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Tod nach Brechmitteleinsatz in Bremen: Erinnerung muss sein
DPA

Laye-Alama Condé starb durch den Einsatz von Brechmittel in Gewahrsam der Bremer Polizei. Seit langem setzt sich eine Initiative für ein Denkmal ein. Höchste Zeit, dass es aufgestellt wird.

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walter_de_chepe 20.01.2015, 15:20
40. Arztfehler

Was soll dieser Satz bedeuten: "Er war selbst Ausländer." Hier ist wohl gemeint, dass der Ausländer an sich ein besserer Mensch ist (Ausländer darf man doch nicht mehr sagen, wohl ist ein Migrant gemeint), der zu "rassistischen" Taten im Gegensatz zum grundsätzlich bösen Deutschen nciht in der Lage ist.
Das "Opfer" war ein Drogendealer, der sich einer üblichen Untersuchung widersetzt hat und so sich selbst gefährdete.
Der Arzt ist mehrmals freigesprochen worden. Vielleicht hat er Fehler gemacht, aber sicher nicht böswillig und vorsätzlich. Der Polizei kann aber kein Vorwurf gemacht werden. Sie hat nichts falsch gemacht. Ein bild zu zeichnen, als wäre die Polizei in Deutschland eine Gestapo 2.0 ist gemein.

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Boesor 20.01.2015, 15:27
41.

Was viele nicht verstehen, es geht nicht um ein Denkmal für einen Dealer, sondern um ein Denkmal für ein (nach gültiger Definition) Folteropfer.
Wenn der Denkmalentwurf dies zum Ausdruck bringen kann ist das ein lohnendes Projekt.
Das insbesondere viele Bremer diesen dunklen Fleck in der Vergangenheit gerne vergessen wollen betont die Notwendigkeit der Erinnerung nur noch mehr.

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jesus.mueller 20.01.2015, 15:28
42. Tod nach Brechmitteleinsatz in Bremen

Wie so häufig,musste ich feststellen,dass Frau FriedrichsSachverhalte,wie es unter Journalisten üblich sein sollte,nur sehr einseitig darstellt.Ich glaube,daran kranktunsere Presse.Fest steht,dass Herr Conde aufgrund einesbegründeten Verdachts wenn Drogenschmuggels verhaftet und in Gewahrsam genommen wurde.Des-
weiteren sollte nicht unerwähnt bleiben,dass das Brech-mittel in erster Linie aus Gründen der prophilaktischen
Gesundheitsvorsorge verabreicht worden ist.D.h.essollte verhindert werden,dass sich die verschluckten
Drogencontainer ggf. im Magen des Herrn Conde undichtgeworden wären und somit ggf.der sofortige Tod die
logische Folge gewesen wäre.All diese Argumente fehlenmir bei Frau Friedrichsen.Außerdem hat Herr Condedurch das Herunterschlucken seines Erbrochenen vor-sätzlich bzw.fahrlässig seine eigene Todesursache ver-
anlasst.Jeder Mensch,der unter Aufsicht des Staatessein Leben verliert,ist ein Mensch zuviel.Aber es sollten
aber auch die Hintergründe wertfrei und ohne Vorurteilebeleuchtet werden und nicht für irgendwelche diffuseMeinungsmache missbraucht werden.

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knieselstein 20.01.2015, 15:28
43. Wie in

Zitat von lupo28
Das geht aus dem Artikel leider nicht hervor. Wenn Condé in der Drogenszene tätig gewesen war, wundert es mich, dass man überhaupt nur einen Gedanken an ein Denkmal verschwendet.
den meisten Fällen hilft da eine Suchmaschine Ihrer Wahl ;-), Name genügt

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h.tempelhof 20.01.2015, 15:31
44. Wenn Herr Condé tatsächlich als Dealer überführt wurde,

so sollte man im Denkmal vielleicht auch die Opfer seiner Aktivitäten mit würdigen.

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Amadís 20.01.2015, 15:33
45.

Zitat von langenscheidt
Eine besondere Belobigung für diejenigen, die keine Zeit hatten, den Drogendealer auf natürlichem Wege oder freiwillig die verschluckten Drogen zu Tage fördern zu lassen.
Der Transport von Kokain im Verdauungstrakt ist, selbstverständlich, sehr gefährlich. Condé hätte ebensogut an einer Vergiftung sterben können. Insofern könnte man sogar argumentieren, dass die Verabreichung des Brechmittels sogar Pflicht des Arztes war, und alles andere unterlassene Hilfeleistung.

Überdies hat Condé nicht kooperiert, und den Brechreiz unterdrückt und das Erbrochene wieder geschluckt. Erst das führte zu seinem Tod.

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Nania 20.01.2015, 15:42
46.

@all

Es geht nicht darum, einem Drogenhändler ein Denkmal zu setzten, sondern einem Folteropfer.
Genau das ist passiert: Folter. Diese wiederum ist einem Rechtsstaat nicht würdig, egal, ob dieser Mann nun Drogen geschluckt hatte oder nicht, ob er Drogendealer war oder nicht.
Weiterhin ist es völlig verkehrt zu argumentieren, er sei selbst schuld gewesen. Keiner ist verpflichtet, auf der Polizeistation zu erbrechen oder sich damit selbst zu belasten. Egal, ob er nun einen Straftat begangen hat oder eben auch nicht.

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cat.incognito 20.01.2015, 15:44
47. @ #9

Zitat von Atheist_Crusader
[..] Ansonsten schließe ich ich meinen Vorrednern an: Die wichtige Frage ob man jetzt Drogen gefunden hat oder nicht wird im Artikel nicht beantwortet. Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Denkmal für einen unbescholtenen Bürger aufstellt der der Schlampigkeit des Systems zum Opfer gefallen ist... oder nur einen Drogendealer, der sich in seinem Widerstand quasi selbst gerichtet hat. Für letzteren braucht es kein Denkmal. Sondern ein härtere Einwanderungs- und Ausweisungspolitik.
Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Einsatz von Brechmitteln zu Recht als Folter eingestuft PUNKT
Damit handelt es sich bei Laye-Alama Condé um ein Opfer staatlich organisierter Folter PUNKT
Vollkommen unerheblich ist, ob das Opfer der Folter vorher straffällig wurde oder nicht. Der Mann wurde gefoltert PUNKT
Menschenrechte muss man sich nicht erst verdienen. Sie gelten uneingeschränkt und unveräußerlich für alle Menschen PUNKT

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GoBenn 20.01.2015, 15:45
48.

Der Polizeichef in Bremen sagt es beachtenswert deutlich: "Es darf in Polizeigewahrsam niemand zu Schaden oder gar zu Tode kommen." Das Denkmal steht auch für ein Staatsversagen.

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sarkasmis 20.01.2015, 15:46
49.

Noch ein Gedanke:
Oury Jalloh war ein Drogendealer,
Conde war ein Drogendealer
ich meine das Opfer eines lagebedingten Erstickungstods im Abschiebeflieger auch.

Wer solchen Menschen Denkmäler stellt, der meißelt das Vorurteil des drogendealenden Westafrikaners wortwörtlich in Stein. Ausbaden müssen das am Ende die wirklich Verfolgten, die gesetzestreuen Flüchtlinge, die Deutschen afrikanischer Abstammung etc.
Auch das ein Grund gegen ein Denkmal.

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