Forum: Panorama
Tatort Heilbronn: Verfassungsschützer dementieren Präsenz bei Polizistenmord

Waren deutsche Verfassungsschützer vor Ort, als die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde?*Laut dem*Magazin "Stern" deutet der Bericht eines US-Geheimdienstes darauf hin. Deutsche Sicherheitsbehörden bestreiten die Darstellung vehement.

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emden09 01.12.2011, 12:16
60. antifaschistischer Schutzwall

Zitat von sysop
Waren deutsche Verfassungsschützer vor Ort, als die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde?*Laut dem*Magazin "Stern" deutet der Bericht eines US-Geheimdienstes darauf hin. Deutsche Sicherheitsbehörden bestreiten die Darstellung vehement.
Hab ich angesicht der Grafik "So braun ist Deutschland" zum Artikel eigentlich als Einziger den Eindruck, dass wir im Westen das mit dem "Antifaschistischen Schutzwall" einfach nur falsch verstanden haben und die DDR einfach nur bereit war auf jeden Nazi, der die Grenze in Richtung BRD übertreten wollte zu schießen?

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Kupferfisch 01.12.2011, 12:18
61. ....

Zitat von markusbb
was ich mich frage: woher wußten die killer wann die polizisten wo pause machen ? haben sie den streifenwagen nach verlassen der polizeidienststelle mit dem wohnmobil oder per fahrrad beschattet ? ich kapier so ein paar dinge leider nicht !
Es soll ja "Dienste" und Leute geben, die mit GPS Sendern hantieren.

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x-beliebig-und-anonym 01.12.2011, 14:00
62. Skandalöses Schweigen - durch die Innenminister der Länder angeordnet

Zitat von msmt
Egal ob dieser neue Bericht wahr ist oder nicht. Hier ist vieles verschwiegen worden und die Verknüpfung rechtsradikal - deutsche Behörden ist offensichtlich. Jetzt muss Merkel zeigen ob sie sich nur schämt oder auch endlich Farbe bekennt und tätig wird. Das Mass ist voll!
Nein, nicht Angela Merkel, WIR ALLE müssen nun zeigen, dass das Maß voll ist, und WIR ALLE müssen Farbe bekennen.

Da braucht man, wie Sie richtig sagen, gar keine Spekulationen über diverse Medienberichterstattungen anstellen. Die simplen Fakten allein sind allarmierend genug:
http://www.fdp-fraktion.de/wcsite.ph...id=3786&wc_p=1
"Auf Anweisung ihrer Landesinnenminister durften LKA-Beamte am Mittwoch vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium nicht zu den Ermittlungspannen bei der Neonazi-Mordserie aussagen."
Und die Presse schweigt im Grunde dazu.

Was für eine Heuchelei noch vor 10 Tagen. Gibt es eine schallendere Ohrfeige für die Angehörigen der Opfer als diese Entscheidung? Ich meine, wir sollten sämtliche Innenminister, die diese Verschleierung selbst gegenüber dem Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages anordnen, zum sofortigen Rücktritt auffordern. Ein solches Verhalten schadet dem Vertrauen der Bürger in Staat und Demokratie nachhaltig. Wenn wir die Demokratie verteidigen wollen, dürfen wir uns so etwas nicht länger gefallen lassen.

Und die Medien? Zumindest sollte die Frage nach "für Schweige-Anordnung" oder "gegen Schweige-Anordnung" der Länder-Innenminister, mal von den Meinungsforschern mit abgefragt werden.

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franks meinung 01.12.2011, 14:28
63. Wer weiß das schon so genau?

Zitat von P.Delalande
Diesen Gedanken hatte ich auch als ich diese Geschichte gelesen hatte.
Die Gedanken sind frei (aber manipulierbar)

Zitat von P.Delalande
Wer zahlt denn in einer Bank 2,3 Millionen Euro am Schalter ein, so dass die Einzahlung von Dritten beobachtet werden kann?
Indem "Dritte" beobachten wie jemand seinen Koffer, dessen Inhalt man kennt, in eine Bank trägt. Anschließend wird die Bank im Rahmen weiterer Ermittlungen auf die Summe der Einzahlung hin überprüft.

Zitat von P.Delalande
Woher wollen denn die Beobachter schon zu diesem Zeitpunkt gewusst haben, dass es sich bei den Mördern um Rechtsradikale handelte? Haben sie die Täter etwa gefragt?
Weil sie Augen haben. Die Mitglieder der NSU mussten keine Schilder mit sich rum schleppen, auf denen ihre Gesinnung stand. Haben sie keines der Bilder über die Herren im Internet gesehen? Wenn jemand mit rasiertem Schädel, Bomberjacke, schwarzen Springerstiefeln und weißen Schnürsenkeln in eine Schießerei verwickelt ist, denke ich eher nicht an Förster oder militante Tierschützer.

Zitat von P.Delalande
Weshalb wussten die Agenten nicht zu welchem Landesamt die Leute des Verfassungsschutzes gehörten? Treffen die sich denn einfach mal so und wissen nichts voneinander?
Weil man sich in diesen Kreisen eher nicht mit Namen vorstellt. Und wenn, kann man meist von der ersten Lüge ausgehen. Auch sind einem Amerikaner unsere föderalistischen Problemchen eher egal. Sie bekommen da ein paar Germans zugeteilt, die sie begleiten sollen. Wichtiger für sie ist der Koffer mit den Millionen und ein paar Kugeln, die plötzlich über den Platz rauschen.

Ich würde mir eher die Frage stellen, warum die Herren vom Verfassungsschutz das nicht gehört haben wollen. Aber vielleicht waren ja ausgerechnet an dem Tag die Herren mit dem Hörfehler unterwegs. Vielleicht hatten sie auch zufällig gerade in dem Moment das Radio etwas lauter. Wer weiß das schon so genau?

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noir 01.12.2011, 14:29
64. Stern?

Sind das nicht die, welche die Hitler-Tagebücher abgedruckt haben?

Na ja, dann sind sie ja wohl diesmal nicht auf eine Fälschung herein gefallen. Diesmal ist es bestimmt echt! /Ironie aus.

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P.Delalande 01.12.2011, 16:37
65. .

Zitat von franks meinung
Die Gedanken sind frei (aber manipulierbar)
Klar sind die Gedanken frei, nur sollten Sie, im Bezug auf die Manipulierbarkeit, nicht von sich selbst auf andere schließen.

Indem "Dritte" beobachten wie jemand seinen Koffer, dessen Inhalt man kennt, in eine Bank trägt. Anschließend wird die Bank im Rahmen weiterer Ermittlungen auf die Summe der Einzahlung hin überprüft.
Aber klar doch, die Herrschaften waren Hellseher und wussten das Ergebnis späterer Ermittlungen schon vorher als sie ihren "Bericht" schrieben. Und woher wissen Sie nun wieder, dass dabei ein Koffer im Spiel war?




Weil sie Augen haben. Die Mitglieder der NSU mussten keine Schilder mit sich rum schleppen, auf denen ihre Gesinnung stand. Haben sie keines der Bilder über die Herren im Internet gesehen? Wenn jemand mit rasiertem Schädel, Bomberjacke, schwarzen Springerstiefeln und weißen Schnürsenkeln in eine Schießerei verwickelt ist, denke ich eher nicht an Förster oder militante Tierschützer.


Komisch nur, dass die Terroristen auf allen Aufnahmen von Überwachungskameras an den Tatorten, nie wie typische Rechtsradikale gekleidet waren. Oder kennen sie diese Bilder etwa nicht?
Also, woher wollen denn diese "Agenten" gewusst haben, dass es sich um Neonazis handelte?


Weil man sich in diesen Kreisen eher nicht mit Namen vorstellt. Meinen Sie wirklich, das geht da so wie im Film ab: "Meine Großmutter war noch nie am Nordpol" "Im Frühling ist es schön in Baden Baden"....

Ich glaube eher, dass solche Zusammenarbeit sehr genau abgesprochen wird und die Teilnehmer natürlich genau darüber informiert werden mit wem sie es zu tun haben.



Zitat von franks meinung
Ich würde mir eher die Frage stellen, warum die Herren vom Verfassungsschutz das nicht gehört haben wollen. Aber vielleicht waren ja ausgerechnet an dem Tag die Herren mit dem Hörfehler unterwegs. Vielleicht hatten sie auch zufällig gerade in dem Moment das Radio etwas lauter. Wer weiß das schon so genau?
Nun, vielleicht ist die Geschichte auch einfach totaler Quatsch, der Gedanke scheint mir nämlich erst mal am naheliegendsten.

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taxidriver 01.12.2011, 18:06
66. Das wäre ziemlich leicht

Zitat von markusbb
was ich mich frage: woher wußten die killer wann die polizisten wo pause machen ? haben sie den streifenwagen nach verlassen der polizeidienststelle mit dem wohnmobil oder per fahrrad beschattet ? ich kapier so ein paar dinge leider nicht !
Also damit auch Sie das kapieren können: Ein ganz einfacher GPS-Sender mit Magnetbefestigung ist schon für weniger als zweihundert Euro erhältlich, wenn Sie zufällig militanter Rechtsradikaler und Bankräuber sind können Sie also leicht die besseren Modelle für ein paar tausend Euro beschaffen.Das geht übrigens auf dem offenen Markt.

Die Täter brauchten nur noch einen Ausgangspunkt, etwa die Wohnung der Polizistin (wo sie ja wohl längerfristig zusammen mit einer Kollegin gewohnt hat, die Adresse dürfte allen Bekannten / Freunden in Thüringen weitläufig bekannt gewesen sein). Entweder beschatteten die also das Wohnhaus oder später die Polizeidienststelle. Der Streifenwagen musste zunächst nach dem Herausfahren aus der Station beobachtet werden und in dem Moment wo er das erste Mal anhält (etwa zu einer Kfz-Kontrolle)musste der Sender etwa unter dem Kotflügel angebracht werden.

Aber danach war alles sehr leicht: Wann die Polizisten irgendwo Pause machten ließ sich je nach Ausrüstung vom Laptop aus leicht erkennen. Mit ein paar tausend Euro schaffen so eine Sache selbst einfach strukturierte / primitive Leute (z.B. Rechtsradikale). Nach der Ausschaltung (Ermordung) der Polizistin wurde der Sender mit einem Handgriff unter den Kotflügel entfernt (Wenn das so gelaufen ist / wäre).

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elster2 01.12.2011, 19:47
67. Dementi des BfV - nun ist alles klar

Das BfV dementiert die Anwesenheit beim Polizistenmord und der Spiegel glaubt das ? Leider lügen Verfassungsschützer und keinen stört das. Noch ein Beispiel eines Dementis.

Zu dem Mord im Internetcafe, wo, wie wir heute wissen, zur Tat ein MA des BfV anwesend war.

Aus dem Spiegel 24/2011:
...Diese, behauptet Mehmet, seien kurz vor dem bislang letzten Mord darüber informiert worden, dass in Halit Y.s Internetcafé in Kassel "wieder etwas geplant" sei. Daraufhin sei das Lokal vom Geheimdienst beschattet worden.


Das BfV verweist Mehmets Informationen über den Mord in Kassel in das Reich der Märchen. An dieser Geschichte sei nichts, aber auch gar nichts dran, alles frei erfunden, ließ die Behörde mitteilen.

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seneca.jr 01.12.2011, 21:57
68. ---

Zitat von taxidriver
Also damit auch Sie das kapieren können: Ein ganz einfacher GPS-Sender mit Magnetbefestigung ist schon für weniger als zweihundert Euro erhältlich, wenn Sie zufällig militanter Rechtsradikaler und Bankräuber sind können Sie also leicht die besseren Modelle für ein paar tausend Euro beschaffen.Das geht übrigens auf dem offenen Markt. Die Täter brauchten nur noch einen Ausgangspunkt, etwa die Wohnung der Polizistin (wo sie ja wohl längerfristig zusammen mit einer Kollegin gewohnt hat, die Adresse dürfte allen Bekannten / Freunden in Thüringen weitläufig bekannt gewesen sein). Entweder beschatteten die also das Wohnhaus oder später die Polizeidienststelle. Der Streifenwagen musste zunächst nach dem Herausfahren aus der Station beobachtet werden und in dem Moment wo er das erste Mal anhält (etwa zu einer Kfz-Kontrolle)musste der Sender etwa unter dem Kotflügel angebracht werden. Aber danach war alles sehr leicht: Wann die Polizisten irgendwo Pause machten ließ sich je nach Ausrüstung vom Laptop aus leicht erkennen. Mit ein paar tausend Euro schaffen so eine Sache selbst einfach strukturierte / primitive Leute (z.B. Rechtsradikale). Nach der Ausschaltung (Ermordung) der Polizistin wurde der Sender mit einem Handgriff unter den Kotflügel entfernt (Wenn das so gelaufen ist / wäre).
Vielen Dank, daß Sie mit Ihrem Beitrag endlich Licht ins Dunkel dieser Geschichte gebracht haben. Ich hatte mir sowas fast gedacht! Die primitiven Rechtsradikalen haben Frau Kiesewetter unbemerkt mehrere Tage observiert, unerkannt einen Sender in ihren Schuhabsatz geschmuggelt, dann hat einer der Täter im Wohnmobil am Rechner sitzend seinen Kameraden auf dem Fahrrad zum Ort der Zigarettenpause gelotst. Kleiner Tip: Sie sollten Krimiautor werden!

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Loewe_78 01.12.2011, 22:17
69. ...

Zitat von P.Delalande
{...] Woher wollen denn die Beobachter schon zu diesem Zeitpunkt gewusst haben, dass es sich bei den Mördern um Rechtsradikale handelte? Haben sie die Täter etwa gefragt? [...]
Gesetzt dem Fall, dass das jemand wusste, dann weil es "intern" klar war, aus welcher Ecke die kamen, die da geschossen hatten - die Projektile stellten den Zusammenhang ja her. Man hätte uns in diesem Fall bewusst für blöd verkauft, von wegen "MafiaSchutzgeldDrogen" und so.

Ebenso halte ich es für reichlich unwahrscheinlich, dass dieses Geheimdiensttrio dem Tatort auch nur nahegekommen ist. Eventuell gab es eine Observaion, man würde über die Schießerei informiert - im Fall über Polizeifunk - und es war klar, dass es gerade keine gute Idee mehr ist, konspirativ in Heilbronn unterwegs zu sein, da man das eventuell nicht lange bleibt - und wer dann von was Kenntnis erhält ist unkontrollierbar. Eventuell war man auch bewaffnet? Kann ungemütlich werden, nach einem Polizistenmord bewaffnet aufgegriffen zu werden und erstmal nicht so genau erklären zu können, was da jetzt eigentlich genau los ist und von welcher Organisation man warum wo hin geschickt wurde.

Derselbe Polizeifunk könnte im Fall auch den Mördern den Weg zu den Polizisten gewiesen haben - vielleicht haben sie ihre Pause ja angekündigt. Den Standort werden sie routinemäßig in jedem Fall durchgegeben haben.

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