Forum: Panorama
Tod von Tugce Albayrak: Schläger Sanel M. war betrunken
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Als er Tugce Albayrak niederschlug, war Sanel M. schwer alkoholisiert - noch Stunden später hatte er 1,4 Promille Alkohol im Blut. Der SPIEGEL rekonstruiert die Biografie eines jungen Mannes, bei dem die Integration verheerend scheiterte.

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elmodiscipio 07.12.2014, 14:08
50.

Anstatt lange uber seine Vergangenheit etc. zu diskutieren und zu philosofieren, sollte man sich lieber dafür einsetzen ihn so schnell wie möglich mit aller Haerte zu verurteilen, ins Gefängniss stecken und den Schlüssel wegschmeissen. Ganz einfach.

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wollerm 07.12.2014, 14:10
51.

Zitat von Realityisverydifferent
Die meisten Integrationsprobleme hierzulande haben mit dem abartigen dreigliedrigen Schulsystem zu tun, welches in anderen Ländern nicht gibt. Also in so einer englischsprachigen High School wird ein strenges regiment geführt, was mir sehr effektiv zu sein scheint. Uniform, morgendliche Versammlung in der Aula, wo alle Schulschwänzer dann namentlich geoutet und blossgestellt werden - ganztägige Beschäftigung auch in Form von Schulsport und Coaching-Angeboten in Lebenskompetenzen. Wenn man sowas hier einführen würde, wären solche Probleme schlagartig gelöst, denn bei Senal handelt es sich ja wahrlich um keinen Einzelfall.
Sowas hatten wir schon Mal, endete ziemlich beschissen.

Was Menschen kaputt gehen lässt, ist eine Gesellschaft, die sie von Geburt an als bedeutungslos erachtet. Das spüren alle Menschen, besonders Kinder und so leben sie dann auch.

Menschen zu brechen oder wi ein einem Gefängnis zu disziplinieren hat die blutige Geschichte der Menschheit stets begleitet - und u.a. deswegen war sie eine blutige Geschichte.

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chjuma 07.12.2014, 14:11
52. Sozialarbeiter, Gerichtshelfer

Und so weiter haben ja nun wieder ein gestraucheltes Häschen dem man nun ordentlich Zucker in den Arsch blasen kann. Für -zig Tausende Euro des Steuerzahlers. Und das er betrunken war ist strafmildernd. Aber im Ernst...bei seiner Biografie hilft nur eins...Höchststrafe und ohne Kommentar wegsperren. Keine Presse. Keine Lobby. Also wie tot. Und ein Bild von Tugce über sein Knastbett. Das erweckt das Mädel nicht zum Leben, richtig. Aber der nächste, der so was tun könnte, soll vielleicht von den Folgen abgeschreckt werden. Leider ist das nicht messbar. Aber die seit Jahrzehnten praktizierte Allesversteherei ist es...die Intensivtäter wissen genau was sie bringen müssen um nicht einzufahren. Damit sind die Opfer nochmals Opfer. Und der eine oder andere wird dann das Gewaltmonopol des Staates berechtigter Weise nicht mehr anerkennen. Das wäre eine fatale Entwicklung....

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nichtfritz 07.12.2014, 14:12
53. Da gebe

Zitat von bundesheiner
.....der Staat trägt wirklich eine gehörige Portion an Mitschuld, nämlich in der Form, dass er solchen "Menschen" nicht schon viel früher harte Grenzen ihres Handelns aufgezeigt hat. Mitleid oder Rücksicht für seine Situation, Fehlanzeige. Höchststrafe. Er hat nicht nur ein Leben genommen, das Leben der Familie ist seit der Tat ein anderes.
ich Ihnen - bedingt - recht, ich bin durchaus dafür, dass die Justiz das rechtliche Strafmaß, das ihr der Gesetzgeber zur Verfügung gestellt hat, auch tatsächlch ausschöpft. Und natürlich, dass Strafprozesse, insbesondere bei jugendlichen Straftätern, nicht Monate oder gar Jahre nach der Straftat stattfinden sondern vielmehr "zeitnah", damit der betreffende Jugendliche auch in der Lage ist, eine Lehre aus seinem Handeln und den sich daraus ergebenden Sanktionen zu ziehen.

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Sterwin 07.12.2014, 14:15
54.

Zitat von fabse69
Diese Aussage ist, sooft man sie auch in ähnlichen Zusammenhängen liest, grob falsch und grenzt an Rassismus. Zusammen mit dem folgenden Text impliziert sie dass Schulversagen, kriminelle Energie und Gewalttätigkeit den Deutschen fremd sind.
Hallo Fabse,

ich lade Sie gerne mal ein, um mal in einem sozialen Brennpunkt zu arbeiten. Damit Erfahrungen zu sammeln. Es ist einfach nur frustierend. Hier -und ich betone: Hier bei uns kann jeder alle Möglichkeiten in Anspruch nehmen. Gehen Sie anschließend nach Schweden und Dänemark und Norwegen, die ja mit am meisten für die Integration / Inklusion weltweit tun! IN manche Gegenden in Kopenhagen (Bröndby) können sie gar nicht mehr reingehen, als Otto Normalverbraucher, das ist z.T. lebensgefährlich!
Es ist einfach so, soziologisch gesehen, dass viele Migranten, die Notwendigkeit einer Bildung nicht einsehen wollen! In deren Heimatländer braucht man nicht unbedingt eine gute Schulbildung und Ausbildung um über die Runden zu kommen... Die famillären Strukturen sind vor allem in islamischen Strukturen so fest gefahren, dass man kaum etwas ausrichten kann. In meinem Heimatort wechseln in Einrichtungen der Jugendhilfe derart häufig die Stellen, es ist zum Heulen...
Ich rede aus Erfahrung, hier gibt es doch alles oder fast alles: Besondere Förderprogramme für Migranten! Und wissen sie wie ernst die das nehmen? Überhaupt nicht. Bildung ist unschickt. Was hat man sich bemüht, Programme an die Heimatkulturen anzupassen. Aber es gibt schon ein Problem, wenn eine Frau sozialarbeiterisch tätig ist. Die Schimpfworte reichen von Schlampe, deutsche H..... Andere will ich gar nicht nennen. Und das sind keine Einzelfälle.
Diese Menschen kommen hierher um hier zu leben: ICh bin für Hilfe für Flüchtlinge, ich bin tolerant! Aber ich erwarte ganz klar und das in aller Deutlichkeit auch Respekt und Toleranz anderer unserer Kultur gegenüber. Liebe Fabse, gehen Sie mal eine Moschee. Fragen sie den dortigen Imman mal nach Frauenrechten. Ich als liberaler und tolernater Mensch sage: Es kann nicht sein, dass Salafisten hier Waffen sammeln. Und: Wem es hier nicht gefällt mit unseren Werten und Normen und Kinder- und Frauenrechten, der soll gehen, der soll in sein freies Heimatland gehen! Und ich habe die Schnauze voll, dass die GesellschAFT

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#Nachgedacht 07.12.2014, 14:15
55. Er war auch in diesem Jahr mehrfach auffällig!

Man sah aber offensichtlich keinen Anlaß zum Handeln.
Warum schreibt man nur allgemein wurde bestraft?
Hier wird auf Nichtintegration gezielt, dabei zeigt es ganz deutlich wieder einmal das Versagen der Gesellschaft!
Was hat diesen Menschen von einem zunächst erfolgreichem Weg abgebracht und warum wurde er immer wieder straffällig? Leider gibt es keine Aussagen zu den Strafen aber ganz offensichtlich haben diese an der Grundhaltung nichts geändert.
#Nachgedacht

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mosquitojg 07.12.2014, 14:15
56. Wenn er erst hinterher gesoffen hat?

Er wurde nicht sofort fest genommen, sondern erst Stunden später. Genug Zeit, um sich schnell noch die Unschuld zusammen zu saufen. Im Übrigen fuhr er einen PKW vom Tatort weg. Was ich immer nicht verstehe: Hätte er jemanden tot gefahren, dann wäre der Alkohol strafverschärfend. Schlägt man dagegen als Fussgänger jemanden tot, dann gilt der Alkohol strafmildernd. Irgendwo kann das nicht sein - aber das ist unser "Rechtsstaat"!

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DracheNimmersatt 07.12.2014, 14:16
57.

Jeder Schlag gegen den Kopf sollte als versuchter Totschlag gewertet werden, da man immerhin um die Bedeutung des Gehirns und des Schädels seit Kindheit weiß.

Eine Minderung der Schuldfähigkeit durch Alkohol dürfte sich bei versuchtem Totschlag weniger gefällig auswirken als bei gefährlicher Körperverletzung.

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foolbar 07.12.2014, 14:18
58.

Ah, er war also betrunken. Ist natürlich noch ein Grund, damit er mildernde Umstände bekommt.

Schon komisch. Ich war in meinem Leben auch schon unzählige Male betrunken mit über 1,00 Promille. Bin dadurch aber nie aggressiv geworden. Andere dagegen aber regelmäßig. Nun bin ich aber auch nüchtern von jeher ein friedlicher Mensch, der Gewalt verabscheut. Die Leute die dann aggressiv geworden sind mit Alkohol im Blut waren meiner Beobachtung auch nüchtern eher die Leute, welche auch im täglichen Leben eher den Hang zur Konfrontation haben. Könnte es also nicht ganz einfach so sein, dass der Alkohol, welcher ja enthemmend wirkt, den Menschen die Kontrolle über die erlernten Normen für ein gesellschaftliches Miteinander verlieren lässt und ihren wahren Charakter offenbart?

Wie dem auch sei. Auch unabhängig von der obigen These bin ich schon lange dafür, dass der Staat endlich sagt: Liebe Bürger, ihr könnt Euch so viel Rauschmittel einschmeissen, wie ihr möchtet. ABER. Solltet ihr unter Alkohol (oder sonstigen Drogen) straffällig werden, werdet ihr vor Gericht genauso verurteilt, wie ihr es wäret, wenn ihr die Straftat nüchtern gemacht hättet.

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nichtfritz 07.12.2014, 14:18
59. Glaube ich nicht,

Zitat von imotion87
War Alkohol der mitauslöser einer Gewalttat. Ich persönlich als kompletter Antialkoholiker warte auf den Tag an dem die Flasche Bier 5€ kostet. Resultat wären weniger Verkehrstote, weniger Gewalt, weniger Pöbelei... Und von denen die es trotzdem nicht lassen wollen kassiert der Staat gut. Win/Win. Meine Meinung.
dann turnen die sich anders an. Und 98% trinken einfach ab und zu ein Bierchen/Weinchen, haben ihren Spaß damit und sind völlig problemlos dabei - wollen Sie denen ihr Feierabendbierchen verbieten, weil eine Handvoll Widerlinge (auch) nicht mit dem Alk umgehen kann?
Außerdem: Denken Sie an die Prohibition in den 30ern in den USA. Gab eine Riesen-Beschaffungs"industrie", massenweise Verbrechen im Zusammenhang damit, Al Capone (und der Kennedy-Clan) sind dadurch reich geworden, ... - gesoffen wurde trotzdem.
Verbot ist keine Lösung, glaube ich. Was verboten wird, ist erst recht interessant.

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