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Teure Straßensanierung: Wir zahlen, ihr fahrt
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Tausende Pendler nutzen täglich die Schölischer Straße in Stade. Bei der Sanierung der Fahrbahn aber sollen 150 Anwohner mitzahlen - manche bis zu 100.000 Euro. Ein Lehrstück über Bürokratie.

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mwroer 15.07.2017, 09:19
50.

Zitat von furorteutonikus
Der Betrag ist analog zur Grundstücksgröße festgelegt. Er kann auch seitens der Stadt gestundet werden, wird oft so gemacht. Letztlich ist der Ausbau eine Erschließung die den Grundstückswert anhebt.
Der Grundstückswert für ein Wohngrundstück an einer viel befahrenen und damit lauten bzw. für Kinder nicht ungefährlichen Straße steigt wenn noch mehr Autos und Lastwagen da drüber fahren können?

Das wäre das erste Mal :)

Steigen würde er sicher wenn es ein Gewerbegebiet wäre. So werden einige Anwohner ihre Häuser verlieren. Verkaufen, damit wird dann die Sanierung bezahlt und vom Rest kann man in einer schicken 2 Zimmer Wohnung seinen Lebensabend verbringen.

Die Stundung ist letztlich eine Stundung. Die können dann bei denen die nicht verkaufen müssen die Erben zahlen :) Gewinnen wird wie üblich die Gemeine, die dort bekannten Bauunternehmer und die Banken. Die Pendler natürlich .. aber die interessiert das ganze nicht.

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Plasmabruzzler 15.07.2017, 09:21
51.

Zitat von denkdochmal
daß wir Bürger uns im Ausland umschauen, was man dort besser macht.
Meine Rede, damit würde Wohneigentum auch hier attraktiver. Ich finde es ja schon unverschämt, dass man jährlich Steuern auf ein Grundstück zahlen muss, das man für teuer Geld gekauft hat. Ich kenne nichts anderes, bei dem das bloße Eigentum (und nicht die Nutzung) besteuert wird. Nur als Beispiel.

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spiegelleser987 15.07.2017, 09:23
52.

Zitat: "Stadtbaurat Kolk .... ..... "Eine Sanierung kann sich positiv auf den Grundstückswert auswirken." ...."

Das kennen wir doch schon. Dann werden sofort die Grundsteuern erhöht und die Anwohner müssen nochmal draufzahlen. Falls dort auch Häuser mit Mietern stehen, werden die Mieten zwangsweise steigen müssen.

So kassiert man doppelt ab.

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Actionscript 15.07.2017, 09:31
53. Die Bürokraten in Stade

brauchen psychiatrische Behandlung. Was anderes kann man aus diesem Artikel nicht schlussfolgern.

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der_gärtner13 15.07.2017, 09:32
54. Eigentor!

Zitat von mr.andersson
Dass beim Hauskauf "Zustand des Asphalt auf der anliegenden Strasse" eine preisrelevante Größe sei, wäre mir absolut neu. "Ich gebe Ihnen 300.000 für das Haus.... Oh, moment, ich sehe gerade, die Strasse da vorne hat neuen Asphalt bekommen. Na dann auch gerne 350.000!" lächerlich.
Selbstverständlich!

Der kundige Eigentümer informiert sich über so etwas. Denn der kundige Eigentümer weiß, dass Immobilien und Grundstückseigentum zu Reinvestitionskosten verpflichtet.
Eine absehbare Sanierung der Straße ist beim Kauf genau so bei der Preisfindung zu berücksichtigen, wie ob die Heizung letztes Jahr rein kam oder 25 Jahren.

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ex rostocker 15.07.2017, 09:38
55. Das kann man auch anders sehen !

Da es sich bei der genannten Straße um eine Durchgangsstraße handelt, müssen die Anliegerbeiträge entsprechend niedriger ausfallen. Aber bei Straßen, die kaum Durchgangsverkehr haben (z. B. Sackgassen) sind Anliegerbeiträge durchaus gerecht. Jedes Grundstück erfährt eine Aufwertung, die sich im Fall eines Verkaufs oder einer Kreditaufnahme sofort in einem höheren Grundstückswert niederschlägt. Wie immer bei solchen Maßnahmen, ist anfangs das Geschrei der Betroffenen groß. Später zeigt sich, dass es sich bei den ersten Befürchtungen meist um Panikattacken einzelner Anlieger handelt. Bei Baumaßnahmen zu Wasser und Abwasser bedauern heute viele Hauseigentümer, dass sie mit ihren Protesten den Bau z. B. einer Kanalisation verhindert haben. Denn mit einer eigenen Hauskläranlage zahlt man sich dumm und dämlich.
Ich will aber auch anerkennen, dass für Eigentümer im Rentenalter kaum ein Kredit zu bekommen ist, auch bei umfangreichem Immobilienbesitz. Da muss der Hebel angesetzt werden, um Zwangsverkäufe zu verhindern!

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mwroer 15.07.2017, 09:40
56.

Zitat von Plasmabruzzler
Dass Straßen (auch) der Allgemeinheit dienen, unterschreibe ich sofort. Dass man aber mit dem Erwerb einer Immobilie gewisse Pflichten auferlegt bekommt, sollte man wissen und sich nicht Jahrzehnte später genau darüber echauffieren. Die dortigen Anwohner hätten ja auch woanders hinziehen können, wo es solche hohen Kosten nicht gibt.
Die Straße wurde erst später in den Besitz der Kommune überführt. Als die meisten Anwohner ihr Haus da gebaut haben oder gekauft haben war es eine Kreisstraße und damit mit wesentlich weniger Kosten behaftet für die Anwohner.

Steht übrigens im Artikel.

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klauspeterstuder 15.07.2017, 09:40
57. Deutschland

Typisch Deutschland. Die Straße gehört der Stadt und die Anwohner müssen für das Eigentum anderer zahlen. Vor allem, wenn es eine Durchgangsstraße ist. Warum sollen die Anwohner zahlen, damit andere wieder ungehindert rasen können? Die Stadt lässt die Straße verfallen, um dann die Anwohner zur Kasse zu bitten. Das ist fast schon kriminell. Wenn eine Straße nie instandgesetzt wurde, dann müssen die Anwohner nicht zahlen. Wer da noch wählen geht, der ist selbst schuld.

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Zorpheus 15.07.2017, 09:40
58. Zu 4.: Wohl kaum eine Luxussanierung

Zitat von vulkaneifler
Bei uns in Rlp ist es bei Sanierungen Geregelt. 60prozent die öffendliche Hand und 40 prozent der Anlieger berechnet werden 30 m Grundstücksteile und die länge des Grundstückes an der Straße . Bei den Anlieger kosten die oben verlangt werde muss es sich aber um eine super luxussanierung handeln .
Die Sanierung dürfte so teuer sein, weil das eine Durchgangsstraße und keine Anliegerstraße ist. Die Straße muss halt stabiler sein um ständigen Lkw-Verkehr auszuhalten, und natürlich breiter.

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scottbreed 15.07.2017, 09:43
59. genau deswegen

würde ich nie nen Haus kaufen.. Und soviel dazu das Miete teurer ist als nen Haus... Solche Fälle von Hausbesitzern kenne ich zur genüge... noch beim abzahlen des Hauses kommt die 10000 Euro Rechnung von der Stadt weil se was an der Strasse machen musten... soviel zum Vermögen und Eigentum... Wenn man das nicht bezahlen kann ist euer Haus schneller weg als ihr a sagen könnt.. Zumal die meisten für solche Forderungen sowieso kein Geld habe und auf Kredite zurückgreifen müssen... hey ein ganzes Lebenlang Schulden aber hey ich bin Hausbesitzer....

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