Forum: Panorama
Tod von Tugce Albayrak: Schläger Sanel M. war betrunken
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Als er Tugce Albayrak niederschlug, war Sanel M. schwer alkoholisiert - noch Stunden später hatte er 1,4 Promille Alkohol im Blut. Der SPIEGEL rekonstruiert die Biografie eines jungen Mannes, bei dem die Integration verheerend scheiterte.

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movfaltin 07.12.2014, 13:50
30. Paradebeispiel der Integration

Meinem Ermessen zufolge hat sich der junge Mann nicht schlecht integriert, sondern ganz prima. Leider eben nach Offenbach (ja, ich weiß, auch dort gibt es normale Stadtteile, Bürgel etwa). Das Problem ist hier eindeutig das soziale Umfeld.

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elastolin 07.12.2014, 13:50
31. selten dämliche überschrift

wie immer wird die ach so böse gesellschaft verantwortlich gemacht, hier hat doch nur ersselber und seine eltern versagt, er ist eben einfach ein schulversager, na und.
deswegen mus er ja niemanden umbringen, ach so er wurde wahrscheinlich zum trinken gezwungen, von der bösen gesellschaft.

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Zündkerze 07.12.2014, 13:50
32. traurige Karriere

das ein jugendlicher die Grenzen auslotet ist nichts Ungewöhnliches. In diesen Fällen kann aber nicht mehr von Ausloten die Rede sein. Spätestens bei gefährlicher Körperverletzung müssten drastische Strafen ausgesprochen werden. Ich verstehe die Gerichte nicht, diese haben in meinen Augen mal wieder versagt. Es war doch offensichtlich das dieser junge Mann aus seinen Fehlern nicht lernt.

Ich denke auch das Alkohl bei Straftaten nicht berücksichtigt werden darf, das ist Blödsinn. Das darf nicht der Freifahrtschein für asoziales Verhalten und Straftaten sein.

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DadaSiggi 07.12.2014, 13:51
33. Das hat nichts mit Integration zu tun

Hier ist ein ganz großes Unglück geschehen. Mehr aber nicht. Es war ein Vorfall, der täglich irgendwo auf der Welt geschieht. Jugendliche geraten aneinander. Das eine Opfer wird zur Heiligen, das andere Opfer zum Teufel.
Das ganze mit Integration zu verknüpfen ist verrückt. Was wäre denn, wenn der unglückliche Täter (ich will übrigens übertriebenes Verständnis für ihn) ein Westeuropäer gewesen wäre. und mangelnde Integration als Erklärung nicht reicht. Was wäre, wenn das Opfer nicht schön, weiblich und perfekt integriert gewesen wäre, aber das gleiche gemacht hätte. Wären dann auch tausende in eine kollektive Trauer gefallen?
Hier ist ein ganz "einfaches" aber großes Unglück geschehen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Mir tun die Familien leid, die jetzt in diesem persönlichen Drama in die Öffentlichkeit gedrängt zu werden.

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Seventh-Son 07.12.2014, 13:51
34.

Das Problem ist doch eher, dass sich schon im Kindesalter unter den Kleinen Nahrungsketten herausbilden, bei denen jeder gerne oben stehen würde... die einen, sozialeren Kinder durch Anpassung in die Gesellschaftsstruktur, die anderen Kinder durch das was sie sonst im Gepäck haben, zur Not eben Gewalt.

Die Integration muss vor allem durch andere Kinder erfolgen - denn durch die Interaktion mit anderen, entscheidet sich der Weg. Wenn ein serbisches, türkisches, deutsches etc. Kind von alle anderen akzeptiert, mit offenen Armen empfangen und sein Sozialverhalten belohnt wird, dann braucht es keine eigene Subkultur und kein Aufplustern durch Gewalt.

Andernfalls sucht das Individuum seine Wege um sein Ego stärken. Das soll Straftäter keinesfalls freisprechen (irgendwann ist jeder erwachsen, und sollte zwischen richtig und falschen entscheiden können), aber evtl. können manche zeitig in die richtigen Bahnen gelenkt werden, wenn die Stellschrauben an den richtigen Stellen (in der Einstellung aller Kinder gegenüber anderen) justiert werden.

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grandpalais 07.12.2014, 13:52
35. Ja wo sind sie denn nun...

...die Lichterketten und Titelseiten für den jungen Mann aus Hannover, der versuchte, einen Bewaffneten aufzuhalten, und dabei erschossen wurden? Ein Schelm sei der, der denken möge, dass nur hübsche Studentinnnen auf die Titelseiten kommen. Das wäre Sexismus pur - nur leider völlig anders als die politisch korrekte Interpretation.

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digger 07.12.2014, 13:54
36. kapier ich langsam nicht mehr

Der hat sein Leben lang in Deutschland gewohnt und dennoch wird von Integration geschwafelt. Von wo nach wo soll er denn bitte integriert werden?

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Incredibleois 07.12.2014, 13:57
37. Integration

Wenn der junge Mann 2 Stunden nach der Tat noch eine Blutalkoholkonzentration von 1,4 ‰ hatte, lag seine BAK zur Tatzeit ca zwischen 1,8 und 2,0. Bei diesen Werten noch klar sprechen zu können lässt auf eine erhebliche Alkoholgewöhnung schließen. Wenn ich mir den Rest seiner Biografie so angucke, dann muss ich feststellen, dass das leider ganz typische biografische Merkmale bei kriminellen Jugendlichen sind. Unabhängig davon, ob es da nun bei ihm oder in seiner Familie eine Migrationserfahrung gab, findet man ähnliche Muster (Alkoholmissbrauch, steigende Tatintensität, Schulversagen, Schwänzen, Perspektivlosigkeit, Selbstausgrenzung) in aller Regel auch bei "deutschen" Tätern. Das hat mit "Integration" im Sinne eines Einwanderungshintergrundes NICHTS zu tun, sondern vielmehr mit der "Integration" eines Jugendlichen in die zivile Erwachsenengesellschaft!

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monolithos 07.12.2014, 13:58
38. Integration?

Was hat es mit Integration zu tun, wenn jemand nicht mit Alkohol umgehen kann und im Suff einen Menschen totschlägt? Was hat es mit Integration zu tun, wenn jemand die Schule schwänzt und sich von seinen Eltern nichts mehr sagen lässt? Was wäre gewesen, wären Tugce und Sanel in Sandschak aneinander geraten? Wären sie dort ein Liebespaar geworden? Wohl kaum. Tugce hatte auch aus deutscher Sicht ausländische Wurzeln. Trotzdem hat sie das gezeigt, was wir in unserer Gesellschaft erwarten: Zivilcourage. Insgesamt scheint die Integration also keine allzu schlechte Arbeit zu leisten. Es ist nur unendlich traurig, dass ein guter Mensch sterben muss und ein anderer seinen Start ins Erwachsenenleben mit einem Totschlag beginnt.

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frank-xps 07.12.2014, 13:58
39. Das ist schon mal versucht worden

Zitat von imotion87
War Alkohol der mitauslöser einer Gewalttat. Ich persönlich als kompletter Antialkoholiker warte auf den Tag an dem die Flasche Bier 5€ kostet. Resultat wären weniger Verkehrstote, weniger Gewalt, weniger Pöbelei... Und von denen die es trotzdem nicht lassen wollen kassiert der Staat gut. Win/Win. Meine Meinung.
In den USA das Ergebnis war die große Zeit der Kriminellen, Mord und Todschlag. haben sie das nicht auf dem Schirm ?
Und zu diesem Fall.
1.) Selbstverantwortung. Das der Junge Mann betrunken war darf auf keinen Fall strafmindernd wirken
2.) Wenn der Staat sein Gewaltmonopol nicht durchsetzt nimmt er billigend unrecht in Kauf. Er schützt seine Bewohner nicht und verletzt damit seine Pflichten eklatant. Es ist nicht das erste mal das solch eine schreckliche Tat begangen wurde jedes mal nach einer solchen Tat melden sie die Politiker loben den Einsatz und wollen postum Ehren. Sicher um von Ihrer Mitschuld abzulenken.
3.) Das Strafgesetzbuch sollte Delikte gegen die Körperlicher Unversehrtheit wesentlich stärker bestrafen.
4.) Wenn es tatsächlich ein Problem mit männlichen Jugendlichen aus dem Balkan/Nordafrika/Türkei gibt dann muss das auch beim Namen genannt werden.
5.) Wer dies nicht tut macht sich meiner Meinung nach an weiteren Verbrechen Mitschuldig.
6.) Niemand hat etwas davon Probleme zu leugnen.
7.) sich an die Gesellschaft in der man lebt anzupassen ist Aufgabe jedes Einzelnen, jeder der dies relativiert, und die Schuld versucht auf die Gesellschaft abzuwälzen erweist dem Anliegen einen Bärendienst.

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