Forum: Panorama
Strafrecht: Neues aus der Unterwelt
DPA

Das Verbrechen täuscht einen Rückzug vor. Die Regierung täuscht ein Gesetz vor. Die Polizei ist tief besorgt. Ein Bericht über Komplexität.

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spon_4_me 12.04.2019, 10:55
1. Brilliant

Eine halbe Stunde Fischer pur - jetzt gehe ich ein wenig früh, geistig beschwipst und mit gelockerten Bauchmuskeln ins Wochenende. Merci.

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ambulans 12.04.2019, 10:58
2. chapeau -

wie immer klar, deutlich und toll formuliert; diesmal wirds der autor wohl schaffen, dass sich tausend kommentare über ihn empören. wat mutt dat mutt ...

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santoku03 12.04.2019, 11:07
3.

Danke! Mal wieder eine bitterböse, saukomische Kolumne aus einer der besten Federn überhaupt.

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wiesenflitzer 12.04.2019, 11:09
4. Herr Fischer, Beschwichtiger der Nation!

Kommt es eigentlich nur mir so vor, oder hat Herr Fischer "die Polizei" als seinen quasi Lieblingsfeind ausgerufen? Und wenn ja, warum? Es vergeht im Grunde keine Kolumne, kein Fernsehauftritt, wo der Herr Fischer nicht ein mindestens "gewichtiges Wörtchen" mitzureden hätte. Er stellt ja viele Dinge durchaus richtig dar, aber er relativiert, verharmlost immer und durchgehend die Kriminalität einerseits und die Gewalt gegen Polizisten andererseits. Clankriminaltät? Ach was, ist doch alles halb so schlimm; die paar Clans. Gewalt gegen Polizisten? Alles Quatsch, die üben doch selbst oft Gewalt aus und sollen sich mal gefälligst beim getreten, angespuckt, beleidigt, geschlagen, umringt, gekratzt, gebissen usw. werden, nicht so anstellen. Schließlich sind das ja Polizisten und keine Kindergärtner, gelle. Bürger fühlen sich unsicher? So ein Blödsinn, die schauen nur zu viel Fernsehen. Usw. usw. Ich weiß nicht, warum Herr Fischer das tut, oder ob es ihm überhaupt klar ist, aber diese Art der generellen Verharmlosung finde ich persönlich sehr gefährlich. Suggeriert es doch der Bevölkerung, da dieses Statement eben von einem ehemaligen Bundesrichter kommt; na der muss es aber doch jetzt wirklich wissen. Ich bin seit 30 Jahren bei diesen Uniformierten (gut Uniform schon länger nicht mehr), bin in einer Großstadt aufgewachsen und habe diese die letzten 30 Jahre sehr sehr gut bei der Entwicklung beobachten können. Ich bin kein Schwarzseher und betrachte mir Dinge recht genau bevor ich zu einem Urteil, einer Meinung komme. Aber letztlich muss ich konstatieren: Es ist deutlich gefährlicher geworden abends durch diese Stadt zu gehen, und zwar egal ob als Frau oder als "stattlicher" Mann. Es ist auch, ich muss das so sagen, bunter geworden. Das kann man mögen, muss man aber nicht, zudem diese bunt gekleideten Menschen in einer eigenen Biospähre leben; die haben mit den Eingesessenen aber mal rein gar nichts zu tun. Statt Intergration gibt es ein Rumänenviertel, ein größeres Türkenviertel, immer mehr Moscheen, einen Arbeiterstrich, usw. Prozentual gesehen gibt es deutlich mehr Kriminaltät durch Nichtdeutsche als durch Deutsche, usw. Ich weiß nicht, wann Herr Fischer das letzte Mal durch die Innenstädte oder die sog. Problemviertel einer deutschen Großstadt gegangen ist. Das muss sehr sehr lange her sein, sonst würde er anderes schreiben. Jede Pommesbude wird, wenn sie denn irgendwann mal schließt, durch einen Dönerladen ersetzt, jedes kleine deutsche Geschäft durch eine Shisha-Bar, ein Telefon-/Internetlokal, eine Teestube, einen afrikanischen Verein und dergleichen mehr. Das ist kein Stammtischgerede, sondern einfach nur Fakten, die sich jeder selbst und persönlich anschauen kann. Oder wollen Sie, Her Fischer, mal eine Woche lang, in einem RTW oder in einem Streifenwagen, in einer dieser Grossstädte mitfahren? Ich verspreche Ihnen, dann bekämen Sie einen realen Eindruck davon, was in Deutschland los ist.

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dasfred 12.04.2019, 11:27
5. Wachtmeister Dimpfelmoser hat es schwer

Muss er doch die Großmutter nicht nur vor dem Räuber Hotzenplotz beschützen und das Krokodil vetreiben. Der eigentliche Feind ist doch Petrosilius Zwackelmann. Der böse Zauberer, gegen den alle Staatsgewalt machtlos ist. Die Polizeivertreter sehen diesen Zwackelmann hinter jeder Hecke lauern, aber seine Hexenkunst hebelt alle polizeilichen Maßnahmen aus. Überall, im Netz und in No Go Areas sitz so ein Petrosilius, dem man nur Herr werden kann, wenn die Polizei deutlich mehr Personal und Mittel bekommt. Das erzählt die Gewerkschaft auch den Medien, die mit der Angst vor dem bösen Zauberer viel Umsatz machen und Kicks generieren. Wiedermal ein herrliches Leseerlebnis am Freitag. Ich fand auch die deutlichen Worte schön, die Herr Fischer für Polizisten gefunden hat, die sehr schnell sind, wenn sie jemand schief ansieht, aber fast taub und blind, wenn einem Zivilisten etwas passiert. Die Klarstellung zum 219a hatte schon eine Komponente, die mich nur noch Kopfschütteln lässt, aber das scheint zur Demokratie mittlerweile dazuzugehören. Wenn Mietspiegel nur so lange gültig sind, bis ein Richter findet, sie sind falsch, dann ist das wohl so.

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aliof 12.04.2019, 11:41
6. Nicht so leicht zu lesen

.. dann aber doch als sehr lohnend eingeordnet ..

Zwei Aspekte fand ich besonders bemerkenswert .
Zu einem folgende Anmerkung :: Ad Paragraf 219a (ok , das auch Foul-Spiel der Frau Hänel aufgezeigt zu bekommen , ja , wissens- und beachtenswert ..)

Mir aufgestoßen aber :: Der Kolumnist fragte bei Beteiligten des Gesetzgebungsverfahrens an :: .. und erhielt zur Antwort , daß etwas verwortlicht wurde , was aber ganz anders gemeint sei , und bitte von der Exekutive so ausgelegt werden möge wie gemeint , und nicht so wie geschrieben . :: sich ein 'nur' hinzudenken , und ein 'oder' durch ein 'und' zu ersetzen , aber nur an einer Stelle .. die zwar nicht bezeichnet werde , auch nicht gedacht , weil damals gar nicht gedacht worden wäre ...

In meinen Augen ist das heller Wahnsinn !

Dazu möchte ich gern dann auch noch HIER zu lesen kriegen , wer diesen Unsinn gesagt habe . - Bzw. frage ich mich , warum Herr Fischer genau an dieser Stelle keine Namen nennt , bei der Vielzahl (gefühlt 27) hier in anderen Zusammenhängen aufgeführten ??

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muellerthomas 12.04.2019, 11:44
7.

Zitat von wiesenflitzer
Bürger fühlen sich unsicher? So ein Blödsinn, die schauen nur zu viel Fernsehen. Usw. usw. Ich weiß nicht, warum Herr Fischer das tut, oder ob es ihm überhaupt klar ist, aber diese Art der generellen Verharmlosung finde ich persönlich sehr gefährlich. Suggeriert es doch der Bevölkerung, da dieses Statement eben von einem ehemaligen Bundesrichter kommt; na der muss es aber doch jetzt wirklich wissen. Ich bin seit 30 Jahren bei diesen Uniformierten (gut Uniform schon länger nicht mehr), bin in einer Großstadt aufgewachsen und habe diese die letzten 30 Jahre sehr sehr gut bei der Entwicklung beobachten können. Ich bin kein Schwarzseher und betrachte mir Dinge recht genau bevor ich zu einem Urteil, einer Meinung komme. Aber letztlich muss ich konstatieren: Es ist deutlich gefährlicher geworden abends durch diese Stadt zu gehen,
Herr Fischer macht das, weil das die Fakten so hergeben, während Sie Ihren subjektiven Eindruck für die Realität halten.

Ich lebe auch in eienr Großstadt und bin regelmäßig in anderen Großstädten unterwegs und ich habe den Eindruck - der aber auch von den Dateng estützt wird - dass es heute sehr viel sicherer ist als in den 1980er und frühen 1990 Jahren.

Herr Fischer ist also kein Verharmloser, sondern Sie verbreiten unötig Panik.

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muellerthomas 12.04.2019, 11:45
8.

Zitat von wiesenflitzer
Ich weiß nicht, wann Herr Fischer das letzte Mal durch die Innenstädte oder die sog. Problemviertel einer deutschen Großstadt gegangen ist.
Wann waren Sie denn zuletzt in einem solchen Viertel und in welchem?

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pommes14 12.04.2019, 12:05
9. Herrliche Beschreibung deutscher Realitäten

Einfach wunderbar, bitte, Herr Fischer schreiben Sie doch auch mal was zum Brexit.

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