Forum: Panorama
Todesschacht von Totalán: Ist Julen ein Opfer der "Mondscheinlöcher"?
DPA/ Bomberos De Malaga/ Europa Press

Starb der kleine Julen, weil Spanien verdorrt? Bauern helfen sich mit illegalen Brunnen-Bohrungen gegen die Dürre. Die geschätzte Zahl solcher tückischen, potenziell tödlichen Löcher: über eine Million.

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Björn L 26.01.2019, 14:48
1. Unendlich traurig, das Schicksal des Kleinen

Spanien sollte seine Bürger zur Meldung solcher Löcher ermutigen und den Grundbesitzer für die Verfüllung mit Beton bezahlen lassen. Dieser hatte schließlich das Geld für die Bohrung. Einfach nur ein Stein oder Gitter drauf zu legen halte ich für unangemessen. Bei der Masse an Löchern ist es eine Frage der Zweit, wann erneut eine Familie sinnlos leiden muß. Ich bin unendlich traurig und geschockt.

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curiosus_ 26.01.2019, 14:58
2. Die Lage des Loches erscheint mir...

...ziemlich blödsinnig. Wer bohrt schon weit oben am Berghang einen Brunnenschacht statt ein paar hundert Meter bergab im Tal? Gut, früher hat man das gemacht um Burgen mit Wasser zu versorgen. Aber heutzutage gibt es Pumpen, da ist es deutlich sinnvoller das Wasser hochzupumpen.

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Knacker54 26.01.2019, 15:09
3. Verantwortungsloser Pfusch

Wenn ich daran denke, dass hierzulande Krötentunnel gebaut werden (finde ich total okay!) und in Spanien über ne Millionen zig Meter tiefe Löcher mehr oder weniger ungesichert in der Landschaft auf ihre Opfer lauern, wage ich mir gar nicht vorszustellen, was da noch so im Laufe der Zeit alles reinfällt, ohne dass es von irgendjemandem vermisst wird. Das ist u.U. ein Riesenmassaker an der Tierwelt.
Dass das Ganze erst durch den unbeschreiblich jämmerlichen Tod eines Kleinkindes ins Bewusstsein der Menschen gerückt ist, ist unendlich traurig.

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jj2005 26.01.2019, 15:21
4. 40.000 oder 85.000 Tonnen?

Die Nachricht ist sicherlich sehr traurig, trotzdem sollte man mal kurz checken, ob da 40.000 Tonnen (vor ein paar Stunden), 85.000 Tonnen (jetzt gerade) oder vielleicht doch "nur" 40 bzw 85 Tonnen bewegt wurden.

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kuschl 26.01.2019, 15:23
5. Der kleine Julen starb

Der kleine zweijährige Julen starb, weil seine Eltern nicht aufgepasst haben. DAS ist die grausame Realität. Wenn ich in unbekanntem Gelände einen Zweijährigen herumlaufen lasse, der noch keinerlei Gefahrenbewusstsein hat, muss ich mit dem Schlimmsten rechnen. Unsere Kinder wurden immer, bis auf den sicheren, umzäunten Garten, nahe begleitet, bis sie schwimmen konnten und verkehrsmässig sicher waren. Bei aller Tragik trifft die Eltern ein gerüttelt Maß an Mitschuld.

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Werner Koben 26.01.2019, 15:28
6. nur die halbe Wahrheit

Das Schicksal des kleinen Jungen ist traurig. Ihn allerdings wie im Artikel als "ein mittelbares Opfer des Klimawandels" zu bezeichnen, ist etwas simpel. Der Grundwasserspiegel sinkt in Südspanien seit langem durch den exzessiven Wasserverbrauch einer Landwirtschaft, die ganz Europa rund ums Jahr mit frischem Obst und Gemüse versorgt und dafür hemmungslosen Raubbau an der Natur betreibt. Dafür pauschal "den Klimawandel" verantwortlich zu machen, verschweigt die konkreten Ursachen vor Ort und den Zusammenhang mit den frischen Tomaten, die wir im Winter so gerne im Supermarkt kaufen.

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sikasuu 26.01.2019, 15:29
7. Alfonso Rodríguez Gómez de Celis, ein Vertreter der andalusischen ...

.... Regionalregierung, "Jeden, der selbst einen illegalen Brunnenschacht beauftragt hat, möchte ich dazu auffordern, diesen wieder zu schließen. ...!"
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Ganz unabhängig von dem Unfall, DAS sagt ein Regierungsvertreter zu, wie im Artikel angedeutet millionenfach gefährlichen, ungesetzlichen & kriminellen Handeln?
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Nun ja. ... in DE ist es Tempo & NOx/Feinstaub usw.. Da werden die Verursacher& Hersteller auch nur "gebeten" das zu lassen :-(
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Manchmal muss man/Frau sich wirklich fragen, warum/weshalb die Grundlagen des "Gesellschaftsvertrages" von allen Beteiligten so "missverstanden" werden (Höfliche Version für Spon)

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dunnhaupt 26.01.2019, 15:37
8. Problematischer Grundwasserspiegel in Spanien

Offensichtlich ist die iberische Halbinsel total ausgetrocknet. In manchen niederdeutschen Orten brauchte man früher bloß ein Rohr in den Boden zu stecken, und schon hatte man einen artesischen Brunnen. Statt Zäunen hatten die Leute Wassergräben. Aber ich glaube nicht, dass man Spaniens Trockenheit dem Klimawandel zuschreiben kann. Vielmehr liegt es wohl eher an der Qualität des Bodens, der starke Regengüsse einfach absickern lässt.

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gerhard_walter_kell 26.01.2019, 15:40
9. Übliche Praxis

ist es, ohne Lizenz nach Wasser zu bohren. Alle meine Nachbarn haben solche "pozos", ob angemeldet oder nicht. Dabei schreibt das Wasserrecht zwingend eine Genehmigung vor, die auch meist ohne Weiteres erteilt wird. Nur muss man wissen, dass der Ort Totalán auf ca. 300 m Höhe über N.N. liegt und entsprechend tief gebohrt werden muss. In meinem Ort (ich liege auf ca. 200 m Höhe, reichen 60 - 70 m aus und das Gelände ist weniger felsig.

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