Forum: Panorama
Tod von Michael Brown: Die Verhörprotokolle des Todesschützen
REUTERS/St. Louis County Prosecutors Office

Im Fall des erschossenen Teenagers Michael Brown aus Ferguson hat der Staatsanwalt Unterlagen freigegeben - darunter die dramatische Aussagen des Todesschützen Darren Wilson.

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tim.becker 25.11.2014, 16:12
1. Endlich ein guter Artikel zum Thema

Habe mich jetzt mal angemeldet, um diesen - endlich - nicht mehr einseitigen, sondern neutral geschriebenen Text zu würdigen. Wer das Ganze Urteil noch immer nicht akzeptieren kann, muss wohl eine Agenda haben.

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gaiusmuciusscaevola 25.11.2014, 16:14
2. Danke ...

für die Heraushebung gewisser Passagen in Fettschrift! Ich wüsste sonst ja garnicht, worauf es den vermittelten Journalisten ankommt!
Schon toll, wie hier Stimmungsmache betrieben wird. Komischerweise ist die Berichtserstattung bei CNN und bei FOX etwas anderst. Naja, die können es eben nicht so gut wissen, wie die SPON Journaille. Der Trick liegt halt im selektiven Weglassen!

Bravo!

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pauschaltourist 25.11.2014, 16:19
3.

"Ladendiebstahl in Ferguson (Bilder von Überwachungskamera)"

Diese Bilder zeigen nicht den zugrundeliegenden "Ladendienstahl" sondern einen tatbestandsmäßigen "räuberischen Diebstahl" des später zu Tode gekommenen. Demzufolge handelte es sich nicht um einen "Ladendieb" sondern einen "Räuber". In Deutschland übrigens ein Verbrechenstatbestand, der hierzulande gemäß der Polizeigesetze der Länder sogar den polizeilichen Schusswaffeneinsatz rechtfertigen würde...

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pauschaltourist 25.11.2014, 16:23
4.

Ich beglückwünsche Mr. Wilson, über den der Pauschalvorwurf "Rassismus" eimerweise ausgekippt wurde sowie die Jury, die trotz des medialen Drucks und auch unter den Anzeichen der zu erwartenden Ausschreitungen entsprechend sachlich und faktenbezogen urteilte. Und auch wie im Falle Trayvon Martin sind objektive Beweismomente Deutschen Medien nicht zu entnehmen und man muss die englischsprachige Wikipedia-Seite bemühen, um auch die "Gegenseite", also die Sicht der in Notwehr handelnden tragischen Todesschützen in Erfahrung zu bringen.

Über die IPA unterhielt ich mich vor einigen Jahren mit einem US-Kollegen über den ewigen Vorwurf des latenten Rassismus gegenüber weißen Polizeibeamten dort und ich fragte, wieso in den Stadtgebieten mit überwiegend schwarzer Bevölkerungsmehrheit nicht ausschließlich schwarze Cops eingesetzt werden. Er meinte, das sei ein eklatantes Bildungs- bzw. Rekrutierungsproblem. Einerseits würden viele der schwarzen Bewerber die Einstellungstests nicht bestehen (ähnliche Entwicklungen sind auch hierzulande zu verzeichnen, in Berlin und NRW sollen die Anforderungen der Einstellungsauswahlkommission Bewerbern mit Migranten-Backround gegenüber reduziert worden sein, um politischen Forderungen nach Steigerung des Migrantenanteils zu entsprechen), andererseits würde ein nicht zu unterschätzender Anteil der schwarzen Bevölkerung die grundsätzlichen Einstellungsvoraussetzungen nicht erfüllen - sprich keinerlei Vorstrafen aufweisen.
Um auch hier den Bogen zur Deutschen Einstellungspraxis in Polizeibehörden zu spannen: Mittlerweile existieren Verwaltungsgerichtsurteile, die den Auswahlkommissionen aus datenschutzrechtlichen Gründen die Einsichtnahme in Polizeiakten der Bewerber unmöglich machen.

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Vollklappspaten 25.11.2014, 16:24
5. Den hab ich nicht

Zitat von tim.becker
Wer das Ganze Urteil noch immer nicht akzeptieren kann, muss wohl eine Agenda haben.
Könnten Sie das bitte näher erklären?

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Leser161 25.11.2014, 16:24
6.

Die Wahrheit werden wir nie erfahren. Ohne Genaues zu wissen gehe ich von einer unglücklichen Verkettung aus (Das Opfer war ein bisschen zu aggressiv, der Polizist etwas zu ängstlich usw.)

Die Frage die sich die Sperrt-ihn-weg-Betroffenheits-Fraktion stellen sollte ist "Wird Amerikas Rassismusproblem gelöst, wenn man den Polizisten opfert?"

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Malshandir 25.11.2014, 16:24
7. Gerechtfertigt

Sollten die Angaben auch nur halbwegs stimmen, dann ist es absolut gerechtfertigt.
Der Mann hat einen laden ausgeraubt, wenn man die Bilder sieht.
Er hat einen Polizisten attakiert mit Absicht ihn zu toeten.
Wenn so ein 135 kilo-Typ auf mich zustuermen wuerde, wuerde ich auch ballern was das Zeug haelt.

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merkur08 25.11.2014, 16:24
8. Sieht plötzlich alles etwas anders aus

Obwohl man bei Aussagen immer etwas vorsichtig sein muss. Man beschuldigt sich ja nicht gerade gerne selbst. Zumindest war Brown nicht das Unschuldslamm, als den ihn alle gerne darstellen würden. Ob es der Polizist nach dem ersten Schuss nicht hätte bewenden sollen. Anderseits war man nicht persönlich dabei und auch nicht dem physischen Druck ausgesetzt. jetzt im bequemen Stuhl und am Rechner kann man sich gerne eine Meinung bilden.

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frank.huebner 25.11.2014, 16:26
9. Leider nicht mehr aufzuklären

Leider wird der genaue Hergang nicht mehr aufzuklären sein, so war der Richterspruch nun (anscheinend) richtig. Fakt ist, dass der Getötete kein unschuldiger, lieber Engel war, wie die "Bürgerrechtsaktivisten" und die Familie behaupten. Und den genauen Hergang zur Tat kennen nur 2 Menschen, einer ist davon tot. Die Zeugen widersprechen sich, Es stehen Aussagen gegen Aussage. Das ist ein "Fehler" der Demokratie: Im Zweifel für den Angeklagten. Die anscheinend niedrige Hemmschwelle beim Waffeneinsatz durch Polizisten gegenüber Farbigen in der USA ist ein gesellschaftliches Problem und für uns hier schwer nachzuvollziehen.

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