Forum: Panorama
Tödlicher Polizeieinsatz: Erschossene Frau in München war psychisch krank

War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.

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Traumflug 31.12.2010, 17:57
90. .

Zitat von PeteLustig
Das [die Tochter nicht in der Wohnung ist] wusste zum Einsatzzeitpunkt niemand, sonst hätte man die Wohnung belagert und aufs SEK warten können. Deswegen sind sämtliche Ihrer Vorwürfe unzutreffend.
Man hatte auch keine Hinweise darauf, dass sich die Tochter in der Wohnung befindet oder dass sie in irgend einer Weise verletzt war. Dass Gefahr im Verzug war, war also reine Spekulation und die in diesem Fall getroffene Abwägung ist sehr wohl diskussionswürdig.

Hatte die Frau überhaupt eine Tochter?

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rafkuß 31.12.2010, 17:57
91. Das "Hirnsausen" des...

Zitat von jgb
Trotzdem muss man nicht jemand prophylaktisch erschießen, nur weil irgendein Mitarbeiter irgeneiner Psychiatrie irgendwas behauptet.
...Luis Defunes möchte man bekommen...
Nicht "irgendein" Mitarbeiter hat "irgendwas" behauptet, sondern diese Frau hat NACHWEISLICH angerufen UND mit Fremdtötung gedroht.
Lesen werden Sie doch wohl noch können...mein gott!

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_Netizen 31.12.2010, 17:59
92. …

Zitat von bolzenbrecher
Die Überreaktion liegt nicht im Schuß selber, sondern im Ziel. Warum schießen Deutschlands Polizisten eigentlich immer auf den Oberkörper
Leichteres Ziel?

Nochmal: Es geht hier nicht darum, den Gegner höflichst und moralverträglich unter Berücksichtigung seiner sozialen Umstände von seinem Tun abzuhalten, sondern mit allen verfügbaren Mitteln das eigene Leben zu schützen. In so einer Situation muß das Leben des Gegners schlichtweg zweitrangig sein.

Zitat von
ein Schuß in den Arm oder das Bein hätte hier vermutlich ausgereicht
Mit der Gefahr, daß der Schuß vorbeigeht.

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-janbo- 31.12.2010, 17:59
93. ..

Zitat von Lebesque
"Als der Beamte mit einer Axt eine Fensterscheibe einschlug und in die Wohnung eindrang, habe sich die Frau erhoben, und sich mit einem Küchenmesser in der Hand dem Polizisten genähert." Wie würden denn wir als mehr oder wenige psychisch Gesunde darauf reagieren, wenn jemand mit einer Axt in unsere Wohnung einbricht? Und ein 26-jähriger Polizist in voller Kampfmontur gegen eine verwirrte ältere Frau. Also ich hätte der ganz einfach das Messer weggenommen, obwohl ich kein Kung-Fu Kämpfer bin. Dieser Polizeiterror muss aufhören. Die müssen endlich mal mitkriegen, dass sie sich nicht in einem rechtsfreien Raum bewegen, nur weil sie diese Uniform anhaben. Das ist eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.
Film aus und Realität bitte einschalten.
Sicher hätten sie der Dame einfach so das Messer abgenommen, alles klar Sie Actionheld, die nummer nehme ich ihnen sofort ab.
Wenn ein Polizist in Einsatzkleidung ihn ihre Wohnung eindringt, dann wird man vorher versucht haben, mit ihnen zu kommunizieren. Mal ehrlich, die Frau hat ANGEKÜNDIGT ihre Tochter zu TÖTEN. Der ist also nicht aus Spaß da eingestiegen.
Das die Frau verwirrt war, macht das Messer auch nicht weniger gefährlich. Im Gegenteil die Situation is dadurch sehr schwer einzuschätzen und gefährlich. Ich hab meinen Zivildienst in der Psychiatrie geleistet, da trifft man den ein oder anderen "verwirrten" Zeitgenossen.

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LiesmalnBuch 31.12.2010, 18:02
94. Au weia

Zitat von PeteLustig
Das wusste zum Einsatzzeitpunkt niemand, sonst hätte man die Wohnung belagert und aufs SEK warten können. Deswegen sind sämtliche Ihrer Vorwürfe unzutreffend.
Davon steht nichts in dem Zeitungsartikel! Woher haben sie denn die Information, wenn ich fragen darf?
Gab es konkrete Hinweise darauf, dass sich die Tochter sich in der Wohnung (und in dem Fall ja dann auch in akuter Gefahr) befand? Oder war hier eine Mutmaßung Handlungsgrundlage?

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sushi1902 31.12.2010, 18:02
95. TV vs. Realität

Immer wieder erschreckend, was für unglaubliche Vorstellungen in den Köpfen mancher Forenschreiber herumspuken! Gegen die Bedrohung mit einem Messer ist die Schusswaffe das EINZIGE adäquate Mittel, ohne jede Alternative! Das und nichts anderes ist Usus in der Polizeiausbildung und wird auch so gelehrt.Weder Pfefferspray noch Schlagstock sind geeignet, einen Messerangriff aufzuhalten Ein Messer ist auch in der Hand einer 70jährigen eine tödliche Waffe und wer glaubt, mit Selbstverteidigung jemanden entwaffnen zu können, dem wünsche ich, dass er seinen Irrglauben hoffentlich nie in der Realität einsehen muss. Auch wer glaubt, im Hochstress einen gezielten Schuss ins Bein abgeben zu können, darf dies gerne Mal auf der Schießstätte seiner Wahl ausprobieren... wer Angst um sein Leben hat, kann froh sein, überhaupt irgend etwas zu treffen!

Leider scheinen mache hier ihre Vorstellungen offenbar einzig aus Krimis und Westernfilmen zu beziehen, das tut schon ein bischen weh!!

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jgb 31.12.2010, 18:03
96. xxx

Zitat von wortgewalt87
Wenn die Polizei hellsehen könnte, hätten Sie recht.
Und wieso gingen sie dann davon aus, dass die Tochter in der Wohnung sei ???

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derfflingert 31.12.2010, 18:03
97.

[QUOTE=Runzelrocker;6881658] Zitat von derfflinger
Sie haben keine Ahnung. Um sich gegen eine Messerattacke ohne Waffen zu wehren, sollte man schon ein Meister der Kampfkunst sein. Hier handelte es sich aber um einen jungen Polizisten, nicht um Steven Segal.
Zitat von Runzelrocker
Werden sie Polizist, dann gehören solche Situationen zu ihrem Alltag, ebenso, wenn sie als Security arbeiten. Im Normalfall haben sie eine schusssicher Weste und da kommt schwer ein Messer durch. Hat er keine Weste getragen, die würde ich bei Einsätzen fast immer tragen, dann ist ihm nicht zu helfen. Er hat sich bei dem Angriff auf seine Waffe verlassen und aus dem Grunde keine Alternativen in Erwägung gezogen. Das ist es doch.
Unterhalten Sie sich mit Polizisten, dann werden Sie schnell feststellen, dass solche Situationen in den allermeisten Gegenden Deutschlands eben nicht zum polizeilichen Alltag gehören.
Dass Sie als Securityman gearbeitet haben, habe ich schon Ihrem vorangegangenen Beitrag entnommen, wie auch Ihre makellose Statistik bei 25 Messerangriffen.
Schade nur, dass auch Sie sich dazu verführen lassen, diesen Vorgang ex post und nicht ex ante zu beurteilen.
Der Artikel gibt keine Aufklärung darüber, ob der Polizist eine Schutzweste getragen hat, oder nicht.
Er lässt allerdings unzweifelhaft den Schluss zu, dass der Polizist keine 40 Jahre Kampfsporterfahrung hatte, dass er sich zu erkennen gab, das er minder schwere Verteidigungsmittel ohne Erfolg anzuwenden versuchte, und dass er versuchte, die Frau mit einem Schuss in die Schulter zu stoppen.
Jetzt auf ihn einzuprügeln ist schlicht ungerecht, eine Sauerei ist es aber ihm bei dieser Faktenlage klammheimlich Tötungsabsichten zu unterstellen.
D

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-janbo- 31.12.2010, 18:03
98. ..

Zitat von blowup
Ein junger Polizist sieht sich durch eine 49-jährige (!) Frau mit Messer in Lebensgefahr. Das soll doch wohl ein Witz sein. Der Tod dieser Frau ist ein handfester Skandal!
Sicherlich hätten Sie die Situation perfekt gemeistert.
Obwohl Sie ja überhaupt keine Ahnung haben wie genau wirklich alles abgelaufen ist, Sie werden das schon wissen.
Ich frage mich dann nur warum Sie nicht zur Polizei gegangen sind und denen da mal gezeigt haben wie das geht. Die suchen immer gute Leute, weil die haben ja momentan scheinbar nur unfähige Deppen.

Naja anscheinend muss man heute ein Depp sein, wenn man sich für diese Gesellschaft noch einsetzt.

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darkmaan 31.12.2010, 18:06
99. Taser einsetzen

Wenn in Deutschland Taser zugelassen wären, hätte man in diesem Fall noch ein zusätzliches, nicht tödliches, Mittel gehabt um die Frau handlungsunfähig zu machen.

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