Forum: Panorama
Streit zwischen Verdi und der Stadt Berlin: Wann sind verkaufsoffene Sonntage rechtsw
Monika Skolimowska/DPA

Weil die Stadt Berlin wegen Veranstaltungen sonntags die Geschäfte öffnete, klagte die Gewerkschaft Verdi. Nun bekam sie recht - und das könnte bundesweite Folgen haben.

Seite 2 von 17
anna cotty 05.04.2019, 22:14
10. ?

Zitat von Athlonpower
Ein Guter Tag für Deutschland!
Richtig! Zurueck ins Mittelalter.
Da wird in deutschen Medien Irland haeufig als ' von der katholischen Kirche beherrscht, bezeichnet, aber hier koennen die Laeden oeffnen, wann sie wollen.
Warum ist es etwas anderes, wenn man im Einzelhandel in deutschen Staedten arbeitet, als wenn man am Flughafen, in Bahnhoefen oder Tankstellen arbeitet. Wieviele Menschen arbeiten rund um die Uhr und auch an Wochenenden in Fabriken, Hotels und Krankenhaeuser.
Ich verstehe, dass es im Interesse der Gewerkschaften ist, gute Arbeitsbedingungen fuer die Mitglieder zu vereinbaren, aber der Staat sollte sich aus Ladenoeffnungszeiten raus halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Over_the_Fence 05.04.2019, 22:15
11. Amazon kennt keinen Sonntag

Richter entscheiden entlang der Gesetze, die ihnen vorliegen. Es liegt an der Politik daran etwas zu ändern, und das sollte sie auch. Im 20. Jahrhundert gab es noch keinen Interneteinkauf im großen Stil, heute sind die verkaufsoffenen Sonntage für die Einzelhändler ein wichtiges Mittel, um die Leute in die Innenstadt zu bekommen.

Man kann es natürlich auch bleiben lassen. Dann veröden die Innenstädte zusehends, und außer Dönerläden, Shisha-Bars, Handyshops und 1€-Läden wird da nicht mehr viel übrig bleiben. Amazon hat 24*7 geöffnet, und wird auf provinzielle deutsche Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_de_chepe 05.04.2019, 22:16
12. Was will de Einzelhandel mit verkaufsoffenen Sonntagen erreichen?

Der stationäre Einzelhandel durchlebt schwierige Zeiten. Aber kann man die strukturellen Probleme mit verkaufsoffenen Sonntagen lösen? Wir können jetzt an 6 Tagen, oft bis 22 Uhr einkaufen. Das sollte reichen. Es ist für alle gut einen Tag in der Woche zu haben, an dem in den Straßen etwas Ruhe herrscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cecile10 05.04.2019, 22:17
13. Warum ist Ver.di nur so rückschrittlich?

Ich kann es beim besten Willen nicht verstehen: gerade ver.di müsste doch ein vitales Interesse an einem lebhaften stationären Handel haben, um so die Online-Konkurrenz im Zaum zu halten. Schließlich sind im stationären Handel viele Mitarbeiter beschäftigt. Und ganz offensichtlich lässt ver.di es zu, dass diese Mitarbeiter allmählich wegrationalisiert wereden, weil der Internethandel kontinuierlich zunimmt. Wozu das führt, kann man sich in den USA in inzwischen jeder Stadt anhand der vielen Toten Shopping-Malls ansehen.

Wäre ver.di doch nur etwas zukunftsgerichteter, würden Sie verkaufsoffene Sonntage auf breiter Front und jeden Sonntag unterstützen. Zu Ihrem eigenen Interesse.

Wenn ver.di ihre Rückwärtsgewandtheit noch weiter ausbauen möchte, können sie sich ja für ein Gesetz stark machen, dass den Online-Handel Wochentags nur bis 18:30h, samstags bis 14:00h und sonntags gar nicht mehr sanktioniert. Das wär doch was - kriegen die bestimmt auch noch hin.

Die scheinheilige Einstellung der Kirchen dazu möchte ich jetzt gar nicht weiter kommentieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
odapiel 05.04.2019, 22:20
14.

Rückständiges Deutschland. Eine Riesen-Servicewüste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jo126 05.04.2019, 22:26
15. Bullsh...

Zitat von walter_de_chepe
Der stationäre Einzelhandel durchlebt schwierige Zeiten. Aber kann man die strukturellen Probleme mit verkaufsoffenen Sonntagen lösen? Wir können jetzt an 6 Tagen, oft bis 22 Uhr einkaufen. Das sollte reichen. Es ist für alle gut einen Tag in der Woche zu haben, an dem in den Straßen etwas Ruhe herrscht.
Was reicht oder was nicht, sollte jeder Kaufmann selber entscheiden, nicht irgendwelche pseudoverbeamteten Gewerkschafter oder gar Kirchen. Das funktioniert in den meisten anderen Ländern auch. Nur in Schnarchdeutschland nicht. Passt auch zur Infrastruktur - 20 Jahre hinterher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DianaSimon 05.04.2019, 22:29
16. Produzieren und konsumieren

ist das der Sinn des Lebens? Kann es nicht einen einzigen Tag in der Woche geben, der nicht durch Profitinteresse dominiert ist und der Familie und dem Freundeskreis gehört? Wie will man denn eine popelige Geburtstagsfeier organisieren, wenn es nicht mehr einen Tag in der Woche gibt, an dem alle (mit notwendigen Ausnahmen) frei haben? Sonntagsarbeit muß auf das absolut unverzichtbare Maß beschränkt bleiben. Lassen wir uns die schwer erkämpfte Lebensqualität nicht nehmen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 05.04.2019, 22:29
17.

Zitat von andreasm.bn
Wenn Sie zu faul oder zu bl.. sind zu den üblichen Verkaufszeiten einkaufen zu gehen, dann müssen Sie halt zur Tanke oder online kaufen.
/einmisch
Ja, ich bin auch einer der "faulen" Einkäufer.
Ich genieße es im Rewe erst um 21:00 aufzuschlagen, fast alles andere kaufe ich bereits online, klappt sehr gut.
Würde ich nicht im Zentrum sondern außerhalb wohnen, würde ich wohl wirklich alles außer Lebensmittel online kaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opi_1 05.04.2019, 22:31
18. Was dem Einzelhandel entgeht...

...kann man hier in Venlo jedes WE erleben. Der halbe Ruhrpott kauft hier ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan211 05.04.2019, 22:31
19. Der Sonntag gehört uns

Gut dass es immer noch Gewerkschaften in Deutschland gibt, die für die Arbeitnehmerrechte kämpfen. Wir sind keine Leibeigene mehr, die von den Vasallen zu jeder Tag- und Nachtzeit zum arbeiten gezwungen werden können. Ja es gibt offensichtlich Menschen die sich derart mittelalterliche Verhältnisse zurück wünschen. Aber noch verteidigen wir unsere Freiheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 17