.2013, 09:45
25. Erfahrungswerte

Man kann es aber auch so sehen: die Trefferquote war bei den Zielpersonen sicherlich deutlich höher, als bei anderen. Auch die Kriminalstatistik hat die Polizisten dazu gebracht, Personen mit dem passenden Merkmal-Muster genauer unte die Lupe zu nehmen. Der Rückgang der Straftaten belegt dann auch die Effektivität der Maßnahmen. Die Berufserfahrung der Polizisten darf auch nicht vergessen werden. Es fehlt sicherlich die Zeit, wirklich jeden anzuhalten und uu durchsuchen. Die kennen ihre Pappenheimer. Es sind Stichproben, die leider notwendig sind. Die Bürger sollten sich über die Kriminellen beschweren, deren Verhalten die Reaktionen der Polizei erst hervorrufen.

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mainstreet 13.08.2013, 09:46
26. Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ist solange nichts wert wie eine hohe Verbrechenrate den Menschen nicht garantieren kann ihr Haus zu verlassen um sich frei zu bewegen. Doch Vorsicht New York mag ein Sonderfall sein und Terrorismus bezieht sich in der überwiegenden Mehrheit nicht auf diese Problematik weil dieser die Bewegungsfreiheit der Personen in der Regel nicht einengen sondern durch Anschläge auffällt.
Das grundlose Anhalten von Personen und Durchsuchen gleicht in der Pyschologie des Menschen einem Überfall denn man eigentlich nicht erleben möchte und er zeigt das eigentlich nicht der Bürger sondern die Polizei der Souverän ist und das ist absolut gegen Demokratie denn die Mobilität sein Leben zu gestalten ist ein absolutes Grundrecht der Demokratie und bislang darf die Polizei dies in Europa nur bei einem begründeten Verdacht auf Kriminalität anwenden .

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tamtamm 13.08.2013, 09:47
27. dann an den Pranger stellen...

Und dann werden die Leute noch an den Pranger gestellt. Da hilft es nichts, dass da ein Zusatz dabei steht, bis zu einer Verurteilung gilt der Verdächtige als unschuldig... siehe Osama bin Laden? Wurde der jemals verurteilt, bzw. rechtsstaatlich gesucht? NSA hat da ja auch mehr als 10 Jahre versagt.. hähähä

Diese Seite ist überall einsehbar - ohne einen Datenschutz für die betroffenen Personen!

Arrest Files

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findetnemo 13.08.2013, 09:57
28.

Zitat von fort-perfect
Scheinbar sind doch die New Yorker Polizisten mit ihrer sogenannten "Rassenfahndung" auf dem richtigen Weg gewesen, oder wie sollte man den Rückgang der Mordrate von 1990 bis jetzt anders erklären? Scheinbar werden beim"stop and frisk" wohl doch die Richtigen gefilzt.
Ja - scheinbar! Aber auch nur das. Anscheinend haben Sie aber nicht alle Faktoren berücksichtigt.

In "Freakonomics" wird argumentiert, die Abtreibungsgesetze seien mit dafür verantwortlich, nicht die "Broken Window"-Theorie, nach der ja New Yorks kompromisslose Polizei für den Rückgang an Kriminalität zuständig war. Auch andere Städte verzeichneten Rückgänge - die kaum der New Yorker Polizei geschuldet sein kann. Oder handelt es sich um "Regression to the mean" - wie sie bei Kahnemann nachlesen können?

Eine einzelne Ursache wird immer nur "scheinbar" sein. Und absolute Sicherheit erhalten Sie, wenn sie alle New Yorker in Isolationshaft nehmen. Das will wohl keiner - und nun gilt es eben zwischen diesen Extremen abzuwägen.

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elegiator 13.08.2013, 10:00
29. Nur mal so...

Die New Yorker Polizei hat eine große Anzahl Angehöriger mit dunkler Hautfarbe - die werden also ihre Kontrollen nicht ohne Grund bei den aufgeführten Bevölkerungsschichten durchführen. (Rassismus könnte man da ja jetzt ausschließen). Sie haben sicherlich auch einen gewissen "Erfahrungsschatz" der zu ihren Kontrollen führt. Wichtig wäre jetzt also zu wissen, wieviel Prozent der Kontrollierten (je Afroamerikaner, Hispanos, Weiße und Asiaten) zurecht kontrolliert wurden. Nur so ließe sich als Außenstehender erfassen, was dazu führt das vornehmlich Schwarze und Hispanos ins Raster geraten. Außerdem müsste man doppelt, dreifach usw. Kontrollierte herausrechnen (Intensivtäter kennen die dort sicher auch) und die Gesamtzahl auf ein Jahr runterbrechen und dann ins Verhältnis mit der Bevölkerungszahl setzen. Nur so wird's irgendwie anschaulich. Denn 4,4 Mio Fälle in 8 Jahren würde bedeuten dass ca. 1500 Leute pro Tag "durchsucht" worden sind. Bei 35000 Polizisten, die offensichtlich nichts anderes zu tun haben, sind das (wenn alle jeden Tag im Jahr da sind, keinen Urlaub haben, nie schlafen und dann noch alleine rumlaufen, etwa 23,5 Kontrollierte am Tag. Also jede Stunde einer - dann noch der Schreibkram, Pinkelpause, Donuts, Kaffee, Tankstelle.
Also mal wieder Zahlen ohne Bezug - Statisken kommen immer Super an bei SPON.
Ansonsten spreche ich natürlich dem ganzen nicht ab, dass es insgesamt eventuell etwas unangenehm ist, wenn man unvermittelt und "unverschuldet" in solche Kontrolle Gerät. Das wollt ich noch erwähnen!
Aber mal unter uns - als Touri am Times Square wird einem das nicht passieren. Hier geht's wohl eher um die sozialen Brennpunkte der Stadt.

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