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Tierrechte: Die Würde des Hühnchens ist ...
imago/ blickwinkel

Tierschützer fordern eigene Rechte für Tiere. Der Schutz von Tieren ist bereits im Grundgesetz verankert und sinnloses Leid verboten. Gleichwertige Rechte für unsere Mitgeschöpfe hätten jedoch drastische Folgen.

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darthmax 18.03.2016, 22:55
1. Tierschutz

wird aber von Religion ausgehebelt. Ist das ein vernünftiger Grund ?

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meier12 18.03.2016, 23:13
2. Die Würde des Tieres juristisch manifestieren,

wäre ein hohes Ziel und ein Zeichen von hoher Kultur im Umgang mit anderen Lebenwesen unseres Planeten. Ich finde den Gedankengang des Gerichts, durch eine Gleichsetzung der Tierwürde mit der Menschenwürde würde letztere herabgesetzt, vollständig abwegig. Man nimmt uns Menschen kein Stück unserer Würde weg, wenn man diese Würde auch anderen Lebewesen gewährt. Soweit allerdings, dass diese Würde in Gesetzesform kommt, sind wir leider noch nicht. Wir haben auch sehr viel wichtigere Dinge vorneweg SOFORT zu erledigen. Fangen wir bitte mit dem sofortigen Verbot des Schredderns männlicher Küken an. Es gibt darüber hinaus noch viel an grausigen Abläufen in der Nutztierhaltung SOFORT zu ändern, allein schon, um den jetzt schon geltenden Gesetzen nachzukommen.

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Michael Strandt 18.03.2016, 23:39
3. Danke

Hier wird einfach mal deutlich gemacht in einer bildlichen Sprache
Was der Unterschied zwischen Menschen und Tierrechten
ist

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istnurmeinemeinung 18.03.2016, 23:54
4.

Und wo zieht der ambitionierte Tierrechtler dann die Grenze? Wie sieht es mit ungewünschten Mitbewohnern im Haushalt aus? Muss ich dann eine Räumungsklage gegen die Fliege einreichen, um ihre Würde und das Recht auf Leben nicht zu verletzen?

Und wenn ein Tier ein gesetzliches Recht auf Leben eingeräumt bekäme, müsste dann der Staat nicht sicherstellen, dass Katzen den Mäusen nichts mehr antun? Ich fürchte nur, die Katzen werden wenig Verständnis dafür aufbringen. Die interessieren sich nicht im Geringsten für das Leid ihrer Beute.

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christiewarwel 19.03.2016, 00:01
5. Sehr menschlich

Was kümmert den Löwen das Zebra, die Eule die Maus oder den Fuchs die Gans in ihren Fängen? Richtig. Nichts.
Jeder nimmt, um zu leben, selbst die Pflanze, an deren Stelle keine andere wächst. Die Würde eines jeden Lebewesens ist unantastbar, nur wo Leben ist, ist auch Tod. Dem können wir uns nicht entziehen.

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alex144 19.03.2016, 00:33
6. Nette Idee aber mit Folgen

Wenn Tiere Menschenrechte hätten, müsste ich dann die Stechmücke die mich gerade gestochen hat festhallten und der herbeigerufenen Polizei übergeben damit sie falls ich Beweise habe wegen Körperverletzung ins Gefängnis kommt (auser sie ist Ersttäterin und zeigt sich räuig) und was ist mit den rechten der tiere untereinander? kann eine maus ein anäherungsverbot gegen die katze durchsetzen? kann der krill verlangen das der blauwahl als massenmörder (40 millionen tote kleinstlebewesen am tag) eingesperrt wird?

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Knossos 19.03.2016, 00:55
7.

Würde ist ein gut gemeinter Begriff. Zugleich aber wohl zu abstrakt, um auf rechtsgültige Handhabe hinauszulaufen; als Eckpfeiler also kontraproduktiv.

Noch sinnloser ist der Aspekt der Intelligenz, jenem Phänomen nach dem Gemeingeist, ob darüber im Klaren oder nicht, Tiere kategorisiert.
Davon abgesehen, daß damit kognitive Fähigkeiten in der Tierwelt weitgehend nach menschlicher, spezifischer Maßgabe veranschlagt und sie damit weit verfehlt werden, ist dieses Kriterium nicht von allgemeiner Gültigkeit und Relevanz.

Sachlich greifbar sollte eher die Empfindungsfähigkeit sein. Emotion und Schmerz.

Empfindungsfähigkeit ist durchaus nachvollziehbar und steht ethisch als schützenswert außer Frage.

Wir haben kein Recht dazu, höher entwickelte Tiere zu nutzen, wenn dies mit Leid verbunden ist.
Was bedeutet es praktisch?

Daß es längst überfällig ist, tierisches Protein künstlich herzustellen, damit also Mast und Tötung endlich auszuschliessen.

In einer Gesellschaft, die keine Gemeinschaft und keine Vernunft, indes Ausbeutung und pathologische Gier seiner Herschenden kennt, ist allerdings abzusehen, daß Hintergründe zum Recht des Mitgeschöpfes Tier, welche so unerfindlich gar nicht sind, als Rätselhaftigkeit ausgegeben werden.

Unmenschlicher Geist muß erst selbst in Mitleidenschaft gezogen werden, bevor er ein Recht erwägt.

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frenchie3 19.03.2016, 06:27
8. Was Tiere empfinden können

weiß jeder sein Haustier liebt. Ich brauche keine jahrelangen Studien um zu wissen daß jede meiner Katzen moralisch mehr Wert ist als das ganze IS Gelump zusammen. Im übrigen scheint es mir daß alle Nachweisversuche eher so aufgestellt sind daß eher das Gegenteil zementiert werden soll. Bei der Gelegenheit sollte man gleich noch mal deutlich machen daß koscher/halal schlachten auch unbedingt sein muß um den Zusammenhalt der Welt zu garantieren. Idioten behauptenc sogar das täte dem Tier ja nicht weh. Hallo Grundgesetz!!??

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Beat Adler 19.03.2016, 08:23
9. Landwirtschaftliche Nutztiere koennen artgerecht gehalten werden.

Landwirtschaftliche Nutztiere koennen artgerecht gehalten werden. Das geht in der Scheiz, das ginge auch in der EU.

Das Ziel ist eine artgerechte Nutztierhaltung, kombiniert mit einer regionalen Verflechtung der Landwirtschaft mit der Nahrungsmittelindustrie, um die Materialfluesse moeglichst ohne Abfaelle abzuwickeln.

Als Anschauungsbeispiel mag Bauer Josef Ackerjunge dienen, der seine Gerste an die lokale Brauerei liefert. Von dort bekommt er das, bei der Bierproduktion anfallende, Nebenprodukt zurueck, um damit seine Schweine zu fuettern. Selbstverstaendlich haben seine Schweine, Winter und Sommer, das ganze Jahr ueber, Auslauf, tollen herum, spielen und durchwuehlen den Boden. Die gemaesteten Schweine liefert der Sepp Ackerjunge an die lokal-regionale Schlachterei/Metzgerei, die wiederum das Fleisch, die Wuerste, Schinken, etc. an die Restaurantkette der Brauerei, die Biergaerten und die Wiesnzelte verkauft. Am Sonntag laedt Jo Ackerjunge seine Freunde zur Brotzeit in den Brauereigarten, um “sein” Bier zu trinken und um “seine” schmackhaften Haxn zu geniessen. Ein triple win wie aus dem Buche: Der Bauer gewinnt, weil er seine Produkte zu den vereinbarten Mengen und zu dem vereinbarten Preis verkaufen kann, die Nahrungsmittelindustrie, die Hochwertiges aus der Region beziehen kann und die Konsumenten, die gesund und schmackhaft ihr Essen und Trinken geniessen duerfen, gewinnen ebenfalls.

Ein Mastschwein ist ein Jungtier, das in einem zarten Alter von etwa 4 Monaten geschlachtet wird. Junge Mastschweine sind mindestens so neugierig und verspielt wie junge Hunde. Vor einem Mastbetrieb in der Europaeischen Union, in dem junge Hunde auf engstem Raum zusammengepfercht werden, um sie turbomaessig zu maesten, damit das Fleisch billigst nach China verkauft werden kann, versammeln sich jeden Tag Dutzende Tierschuetzer mit ihren Plakaten. In deren Schlepptau sind die Reporter von mindestens 20 TV Sendern, die 24/7 life berichten. Dazu kann nur Folgendes angemerkt werden: “Hunde, da habt ihr nochmal Schwein gehabt.”

Ob es in Deutschland ein Kotlett von einem artgerecht gehaltenen Schwein zu kaufen gibt, weiss ich nicht. Was ich aber mit Sicherheit weiss, ist, dass jemand, der ein solches Kotlett zubereitet und verspeist, nie wieder Eines von einem Turbo-Mastschwein auf seinem Teller sehen will, geschweige denn herunterwuergt.
mfG Beat

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