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Streit um Schloss Marienburg: "Das Geld ist weg" - Sohn widerspricht Prinz Ernst Augu
DPA

Im Familienzwist um den Verkauf von Schloss Marienburg bei Hannover geht es weiter. Nun wirft Ernst August Junior seinem Vater vor, unverantwortlich mit dem Geld der Familie umgegangen zu sein.

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geschädigter5 01.02.2019, 08:01
20. Es ist doch beschämend,

das das Land nun das Schloss nun übernehmen soll. E-A. sen. sollte mal etwas von seinem Reichtum von dem er lebt und der aus Ausbeutung aufgebaut wurde, hergibt. Jetzt den Steuerzahler heranziehen wollen ist eine Frechheit. Man sollte es tatsächlich verfallen lassen um den Niedergang des Adels zu bezeugen.

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ksail 01.02.2019, 08:01
21.

Zitat von MisterD
Das Schloss hat keinerlei historischen Wert, insofern sollte man es verkommen lassen.
Das kannst ja mal den Chefs von Neuschwanstein erzählen :-)
Fakt ist, dass der historische Wert sich nicht nur am Alter bemisst, siehe zum Beispiel KZ Auschwitz.

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cobaea 01.02.2019, 09:01
22.

Zitat von MisterD
Das Schloss ist ein Retro-Stil-Bau aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurde so gebaut, wie man sich das Mittelalter vorstellte. Märchenhaft, prunkvoll, usw. Das Schloss hat keinerlei historischen Wert, insofern sollte man es verkommen lassen. So haben kommende Generationen immerhin noch Spaß an den Ruinen... keinen Cent sollte man für diesen Scheiss in die Hand nehmen, solange unsere SCHULEN und KITAs nicht auch so prunkvoll aussehen...
Das mit dem Bau aus dem 19. Jahrhundert, der angeblich "keinerlei historischen Wert" habe, kann man auch von Schloss Neuschwanstein oder Schloss Linderhof in Bayern sagen. Die bayrische Schlösserverwaltung würde in Tränen ausbrechen - dort verdient der Staat sehr gut an den "historisch wertlosen" Immobilien. Der Wert solcher Gebäude bemisst sich doch nicht nur daran, wie alt sie sind... Im Elsass steht auch die Hohkönigsburg - etwa aus der gleichen Zeit und genauso "nachgemachte Ritterburg" (wenn auch kleiner) - auch sie ist bei Touristen sehr beliebt. Es gehört eben auch zur Geschichte, dass man im 19. Jahrhundert nostalgische Gefühle für eine angeblich "gute alte Zeit" hegte und versuchte, sie wiederzubeleben. Diese "Dornröschenschlösser" haben als Ausdruck eines Zeitgeistes durchaus ihre Berechtigung. Die Sanierung des Teils könnte man ja auch durch Crowdfunding bzw. Sammelaktionen leisten - hat bei der Dresdner Frauenkirche auch geklappt.

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cobaea 01.02.2019, 09:09
23.

Zitat von hestonhill
das marode Schloss für einen symbolischen Preis von einem Euro erwerben, wäre dies ein weiterer Fall für den Bund der Steuerzahler. Es kann nicht sein, dass die ohnehin permanent klamme Landeskasse mit derart unsinnigen Ausgaben für ein historisch völlig bedeutungsloses Bauwerk belastet wird, nur weil die Herren Welfen es nicht geschafft haben, es mit dem stattlichen Erlös aus dem Verkauf von altem Plunder zu sanieren. Man darf gespannt sein, welcher der beiden Augustusse sich schlussendlich als der Dümmere entpuppen wird, wenn die Frage geklärt wird, wo die 44 Millionen hingeflossen sind - der Prügel-Prinz oder der versierte Banker. Auf jeden Fall aber dürfte diese Posse ein gefundenes Fressen für all jene Boulevardblätter sein, die sich mit Vorliebe auf Familiendramen bei Prinzens und Prinzesschens stürzen. Damit auch diese weiterhin ihre Daseinsberechtigung erfüllen...
Also 1 Euro für dieses Teil ist ja noch keine Steuerverschwendung. Da hätte der Bund der Steuerzahler noch wenig einzuwenden. Ob das Land dann die Sanierung aus Staatsmitteln stemmt, sollte man noch klären. Das muss ja nicht zwangsläufig so sein. Stiftung oder Verein gründen (ob sich das Land daran beteiligt, ist eine Frage, die der Landtag klären muss), Geld sammeln (Mitgliedsbeiträge, Spenden, nach der Sanierung: Eintrittsgelder etc) und die Sanierung und den Unterhalt derart finanzieren. Funktioniert in GB mit dem National Trust seit über 120 Jahren bestens. In Bayern bringen solche angeblich "historisch völlig bedeutungslosen Bauwerke" dem Staat jährlich einen Haufen Geld ein. Übrigens sind diese Schlösser eben nicht "historisch bedeutungslos". Teil der Bau- und Gesellschaftsgeschichte ist es eben, dass sich unsere Verfahren damals nostalgisch der "guten alten Zeit" erinnerten und auch entsprechend bauten.

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cobaea 01.02.2019, 09:20
24.

Zitat von sandnetzwerk
Das Schloss ist Schrott. Ein Spielzeug wie Neuschwanstein, ohne jegliche Geschichte. Warum soll der Steuerzahler den verkommenen Adel noch mehr durchfüttern. Soll dich der schlaue Banker Investoren suchen. Das sollte er doch wohl gelernt haben.
Die Behauptung, "wie Neuschwanstein, ohne jeglich Geschichte" ist ja wohl Unsinn im Quadrat. Neuschwanstein hat Geschichte - nicht nur jene des leicht grössenwahnsinnigen Ludwig II. von Bayern, sondern auch für Deutschland: Hätte Ludwig mit seinen Prachtbauten (darunter eben auch Neuschwanstein) die Staatskasse nicht kruz vor den Bankrott geritten, hätte Bismarck die Bayern nicht zum Beitritt zum neuen Deutschen Reich "überreden" können. Man mag darüber streiten, ob das eine gute Idee war, aber zweifellos haben Ludwigs Bauten dadurch eine wichtige historische Bedeuitung. Zudem ist nicht einzusehen, warum ein 170 Jahre altes Schloss, das die damalige Sehnsucht der Menschen nach der "guten alten Ritterzeit" dokumentiert, keine histroische Bedeutung haben soll.

Und mit 1 Euro füttert man auch keinen Adel durch (die Renovationskosten gehen ja nicht in die Kasse des Adels).

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hubertus001 01.02.2019, 09:40
25. Es gibt keine Prinzen mehr

Lieber SPON, auch wenn Märchen von Prinzen und Schlössern schön zu lesen sind - in einem Nachrichtenmagazin sollte man bei den Fakten bleiben. Jetzt müssen Sie ganz tapfer sein, aber ist die Wahrheit: Es gibt keine Prinzen mehr. Schon seit 1920 nicht mehr. Die vormaligen Adelstitel wurden damals Bestandteil der bürgerlichen Namen. Es muss also heißen: Ernst August Prinz von Hannover, und nicht - wie in Ihrer Überschrift - Prinz Ernst August. Bitte berücksichtigen Sie das doch bitte in Zukunft... falls Sie journalistisch noch einigermaßen ernst genommen und nicht als Yellow Press Klatschblättchen wahrgenommen werden wollen. (Doch was tut man nicht alles für ein paar mehr Klicks, gelle?)

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yabba-dabba-doo 01.02.2019, 10:05
26.

Wenn ich hier so einige Kommentere richtig deute, scheint es Menschen zu geben, die im sozialistischen Einheitsbau am Glücklichsten sind und meinen Deutungshoheit zu haben was Geschichte ist und was nicht. . Was interessiert da schon Schönheit und Kultur.
In der ehemaligen DDR konnte man den historischen Gebäuden beim Verrotten zusehen. Und was hat es der Bevölkerung damals gebracht? Man musste dennoch 10 Jahre auf eine Wohnung im romantischen und erstrebenswerten Plattenbau warten. Ja, auch das ist Geschichte -aber keine die sich wiederholen sollte. Oder doch?

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Pless1 01.02.2019, 10:38
27.

Zitat von MisterD
Das Schloss ist ein Retro-Stil-Bau aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurde so gebaut, wie man sich das Mittelalter vorstellte. Märchenhaft, prunkvoll, usw. Das Schloss hat keinerlei historischen Wert, insofern sollte man es verkommen lassen. So haben kommende Generationen immerhin noch Spaß an den Ruinen... keinen Cent sollte man für diesen Scheiss in die Hand nehmen, solange unsere SCHULEN und KITAs nicht auch so prunkvoll aussehen...
Natürlich hat das Schloss einen historischen Wert. Die Geschichte war ja nicht mit dem Mittelalter vorbei. Dass Herrscherhäuser sich am Spätabend der Monarchie vermeintlich besserer Zeiten erinnerten und sich dies auch im Baustil widerspiegelt ist ein wichtiger bauhistorischer Punkt.

Nur muss man eines sagen: Der Adel hat zwar seine Privilegien verloren, aber das meiste an Hab und Gut in die Neuzeit retten können. Die einträglichen Teile davon zu privatisieren, die Lasten aber zu sozialisieren ist etwas, was der Staat nicht mittragen sollte.

Ich bin selbst Eigentümer eines seit Generationen in Familienbesitzes befindlichen Baudenkmals und saniere das aktuell. Ja, so etwas ist eine erhebliche Belastung. Ja, die Fördermöglichkeiten sind im Vergleich zu den Einschränkungen durch den Denkmalschutz zu gering. Aber sich wie der Welfenprinz aus der Verantwortung stehlen wollen das geht auch nicht. Liegt es an der Sozialisation als "in London aufgewachsener Banker"?

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ambulans 01.02.2019, 10:50
28. dass

der vater einen lebenstil pflegte, der mehr mit flüssig-geistigem zu tun hatte als mit solchen anwandlungen zwischen den ohren, ist ja zur genüge bekannt; da wird das liebe geld wohl hingegangen sein. sic pereat gloria mundi ...

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mirage122 01.02.2019, 11:07
29. Sollen wir spenden?

Nun müssen wir uns auch noch mit den Geldsorgen der Welfen-Herrschaften auseinander setzen. Der Junior-Prinz sollte sich seinen Vater einfach mal vorknöpfen und ins Gewissen reden - sofern er eins hat. Der mehr als aufwändige Lebensstil mitsamt Einheirat in die Monaco-Dynastie und entsprechendem Nachwuchs kostet schon so einiges. Und nicht unerheblich dürften die hochprozentigen Genuss-Mittel zu Buche schlagen, denen Vater-Prinz schon immer umfangreich zugesprochen hat. Und sowas vernebelt das Gehirn, da sind vernünftige Diskussionen nicht mehr zu führen.

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