Forum: Panorama
Studie zu Opfern mutmaßlicher Übergriffe: Wenn Polizisten zuschlagen
Emmanuele Contini/ imago images

In Deutschland üben Polizisten offenbar viel häufiger Gewalt aus als bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bochumer Studie über mutmaßliche Opfer. Sie zeigt, wer besonders betroffen ist.

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Emderfriese 17.09.2019, 13:59
120. Hintergründe

Zitat von Ein Stein!
Ist Ihnen eigentlich bewusst, dassdie hier als "Fußballfans" verharmlosten Hooligans überwiegen der rechten Szene zuzuordnen sind? Es trifft demnach beide Extreme, die eine hohe eigene Gewaltbereitschaft haben.
Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass Hooligans im Rahmen von Fußballspielen aktiv bzw. gewalttätig werden. Dabei spielen zunächst politische Inhalte keine Rolle. Die Polizei geht gegen buchstäbliche Randalierer vor, deren Hintergrund schlichte Gewalt ist.
Ganz im Gegensatz zu Demonstrationen linker Gruppen. Mögen da auch "Randalierer" dabei sein, aber selbst bei friedlichen Protesten steht immer ein politischer Grund dahinter, und die werden offensichtlich anders behandelt als rechte Demonstranten bei deren Aufzügen mit politischen Hintergründen. Das zumindest bestätigt die Recherche der Bochumer Studie.

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charlybird 17.09.2019, 14:00
121. Klingt

Zitat von Saitma
Ich habe den Artikel durchaus gelesen und auch zur Kenntnis genommen genommen, das auf die "Schwächen" der Erhebung hingewiesen wird. Das ändert aber nichts daran, dass die Erhebung seit Tagen durch alle Medien geht und bei Spiegel sogar als Headliner angezeigt wird, obwohl die Studie keine Aussagekraft hat. Schon der Beginn des Artikels und die Überschrift vermitteln doch, dass es eine große Zahl nicht gerechtfertigter polizeilicher Gewaltanwendungen gibt, obwohl es dafür keinerlei Belege gibt. Es wird erwähnt, dass nicht jeder in der Lage ist Polizeigewalt zu erkennen. Trotzdem folgen dieser Feststellung keine Folgen und die Ergebnisse werden veröffentlicht, obwohl man genau weiß, dass trotz des Hinweises auf die "Schwächen" sich viele Leser ein Urteil bilden werden. Mit einer solchen Studie kann man jede politische Meinung und jede Meinung in einer Sachdiskussion stützen. Egal ob richtig oder falsch. Deshalb sollten die Medien so etwas garnicht erst veröffentlichen.
ein bisschen nach Zensur.
Wer hat ein Interesse daran, solch einen, doch durchaus objektiven Bericht nicht veröffentlicht zu sehen ?
Die Polizei selbst ? Innenministerium ?
Fakt ist, es gibt überzogene Übergriffe, teilweise sogar sehr überzogene, es gibt ein Schweigegebot in der Polizeikameradschaft und es gibt eine relativ zurückhaltende juristische Verfolgung bei Verfehlungen.
Gleichzeitig ist der Job eines Polizisten kein einfacher, ein polarisierender dazu und ein verpflichtender obendrein.
Das macht eine objektive Beurteilung nicht einfacher.
Es ist aber kein Grund einen kritischen Blick darauf zurückzuhalten, denn ein Polizist hat eine Macht, die kein/e ander/e BürgerIn hat.

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thenovice 17.09.2019, 14:01
122. #hman2 Beitrag 107

Die Anzeige kann ich im Zweifelsfall auch direkt bei der Staatsanwaltschaft oder auch direkt beim Amtsgericht einreichen so steht es in 158 StPO geschrieben... und kostet 1 Googleanfrage... Also bleibt es beim Ammenmärchen- wo ein Wille, wäre ein Weg...

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Ein Stein! 17.09.2019, 14:01
123. Lesen Sie doch bitte noch einmal den Text

Zitat von hman2
Der Forist irrt sich gewaltig. Für repräsentative Studien sind NICHT "zehntausende" Befragungen erforderlich, das ist mathematischer Unsinn. Repräsentativ geht auch mit ein paar Hundert, wenn sie nur zusätzlich zu demografischen Einordnung befragt werden (also Alter, Geschlecht, Einkommen etc. pp.). Mit steigender Anzahl steigt dann nur die Genauigkeit, repräsentativ ist es aber auch so. Die repräsentativen Umfragen vor Wahlen werden deshalb auch nicht mit zehntausenden, sondern mit tausenden gemacht.
der Schreiber des von Ihnen beantworteten Beitrags zitiert nämlich aus diesem.
Da steht auch der Grund, warum die Studie nach EIGENER BEWERTUNG nicht repräsentativ ist und warum man Zehntausende hätte befragen müssen.
Nur zu, lesen Sie sich Wissen an...;-)

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M. Vikings 17.09.2019, 14:04
124. Das ist Ihre persönliche Einschätzung.

Zitat von Opa_Hoppenstädt
übrigens gibt es keinen gewaltfreien Blockierer! Die Blockade ist bereits Ausübung von körperlicher Gewalt gegen jeden der diesen Weg jetzt nicht nutzen kann. Diese Gewalt kann die Polizei, wenn die normale Sprache nicht fruchtet... nur mit Gewalt beenden. Insofern ist der Begriff friedlicher Blockierer zynisch..
BGH und BVerfG sehen das anderst.
Und das ist maßgebend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sitzblockade

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sans_words 17.09.2019, 14:07
125.

Zitat von horstenporst
Manche Polizisten haben eben doch Spaß am Prügeln. Das ist sicherlich eine Minderheit, aber es gibt sie.
Natürlich trifft diese Aussage zu. Deswegen müssen diese Polizei-Vergehen geahndet werden und es muss zu dem Thema geforscht werden.

Dass die Polizei als Ganzes jedoch unverhältnismäßig handeln würde, oder auch nur große Teile, ist eine unverhältnismäßige Aussage.

Meines Erachtens sollten wir froh sein über unsere Polizei, denn sie könnte wesentlich schlimmer sein. Wenn die Steigerung der Belastung der Polizei weiter zunimmt wie bisher, wird es meines Erachtens auch schlimmer werden.

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m-zmann 17.09.2019, 14:10
126. Nicht repräsentativ...

auch meine Erfahrungen:

Wenn ich bei einer Kontrolle, einem Fußballspiel oder einer Demonstration von der Polizei nach Papieren gefragt werde, dann zeige ich diese mit einem höflichen Bittesehr vor. Ich pöbele nicht, ich versuche nicht wegzulaufen (warum auch?), hatte mich nie unkenntlich gemacht, bedrohe und beleidige die Beamten nicht, attackiere sie nicht mit Steinen, Brandsätzen o.ä. und bewerfe sie nicht mit Kot.

Daher habe ich persönlich nie Polizeigewalt jenseits des Zulässigen erfahren.

Allerdings bin ich auch kein Fußball-Hooligan oder gehöre jener anderen im Artikel benannten extrem gewalttätigen Gruppe an...

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kratzdistel 17.09.2019, 14:13
127. keine umkehrung des rechtes

wenn das unrechtsbewußtsein in der masse fehlt, kommtes auch zu fehlerhaften Auswertungen. z.b. die Einkesselung von gewaltbereiten Demonstranten war aus verwaltungsrechtlicher sicht rechtswidrig aus sicht des BVerfG ist sie nunmehr zur Feststellung der Personalien von straftätern zulässig. die vorsätzliche Blockierung von eingängen zur IAA war nicht durch das Grundrecht auf Versammlung gerechtfertigt und somit rechtswidrig. dennoch war die Polizei gegen tausende von blockierern nicht eingeschritten. die Polizei wendet auch keine gewalt an, sondern unmittelbaren zwang. hier wird durch die Überschrift der eindruck einer schlagenden Polizei vermittelt. sie ist nunmal das Gegenteil und verzichtet aus bestimmten gründen auf unmittelbaren zwang, um friedlich die lagen zu bereinigen. darüber sollten wir froh sein.

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pritt 17.09.2019, 14:15
128.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
Ein gruseliges Rechtsverständnis haben Sie da. Für die Teilnehmer von Demos oder Fußballfans gelten die gleichen Rechte wie für Menschen in "Alltagssituationen". Ungerechtfertige Polizeigewalt ist ungerechtfertigte Polizeigewalt. Egal wo. Ich kenne das Gefühl, wenn man in Stressituationen kurzfristig teilweise schwerwiegende Entscheidungen treffen muss. Für den Bürger gilt aber auch kein Nachlass bei persönlichen Problemen. Für Beamte mit Berechtigung zur Gewaltanwendung hat das auch zu gelten.
Es gelten die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten! Schürfwunden und Pfefferspray gibt es nicht für diejenigen, die sich an die Regeln einer Demo oder eines Fussballspieles halten. Und juristisch gesehen, werden sehr wohl persönliche Probleme berücksichtigt und entsprechend Nachlass gewährt. In der Ruhe eines ordentliches Prozesses. Für alle Menschen die in der Praxis in extrem Situationen handeln, gelten für mich andere Maßstäbe. Notärzte, Polizisten, Soldaten, Feuerwehrleute können falsche Entscheidungen treffen, auch ohne fürchten zu müssen juristisch belangt zu werden. Kein Polizist wird stolz darauf sein, einen anderen Menschen Schmerzen zugefügt zu haben. Morgen wird im das vielleicht nicht noch einmal passieren. Übermorgen wird er ggf. erkennen, dass er vielleicht nicht für diesen extremen Beruf geeignet ist oder er wird zu einem richtig guten gelassenem Polizisten.

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thenovice 17.09.2019, 14:15
129.

Sie können die Anzeige Zweifel auch direkt beim Amtsgericht einreichen... sehr einfach... und dann wäre es auch in einem anderen Ressort... zumal zu glauben, der Minister persönlich interessiere sich für etwaige Verfehlungen einzelner ihm unterstehender Beamter, der irrt wohl gewaltig.. Wie sie sehen, ist es ein Leichtes das Konstrukt aus Ausreden und Geschichten, welche Sie sich zum Zwecke des Polizeibashings zurecht gelegt haben, zu demontieren... Es würde mich zu sehr interessieren, welche belegbaren Fakten Sie vorlegen könnten, um ihre Aussagen/Erlebnisse mit Nachweisen zu untermauern...

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