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Streit über Essener Tafel: Schnell, wir brauchen einen Schuldigen!
DPA

Wer ist verantwortlich dafür, dass die Essener Tafel derzeit nur Deutsche neu aufnimmt? Die Debatte darüber wird so aufgeregt geführt, dass ein zentraler Aspekt zu kurz kommt.

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frietz 04.03.2018, 15:08
40.

Zitat von harryhorst
Wenn wir nur die Leute ins Land gelassen hätten, die darauf ein Recht gehabt hätten, hätten unsere Tafeln keine derartigen Probleme. Damit ist die Frage beantwortet.
die Frage sollte sein, warum wir im so reichen Deutschland, dass Banken rettet, dass Automobilindustriebetrüger ungeschoren davonkommen lässt, warum wir überhaupt Tafeln brauchen, Naja die Antwort steht ja schon in der Frage, eben um die "Wirtschaft" zu schützen. Da ist es doch gut, die Armen gegen die Armen aufzuhetzen.

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aurichter 04.03.2018, 15:10
41. Warum melden sich nicht tausende

Menschen, um zu helfen! Als wenn dies mit Blick aus einem warmen Redaktionsraum so einfach wäre. Warum nicht, weil es andererseits tatsächlich in den Reihen so genannter "Samariter" auch wirklich einen ausgeprägten Rassismus gibt und dieser Rassismus selbst in Social Media unter Pseudonymen mit ekelhaftesten Kommentaren und Bildern ausgelebt wird, mit Geschichten und Vorkommnissen, die sich in Erlebnissen aus der Tätigkeit anbieten und dankbar verarbeitet werden. Hier am Ort in der Nähe von Göttingen selbst miterleben dürfen! Soll mir kein Mensch erzählen, es wäre in den Reihen alles so hilfsbereite und selbstlose Geister am Wirken. Daß dieser Rassismus und diese Fremdenfeindlichkeit aus der mitbeteiligten Kirchengemeinde auch noch verteidigt und gedeckt wird, dies setzt dem Ganzen noch die Krone auf. D.h. jetzt nicht, dass ich ich die in Essen durchgeführte Maßnahme für falsch halte, denn nur dadurch - wenn auch ungewollt - hat ein Herr Sator genau auf dieses Problem in Deutschland aufmerksam gemacht. Es würde Zeit, dass diese Diskussion geführt wird und die Politik, die davon am meisten profitiert hat, endlich stärker gefordert wird. Wenn die zukünftige Regierung dazu weiterhin schweigt und mit Scheuklappen durch die Botanik rennt, dann wird es in einigen Jahren den wahren Knall in dieser Gesellschaft geben.

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arkeid 04.03.2018, 15:12
42. Unverschämt überzogen

Welche Ungerechtigkeit wiegt schwerer? Als Gast in diesem Land ältere Menschen und Frauen aggressiv zu bedrängen oder die vorübergehend getroffene Maßnahme der Essener Tafel, wieder Kontrolle zu gewinnen? Wie wenig an die betroffenen Bedürftigen gedacht wird, die oft schon gedemütigt genug, dort um Lebensmittel anstehend, auch noch von anderen Nutzern der Tafel attackiert werden. Wie wenig an die tapferen Ehrenamtlichen. Und wie schnell in diesen Tagen wieder das Wort „rassistisch“ gebraucht wird: Für mich völlig überzogen, ungerechtfertigt, diskriminierend.

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mi-no-savi 04.03.2018, 15:12
43. skandalös ist nicht

"das Verhalten der Politiker, die aus klimatisierten Abgeordnetenbüros das Geschehen kommentieren", auch nicht, dass Politiker solche Verteilungskämpfe zulassen, wie es in dem Artikel heisst, sondern die Politik, die solche Verteilungskämpfe hervorruft. Dass sich, davon abgesehen, einige Migrantenauch nicht zu benehmen wissen, spielt nur eine Nebenrolle.
Die Entscheidung der Tafel zeigt, dass die Regierung nicht eine politische Entscheidung, nämlich Flüchtlinge aufzunehmen, treffen kann, und dann die Folgen auf die Freiwilligen und Ehrenamtlichen abzuwälzen.
Das hat aber nichts mit Faschismus zu tun, dieser grosse und hysterische Begriff hilft hier nicht weiter.

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Nobody X 04.03.2018, 15:13
44. Nein, Herr Maxwill -

- es geht überhaupt nicht darum, wer verantwortlich dafür ist, dass die Essener Tafel derzeit nur Deutsche neu aufnimmt. Fakt ist: Wer sich nicht benimmt, fliegt raus - aber es ist natürlich klar, dass man sich mit derart konsequentem Handeln gerade bei Linksliberal keine Freunde macht. Vielleicht sollte die Essener Tafel einfach dicht machen, anstatt sich irgendwelche dämlichen Vorwürfe anzuhören - sollen sich diejenigen hinter den Ausgabeschalter stellen, denen man es sowieso nicht rechtmachen kann.

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exHotelmanager 04.03.2018, 15:15
45. SPON beteiligt sich fleissig

an der Hetze - schon der erste Absatz ist pure Demagogie: beide bekommen Hilfe von der Tafel.
Der weitere Teil des massiven Demagogie ist die Behauptung, Menschen, die Hunger - im Sinne von größter Not - haben, würden abgewiesen. Das wäre erst noch zu beweisen. Derzeit wird möglicherweise nicht jeder/r aufgenommen, die/der daran interessiert ist. Aber "Hunger" im Sinne einer Not ist in keinem Fall nachgewiesen, bestenfalls eine Einschränkung der Versorgung. Hunger muss in diesem Land niemand leiden - auch ohne Tafeln.

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mkrauskopf 04.03.2018, 15:19
46. Danke

Vielen Dank für diesen Beitrag. Er skizziert wie weit es mittlerweile gekommen ist in diesem unserem Land. Die Ärmsten fangen an sich gegenseitig zu bekämpfen.
Was für eine Sinnlosigkeit....

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hh.noll 04.03.2018, 15:22
47. Wieso bevorzugt?

Der Autor des Artikels schreibt: "In Essen gibt es schon jetzt deutsche Kunden, die Mitleid haben und sich schämen, bevorzugt zu werden." Wieso bevorzugt, ist mir da etwas entgangen? Nach allen vorliegenden Berichten sind ca. 75 % der aktuellen Kunden bzw. der Personen, die in den Genuss der Leistungen der Tafel kommen, Ausländer! Dieses Ungleichgewicht gegenüber deutschen Bedürftigen war ja gerade der Grund dafür vorübergehen keine Ausländer als "Neukunden" aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund von einer Bevorzugung von Deutschen zu reden ist nicht nur unangemessen, sondern demonstriert den vorherrschenden "bias" in der Berichterstattung nicht nur bei SPON.

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manbleibtman 04.03.2018, 15:25
48. Das es Tafeln gibt

die keine Deutschen Männer aufnehmen
ist natürlich keinen Artikel wert.

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Shevchenko 76 04.03.2018, 15:29
49. Die Essener Tafel hat richtig gehandelt!

Kein Migrant muss zur Tafel gehen, wenn er gemeldet ist und Sozialleistungen bezieht. Die staatlichen Leistungen reichen für den Lebensunterhalt aus, da ein Großteil wie Mieten vom Steuerzahler übernommen werden. Das Problem ist, dass man die Tafel als Möglichkeit sieht, seinen Standard zu steigern, indem man Geld für Lebensmittel einspart. Dieses kann dann in die Heimat geschickt werden und wird für nicht zwangsläufig notwendige Konsumgüter verwendet. Das muss man vielleicht mal klar sagen. Sicher, es ist mit dem Geld ein hartes und nicht einfaches Leben. In ein anderes Land einzuwandern, ist ein großer und beschwerlicher Schritt. Vor allem wenn dies aus rein wirtschaftlichen Gründen geschieht und man keine Qualifikationen mitbringt, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden. Die erste Generation hat es immer am schwersten, wenn sie bleiben darf. Man hat nicht innerhalb kürzester Zeit einen Job, ein Auto und ein Haus. Dort wo muslimische Migranten in der Mehrheit sind, verfallen sie häufig in Verhaltensmuster aus ihren Herkunftsländern. Das ist dann das was man in Essen gesehen hat. Man integriert sich nur, wenn man in der Minderheit ist, und für die Akzeptanz unter Deutschen entsprechend deutsche Tugenden (Ordnung, Sauberkeit, Disziplin, etc.) und Wertevorstellungen (Richtiges Benehmen/Anstand, Ehrlichkeit, Hiflsbereitschaft, Freundlichkeit, Höflichkeit, etc.) übernimmt. Anonsten haben wir wie in Berlin und NRW wachsende Parallelgesellschaften. Daher müssen die europäischen und deutschen Grenzen massiv kontrolliert werden. Sonst wachsen die Konflikte und man bekommt einen "Clash of Cultures" und die Bürger wählen stärker Rechts, weil sie nicht nachvollziehen können, warum die Politik entgegen ihren Erwartungen handelt.

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