Forum: Panorama
TGV-Unglück nahe Straßburg: Schnellzug entgleist und stürzt von Brücke
REUTERS

Ein TGV-Schnellzug ist nahe Straßburg entgleist und von einer Brücke in einen Fluss gestürzt. Dabei kamen offenbar mindestens fünf Menschen ums Leben.

Seite 3 von 3
wahrsager26 15.11.2015, 10:23
20. Zug

Es geht um Technik der Züge.Wie nicht anders zu erwarten,ist das Basiswissen der Foristen in den meisten Posts schauderhaft-ich rechne das gerne für mich hoch bei anderen Foren.....nicht mal klar ist,dass der ICE in Enschede gegen die Brücke geprallt ist-ohne die Brücke hätte das Scenario anders ausgesehen.Sie sehen,ich interessiere mich nicht so sehr für das Bahnwesen-darum auch keine weiteren Einlassungen von mir!Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 15.11.2015, 11:06
21.

Laut Google Earth hat die Kurve einen Radius von rund 1.000 Metern. Da ist bei Tempo 120, maximal 140 Schluss. Wenn sich bestätigt, dass der Zug mit 350 Sachen da reingedonnert ist, dann haben wir wohl was Ähnliches wie in Santiago de Compostela: Streckensicherung nicht aktiv, Orientierungsverlust des Lokführers (»wann muss ich bremsen?«).
Fünf Menschen werden immer noch vermisst, und nun schaltet sich auch noch der SNCF-Chef ein: was hatten eigentlich Kinder an Bord eines Testzuges zu suchen?

«Ca n’est pas une pratique que la SNCF reconnaît. On n’est pas dans une phase touristique ou dans une phase amicale. Un train de test est un train de test», a-t-il ajouté.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ex2012 15.11.2015, 12:28
22. Tragisch

Einfach nur furchtbar wie es Frankreich zur Zeit Schlag auf Schlag trifft. Zu hoffen, dass jetzt alles vorbei ist und Frankreich jetzt wenigstens ab diesem Sonntag von Schreckensmeldungen verschont bleibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trompetenmann 15.11.2015, 14:01
23. Mulmiges Gefühl....

Um ehrlich zu sein: im ICE bei Tempo 300 km/h beschleicht mich auch ein mulmiges Gefühl. Wenn da etwas passiert, ist vermutlich Ende. Man macht sich keine Gedanken, im Glauben, dass die Technik fehlerfrei ist. Bis ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neanderspezi 15.11.2015, 14:20
24. Vielleicht können die überlebenden Testfahrer keine Erklärung abgeben, was mit dieser Testfahrt eigentlich beabsichtigt war

Ist es nicht das Natürlichste auf der Welt, dass Techniker bei der Probefahrt eines TGV-Schnellzugs alle nur denkbaren Risiken eingehen und dazu auch noch Kinder zum Genuss der überschnellen Fahrt mit in den Zug nehmen? Wenn dann etwas passiert, dann passiert es natürlich auf einer Brücke und der Zug stürzt in den darunter befindlichen Kanal und die Geschwindigkeit war ganz sicher für diesen Streckeabschnitt überhöht und niemand von den Überlebenden kann Erklärungen zu dem Geschehen abgeben, vor allen Dingen auch nicht dazu, warum auf diesem Abschnitt mit stark überhöhter Geschwindigkeit und mit vollem Risiko gefahren wurde. Vielleicht sollte man sich hierzu mit der simplen Erklärung zufriedengeben, dass das Leben einfach mit vielen Risiken behaftet ist, nicht wahr und Unfälle passieren eben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robert_Rostock 15.11.2015, 14:44
25.

Zitat von neanderspezi
Ist es nicht das Natürlichste auf der Welt, dass Techniker bei der Probefahrt eines TGV-Schnellzugs alle nur denkbaren Risiken eingehen und dazu auch noch Kinder zum Genuss der überschnellen Fahrt mit in den Zug nehmen? Wenn dann etwas passiert, dann passiert es natürlich auf einer Brücke und der Zug stürzt in den darunter befindlichen Kanal und die Geschwindigkeit war ganz sicher für diesen Streckeabschnitt überhöht und niemand von den Überlebenden kann Erklärungen zu dem Geschehen abgeben, vor allen Dingen auch nicht dazu, warum auf diesem Abschnitt mit stark überhöhter Geschwindigkeit und mit vollem Risiko gefahren wurde. Vielleicht sollte man sich hierzu mit der simplen Erklärung zufriedengeben, dass das Leben einfach mit vielen Risiken behaftet ist, nicht wahr und Unfälle passieren eben.
"Vielleicht sollte man sich hierzu mit der simplen Erklärung zufriedengeben, dass das Leben einfach mit vielen Risiken behaftet ist, nicht wahr und Unfälle passieren eben."

Nein, diese fatalistische Erklärung reicht mir nicht. Vor allem nicht, wenn es sich um Risiken handelt, die absolut beherrschbar sind, wennes Fehler sind, die einfach nicht passieren dürfen und die vor allem mit absolut erprobten, alltäglichen Mitteln ausgeschlossen werden können.
Es ist bei der Bahn, gerade und vor allem bei Hochgeschwindigkeitsstrecken, seit Jahrzehnten absolut Stand der Technik, dass die Geschwindigkeit der Züge technisch überwacht wird und solche extremen Überschreitungen der Höchstgeschwindligkeit, wie sie anscheindend beim Unfall auftraten, durch automatische Zwangsbremsungen verhindert werden. Ohne menschliches Zutun. Es ist also absolut essenziell, dass möglichst schnell und exakt herauskommt, was dir Ursache war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karbonator 15.11.2015, 15:44
26.

Zitat von Robert_Rostock
In Eschede hat sich unter dem Zug eine Weiche umgestellt. Folge war, dass der vordere Teil des Zuges (bis zum vorderen Drehgestell des dritten Wagens) weiter auf dem richtigen Gleis weiterfuhr, der hintere Teil des Zuges auf dem zweiten Streckengleis. Und zwischen diesen Gleisen war die Stütze der Straßenbrücke. Das wäre meiner Meinung nach mit Jacobs-Drehgestellen wie beim TGV genauso passiert.
Das ist ja der Unterschied zwischen ICE und TGV - daß es beim TGV eben ungleich schwieriger ist, daß derselbe Zug auf zwei Gleisen parallel weiter fährt.

Natürlich ist das alles Spekulation... wissen werden wir es vermutlich nie (außer es kommt zu einem vergleichbaren Unfall mit dem TGV, was ich mal nicht hoffe).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfons88 16.11.2015, 21:14
27. Testfahrt war eigentlich gar keine...

Aufgrund von Infos eines Insiders und die französische Presse berichtet entsprechendes war es KEINE offizielle Testfahrt. Bei offiziellen Testfahrten fahren erstens keine Kinder und Familienangehörigen mit, zweitens gibt es eine Passagierliste, drittens gibt es ein vorab definiertes Testprotokoll. Diese Punkte liegen in diesem Fall nicht vor.

Es war eine angemeldete quasi private Fahrt von Bahningenieuren, die wohl aus dem Ruder lief... Macht es nicht besser - dennoch tragisch, aber wenn man die Sicherungssysteme manuell ausser Kraft setzt, passieren eben auch solche Dinge...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 3