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Todesstrafe: Utah führt wieder Erschießungskommandos ein
AP

"Ein kleines bisschen grausam" sei es ja schon, sagt Gouverneur Gary Herbert. Doch weil Utah die Medikamente für Giftspritzen ausgehen, führt der US-Bundesstaat nun die Hinrichtung durch Erschießen wieder ein.

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mamuschkaone 24.03.2015, 01:59
1.

Absolut grausam und barbarisch.
Überhaupt ist die Todesstrafe ein Armutszeugnis für einen demokratischen rechtsstaat, aber wenn schon töten, dann doch bitte weniger grausam.
Wie wär es zum Beispiel mit eine Überdosis heroin?

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unddawardanoch... 24.03.2015, 02:02
2. Ein Bolzenschuss ins Hirn...

scheint da ja noch "humaner" zu sein. Blutruenstige Rachsucht und Hybris sind allerdings fuer eine angeblich Christliche Gesellschaft keine Zierde.

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PowlPoods 24.03.2015, 02:06
3. Die

Amerikaner habens einfach drauf. Da sind die Wummen frisch geputzt, dann müssen sie die Dinger halt auch krachen lassen. Man kann nur hoffen, das ihnen nicht auch noch die Munition ausgeht. Sonst führen sie die Steinung wieder ein. Wie ihre Brüder im Geiste in Saudi Arabien. Die USA sind halt einfach ein wiederliches Land. Kein Wunder, das Merkel die Amerikaner so mag.

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Manitou-01@gmx.de 24.03.2015, 02:13
4.

Als Gegner der Todesstrafe finde ich es richtig, von "klinisch suaberen" Vergiften zu einer blutigen und auch für den Vollstrecker und seine Gehilfen grausamen Form zurückzukehren. Dies könnte das Nachdenken, ob in einem zivilisierten Staat im Namen des Gesetzes getötet wird, intensivieren.
Als weiteren Punkt würde ich mir wünschen, daß alle 1-2 Jahre in einem namentlichen Volksentscheid über die Beibehaltung oder Abschaffung der Todesstrafe abgestimmt wird. Jeder, der sich für die Beibehaltung ausspricht, sollte dann unter dem gleichen Grundsatz wie bei der Bestellung von Geschworenen zum Dienst im Erschießungskommando verpflichtet werden können.
Damit müßte jeder, der die Todesstrafe befürwortet, dies mit der Konsequenz verbinden, diese auch selbst vollstrecken zu müssen. Wer aber die Todesstrafe ablehnt, muß diese auch nicht vollstrecken.

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rotertraktor 24.03.2015, 02:14
5. Nachschub gesichert

Der nächste Schritt wäre dann wohl die Steinigung, aber bei Knarren und Munition braucht sich in den USA sicher niemand Sorgen um den Nachschub zu machen.

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des_pudels_kern 24.03.2015, 02:23
6. Nur Erschießung rückständig?

"Gegner der Entscheidung kritisierten, die Wiedereinführung der Erschießungskommandos würde den Bundesstaat rückständig erscheinen lassen."
Allein die Tatsache, dass es dort überhaupt noch die Todesstrafe gibt, lässt Utah rückständig erscheinen...

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ratxi 24.03.2015, 02:38
7. Da ist dann sichtbare Gewalt angewendet

Wenn ein Staat schon meint, hinrichten zu müssen, dann ist Erschiessen deutlich besser, als die Giftspritze.
Da ist dann sichtbare Gewalt angewendet gegen die Gewalt, die der Verurteilte vermeintlich begangen hat,
und nicht diese perfide, unsichtbare Tötung durch Chemikalien, die dann auch noch als "human" bezeichnet wird.

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tailspin 24.03.2015, 02:49
8. Die Bretterwand hat schon drei Einschuesse

Wenn man sich vorstellt, was das Government den hauseigenen Amerikanern antut, dann kann es einem schon gruseln, wenn man sich vorstellt, was diese Regierung anderen antun kann.

Erschiessungskommandos sind eigentlich das letzte, das ich von den ultrareligioesen Mormonen in Utah erwartet haette. Christliche Naechstenliebe ist offenbar selektiv.

Vielleicht ist es doch kein Zufall, dass sich die NSA gerade in Salt Lake City/ UT angesiedelt hat. Wegen der Seelenverwandtschaft.

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nite_fly 24.03.2015, 03:31
9. Alles relativ...

Dieser Paul Ray soll sich doch mal testweise erschießen lassen. Dann kann er hinterher berichten, wie angenehme es im Vergleich zu einer Giftspritze war...
Kann er nicht?? Ach was!
Die Todesstrafe ist ein Relikt aus der Steinzeit! Und gerade die USA, die anderen Ländern immer ihre Moral-Vorstellungen aufzwingen will, sollte sich von so einer Rechtsprechung langsam mal distanzieren!!
Gegen das, was die USA da in der letzten Zeit hingelegt hat, ist das Steinigen in Islamischen Ländern ja teilweise schon ein humanitärer Akt!!
Was noch schlimmer ist: Es kommen gerade in den USA immer wieder Fälle hoch, in denen jemand zu Unrecht zum Tode verurteilt wurde.
Und diese Nation schwingt sich als Moralhüter der Welt auf? Mir graut davor!!

Wie kann eine USA Menschenrechte in einem Land, wie z.B. China oder Nordkorea, einklagen wollen, wenn sie selbst, mit allen juristischen Tricks, foltern, und Menschen auf die unglaublichste Art und Weise töten???
Der "american way of life" ist bei weitem nicht das Ziel, das die restliche Weltbevölkerung anstrebt!
Nicht mal der Großteil der Amerikaner tut das!
Aber deren politisches System und die sehr leicht mögliche Manipulationen durch irgendwelche Interessengruppen machen dieses Land alles andere, als zum Leithirsch der Welt-Politik!
Anstatt dass die Ihre Waffengesetze endlich mal in Ordnung bringen, werden Sensoren installiert, die anzeigen können, wann, und wo jemand erschossen wurde!
Was ein Hohn!!

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