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Tieraussetzung: Schildkröte verletzt Kind in Badesee
DPA

Rund 70.000 ausgesetzte Tiere, sagt der deutsche Tierschutzbund, landen allein in den Ferienwochen in Tierheimen. Wie viele in freier Wildbahn landen, weiß niemand. Nun durchbiss eine Großschildkröte einem Jungen in einem bayerischen Badesee die Achillessehne. Die Suche nach dem Tier läuft.

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experiencedsailor 10.08.2013, 14:39
1. Das Problem sind unzählige Tierhalter

mit dem Verstand eines minderbemittelten Zwerghuhns. Jeder Volltrottel kann sich von irgendwelchen Züchtern, Händlern oder was auch immer Tiere aller Couleur kaufen. In meinem Fall hielt ein junge Frau einen Schäferhund-Mix in ihrer Wohnung, die partout nicht einsehen wollte, daß der Hund 2-3h Auslauf pro Tag braucht. Morgens also zehn Minuten um den Block, tagsüber ich weiß nicht was und abends in die Koje vom Macker. Der Köter hat ein halbes Jahr das Haus zusammengebellt, bis ich sie herausklagen konnte. Wo das arme Tier nun ist, weiß ich nicht. Ordnungsamt und Amtsveterinär waren zudem noch die größten Flaschen, von denen ist keine Hilfe, auch nicht für das Tier, zu erwarten.

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outsider-realist 10.08.2013, 14:47
2.

Zitat von sysop
Rund 70.000 ausgesetzte Tiere, sagt der deutsche Tierschutzbund, landen allein in den Ferienwochen in Tierheimen. Wie viele in freier Wildbahn landen, weiß niemand. Nun durchbiss eine Großschildkröte einem Jungen in einem bayerischen Badesee die Achillessehne. Die Suche nach dem Tier läuft.
Die wenigsten Tiere landen in Tierheimen. Die meisten Tiere überleben die Zeit nach dem Aussetzen nicht oder werden bereits von den Besitzern getötet. Junge Katzen/ Hunde landen nicht selten in einem verschnürten Sack im Wald, damit sie auch blos niemand findet.
Da dieser kranke Wahnsinn kein Ende findet, gäbe es für mich nur folgende Konsequenz:
1) Alle Tiere gehören ausnahmslos registriert.
2) Das unkontrollierte Züchten von Tieren des Geldes wegen wird untersagt
3) Zoohandlungen in der gegenwärtigen Form werden geschlossen
4) Alle Tierquälereien (und dazu gehört auch das Aussetzen von Tieren) wird entsprechend bestraft. Das Gesetzt sieht schon strenge Strafen vor, die jedoch kaum angewendet werden.
5) Der kommerzielle Verkauf von Tieren von privat ist verboten (Kleinanzeigen etc).
6) Das Halten von bestimmten Tierarten (Exoten etc) ist verboten.

Die Menschen schreien gegen Bevormundung, aber das ganze Tierelend zeigt doch, das man auf Vernunft alleine nicht setzen kann.

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zugast 10.08.2013, 14:49
3.

schlimme geschichte und jährlich mit fast allen tierarten zu beobachten. härtere markierungspflicht und strafen? aber aus interesse: kann mir jemand mitteilen, wie das wasser aus einem badesse gelassen wird und später ja wohl wieder eingefüllt wird. habe schon davon gehört, aber leider ohne dieses techn. detail. danke schon mal

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Holperik 10.08.2013, 14:50
4. Einfach warten,..

.., bis der Winter kommt, dann löst sich das Problem von alleine, denn kältefest dürfte das Schnappmaul nicht sonderlich sein.

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Babaji 10.08.2013, 14:57
5. wobei der junge

mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit diesen biss selbst zu verschulden hat, da er die schildkröte (die dafür bekannt sind, blitzschnelle attacken durchführen zu können) wahrscheinlich provoziert hat. tiere, die sich in ihrem lebensraum bedroht fühlen, neigen dazu sich zu verteidigen - wen wunderts? präventation wäre hier die richtige maßnahme und nicht die ächtung einer tierart, die auszusterben droht....

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dompteur_jo 10.08.2013, 15:09
6.

Zitat von Babaji
mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit diesen biss selbst zu verschulden hat, da er die schildkröte (die dafür bekannt sind, blitzschnelle attacken durchführen zu können) wahrscheinlich provoziert hat. tiere, die sich in ihrem lebensraum bedroht fühlen, neigen dazu sich zu verteidigen - wen wunderts? präventation wäre hier die richtige maßnahme und nicht die ächtung einer tierart, die auszusterben droht....
wie sie selbst schon schrieben: diese tierchen sind blitzschnell. und äußerst aggressiv. zudem auch noch verdammt gut getarnt, und die meiste zeit unter (!) wasser.
es reicht also schon, wenn der junge zufällig durch das blickfeld der schnappschildkröte geschwommen ist, und diese dann entsprechend ihrer natur blitzartig zugeschnappt hat.

inwiefern sie da jetzt eine mitschuld beim kind sehen, erschließt sich jetzt wohl nicht nur mir nicht.

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movfaltin 10.08.2013, 15:12
7. Super

Eine Zeile hat es mir besonders angetan: “Die Nachrichtenagentur dpa berichtete [...] sogar von 'Monster-Alarm in Bayern'“. Wenn die dpa nun schon verfälschende Bild-Schlagzeilen statt informativer Headlines liefert, fällt mir auch nix mehr ein. Man sollte diese Agentur tunlichst meiden als Journalist und Redakteur.

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sir wilfried 10.08.2013, 15:16
8. alle Vorschriften sind für die Katz,

Zitat von outsider-realist
Die wenigsten Tiere landen in Tierheimen. Die meisten Tiere überleben die Zeit nach dem Aussetzen nicht oder werden bereits von den Besitzern getötet. Junge Katzen/ Hunde landen nicht selten in einem verschnürten Sack im Wald, damit sie auch blos niemand findet. Da dieser kranke Wahnsinn kein Ende findet, gäbe es für mich nur folgende Konsequenz: 1) Alle Tiere gehören ausnahmslos registriert. 2) Das unkontrollierte Züchten von Tieren des Geldes wegen wird untersagt 3) Zoohandlungen in der gegenwärtigen Form werden geschlossen 4) Alle Tierquälereien (und dazu gehört auch das Aussetzen von Tieren) wird entsprechend bestraft. Das Gesetzt sieht schon strenge Strafen vor, die jedoch kaum angewendet werden. 5) Der kommerzielle Verkauf von Tieren von privat ist verboten (Kleinanzeigen etc). 6) Das Halten von bestimmten Tierarten (Exoten etc) ist verboten. Die Menschen schreien gegen Bevormundung, aber das ganze Tierelend zeigt doch, das man auf Vernunft alleine nicht setzen kann.
wenn ihre Einhaltung nicht kontrolliert wird. Wie lange schon sind in Berlin Hundehalter verpflichtet, die Hinterlassenschaft ihres Tieres zu entfernen. Es juckt einfach niemanden. Und warum? Weil die Herrschaften vom Ordnungsamt keinen Stress mögen und lieber Knöllchen verteilen. Autos bellen und beißen nicht und dank Nummernschild muß man nicht mal jemanden ansprechen.

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singa-minga 10.08.2013, 15:18
9. Also bitte!!

Zitat von Babaji
mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit diesen biss selbst zu verschulden hat, da er die schildkröte (die dafür bekannt sind, blitzschnelle attacken durchführen zu können) wahrscheinlich provoziert hat. tiere, die sich in ihrem lebensraum bedroht fühlen, neigen dazu sich zu verteidigen - wen wunderts? präventation wäre hier die richtige maßnahme und nicht die ächtung einer tierart, die auszusterben droht....
Wie soll denn ein Kind die Gefährlichkeit einer Schnappschildkröte einschätzen bzw. diese als solche überhaupt identifizieren?!
Ich kenne diese Tiere auch nur, weil mein großer (8) ein Tierbüchernarr ist und ich bin mir sicher, dass er mit so einer Schidlkröte niemals in freier Wildbahn in BAYERN rechnet. Das finde ich wirklich unfair, dem Kind auch nur eine Teilschuld zu geben.

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