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Tod vor laufender Kamera: Familie des erschossenen Philando Castile erhält Entschädig
AP

Sein Tod sorgte weltweit für Entsetzen: Vor einem Jahr wurde der Afro-Amerikaner Philando Castile von Polizisten erschossen, seine Freundin streamte alles auf Facebook. Nun erhält die Familie eine Entschädigung.

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schillerphone 26.06.2017, 21:45
1. Traurig, dass der Man erschossen wurde.

Aber warum hört er nicht auf den Polizisten? Ich kann nicht mal ansatzweise nachvollziehen warum er seine Aktivitäten nicht einstellt, wenn der Polizist ihn dazu auffordert? Das Gespräch war doch bis dahin völlig normal. Der Polizist macht keinen rassistischen Eindruck auf mich. Hätte er seine Aktivitäten eingestellt, dann würde er noch leben. Natürlich hätte der Polizist auch besonnener reagieren können. Aber was ist, wenn der Fahrer plötzlich doch eine Waffe gezogen hätte?

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May 26.06.2017, 21:52
2.

Der Polizist hatte ihn mehrfach gewarnt, sogar versucht ihn physisch zurückzuhalten und daran zu hindern seine Waffe zu ziehen. All das ist klar auf dem Video zu sehen und daher wurde der Polizist auch in allen Belangen freigesprochen, von einer bunten Jury, schwarz wie weiß, Mann wie Frau. Hier ein Rassismusproblem zu konstruieren ist schon sehr perfide und sorgt nur für eine weitere Eskalation der Gewalt.

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W/Mutbürger 26.06.2017, 22:25
3. Mir tut

das Kind leid. Live die Tötung seines Vaters mitzubekommen dürfte mehr als traumatisch enden. Und das durch einen Polizisten, der ja "Freund und Helfer" sein soll.

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Das Pferd 26.06.2017, 22:41
4.

Zitat von spon_2545532
Ja watt denn nu? Der Mann erzählt dem Polizisten, dass er eine Waffe dabei hat, der Polizist sagt ihm, dass er nicht versuchen soll, die Waffe zu ziehen, was macht der Depp? Er fummelt an sich rum, und will angeblich die Papiere zeigen. Soll der Polizist jetzt warten, bis der unter Umständen seine Waffe zieht und ihn umnietet, obwohl er ihn vorgewarnt hat? Wenn in Amerika ein Polizist sagt, mach das und das nicht, dann ist es eben besser, man richtet sich danach. Sollte eigentlich Allgemeinwissen sein.
mag sein. Aber auf "Depp sein" steht nicht die Todesstrafe.

Mit tun alle leid. Der Polizist, das Opfer, das Kind, die Frau........

Wenn ich es richtig verstehe, hat hier einer eine falsche Handbewegung gemacht (unter tausenden Verkehrskontrollen macht eben mal jemand eine falsche Handbewegung), und der Polizist hat reagiert. Nicht strafbar, aber vielleicht hätte er die Sache auch deeskalieren können. Aber das ist egal, wenn Polizisten in 99% die Situation im Griff haben, gibt es immer noch solche furchtbaren Unglücke.
Schuld sind diese verdammten Waffen! Natürlich ist auch in Deutschland ein Polizist angespannter, wenn jemand ihm sagt, daß er eine Waffe mit sich führt. Das dürfte aber um Größenordnungen seltener vorkommen. Damit geht eben auch um Größenordnungen seltener so etwas so dramatisch schief.

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NewYork76 26.06.2017, 22:42
5. Unsinn

Zitat von May
Der Polizist hatte ihn mehrfach gewarnt, sogar versucht ihn physisch zurückzuhalten und daran zu hindern seine Waffe zu ziehen. All das ist klar auf dem Video zu sehen und daher wurde der Polizist auch in allen Belangen freigesprochen, von einer bunten Jury, schwarz wie weiß, Mann wie Frau. Hier ein Rassismusproblem zu konstruieren ist schon sehr perfide und sorgt nur für eine weitere Eskalation der Gewalt.
Was Sie hier schreiben ist Unsinn. Haben Sie das Dashcam-Video gesehen?

Das was ich auf diesem Video sehe und hoere ist eine Familie, die sich bei einer Polizeikontrolle an absolut alle Regeln haelt und (unfassbar genug) selbst nach den Schuessen den Polizisten noch respektvoll mit "Sir" anspricht. Und dann ist da ein Polizist, der das Wort "Gun" hoert und daraufhin vollkommen die Nerven verliert und vor den Augen der 4-jaehrigen Tochter mit 4!!! Schuessen toetet.

Ich verstehe, dass manche hier argumentieren: "Einfach den Anweisungen folgen, dann passiert auch nichts."
Nur leider funktioniert das fuer Schwarze hier nur manchmal. Muss erst ein Polizist einen unbewaffneten Schwarzen in den Ruecken schiessen, um verurteilt zu werden? Ach...Moment. Das hatten wir ja auch schon.

Das Problem ist eine Kombination aus schlechtem Polizei-Training, Rassismus und laschen Waffengesetzen. Es gibt keine einfache Loesung fuer diese Probleme. Also bitte versuchen Sie nicht so zu tun als ob Rassismus keine Rolle spielt und kein Problem existiert solange man nur die Answeisungen der Polizisten befolgt.

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kim1701 26.06.2017, 23:05
6. ?!?!?

Soweit ich das bei vielen englischsprachigen Medien erfahren habe, hatte der Mann dem Polizisten gesagt, dass die Wafe sich im Handschuhfach befindet und NICHT in seinen Taschen. Er ist mit dem kramen in seiner Jacke also genau dem nachgegangen, was er vom Polizisten aufgefordert wurde zu tun, da sich die Waffe an einer anderen Stelle befand.
Dieser Mann hat in dieser Situation alles richtig gemacht und er hatte doch keine Chance- er hat den Polizisten, darüber informiert dass sich eine Waffe im Auto befindet und wo sie liegt. Doch auch wenn er, wie von vielen Nutzern hier betont, einfach aufgehört hätte zu suchen, hätte ihm dass wohl nichs gebracht- dann hätte er ja erst recht eine Waffe ziehen können.
Wenn man es also durchdenkt, hätte er sich wohl besser entgegen dem Gesetz verhalten und hätte sein Waffe nicht erwähnt, wobei man anzweifeln kann, ob der zuständige Polizist nicht doch eingegriffen hätte.

All diese Kommentare in die Richtung "hätte er halt aufhören sollen zu kramen" sind also vollkommen fehl am Platz und versuchen, die wahre Bedeutung bzw die wahre Graumsamkeit dieser Tat hinunterzuspielen. Hier wurde ein Familienvater vor seiner Frau und seinem Kind erschossen- und nun frage ich: Glaubt hier irgendwer, dass einem weißen Menschen das gleiche hätte passieren können?

Doch was zu guter Letzt am meisten Entsetzen stiften sollte, ist der Fakt, dass die Jury, die aus den Bürgern Amerikas besteht, den Polizisten in allen Anklagepunkten frei gesprochen hat. Dies zeigt, dass diese Menschen tatsächlich nachvollziehen können, warum man sich in dieser Situation, wenn ein schwarzer Mann vor einem sich komplett gesetzeskonform verhält, diesen Menschen vor seiner Familie umbringt- sie legitimieren also diesen Alltagsrassissmus, der jeden dunkelhäutigen Menschen in den USA unter Generalverdacht stellt. Es ist also schon fast normal, sich so wie der Polizist zu verhalten. Dies zeugt von einem gestörten Bild der Gesellschaft und von unglaublich gefährlichen Vorurteilen, die in den USA offenbar bis heute akzeptiert sind. Und diese können offenbar soweit gehen, dass sie eindeutige Verbrechen entkräften können. Solche Situationen entbinden einen Polizisten also praktisch von der Last, sich nach seiner Ausbildung zu verhalten und ruhig und besonnen zu bleiben.

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Bueckstueck 26.06.2017, 23:12
7.

Zitat von spon_2545532
Ja watt denn nu? Der Mann erzählt dem Polizisten, dass er eine Waffe dabei hat, der Polizist sagt ihm, dass er nicht versuchen soll, die Waffe zu ziehen, was macht der Depp? Er fummelt an sich rum, und will angeblich die Papiere zeigen. Soll der Polizist jetzt warten, bis der unter Umständen seine Waffe zieht und ihn umnietet, obwohl er ihn vorgewarnt hat? Wenn in Amerika ein Polizist sagt, mach das und das nicht, dann ist es eben besser, man richtet sich danach. Sollte eigentlich Allgemeinwissen sein.
Sorry, aber für mich klingst eher du wie der Depp hier.

Der Polizist verlangte die Papiere, die wollte er ihm geben, der Polizist geriet aber in Panik weil er dachte, er würde nach der Waffe greifen (die der Polizist ja gar nicht gesehen hat, weil er nicht danach gegriffen hat) und knallt ihn einfach ab.

Hätte der Erschossene gar nicht erst erwähnt das er eine Waffe im Wagen hat, würde er wohl noch leben...

Deshalb ist die Straffeiheit auch so ein Skandal, denn die Entlassung des Polizisten zeigt doch klar, dass die Behörde sein krasses Fehlverhalten anerkennt.

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NichSoDoll 26.06.2017, 23:13
8.

Naja, einerseits nicht irgendwohin greifen und gleichzeitig die angeforderten Papiere zeigen geht nicht gut zusammen. Das wusste auch das Opfer, deshalb hat er die Waffe wohl auch erwähnt. Hätte ich wohl auch gemacht. Erstmal erwähnen, dass es eine Waffe gibt um die Situation klarzustellen und dann Anweisungen basierend auf der Information erwarten. Wenn ich dann die anweisung erhalte mich auszuweisen, greife ich natürlich in die Tasche...

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Bueckstueck 26.06.2017, 23:15
9.

Zitat von May
Der Polizist hatte ihn mehrfach gewarnt, sogar versucht ihn physisch zurückzuhalten und daran zu hindern seine Waffe zu ziehen. All das ist klar auf dem Video zu sehen und daher wurde der Polizist auch in allen Belangen freigesprochen, von einer bunten Jury, schwarz wie weiß, Mann wie Frau. Hier ein Rassismusproblem zu konstruieren ist schon sehr perfide und sorgt nur für eine weitere Eskalation der Gewalt.
Märchenstunde.

Der Mann hat nie nicht der Waffe gegriffen, sondern nach den Papieren die der Polizist verlangt hat. Der Polizist hat auch nicht versucht ihn physisch daran zu hindern sondern flippte völlig aus und jagte ihm mehrere Kugeln in den Körper - die kleine Tocher wurde übrigens nur knapp von einer verfehlt.

DAS ist auf dem Video zu sehen zu hören. Aber manche sehen das was sie sehen wollen und sind der englischen Sprache wohl auch nicht so ganz mächtig...

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