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Tasmanien: Stachelrochen tötet Schwimmer
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In Australien ist ein Mann von einem Rochen angegriffen worden. Zwar konnte er noch von Freunden an den Strand gezogen werden. Doch der Stich in den Unterleib war tödlich.

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111ich111 17.11.2018, 15:38
1. In Australien ist ein Mann von einem Rochen angegriffen worden

Garantiert nicht.
Der bedauernswerte Mann ist dem Rochen sicherlich zu nahe gekommen. Aber angegriffen hat der Rochen den Mann bestimmt nicht (so aus dem Hinterhalt und absichtlich und bösartig und so, auch wenn es reißerisch klingt).

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Papazaca 17.11.2018, 17:19
2. Eine schmerzhafte Erfahrung

Vor ein paar Jahren bin ich mit französischen Freunden in Guinea- Bissau zu einer kleinen Insel zum Picknick gefahren. Ich habe dann mit einem kleinen Mädchen Fußball gespielt, die den Ball aus Versehen ins Wasser schoss. Beim Holen des Balles bin ich dann auf einen Rochen getreten, der mich in meinen Fuß in der Nähe der Archilles-Sehne stach. Es tat sauweh und ein Fischer saugte den Stachel aus der Wunde. Alle ließen es sich gut gehen, ich hielt meinen Fuß über ein Feuer und trank Johnny Walker, die anderen heiterten mich mit blöden Witzen auf. Es war ein Höllenschmerz.

Auf der Insel zurück (ich war auf dem Bijagos-Archipel) hatte ich einen geschwollenen Riesenfuss und bekam Antibiotika. Nach ca. 4 Tagen war alles wieder ok. Jetzt erinnert nur noch eine Narbe an alles. Das ist also eine wahre Rochen-Geschichte. Passiert übrigens öfters, das jemand auf einen Rochen tritt. Also ist besser, hinzusehen, wohin man tritt, auch im Wasser. Übrigens, wenn ich ein Rochen wäre, würde ich auch stechen, wenn jemand auf mich treten würde.

Was an diesen anderen Räuberpistolen wahr ist und wie es passiert ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, das ich keine Lust auf ein weiteres Treffen mit einem Rochen habe.

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Little_Nemo 17.11.2018, 18:34
3. Tritt niemals einem Rochen zu nahe!

Zitat von 111ich111
Garantiert nicht. Der bedauernswerte Mann ist dem Rochen sicherlich zu nahe gekommen. Aber angegriffen hat der Rochen den Mann bestimmt nicht (so aus dem Hinterhalt und absichtlich und bösartig und so, auch wenn es reißerisch klingt).
Ich weiß jetzt nicht, warum man sich hier mit solchen Spitzfindigkkeiten aufplustern muss. Ob der Mann dem Rochen nun zu nahe gekommen ist - was immer das auch bedeuten mag - oder der Rochen einfach nur schlechte Laune hatte und ihm der Schwimmer gerade recht kam, können wir doch gar nicht beurteilen. Fakt ist jedenfalls offenbar, dass der Rochen den Schwimmer attackiert hat. Auch Tiere tragen keinen Heiligenschein und bei weitem nicht immer ist derjenige, der es abkriegt, auch der, der schuld ist. Tiere interessieren sich sowieso eher weniger für Schuldfragen. Natürlich sollte man keine Tierart pauschal verteufeln, aber man kann es mit der Naturverklärung auch übertreiben. So plüschig wie in Disney-Filmen geht es da nunmal nicht zu.

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post-postfaktisch! 17.11.2018, 19:43
4. Nicht spitzfindig, sondern wichtig!

Zitat von Little_Nemo
Ich weiß jetzt nicht, warum man sich hier mit solchen Spitzfindigkkeiten aufplustern muss. Ob der Mann dem Rochen nun zu nahe gekommen ist - was immer das auch bedeuten mag - oder der Rochen einfach nur schlechte Laune hatte und ihm der Schwimmer gerade recht kam, können wir doch gar nicht beurteilen. Fakt ist jedenfalls offenbar, dass der Rochen den Schwimmer attackiert hat. Auch Tiere tragen keinen Heiligenschein und bei weitem nicht immer ist derjenige, der es abkriegt, auch der, der schuld ist. Tiere interessieren sich sowieso eher weniger für Schuldfragen. Natürlich sollte man keine Tierart pauschal verteufeln, aber man kann es mit der Naturverklärung auch übertreiben. So plüschig wie in Disney-Filmen geht es da nunmal nicht zu.
Es gibt keinen Rochen mit schlechter Laune. Das ist Blödsinn. Es gibt aber Reviere, Brut, Fressverhalten etc. Das Verhalten der Meerestiere ist bekannt und auf Grund der Entwicklungsgeschichte der Tiere fast immer extrem gut vorhersagbar. Deswegen kann als gesichert gelten, dass der Rochen nicht an die Oberfläche schwimmt und mal so n bisschen rumstochert. Jedes Kleinkind weiß hier, dass man einem Pitbull nicht den Fressnapf klaut, sich einem fremden Pferd von hinten nähert oder die Abkürzung über die Wiese mit den Jungbullen nimmt. Aber um die halbe Welt reisen, sich ohne jede Kenntnis und jede Information in ein fremdes Biotop begeben als wäre es die örtliche Badeanstalt und dann heulen wenn man auf einen Rochen latscht. Ich hab als langjähriger Taucher schon dutzende Badegäste auf Steinfische, Stechrochen oder die niedlich bunten und zutraulichen Riesendrücker aufmerksam gemacht und ihnen erklärt, dass die nicht spielen wollen... deswegen ist es keine Spitzfindigkeit darauf aufmerksam zu machen wo das Problem liegt, sondern wichtig.

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ffmfrankfurt 17.11.2018, 20:19
5. @little_nemo

Da spricht jemand, der sich mit Tieren offensichtlich überhaupt nicht auskennt.
‘Schlechte Laune’ gibt es im Tierreich nicht.
Nur Revierverhalten, Brutpflege/Verteidigung, Nahrungskonkurrenz oder Brunftverhalten.
Aus ’schlechter Laune‘ heraus ein/jemand anderes angreifen ist aber energetischer Unsinn - deswegen: setzen und zurück in die Allgemeinbildung.

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Little_Nemo 17.11.2018, 21:15
6. Geschichten aus der fröhlichen Fauna

Zitat von ffmfrankfurt
Da spricht jemand, der sich mit Tieren offensichtlich überhaupt nicht auskennt. ‘Schlechte Laune’ gibt es im Tierreich nicht. Nur Revierverhalten, Brutpflege/Verteidigung, Nahrungskonkurrenz oder Brunftverhalten. Aus ’schlechter Laune‘ heraus ein/jemand anderes angreifen ist aber energetischer Unsinn - deswegen: setzen und zurück in die Allgemeinbildung.
Ernsthaft? Dann definieren Sie doch mal schlechte Laune. Wovon bekommen Sie denn schlechte Laune? Vielleicht von schlechter Verdauung, schlechtem Wetter, Hunger, Durst, Lärm...? Und nun sagen Sie mir, ob Sie ernsthaft glauben, dass dergleichen Faktoren auf ein Tier (was wir ja übrigens biologisch auch sind) und dessen Disposition keinen Einfluss haben.

Ich bin auf dem Lande aufgewachsen, quasi auf dem Bauernhof, und ich habe einen Tierarzt in der Familie und mehrere im Bekanntenkreis. Die meisten meiner Freunde waren Bauernkinder, und ich hatte täglich Umgang mit Hunden, Katzen, Rindviechern (auch vierbeinigen), Schweinen, Schafen, Pferden und alerlei anderen Tieren. In unserem Haushalt gab es allein bis zu sieben Katzen gleichzeitig. Manche davon konnten sehr launisch sein, das können Sie mir gern glauben. Tiere sind keine Maschinen, die strikt nach ihrer Programmierung agieren, sondern sie interagieren mit und reagieren auf Einflüsse in ihrer Umwelt, die sich auf ihr Verhalten auswirken, sie prägen, reizen, aber auch beruhigen können, je nachdem worum es sich handelt.

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7eggert 17.11.2018, 21:37
7.

Zitat von ffmfrankfurt
Da spricht jemand, der sich mit Tieren offensichtlich überhaupt nicht auskennt. ‘Schlechte Laune’ gibt es im Tierreich nicht. Nur Revierverhalten, Brutpflege/Verteidigung, Nahrungskonkurrenz oder Brunftverhalten. Aus ’schlechter Laune‘ heraus ein/jemand anderes angreifen ist aber energetischer Unsinn - deswegen: setzen und zurück in die Allgemeinbildung.
Schlechte Laune gibt es auch. Man sollte nicht meinen, daß nur weil die Tiere insbesondere den ältesten, emotionsbestimmten Teil des Hirns mit uns gemeinsam haben, sie deswegen keine Gefühle hätten, gute und schlechte.

Rochen kommen aber nicht an, schwimmen zum Menschen und denken: Ach, dem stecke ich mal aus Laune meine einzige Verteidigungswaffe ins Herz, die werde ich die nächsten Wochen eh nicht brauchen.

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larsi79 17.11.2018, 23:30
8. @post-postfaktisch!

Das Verhalten von Tieren ist also aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte extrem gut vorhersehbar. Wow! Welche Entwicklungsgeschichte meinen Sie jetzt damit genau? Die Evolutive oder die ontogenetische? Sei es drum. Es ist beides Blödsinn. Wie wollen Sie das Verhalten von v.a, höher entwickelten Tieren „extrem gut“ vorhersehen? Sie können mutmaßen wie sich ein Tier in bestimmten Situationen verhält. Dass Sie mit Ihrer Annahme richtig liegen, hängt bei v.a. kognitiv hoch entwickelten Tieren dann doch in vielen Situationen oft vom Zufall ab. Dass der Rochen den Taucher nun attackiert hat oder aus welchem Impuls auch immer zugestochen hat, ist in der Tat eine Spitzfindigkeit.

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larsi79 17.11.2018, 23:48
9. @ffmfrankfurt

Gut gebrüllt Löwe. Dann erklären Sie doch mal, was ein Tier als schlechte Laune empfindet. Einem Schwamm oder Nesseltier mit dem Attribut schlechte Laune zu umschreiben ist natürlich Quatsch. Im Tierreich spricht man allgemein hin von Stress. Wenn ein Tier gestresst ist (bei dem Säugetier Mensch und anderen höher entwickelten Tieren kann sich dies in „schlechter Laune“ äußern), kann es durchaus dazu provoziert werden anzugreifen. Sie können uns aber gerne über Studien zu Stresssituationen und damit einhergehenden Verhaltensveränderungen informieren. Da Sie ja die Allgemeinbildung so hoch halten, dürften Ihnen ja die gesamte wissenschaftliche Literatur hierzu ja bekannt sein.

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