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Tod nach Brechmitteleinsatz: Widerstand gegen Denkmal für Laye-Alama Condé
DPA

Eine Initiative fordert ein Denkmal für Laye-Alama Condé, der vor zehn Jahren in Polizeigewahrsam durch den Einsatz von Brechmittel starb. Doch das Vorhaben stößt bei manchen Bremern auf Empörung.

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seniorvc 19.01.2015, 18:14
1. ?

Dem Drogendealer ein Denkmal setzen. Natürlich! Brechmittel ist mittlerweile verboten und in Polizeigewahrsam sollte tatsächlich niemand Angst um sein Leben haben müssen, bzw. ums Leben kommen.

Aber jemandem ein Denkmal setzen, der mit Drogen gedealt hat und dabei, bzw. beim Verbergen dieser, zu Tode gekommen ist? Das ist mir dann doch zuviel des Guten.

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Eduschu 19.01.2015, 18:15
2. Recht hat er

"Niemand darf unter polizeilicher Obhut ums Leben oder nachhaltig zu Schaden kommen - Punkt." Da hat der Polizeipräsident Recht. Deshalb sollte Herrn Condés gedacht werden. Ein Denkmal für einen Verbrecher muss es dennoch nicht geben.

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CHANGE-WECHSEL 19.01.2015, 18:17
3. na ja, Glatteis

Wenn aber ein Drogenabhängiger in polizeilicher Gewahrsam oder durch irreparable Schäden durch Drogen wie Kokain im Krankenhaus stirbt, kommt niemand auf die Idee diesen Menschen ein Denkmal zu stiften. Auch kein Polizeipräsident. Ich empfinde das als Heuchelei. Es ist tragisch, was dem Mann passiert ist. Doch muss man deswegen ein Denkmal setzen? Soll sich die Initiative mehr für Drogenbekämpfung einsetzen, dann wäre den Lebenden geholfen. Also es gibt wichtigeres als Denkmäler, damit hilft man keiner Gesellschaft sich zu ändern.

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leser008 19.01.2015, 18:19
4. An die Opfer denken

Naja, was im Artikel nicht steht, ist dass er tatsächlich vier Kokainkugeln geschluckt hatte und durch das herunterschlucken des Erbrochenen seine Straftat verschleiern wollte. Einem erwiesenen Drogendealer ein Denkmal setzen wollen, ist schon ein Stück aus dem Tollhaus. Vielleicht sollte man auch mal an die Opfer seines Kokainhandels denken. Man muss denen ja nicht gleich ein Denkmal hinstellen.

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princeharry 19.01.2015, 18:19
5. Feine Sache...

... bitte auch ein Denkmal für die Opfer des dortigen Drogenhandels aufstellen.

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censored 19.01.2015, 18:22
6.

Die Eskalation war die Schuld des Dealers.
Ein Denkmal für einen Drogendealer der seine Tat mit aller Macht vertuschen wollte und sein eigenes Leben dafür geopfert hat als Helden hinzustellen der gefoltert wurde passt nach Deutschland, wo Täter zu Opfern gemacht werden.
Hätte er kooperiert, könnte er heute noch dealen.

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Frost1 19.01.2015, 18:25
7. Wer mit Drogen zu tun haben will...

...handelt auf eigenes Risiko. So leid es mir tut.

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NicksAlleVergeben 19.01.2015, 18:26
8.

Zitat von
"Niemand darf unter polizeilicher Obhut ums Leben oder nachhaltig zu Schaden kommen - Punkt."
Vollkommen richtig, das darf nicht passieren.

Ein Denkmal für den Herrn Condé wäre aber auch nicht richtig, denn dass er ein Drogendealer war und sich damit selbst in die Situation brachte, ist nicht von der Hand zu weisen-auch, wenn das keineswegs seinen Tod hätte bedeuten dürfen.

Ich wäre eher für ein Denkmal grundsätzlich für Opfer von Gewalt, könnte ja auch gezielt für Opfer von staatlicher Gewalt aufgestellt werden. Dazu Infos, ggf. zum Fall Condé, und gut.

Eine Einzelperson, die offenbar kriminell war, sollte nicht mit einem Denkmal geehrt werden.

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westpfälzer 19.01.2015, 18:27
9. Werden

für - unschuldige - Kinder, welche wegen des Versagens der Behörden/Jugendämter zu Tode kamen (verhungert, erschlagen, gequält, usw.) auch Denkmäler errichtet?

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