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Studie zu Opfern mutmaßlicher Übergriffe: Wenn Polizisten zuschlagen
Emmanuele Contini/ imago images

In Deutschland üben Polizisten offenbar viel häufiger Gewalt aus als bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bochumer Studie über mutmaßliche Opfer. Sie zeigt, wer besonders betroffen ist.

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michbo 17.09.2019, 11:15
1. Danke

für den differenzierten Umgang mit einem Thema, bei dem viele der Versuchung erlägen wären, es reißerisch aufzubereiten.

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sans_words 17.09.2019, 11:15
2. Einstecken und Austeilen

Polizisten haben immer einzustecken, niemals auszuteilen.

Die ist keine Rechtfertigung für polizeiliche Übergriffe. Auf der anderen Seite ist es ernstzunehmen, wie der Polizei in zunehmendem Maße respektlos entgegengetreten wird.

Ich bin froh darüber, wie unsere Polizei für Ordnung sorgt, und glaube, sie tut dies in den allermeisten Fällen mit angemessenen Mitteln. Ich hoffe, diese Qualität wird auch weiterhin bestehen.

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grabenkaempfer 17.09.2019, 11:16
3.

Wenn das so ist:
"Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Das heißt, sie lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern - zumal sich die Befragten vor allem als politisch links oder Fußballfans bezeichneten." Warum wird dann diese "Studie" veröffentlicht? Gerade bei Fußballfans ist es so das viele der Meinung sind das die Polizei nur dafür da ist ihnen ihren Spass zu nehmen und die sich dann erst recht wie die Axt im Walde aufführen. Angeblich wäre die Anwesenheit der Polizei eine Provokation ......

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qjhg 17.09.2019, 11:28
4. Es ist natürlich richtig, dass gegen

Straffällig gewordene Polizisten vorgegangen wird. Viel wichtiger erscheint mir jedoch der Schutz unserer Polizisten vor Gewalttätigen. Es kann doch generell überhaupt keinen Grund geben, mit Gewalt gegen irgend einen Polizisten, Rettungssanitäter, Notarzt, Feuerwehr etc. anzugehen. Sollte es doch dazu kommen, sind diese Täter in einem Strafverfahren so abzustrafen, dass es jedem klar ist, dass gegen die Vertreter der Staatsmacht bei Vorliegen von Gewalt nur der Rechtsweg beschreitet werden kann oder man selbst bei Widerstand Objekt der Strafverfolgung wird.

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SusiWombat 17.09.2019, 11:29
5. Wie sollte man auch Anzeige erstatten?

In Baden-Württemberg stand die Kennzeichnungspflicht für die Polizei im Koalitionsvertrag - umgesetzt wurde sie nicht. Und wie man hier schon schön lesen kann - der öffentlichen Meinung folgend, darf man als Teilnehmer einer Kundgebung nicht auf Zustimmung hoffen, wenn die Polizei Grenzen überschreitet. Das ist nicht nur die Meinung der hier schrei(b)enden Foristen, nach deren Meinung bei Demonstrationen gar nicht hart genug zugeschlagen werden kann. Das ist leider auch die Ansicht zahlreicher Richter. "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um" sagte der Richter und sprach den prügelnden Beamten frei.

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c.PAF 17.09.2019, 11:29
6.

Ach wie, echt jetzt?

Wenn jetzt noch die Erkenntnis kommt, das Polizisten vor Gericht auch mal schamlos lügen ("warum sollten sie das tun, sie riskieren damit doch ihren Job"), sind wir nochmal einen Schritt weiter.
Gut, mich hat es letztendlich nur 30.- gekostet, die Polizei als solches dagegen gewaltig an Respekt meinerseits. Vor allem, weil aufgrund des feixens nach der Gerichtsverhandlung klar war, daß sie bewußt gelogen hatten...

Respekt vor der Polizei habe ich seitdem nicht mehr. Bin mir aber auch klar, daß die am längeren Hebel sitzen. Also meide ich einfach den Kontakt zu denen, was mir seitdem gut gelungen ist.

Wie muß das aber für Menschen sein, wo es nicht nur um 30.- geht, sondern womöglich um eine Freiheitsstrafe? Das ist echt heftig und bedenklich.

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Mantrisse 17.09.2019, 11:31
7. Untauglich

"Singelnstein hat mehr als 3300 Menschen befragt, die angeben, solche Übergriffe erlebt zu haben. Seine Untersuchung beleuchtet das Thema in Deutschland erstmals ausführlich aus Sicht der Betroffenen. Obwohl die Studie nicht repräsentativ ist und weitere Einschränkungen hat, erlaubt sie einen vertieften Einblick in ein umstrittenes Thema. Die wichtigsten Ergebnisse."

Immerhin entlarvt man sich zunächst selbst. Was soll ich hier also lesen? Das, was im folgenden dabei rauskommen soll? Ich habe die G7-Krawalle Hamburg erlebt und war erstaunt wie subtil die Polizei damit umgegangen ist, obwohl die Demonstranten nur provoziert haben und über 100 Autos von Chaoten verbrannt wurden. Auch in meinem weiteren beruflichen Umfeld habe ich Zugang zur Arbeit, und man muss sagen, den Leiden der Polizei. Der Damm, den die da noch schützen wird dünner und brüchiger jeden Tag. Was dieser Artikel hier zu propagieren sucht, ist insoweit falsch, denn kein Polizist geht hin und schikaniert oder prügelt von sich aus auf Bürger ein. Alles andere läuft im Kontext ab und wird schon aufgrund dieser "Befragungen" durch die subjektive Brille Betroffener gedreht. Note: Untauglich!

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Bondurant 17.09.2019, 11:31
8. Mit anderen Worten

hätte Singelnstein Zehntausende Menschen befragen müssen, um eine Stichprobengröße zu erreichen, die auch nur annähernd repräsentativ ist. Ein Aufwand, der für ihn und sein Team nicht zu realisieren war.

die Studie ist vollkommen wertlos. Aber der Herr S. tingelt damit trotzdem seit Mionaten durch alle Medien.

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christianu 17.09.2019, 11:34
9. Reden wir einmal von Gewalt gegen Polizisten!

Die Polizei muss sich im Dienst anpöbeln lassen, und auch körperliche Übergriffe aller Art nehmen zu. Straftäter, die sich einer Festnahme widersetzen und deshalb überwältigt werden müssen, zeigen hinterher die Polizisten wegen Körperverletzung an. Widerstand gegen die Staatsgewalt ist scheinbar hoffähig geworden. Dann kommen die Wissenschaftler und untersuchen Polizeigewalt. In welchem Land der Erde sind Polizisten so schutzlos der Gewalt ausgeliefert? In Umfragen bekommt der Polizistenberuf höchste Sympathiewerte, aber in der Praxis und vor Gericht bekommen angreifende Straftäter mildernde Umstände zugebilligt. Widerstand und Gewalt gegen Polizisten müssen hart bestraft werden. Dann kann man auch über Polizeigewalt urteilen.

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