Forum: Panorama
Todesstrafe per Giftspritze: Die umstrittene Hinrichtung der Michelle Byrom
AP/ Mississippi Department of Corrections

Sie ist die erste Frau seit 70 Jahren, die im US-Bundesstaat Mississippi hingerichtet werden soll. Die 57-jährige Michelle Byrom soll den Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben haben. Doch vieles spricht für ihre Unschuld: Ihr Sohn hatte die Tat gestanden.

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Holbirn 26.03.2014, 20:52
1. Ich finde, wenn eine Jury auf

Das US-Rechtssystem ist nach dem US-Gesundheitssystem das beste der Welt. Bewährte Experten agieren hier, und das Geschworenensystem garantiert Entscheidungen ohne Vorwissen und Vorurteile. Ich finde die ewige Kritik an einzelnen möglicherweise zweifelhaften Urteilen aus dem Ausland ärgerlich.

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ddhecht 26.03.2014, 20:53
2. Menschenrechte???

Die USA bleiben in meinen Augen, auch wegen solchem Dreck, eine der erbärmlichsten Nationen unter dieser Sonne!

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laurenz-von-arabien 26.03.2014, 20:54
3. Was will man von einem Gericht in einem

Land erwarten, wo nur hohe Militärs wissen, daß Europa hinter einem Ozean liegt.

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Europa! 26.03.2014, 21:05
4. Mörder

Zitat von sysop
Sie ist die erste Frau seit 70 Jahren, die im US-Bundesstaat Mississippi hingerichtet werden soll. Die 57-jährige Michelle Byrom soll den Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben haben. Doch vieles spricht für ihre Unschuld: Ihr Sohn hatte die Tat gestanden.
Ausgerechnet die USA mit ihrer Todesstrafen-Justiz wollen die Welt von universellen "Menschenrechten" überzeugen? Lächerlich.

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kazinkua 26.03.2014, 21:13
5. Ansichtssache

"Das US-Rechtssystem ist nach dem US-Gesundheitssystem das beste der Welt. Bewährte Experten agieren hier, und das Geschworenensystem garantiert Entscheidungen ohne Vorwissen und Vorurteile. Ich finde die ewige Kritik an einzelnen möglicherweise zweifelhaften Urteilen aus dem Ausland ärgerlich."

Ich habe eine Zeit lang in den USA gelebt, war dort eigentlich auch sehr zufrieden, aber gerade das Justitz- und das Gesundheitssystem sind in meinen Augen eine Katastrophe. Unfassbar selektiv und voreingenommen. Alleine aus diesen beiden Gründen, bin ich froh wieder in Europa Leben zu können. Natürlich ist hier auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, allerdings sind wird gerade in diesen beiden Sektoren so viel gerechter aufgestellt.

Was die Medien angeht möchte ich an den Fall Amanda Knox erinnern. Da haben die amerikanischen Medien auch berichtet, wenn auch nicht immer positiv. Aber letztendlich ist das in einer Welt in der die Pressefreiheit noch was zählen sollte auch gut so.

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thch 26.03.2014, 21:15
6. @holbirn

Da muss ich holbirn einmal energisch widersprechen. Was soll denn an einem Gesunheitssystem gut sein, das einem erheblichen Teil der Bevölkerung gar nicht zugänglich ist? Und was an einem auf alttestamentarische Rache getrimmten Rechtssystem, das es einfach inkauf nimmt, dass eine nicht unerhebliche Zahl von "Justizirrtümern" dazu führen kann, dass nachweislich (z.B. durch später durchgeführte Gentests) Unschuldige hingerichtet werden oder beinahe hingerichtet worden wären, wenn sie nicht ziemliches Glück gehabt hätten? Da stehen die USA moralisch auf einer Ebene mit China, dem Iran und anderen.

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Marellon 26.03.2014, 21:16
7. Charakterlich und intellektuell kaputt

Gerne würde ich etwas Anderes sagen. Aber was kann man anderes sagen als dies: Diese Nation ist charakterlich und intellektuell verrottet, abgesoffen in Hass, Rachsucht, Dumpfheit, Ignoranz, Heuchelei und Gewalttätigkeit. Schade drum.

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denkdochmal 26.03.2014, 21:23
8. Ein Staat...

Zitat von sysop
Sie ist die erste Frau seit 70 Jahren, die im US-Bundesstaat Mississippi hingerichtet werden soll. Die 57-jährige Michelle Byrom soll den Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben haben. Doch vieles spricht für ihre Unschuld: Ihr Sohn hatte die Tat gestanden.
der die "Todesstrafe", den staatlichen Mord praktiziert, gehört nicht zu den zivilisierten Staaten.
Zusätzlich dazu erlaubt man sich in den Staaten eine katastrophale juristische Unkultur die neben skrupelloser Karrieregeilheit, völliger Unfähigkeit und schändlichem Schachern um Schuld oder Unschuld, Leben oder Tod, dieses System geradezu fördert.
Widerlich.
Gelegentlich geschehen noch Wunder und einige, wenige Menschen kommen frei. Frau Byrom wünsche ich, daß sie das erfahren darf. Leider mit sehr geringen Chancen.

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charlybird 26.03.2014, 21:24
9. Das ist u.a. das,

was Mr. Obama dem Rest der Welt als Rechtsstaat verkauft. Da wundert man sich dann schon, auf welchem Planeten die Herrschaften dort Jura studiert haben. Aber Gott sei Dank hat man heute eine junge Dame von 74 aus der Haft entlassen, weil man sie vor 32 Jahren versehentlich zu lebenslang verdonnert hat. Es gibt also doch noch Gerechtigkeit. :-) Ich möchte aber nicht wissen, wie viele Versehen dort drüben mangels Masse noch in irgendwelchen Zellen schmoren, bis ein paar Studenten im Rahmen ihrer Praktika mal an der Oberfläche kratzen, da sich der Staat ja ums Recht kümmern muss. Ich weiß schon, warum ich da drüben meine Zelte schon vor langer Zeit abgebrochen habe.

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