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Studie: Muslime sind besser integriert - aber nicht akzeptiert
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In Deutschland leben etwa 4,7 Millionen Muslime. Verglichen mit anderen westeuropäischen Ländern sind sie vor allem auf dem Arbeitsmarkt immer besser integriert - als Nachbarn aber nicht gern gesehen.

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rudolfo.karl.von.wetterst 24.08.2017, 07:38
10. Integration

Um die Intgration zu fördern sollten die Forscher auch vorschlagen was die Muslime tun sollten um sich zu integrieren. Integration bedeutet immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen. das zeigt die Untersuchung nicht wirklich. So ist die Studie eigentlich wertlos.

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pascht 24.08.2017, 07:44
11. Wie sieht es mit der Akzeptanz der Deutschen aus?

Sehr schlecht und das ist unabhängig davon wie sehr integriert oder nicht die Zuwanderer sind. Im Zweifelsfalle integrieren sich dies also nicht, weil es nichts bringt. So sind z.Bsp. die einstigen Zuwanderer deutscher Kultur, Sprache und Abstammung aus Osteuropa, gleich nach dem Krieg als Flüchtlinge, oder später als Spätaussiedler, nicht mehr akzeptiert als Zuwanderer nichtdeutscher Abstammung und Kultur. Lediglich die Ausgrenzung dieser deutschen Zuwanderer ist nicht ganz so feindselig wie den nichtdeutschen Zuwandern gegenüber. Ob aber weniger Ausgrenzung ein Zeichen für mehr Akzeptanz sein kann muss bezweifelt werden. Das ist meine Lebenserfahrung aus vielen kulturellen und sprachlichen Kontakten zu Menschen aller Art. Hölderlins "Hyperion" von 1778 scheint da eine zeitlose Analyse zu sein, sogar in vielerlei Hinsicht.

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steinbock8 24.08.2017, 08:00
12. Es ist sch Jahrzehnte so

In den Sechziger Jahren Sind Muslime schon ausgegrenzt worden seit dem hat die Politik recht wenig fuer die Integration getan im Gegenteil selbst wenn die Leute wollten wurde sie nicht für volle Mitglieder der Gesellschaft genommen erst danach haben sich paralellgesellschaften gebildet man betrachte auch die Politik der konservativen Parteien in den frühen Jahren der Gastarbeiter wer erinnert sich noch an den Satz wir brauchten Arbeiter und es kamen Menschen

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pascht 24.08.2017, 08:04
13. Die gegenseitige Akzeptanz "des Menschen"

mit Respekt vor dem anders sein des Anderen, wie es schon in der Bibel steht "Ecce Homo", das bedeutet "Integration". Dann muss niemand auf seine Identität verzichten. Integration ist eine Münze mit zwei Seiten. Bezeichnender Weise führt diese Statistik nur nackte Zahlen für Zuwanderer auf. Zahlen über die Kenntnis von Geschichte, Sprache und Kultur der Einheimischen über die Zuwandere, wurden erst gar nicht erhoben.
Freiheit ist immer die Freiheit des anderen sagte Rosa Luxemburg, Respekt ist immer Respekt des anderen. Das bedeutet für mich als Zuwanderer in erster Linie die Sprache, Geschichte und Kultur des Landes in dem ich Lebe genauso gut zu kennen und öffentlich zu leben wie Einheimische. Für mich als Deutscher bedeutet es, die Sprache, Geschichte und Kultur der Zuwandere soweit zu kennen um ihnen den geschuldeten Respekt erbringen zu können.

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kpkuenkele 24.08.2017, 08:06
14. Die Schönrechner von Bertelsmann

Ich erinnere mich an eine Studie der Bertelsmann Stiftung von 2014, nachdem in Deutschland geborene Ausländerkinder über den gesamten Lebenszyklus hinweg durchschnittlich gut 44.000 Euro mehr an Transfers erhalten, als sie an Steuern und Sozialbeiträgen zahlen. Im Gegensatz dazu zahlen die im gleichen Jahr geborenen Deutschen fast 112.000 Euro mehr ein, als sie von Vater Staat erhalten. Umgekehrt sieht es dagegen beim Bezug von Sozialtransfers wie Arbeitslosenhilfe oder Wohngeld aus: Hier erhalten Zuwanderer ohne deutschen Pass im Schnitt gut 80 Prozent mehr als die deutschen Bürger. Wenn Muslime eine eher schwierigere Gruppe unter den Ausländern darstellen, dürfte für diese die Bilanz noch ernüchternder ausfallen. Daher überrascht der positive Grundton der neuen Studie. Es scheint, dass die Bertelsmann Stiftung vor Bundestagswahlen mit einer CDU Kanzlerin die Fakten dann doch eher regierungsfreundlich interpretiert.

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arch.aisch 24.08.2017, 08:07
15. Wenig ergiebig

Ob die Studie objektivierenden Standards folgt, lässt sich nicht entnehmen. Deutlich erscheint, dass der Bericht bereits stark gefiltert ist und dass dies auch auf die Schnelle nicht zu umgehen ist, weil die heiß gestrickten Nachrichten der Online-Medien sich halt nahezu zwangsläufig alle auf dieselbe Quelle (Nachrichten-Agentur) stützen und diese dann entweder komplett oder gekürzt wörtlich übernehmen. Dabei ist die Wiedergabe im SpOn noch einigermaßen ausführlich. Man hat den Eindruck, als ob die Studie z.B. keinen Unterschied in der Herkunft der Zuwanderer macht, die sich in den verglichenen Staaten immerhin deutlich unterscheidet (Größte Kontingente [bis 2010] in Deutschland aus der Türkei/Anatolien, in Frankreich aus den Magrebstaaten...). Auch die Logik, dass solche Personen, die ihre Lebensbedingungen weniger stark von ihrer (zufälligen) Religionszugehörigkeit bestimmen lassen, sich besser integrieren, als dies bei solchen möglich ist, deren Flexibilität durch Formalien und Attribute eingeschränkt ist, ist doch so offensichtlich, dass sie nahezu nicht erwähnenswert ist. Auch hat man den Eindruck, dass
ausschließlich die aktive Integrationsbereitschaft der europäischen Staaten Gegenstand der Betrachtung ist, nicht aber die passive, religiös-gesellschaftliche Verweigerung resp. Abschottung, der selbstverständliche Anspruch auf Transport und Mitnahme der ererbten gesellschaftlichen Gewohnheiten und Regeln in Gesellschaften, nach denen man strebt, weil sie anders sind und sich besser entwickeln, als diejenigen, die verlassen wurden. Diese Torheit und Widersprüchlichkeit ist der größte Feind der Integration. Da dürften alle Studien mit wissenschaftlichem Anstrich wenig helfen, zu gescheiten Lösungen zu kommen.

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meinung2013 24.08.2017, 08:09
16. Chancen auf Teilhabe , insbesondere Bildungssystem

ist alleine durch die Schulpflicht schon gegeben und die Kinder moslemischer Eltern, die diese Chancen ergriffen haben, sie nutzten und heute in guten, wichtigen Positionen sitzen beweisen es. Chancen können nur angeboten werden, Chance zu nutzen obliegt nicht mehr dem Anbieter.
"interkulturelle Kontakte und interreligiösen Austausch in Schule, Nachbarschaft und Medien zu fördern. "
interkulturelle Kontakte: auch hier wieder, es gibt viele Initiativen die die Chancen ermöglichen. Fast kein Schulsommerfest ohne den internationalen Charcater, kein Sommerfest ohne multikulturellen Character.
"den Islam als Religionsgemeinschaft institutionell gleichzustellen" besser wäre endlich die strikte Trennung von Staat und Religion. Religion ist eine private Angelegenheit, eagl welchen Glaubens und sollte auch so behandelt werden. Jede Religion müsste raus aus den Schulen, Institutionen, das ist wirkliche Toleranz.
Wir haben im Lande auch Anhänger anderer religionen wie z.B. Buddhisten, russisch / griechisch Orthodoxe. Wirkliche Anerkennung einer großen Vielfalt ist in meinen Augen nicht möglich, wenn immer wieder nur auf eine Religion fokussiert wird.

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Kurt2.1 24.08.2017, 08:12
17. .

Wenn es nicht so schlecht bestellt ist um die Integration, heißt das, das D und seine Bürger offensichtlich auf dem richtigen Weg sind. Die Voraussetzungen zur Integration sind also gegeben. Die nicht Integrierten sind also im Zugzwang. Es gibt keinen Grund, die Bürger dieses Landes aufzurufen, noch mehr für die Integration zu tun.

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Atheist_Crusader 24.08.2017, 08:13
18.

Von der fragwürdigen Aussagekraft einiger Punkte mal abgesehen (sich mit Deutschland verbunden zu fühlen, sagt zum Beispiel überhaupt nicht aus ob man sich mehr oder weniger damit verbunden fühlt als mit anderen Dingen): Das Ganze auf Religion zu reduzieren ist in meinen Augen speziell für Deutschland der falsche Ansatz.

Denn die in Deutschland lebenden Muslime sind eben im überwiegenden Maße (zu etwa 2/3) Türken. Und wenn eine Gruppe in so großem Maße vertreten ist, dann spielen auch noch andere Faktoren als die Religion eine Rolle, etwa die Kultur. Was die Deutschen über Muslime denken ist daher überwiegend deckungsgleich mit dem was Deutsche über Türken denken.
Oder anders gesagt: Wenn die meisten Deutschen "Muslim" hören, denken sie an Türken.

Und da kommt nochmal eine Vielzahl an Problemen hinzu, die Muslime als Ganzes eher nicht oder nicht in diesem Maße betreffen. Seien es persönliche Erfahrungen mit Pöbelei und Gewalt junger Männer, überdrehter Nationalismus, Geschichtsklitterung, die Haltung gegenüber anderen Völkern (Armenier, Kurden, ...), die fortwährende Betrachtung der Regierung in Ankara als wahre Autorität und so weiter. Was selbstverständlich nicht für alle Türken zutrifft, aber das sind eben Dinge die mit dieser Volksgruppe assoziiert werden - und damit auch mit Muslimen generell in Deutschland.

Man sollte also nicht so tun als würde es in dieser Studie um Muslime generell gehen. Denn das tut es nicht.

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akkzent 24.08.2017, 08:17
19. Über 50% Ausländeranteil

Genauso viele Ausländer gibts in unserem schweizerischen Städtchen mit ca. 20'000 Einwohnern. Ganz egal ob deutsche, türkische oder Einwanderer aus dem Balkan, funktioniert bei uns die "Intergration" in Beruf und Gesellschaft reibungslos und auch persönlich wurde ich noch nie mit Schwierigkeiten im Zusammenleben mit anderen Kulturen konfrontiert. Ich bin davon überzeugt, dass Integration unbedingt als Bringschuld der Einwanderer gleich welcher Kultur gelebt werden muss. Stilblüten wie Kopftuch tragende Polizistinnen muss aber in aller Entschiedenheit begegnet werden. Durch solche Fehlentwicklungen lassen wir unser gelungenes Zusammenleben nicht zerstören.

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