Forum: Panorama
Taser gefährlicher als vermutet?

Harsche Kritik am Einsatz von Elektroschockern: Laut Amnesty International starben in den vergangenen acht Jahren 334 Menschen bei Taser-Einsätzen der US-Polizei. Muss über den Einsatz von Elekroschockern neu nachgedacht werden?

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A_Friend 03.03.2009, 17:59
100.

Zitat von Michael_B.
Stimme ihnen zu, ich wollte in einem anderen Post schon selbst die Frage stellen ob nicht schon mal jemand durch eine allergische Reaktion auf Tränengas oder Pfefferspray gestorben ist.
Nicht nur durch allergische Reaktionen, auch durch die Anwendung in Fernwaffen gab es bereits Tote und Verletzte. Stichwort: Treffer in Augenhöhle.

Zitat von Michael_B.
Wenn alles schief geht kann ein Polizist jemanden durch einen Schubser töten wenn der Betroffene danach unglücklich fällt. Das sind aber dann Unfälle und nicht die normale Folge eines Schubsers.
Der Tod ist auch nicht die normale Folge eines Tasereinsatzes. Natürlich kann auch ein Schubser tödlich sein, wenn jemand mit dem Kopf auf den Randstein fällt. Solche Ereignisse sind aber so wahrscheinlich wie ein 5er oder 6er im Lotto. Bei anderen Waffen reden wir aber schon von Unglücksraten im Promillebereich. Genau das muß den Polizeibeamten auch vermittelt werden. Insbesondere die körperlichen Reaktionen müssen klar sein. Klassisches Negativ-Beispiel: US-Cops, die nach dem ersten Stromschlag eine gelähmt(!) am Boden liegende Person anbrüllen, sie solle die Hände auf den Rücken drehen. Klappt natürlich nicht, also wird "wegen mangelnder Kooperation" einfach noch mal getasert.

Zitat von Michael_B.
Ich glaube zawr nicht, dass Sie die Selbsterfahrung im Rahmen der Fürsorgepflicht des Staates gegenüber seinen Beamten durchsetzen können (muss sich ja auch keiner anschiessen lassen) aber als freiwillige "Erfahrung" könnte man es ja anbieten.
Bei vielen amerikanischen Polizeistellen und Sicherheitsfirmen gehört das Training mit dem "falschen Ende" des Tasers zur Ausbildung (kam erst wieder vor kurzen in einer Doku). Die Kommentare der Probanden zeigten, daß Ihnen vorher nicht bewußt war, wie schmerzhaft das Ganze ist.

Zitat von Michael_B.
Aber auch ohne dies kann man Beamten vermitteln den Taser verantwortungsvoll einzusetzen, da habe ich keine Bedenken. Das eine spezielle Ausbildung sein muss ist eh klar.
"Spezielle Ausbildung"? Sorry, aber solange ich die Wörter "Taser", "nichttödliche Einsatzmittel" (nicht "Waffe"!), "ohne gesundheitliche Folgeverletzung" und (Achtung! Jetzt kommt's!) "Taser-Ausbilderin" in einem Artikel finde, glaube ich nicht daran.

Quelle: GdP-Landesjournal Sachsen-Anhalt, Ausgabe 11/05, S.4/5, PDF unter http://www.gdp.de/gdp/gdplsa.nsf/5a419d474f3279b3c1256c09002f3b2a/c4083d8dc5e70711c12570e3004d2f5b/$FILE/DP%202005%20(11).pdf

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fabi82 03.03.2009, 18:14
101.

Zitat von Michael_B.
Kann ich mit diesem Ausschnitt nicht beurteilen. Was war die Vorgeschichte dieser Gruppe, warum wurde sie von der Polizei umstellt? Wurde die Gruppe vorher aufgefordert sich aufzulösen? Ich kann hier keinen Angriff auf die Polizisten sehen aber irgendeine Vorgeschichte hat dieses Video.
Und was sagen sie zu diesem Fall, der erst vor ein paar Tagen durch die Presse ging?

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Michael B. 03.03.2009, 18:42
102.

Zitat von fabi82
Und was sagen sie zu Fall, der erst vor ein paar Tagen durch die Presse ging?
Ich würde sagen der Vorfall fand in den USA statt und wird dort sicher auch gemäß der geltenden Rechtslage beurteilt werden. Ich sehe hier keinen Zusammenhang mit der Diskussion wie gefährlich Taser sind. Suchen Sie einfach irgendeinen Vorfall von Polizeifehlverhalten irgendwo in der Welt um die Polizei zu diskreditieren?

Was halten Sie von diesem Video, Sie müssen nur die ersten 2 Minuten anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=L4rBy2-BeqE

Da ist an diesem Abend jemand gestorben, nicht durch einen Taser. Inwieweit die Passivität der Polizei dazu beigetragen hat ist mir nicht bekannt. Hätten Polizistem mit Tasern oder Gummigeschosswaffen sich eher getraut einzugreifen?

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Michael B. 03.03.2009, 18:46
103.

Zitat von A_Friend
"Spezielle Ausbildung"? Sorry, aber solange ich die Wörter "Taser", "nichttödliche Einsatzmittel" (nicht "Waffe"!), "ohne gesundheitliche Folgeverletzung" und (Achtung! Jetzt kommt's!) "Taser-Ausbilderin" in einem Artikel finde, glaube ich nicht daran. Quelle: GdP-Landesjournal Sachsen-Anhalt, Ausgabe 11/05, S.4/5, PDF unter http://www.gdp.de/gdp/gdplsa.nsf/5a419d474f3279b3c1256c09002f3b2a/c4083d8dc5e70711c12570e3004d2f5b/$FILE/DP%202005%20(11).pdf
Das mit der "Taser-Ausbilderin" ist aber im höchsten Grade politisch unkorrekt. Wie haben Sie denn das an der Moderation vorbeigeschmuggelt :-)

Auch wenn ihnen der Beitrag zu unkritisch erscheint, ich bin mir sicher, dass wir in Deutschland eine vernünftige Ausbildung am Taser für Beamten geregelt kriegen.

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Astir01 04.03.2009, 06:59
104.

Zitat von JamesClayton
1. Aikido ist absolut unbrauchbar auf der Straße; diese Sportler machen sich und anderen lediglich etwas vor! Wer selbst Kampfsport betreibt, sollte ungefähr einschätzen können. wie effektiv hier Aikido wirklich sein dürfte!
Ai- Ki- Do ist kein Sport!

Ich selbst beherrsche 3 unterschiedliche Disziplinen des Budo und halte Ai- Ki- Do in dem Zusammenhang, um den es hier in diesem Faden geht, nämlich darum, einen jugendlichen Gewalttäter mit Maß und Ziel von weiteren Gewalttaten abzuhalten, für die effektivste, wenn ich es mit Schlagstockeinsatz, Tränengas, Pfefferspray und Elektroschocker vergleiche. Effektiver ist nur eine 9 x 17.

Davon abgesehen, da mögen Sie Recht haben, machen sich manche Menschen etwas vor. Die haben dann, auch da haben Sie Recht, hinterher Grund sich über die Folgen eines Schlagstock-, Taser- oder Schusswaffeneinsatz zu beklagen.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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JamesClayton 04.03.2009, 13:47
105.

Zitat von Astir01
Ai- Ki- Do ist kein Sport! Ich selbst beherrsche 3 unterschiedliche Disziplinen des Budo und halte Ai- Ki- Do nämlich darum, einen jugendlichen Gewalttäter .,....
Ob es nun Sport oder Kampfkunst ist, es ist und bleibt uneffizient gegen agressive Angreifer. Aber ich möchte Ihnen ihre schöne Welt der gewaltlosen Kampfkunst nicht nehmen.

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GeorgAlexander 24.03.2009, 14:45
106. Genau so ist es

Zitat von Motorpsycho
Der Unterschied ist doch, dass die Waffe eine Ungefährlichkeit vorgibt, die sie nicht hat. Jemand der mit einer normalen Waffe schießt, weiß dass dies tödlíche Folgen haben kann und wird dies nur in Extremsituationen nutzen. So ein Taser verspricht aber, Leute ohne Verletzungen ruhig zu stellen und wird daher wohl schon bei eher kleineren Nichtigkeiten angewandt...
Die angebliche 'Ungefährlichkeit' nimmt die natürliche Mordhemmung. Das Problem ist das falsche Image dieser Waffe. Sie muss genauso überlegt eingesetzt werden, wie jede andere tödliche Waffe auch.

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aMicaRo 24.03.2009, 15:00
107.

Zitat von Parzival v. d. Dräuen
300 x 334 = 100.200 Todesfälle. Das ist nicht Ihr ernst, oder? Zu den anderen Anmerkungen: Es geht um die Angaben von AI. Der Taser bleibt eine "weniger tödliche Waffe". Eine Alternative zum Schusswaffengebrauch, welcher weitaus mehr lethale Verletzungen bedingt. Bei sachgemässer Ausbildung der Polizisten würde auch ....
ja genau, da kann man die menschenleben durch genuegend verhaftungen halt nichtig machen. du bist ein geisteskranker fantast, der sich weder mit der menschlichen psycho noch mit den menschenrechten auseinandergesetzt hat. setzen, sechs!

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humanoid 27.06.2009, 11:53
108. Gefahr

Die swar schon vor der Einführung dieses gerätes bekannt also sist Spiegel wohl hier der Uninformirteste Schmirblatt Produzent aller Zeiten!Ihr seit doch echt zu Doof zum Kacken!

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Kontra 27.06.2009, 12:05
109.

Zitat von sysop
Harsche Kritik am Einsatz von Elektroschockern: Laut Amnesty International starben in den vergangenen acht Jahren 334 Menschen bei Taser-Einsätzen der US-Polizei. Muss über den Einsatz von Elekroschockern neu nachgedacht werden?
Wieviel Menschen sind denn in einem Zeitraum von 8 Jahren vor dem Einsatz des Tasers gestorben, wenn es 335 waren würde ich beim Taser bleiben.

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