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Studie zu Opfern mutmaßlicher Übergriffe: Wenn Polizisten zuschlagen
Emmanuele Contini/ imago images

In Deutschland üben Polizisten offenbar viel häufiger Gewalt aus als bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bochumer Studie über mutmaßliche Opfer. Sie zeigt, wer besonders betroffen ist.

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SusiWombat 17.09.2019, 11:34
10.

Noch ein Nachtrag: Das Startbild zum Video ist auch so ein wunderbares Beispiel. Pfefferspray ist für die Polizisten eine Verteidigungswaffe, dafür darf es eingesetzt werden. Nun sieht man im Bild leider keinerlei Bedrohung, die für die Beamten von den am Boden sitzenden Menschen ausgeht - und doch werden sie für den Einsatz des Reizgases wohl nie juristisch belangt werden.

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heidebock 17.09.2019, 11:34
11. Ja, damals als der Castor noch nach gorleben fuhr.......

... habe ich das ein ums andere mal erlebt, sehr oft neben mir, manchmal auch selbst.
Meistens erfolgte m. E. völlig übertriebene Härte durch die Bereitschaften aus den neuen Bundesländern, explizit aus Magdeburg und dem Freistaat Sachsen. Ein Schelm, wer da in die Neuzeit verallgemeinert....
Genauso will ich auch wirklich hervorheben, dass es durchaus richtig gute Gespräche und Diskussionen mit Polizisten- allesamt aus den ALTEN Bundesländern gegeben hat. Viele hätten in diesem Falle gerne auf der "anderen" Seite gestanden. Nochmals möchte ich, zwar sicherlich verallgemeinernd und auch mal gegen einzelne ungerechtfertigt, wofür ich mich ehrlich entschuldige, hervorheben, dass es eine große Diskrepanz im Umgang zwischen der Polizei aus OST und WEST gibt.

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steffen.raschack 17.09.2019, 11:39
12. vielleicht sollte man einfach mal Bürger fragen

die noch keine oder maßvolle Polizeigewalt erlebt haben, wo, wann und gegen welche Gruppen am meisten Polizeigewalt eingesetzt werden muss sowie wer und warum vermutlich am häufigsten von Polizeigewalt betroffen ist. Das linke Demonstranten und Fußballfeld in diesen Gruppen ganz hinten oder gar nicht erscheinen, ist unwahrscheinlich. Möglicherweise deuten die Korrelationen der erlebten Polizeigewalt in diesen Gruppen auf noch ganz andere, unbekannte Kausalitäten?

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Naturrecht 17.09.2019, 11:41
13.

Im Aufmacher des Artikels steht "In Deutschland üben Polizisten offenbar viel häufiger ungerechtfertigte Gewalt aus als bekannt.". Im Artikel selbst steht, "Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Das heißt, sie lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern - zumal sich die Befragten vor allem als politisch links oder Fußballfans bezeichneten." Doch genau das wurde vom Spiegel gemacht. Es wurde verallgemeinert, obwohl die Forscher extra darauf hinweisen es nicht zu machen.

Wieso wird auf den Inhalt einer solchen Studie überhaupt aufmerksam gemacht, wenn diese überhaupt keine Aussagekraft hat? Klar sollte berücksichtigt werden, dass der Spiegel ein wirtschaftliches Unternehmen ist, das durch Klickzahlen Geld verdient und so ein Thema wird sicher häufig angeklickt. Vor allem wird es wieder polarisieren, weil die Hälfte nur die Überschrift lesen. Trotzdem erwarte ich vom Spiegel entweder einen differenzierteren Aufmacher oder die Fokussierung auf aussagekräftige Studien.

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Knack5401 17.09.2019, 11:43
14. Bla bla,

Polizisten sind auch Menschen. Und reagieren manchmal falsch. Tatsache ist, der Polizist hat in einer angespannten Situation, wo er möglicherweise selbst gefährdet ist, keine Zeit, erstmal einen Stuhlkreis zu bilden und den Sachverhalt auszudiskutieren. Begeben Sie sich doch mal in das weitere Umfeld einer politischen Demonstration oder auf den Hauptbahhof einer Stadt, in der auswärtige Fussballfans ankommen. Dann erkennen Sie vielleicht, was die Beamtinnen und Beamten im täglichen Einsatz leisten. Die neueste Statistik aus unserem Regierungsbezirk in Bezug auf Gewalt gegen Polizeibeamte: Der größte Anteil ist männlich, weiß, deutsch und stark alkoholisiert. Bei uns gibt es ein Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.

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Saitma 17.09.2019, 11:43
15. Stimmungsmache ohne Grundlage

Der Autor beschreibt, dass für die Studie Personen befragt wurden, die selbst Ziel polizeilicher Zwangsmaßnahmen waren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gefühlt 8 von 10 Personen der Meinung sind, dass die gegen sie angewandte Gewalt unrechtmäßig war. Dies ist aber nur in den seltensten Fällen der Fall.
Die Eigenwahrnehmung und die tatsächliche Rechtslage gehen hier weit auseinander. Das eigene Fehlverhalten wird selten erkannt und die Schuld bei anderen gesucht. Es ist kein Wunder, dass man dann solche Zahlen rausbekommt. Das Wort Studie für diese Erhebung zu benutzen ist eine Frechheit. Es handelt sich lediglich um eine völlige belanglose Online Umfrage ohne jeden wissenschaftlichen Wert. Selbst wenn die Auswahl der Teilnehmer repräsentativ gewesen wäre, hätte diese Erhebung keinerlei Aussagekraft gehabt. Wieso wird so etwas bei einem renommierten Magazin groß veröffentlicht? Das dient m. M. lediglich der Stimmungsmache.

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mynonys22 17.09.2019, 11:46
16. unfassbar...

es ist ja nicht so das Polizisten einfach auf jemanden einprügeln... ist mir persönlich oder meinem Umfeld, dass nicht Fußball engagiert ist was aber auch seine Gründe hat..., passiert.
Es gibt immer einen Grund dafür wieso diese Personen körperlich angegangen wurden und ich finde die Polizei könnte noch viel mehr durchgreifen.

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Margaretefan 17.09.2019, 11:48
17. Es wäre sinnvoll gewesen, wenn...

... in dem Artikel aufgezeigt worden wäre, wann Polizeigewalt als legitim angesehen wird. Dem Fußballderby-Klassiker schlecht hin, Dortmund gegen Schalke, habe ich nicht selten das Gefühl, dass der nassive Polizeieinsatz leider eher eskalationsfördernd wirkt. Kreisende Hubschrauber, Wasserwerfer, polizeiliche Straßensperren, ohne das es ûberhaupt zu erwähnenswerten Vorkommnissen kam, sind nicht der Deskalationsweisheit letzter Schluss. Das ist jetzt keine Kritik an den dienstuenden Beamten vor Ort, die setzen nur um, was sich die Chefstrategen haben einfallen lassen. Für die weitaus überwiegend friedlichen Fans beider Seiten, ist das "Schauspiel" beklemmend. Macht den Eindruck, als ob der Krieg ausgebrochen ist. Ich würde mir wünschen, dass sich Experten andere Konzepte einfallen lassen.

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maphry 17.09.2019, 11:48
18. Gefahr für die Demokratie

In UK hat man mit der Independent Police Complaints Commission (IPCC) eine unabhängige Stelle geschaffen die vorwürfe von fehlerhaften Polizeiverhalten untersucht. Sie ist ausserhalb der Polizei angesiedelt, aber beinhaltet auch teils ehem. Polizisten. Wenn Betroffene keine Anzeige erstatten, weil sie davon ausgehen müssen das eine Strafverfolgung im Falle von Gesetzesbrüchen nicht erfolgt, befinden wir uns im Rechtsfreien Raum. Und diese gilt es zu unterbinden. Dies ist eine Gefahr für die Demokratie und es müssen dringend Massnahmen ergriffen werden um das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden, das offenbar tiefgreifend gestört ist wieder aufzubauen. Polizisten machen wichtige Arbeit in fast allen Fällen s ehr gut, aber es gibt überall schwarze Schafe und dort muss man regulativ eingreifen.

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pritt 17.09.2019, 11:50
19. Dusch mich, aber mach mich nicht nass!

Wer bei einer Demo oder beim Fussball etwas abkriegt, für den habe ich nur ein Schulterzucken übrig. In Alltagssituationen ist das natürlich etwas anderes. Am Ende darf man aber nie vergessen, dass der Polizist auch Eheprobleme, Geldsorgen und Stress hat, der ihm nicht an jedem Arbeitstag die nötige Gelassenheit haben lässt.

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