Forum: Panorama
Strenges Rauchverbot - eine gute Entscheidung?

In Bayern wird bald Deutschlands strengstes Rauchverbot gelten. Beim Volksentscheid stimmten fast zwei Drittel der Wähler dafür, das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten zu verbieten - ohne Ausnahmen. Wie bewerten Sie das Votum? Sollte es einheitliche Regeln in allen Bundesländern geben?

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pulegon 05.07.2010, 09:33
1. Wissen Sie worum es geht?

Zitat von sysop
In Bayern wird bald Deutschlands strengstes Rauchverbot gelten. Beim Volksentscheid stimmten fast zwei Drittel der Wähler dafür, das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten zu verbieten - ohne Ausnahmen. Wie bewerten Sie das Votum? Sollte es einheitliche Regeln in allen Bundesländern geben?
Das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten ist bereits verboten, jetzt werden lediglich auch 'Raucherclubs' und ähnliche Einrichtungen verboten.
Damit der geneigte Nichtraucher nicht die Nase rümpfen muss, wenn er an entsprechenden Etablisements vorbeigeht.
Reingegangen wäre er sowieso nie.
Es lebe die Freiheit der relativen Wahlmehrheit!

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Epic Fail 05.07.2010, 09:34
2. fast zwei drittel

>>fast zwei drittel<< eine sehr interesante Formulierung bei der Wahlbeteiligung.
Ob es eine einheitliche Regelung geben soll? Natürlich nicht, wo kämen wir den da hin wenn es keine Menschen mehr gibt die viel gleicher sind als die anderen. In einem Bundesland ist das eine so geregelt, in einem anderen so, in dem nächsten garnicht, es weis doch eh keiner mehr was man darf oder nicht wenn man die Landesgrenze überfährt. Also ich hab leider kein Jura studiert!

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wanderprediger 05.07.2010, 09:35
3. Strenges Rauchverbot - eine gute Entscheidung

Zitat von sysop
In Bayern wird bald Deutschlands strengstes Rauchverbot gelten. Beim Volksentscheid stimmten fast zwei Drittel der Wähler dafür, das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten zu verbieten - ohne Ausnahmen. Wie bewerten Sie das Votum? Sollte es einheitliche Regeln in allen Bundesländern geben?
Eine sehr sehr gute Entscheidung.
Die beste Entscheidung in Bayern seit Jahren.

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wolfgangl 05.07.2010, 09:39
4. Rauchverbot!

Zitat: "Der Sprecher des Raucher-Aktionsbündnisses "Bayern sagt Nein", Franz Bergmüller, machte für die Niederlage vor allem die geringe Wahlbeteiligung verantwortlich. Wenige Prozent der Bevölkerung hätten einen großen Teil der Menschen "majorisiert"."

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es sogar den meisten Rauchern bewußt ist, wie scheiße rauchen ist. Schön, dass sich diese Meinung langsam durch setzt!
Was mich immer wieder verwundert, wenn ich ein Schmerzmittel möchte, muss ich zum Arzt gehen und überprüfen lassen, ob mir die Arznei nicht schaden könnte. Eine Schachtel Zigaretten, mit nachgewiesenen schädlichen Wirkungen und ohne jeglichen positiven Nutzen, mit süchtig machenden, krebserregenden und toxischen Inhaltsstoffen, die kann ich an jeder Tanke, ohne Überprüfung erwerben. Da läuft doch grundsätzlich was schief! Ärzte arbeiten seit Jahren daran, dass Rauchen als Krankheit eingestuft wird, dann könnte man den Kranken besser helfen. Dafür ist kein Geld da. Wo geht das ganze Geld hin, das von den Sargnägeln eingenommen wird?

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picard95 05.07.2010, 09:40
5. Gut...und..Schlecht

Gut: Man kann als Nichtraucher auswärts essen. Die (von Rauchern) beschriebene Rücksichtnahme war leider fast nie festzustellen; egal ob man ein Baby/Kleinkind dabei hatte oder nicht.

Schlecht: Raucher rauchen weil sie müssen, nicht weil sie wollen.
Ich nehme regelmässig Leute per Mitfahrgelegenheit mit.
Selbst auf der kurzen Strecke Berlin-Lübeck sind bei vielen Rauchern Entzugserscheinungen feststellbar. Ich würde normalerweise durchfahren, aber bei Stolpe mache ich dann extra für die Süchtigen eine Pause. Das Auto stinkt dann nachdem sie wieder eingestiegen sind wie Hulle.

Mir tun diese Leute leid. Sich so zum Sklaven einer Droge zu machen und ihren gesamten Tagesablauf darauf abstimmen zu müssen. Vom Geld mal abgesehen.

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Meckermann 05.07.2010, 09:40
6. Geht in Ordnung

Anscheinend ist es der Mehrheit der Bevölkerung egal und der Rest will das Verbot. Ist in Ordnung so - kein Mensch wird zum Rauchen gezwungen und wers wirklich nicht mehr aushält, muss eben vor die Tür gehen

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aquariuss 05.07.2010, 09:40
7.

Mann sollte es EU weit einführen, und Raufen in der Öffentlichkeit verbitten.
Wir mich dass ärgert, wenn es irgendwo eine Veranstaltung gibt, und Leute Rauchen obwohl neben denen viele Menschen stehen die dass nicht Tuen.

Mehrmal hab schon erlebt, dass Menschen Ruhen obwohl Kinder neben denen stehen, und passive Mitrauchern.
Hab auch versucht dass denen zu sagen, aber neeee "is ja hier kein Rauch verbot, ver**** dich"

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wolfgangl 05.07.2010, 09:43
8.

Zitat von pulegon
Das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten bereits verboten, jetzt werden lediglich auch 'Raucherclubs' und ähnliche Einrichtungen verboten.
Tabaklobby?!? Selbst auf dem Oktoberfest wird noch in Bierzelten geraucht werden, weil es die ach so armen Wirte nicht auf die Reihe bekommen, das zu organisieren...

Und wenn es den tollen Rauchern so wichtig gewesen wäre, dann hätten sie ja zum Volksentscheid gehen können. so funktioniert Demokratie. Die Wahlbeteiligung hat noch keinen Politiker gestört. Ganz im Gegenteil, war die CSU doch immer sehr stolz auf die 50+x!

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halbfrosch 05.07.2010, 09:45
9.

Ich war positiv überrascht über den Ausgang der Abstimmung. Üblicherweise siegt bei solchen Themen nicht die Vernunft - nämlich der Gesundheitsschutz - sondern populistische Meinungen und einseitige Interessen.
Regierungen sind auch dafür gewählt, mal unpopuläre aber "richtige" Entscheidungen zum Wohl der Bevölkerung zu treffen. Hier hat sich die Landesregierung bzw. die CSU einmal die Finger verbrannt und hat es jetzt dem Volk überlassen - mit wie ich finde dem richtigen Ausgang. Die Gegner der Initiative mögen ihre Wunden lecken - niedrige Wahlbeteiligung hin oder her, offenbar war es den Gegnern des Antrags ja weniger wichtig, ihre Stimme abzugeben, als den Befürwortern.

Als in England lebender Deutscher sind mir der Flickenteppich an Länderregelungen (a) zum Rauchverbot und (b) zum (Hoch-)Schulwesen die liebsten Negativbeispiele am Föderalismus. Hanebüchen.
Daher: Liebe andere Bundesländern, macht dem ganzen Hin und Her ein Ende, und schließt Euch dem bayrischen Beispiel an. Hätte die Bundesregierung nur mal den Mut bewiesen, das Rauchverbot über die Arbeitsgesetzgebung bundeseinheitlich umzusetzen, müssten wir dieses Debakel nicht erdulden...

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