Forum: Panorama
Tödliche Angriffe in London: Hauptstadt der Gewalt
AFP

London erlebt eine Welle tödlicher Gewalt, seit Jahresbeginn wurden mehr als 50 Menschen umgebracht. Drogenhandel, Jugendliche ohne Perspektive und ein Spardiktat bei der Polizei ergeben eine gefährliche Mischung.

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Zaunsfeld 15.04.2018, 17:51
10.

Zitat von oisndoivnpsdv
Und schon ist der 11 Mrd-Markt nur noch einen Bruchteil so groß, denn die hohen Preise entstehen ausschließlich durch das kriminelle Risiko. Clever reguliert und besteuert könnte der Staat die Einnahmen an sich nehmen, statt sie den kriminellen Kartellen zu überlassen. Beschaffungskriminalität würde auf ein Minimum reduziert, Gewalt um Märkte und Verteilung gäbe es hat nicht mehr, da in staatlicher Hand. Die staatlich kontrollierten Drogen wären rein und frei von hochgefährlichen.Streckstoffen. Nur Vorteile also. Und welchen Nachteil hätte eine Legalisierung? Eigentlich keinen.
Damit lösen Sie das Problem aber nicht.
Was machen denn die Drogenkuriere und Drogendealer usw., wenn sie in dem Geschäft nicht mehr mitmischen und da kein Geld mehr verdienen können? Glauben Sie, die fangen dann eine Handerwerkerlehre an und sind von da an ehrliche gesetzestreue Bürger?
Nein, das werden sie natürlich nicht. Denn wenn die das wollten oder könnten, täten die das ja jetzt schon.
Stattdessen werden sie ihr Geld dann eben auf andere Art und Weise verdienen ... mit Diebstählen, Raubüberfällen, Einbrüchen usw.

Das Problem sind nicht die Drogen (die sind ein anderes Problem), sondern das Problem sind die kriminellen Individuen. Die sind es, die man irgendwie loswerden muss.

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FrankZimmermann 15.04.2018, 17:59
11.

Zitat von thompopp
ich frage mich warum dieser Artikel mit dieser reißerischen Überschrift hier erscheint? Vom Inhalt steht sicherlich nicht falsches drin (hoffe ich), aber etwas mehr Statistik und Vergleiche international wäre schon wichtig um zu verstehen, ob London tatsächlich eine "Hauptstadt der Gewalt" ist. London hat 8 Mio Einwohner also ein 1/10 der Einwohner von Deutschland. In D gibt es wohl 3000 tötungsdelikte jedes Jahr, also auf 8 Mio macht das 300 pro Jahr und damit wäre London weniger von Tötungsdelikten betroffen als Deutschland!?
Wie kommen Sie auf 3000 in Deutschland. Laut https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2229/umfrage/mordopfer-in-deutschland-entwicklung-seit-1987/ sind es recht konstant unter 400 pro Jahr. Haben Sie andere Quellen?

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glasperlenspieler 15.04.2018, 18:02
12. Quittung

Die Laissez-Faire-Politik der vergangenen Jahre gegenüber der Bildung von kriminellen Gangs und dem Tolerieren von Drogen fordert ihren Tribut. Interessanterweise hat London den höchsten Ausländeranteil in Europa mit den damit einhergehenden Problemen. Die meisten Täter sind june Erwachsene ohne Bildung und ohne keine Perspektive, die rein gar nichts zu verlieren haben. Das geforderte Mehr an Sozialarbeitern wird nichts bringen. Gerade die Toleranz und die gut gemeinten Angebote an die jungen messertragenden Kriminellen dürfte Ursache für diese Fehlentwicklungen sein.

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spaceagency 15.04.2018, 18:04
13. New York - London - Rio

New York ist wesentlich sicherer geworden als es vor 20 Jahren war, darum machen solche Vergleiche wenig Sinn. Es braucht Vergleichszahlen wie Anzahl Tote pro 1 Mio Einw. in 12 Monaten. Die Agglo London hat weit mehr als 8 Mio Einwohner. Eine etwa gleich grosse Stadt ist Rio, dort werden 5 Menschen pro Tag umgebracht. Es stimmt aber dass im Vergleich zu Deutschland Italien und Frankreich in Grossbritannien pro Jahr etwa 30 % mehr Menschen getötet werden. So um die 1200 jährlich. Das ist aber immer noch wenig im Vergleich zu USA oder Südamerika, geschweigedenn Südafrika

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MyQ 15.04.2018, 18:13
14. @7

Tötungsdelikte beinhalten sämtliche Vorfälle mit Toten, also z.B. Raub, Unfälle z.B. mit dem Auto. Es geht um reine Morde gemäß BGB und hier liegt Deutschland bei ca. 250/p.a., seit 2016 (375) stark steigend mit +50%... Die Gründe findet man in jedem unzensierten Polizeibericht.
Im Grunde hat London also eine Mordrate die nicht weit unter der Deutschlands liegt, wobei wir auch fleißig zulegen...

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winniebaruffol 15.04.2018, 18:15
15. Ein Blick in unsere nicht zu ferne Zukunft,

was wir da in London und vielen anderen GB Städten erleben! Aber wir schließen weiter unsere Augen vor einer Realität, die uns bald unwiderruflich einholen wird. Falsch? Ach ja, ich vergaß, dass wir Deutschen ja alles besser können und über solchen Problemen stehen...... Dabei übersehen wir die geschichtliche Tatsache, dass es diese Problematik IMMER gab, wo kulturell und entwicklungsbedingt sehr unterschiedliche Menschen in großer Zahl bzw über die kritische Masse hinaus auf die sogenannte 'autochthone Bevölkerung' stößt! UND es gibt keine einzige Gesellschaft wo das je funktioniert hat, denn angebliche Beispiele lassen sich sehr sehr leicht widerlegen! Aber selbstverständlich haben wir daraus überhaupt nichts gelernt, im Gegenteil!

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tompike 15.04.2018, 18:16
16. Verarmtes London und UK

Kaufe hin und wider Auto-ErsatzTeile in UK, auch in Ldn., da kommt man in die richtigen!!, lebensnahen Ecken von London abseits vom Buckimham Palast. Ich wurde vom Verkäufer (indisches Viertel) gebeten zur Sicherheit lieber am Auto stehen zu bleiben, während der Begleiter gegen 14 Uhr Auto-Ersatzteile im Hof gesichtet hat.
Spätestens hier sollten z. B. die "Brexitgegener" begreifen, das die stetig wachsende Masse der Armen, Rentner und Noch-Tagelöhner immer größer ist als die Menge der Arbeitsplatz-Besitzenden. Daher auch der Haß die ausufernde Gewalt.

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Flari 15.04.2018, 18:21
17.

Zitat von thompopp
ich frage mich warum dieser Artikel mit dieser reißerischen Überschrift hier erscheint? Vom Inhalt steht sicherlich nicht falsches drin (hoffe ich), aber etwas mehr Statistik und Vergleiche international wäre schon wichtig um zu verstehen, ob London tatsächlich eine "Hauptstadt der Gewalt" ist. London hat 8 Mio Einwohner also ein 1/10 der Einwohner von Deutschland. In D gibt es wohl 3000 tötungsdelikte jedes Jahr, also auf 8 Mio macht das 300 pro Jahr und damit wäre London weniger von Tötungsdelikten betroffen als Deutschland!?
Laut UNODC betrug die "Mordrate" 2011 in Deutschland 0,8 pro 100.000 EW, absolut 662, in UK bei 1,0 pro 100.000 EW, abs. 653.
Für London wären damit um 20 solcher Delikte im Quartal im statistischen Mittel, aber nicht knapp 50, auch wenn man den Grossstadt"bonus" einrechnet.
Nicht umsonst wird dargestellt, dass sich die Zahl in London ggü. 2014 mehr als verdoppelt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tötung...n_nach_Ländern

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udo.sowade 15.04.2018, 18:23
18. Nicht die Menschen sind böse....

egal in welchem Teil der Welt. Böse ist das System, in denen diese Menschen geboren, aufwachsen, gebildet werden. Der gesellschaftliche Druck nach Wachstum, Reichtum, Wohlstand und Anerkennung im Umfeld prägt diese Menschen. Wer diesem Streben nicht folgen kann muss mit Ausgrenzung rechnen. Ausgegrenzte Menschen müssen sich neu orientieren.....egal ob in London, New York oder Münster.....Hier eben die philosophische Debatte: Bestimmt das Sein das Bewusstsein oder das Bewusstsein das Sein ? Gerade die Engländer kennen sich ja mit den Erfahrungen und den Auswürfen des Frühkapitalismus aus. Heute nennt man es Neoliberalismus.

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irobot 15.04.2018, 18:24
19.

Zitat von FrankZimmermann
Wie kommen Sie auf 3000 in Deutschland. Laut https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2229/umfrage/mordopfer-in-deutschland-entwicklung-seit-1987/ sind es recht konstant unter 400 pro Jahr. Haben Sie andere Quellen?
Weil Tötungsdelikt nicht automatisch Mord bedeutet. Juristen unterscheiden da sehr genau. Infos dazu finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tötungsdelikt_(Deutschland)#Registrierte_Tötungsde likte

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