Forum: Panorama
Tödlicher Polizeieinsatz: Erschossene Frau in München war psychisch krank

War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.

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Runzelrocker 01.01.2011, 16:41
130. Messer

Zitat von a.weishaupt
Ein Messerstich kann eine wesentlich höhere Energie haben als ein Pistolenschuss und Westenarten, die auf diese ausgelegt sind, durchdringen.
Erhalte ich Faustschlag von einer 50- 70 kg Frau, die Boxen kann, passiert mir nichts. Ich blute vielleicht im Gesicht.
Ein Frau kann einen austrainierten Mann lediglich mit ihren Beinen und Ellenbogen gefährlich werden, also einer z.B. Thai/Kick Boxerin.
Nebenbei: selbst Körpertreffer von einem Profi Boxer würden wenig Wirkung zeigen. Vielleicht Lebertreffer.
Ein Messerstich, von einer Frau, in dieser Gewichtsklasse ohne Messerkampf/Stich Erfahrung müsste schon extrem viel Glück damit haben, wenn sie mit Erfolg meine Weste durchdringen will. Aber nähere Informationen fehlen.

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schroeder777 01.01.2011, 16:41
131. grrr 3

Zitat von bauern-cop
Gesetz den Fall, alles, was bisher über den Sachverhalt berichtet wurde, sei auch in der Chronologie richtig, war es weder das eine ("legitime Notwehr"), noch das andere ("Überreaktion"). Es war schlicht und ergreifend im Rahmen geltender Spezial-Gesetze zur Anwendung unmttelbaren Zwanges. Die Prüfung, ob es sich um eine allgemein-berechtigte Notwehr oder Nothilfe handelte, ist demmnach obsolet.
hab ich auch shcon dran gedacht... zumindest sollte man diese möglichkeit in betracht ziehen...

warum deutsche polizisten in den oberkörper schießen?? weil es die größte trefferfläche ist und ich so ein bewegliches ziel am sichersten treffe... das ist so standart... und das wird sich auch nicht ändern. denn der polizist will abends auch nach hause zu seinen kindern und seiner familie...
solange sich ein messerträger auf relativ kurze distanz auf einen zubewegt, gilt "deutschuss" in torso... und auch das machen alle polizeien so... überall...
einfach keine menschen mit messer angreifen...

- zu dem "nichttödlichen" taser ist ja schon alles gesagt. einfach mal die statistiken in den usa angucken...

- und was bringt ne ballistische schutzweste gegen ein messer?? so gut wie nischt... da braucht es schon einen stichschutz... und den bezahlt das land nicht... vielleicht ja in bayern... ???
und
falls die tochter in der wohnung gewesen wäre, war wohl keine zeit, erstmal stundenlang den arzt zu ermitteln... entgegen der landläufigen meinung hat die polizei nämlich keine unzähligen listen mit informationen, die sie bei bedarf abrufen kann... das verbietet der datenschutz nämlich

"Was derzeit in diesem Fall zu beobachten ist, das auch von Seiten der Staatsanwaltschaft ein Fehlverhalten generell von vornherein ausgeschlossen wird.---Das stinkt zum Himmel!" -> das nennt sich unschuldsprinzip...
was soll man sonst machen?? sämtliche polizisten, die in diese situation kommen von anfang an erstmal kriminalisieren?? mal davon abgesehen, dass ein laufendes ermittlungsverfahren gegen einen polizeibeamten ja auch beamtenrechtliche konsequenzen nach sich zieht...


es ist traurig, dass hier nach schusswaffeneinsatz ein mensch ums leben gekommen ist, aber einfach mal den ball flach halten...

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stormking 01.01.2011, 16:52
132. .

Zitat von schroeder777
"Was derzeit in diesem Fall zu beobachten ist, das auch von Seiten der Staatsanwaltschaft ein Fehlverhalten generell von vornherein ausgeschlossen wird.---Das stinkt zum Himmel!" -> das nennt sich unschuldsprinzip... was soll man sonst machen?? sämtliche polizisten, die in diese situation kommen von anfang an erstmal kriminalisieren??
Was heißt denn "kriminalisieren"? Wenn ein Bürger durch einen Polizisten getötet wurde, muß es prinzipiell eine unabhängige Untersuchung des Falles geben. Die darf auch gerne zu dem Ergebnis kommen, daß der Beamte korrekt gehandelt hat und es zum Schußwaffeneinsatz tatsächlich keine Alternative gab. Den Fall aber einfach so abzutun geht mal gar nicht. Es ist doch die Polizei, die immer über den mangelnden Respekt und das mangelnde Vertrauen in der Bevölkerung herumjammert. Daß das auch was mit dem eigenen Auftreten zu tun haben könnte, darauf kommen die Herren und Damen aber irgendwie nicht. Wenn ich die selbstherrlichen Beiträge eines "bauern-cops" hier im Forum lesen, kommt mir jedenfalls regelmäßig das Frühstück wieder hoch und dabei habe ich eigentlich überhaupt nichts gegen die Polizei.

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Runzelrocker 01.01.2011, 16:57
133. Klarheit

Zitat von semper fi
Das liegt aber an den Richtern, nicht an der Polizei.
Selbst, wenn sie eindeutig in Notwehr handeln, wird ein Verfahren gegen sie eröffnet. In diesem Verfahren wird festgestellt, ob sie tatsächlich in Notwehr gehandelt haben.
Aus dem Grunde kann ich jedem nur raten die Polizei zu rufen, und sich nicht "mit persönlichen Einsatz"
einzumischen.

Also für jeden muß ganz klar sein.

Helfen sie jemanden und verletzen sie einen Angreifer, dann
wir automatische ein "staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren" gegen sie eingeleitet. Sie dürfen sich dann einen Anwalt nehmen und müssen eventuell viel Zeit investieren. Wenn sie Pech haben landen sie noch vor Gericht.

Schlußfolgerung: Helfen sie keinen, rufen sie die Polizei.Schreiten sie nur ein, wenn es nicht anders geht. Aber dann auch nur, wenn es wirklich absolut nicht anders geht. Nämlich dann, wenn man ihnen ans Leder will.

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bauern-cop 01.01.2011, 17:06
134. unabhängige Untersuchung

Zitat von stormking
Was heißt denn "kriminalisieren"? Wenn ein Bürger durch einen Polizisten getötet wurde, Die darf auch gerne zu dem Ergebnis kommen, daß der Beamte korrekt gehandelt hat und es zum Schußwaffeneinsatz tatsächlich keine Alternative gab.
Es gibt u.a. nach JEDEM Schußwaffengebrauch eines Polizisten gegen Menschen zwangsläufig die von Ihnen geforderte "prinzipielle unabhängige Untersuchung" durch die Staatsanwaltschaft, die im Ergebnis dazu führt, entweder kein weiteres Ermittlungsverfahren anzustrengen, weil dafür die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vulgo: rechtmäßiges Handeln -> "Unschuld"), oder aber im Zweifel ein Ermittlungsverfahren mit dem Ziel der Anklage vor Gericht einzuleiten. Sollte Anklage erhoben werden, entscheidet der Richter / das Gericht darüber, ob der schießende Polizist rechtswidrig und/oder schuldhaft gehandelt hat und spricht u.U. eine Strafe aus.

Zitat von stormking
Den Fall aber einfach so abzutun geht mal gar nicht.
Welche Anhaltspunkte / erkenntnisse haben Sie für Ihre Mutmaßung, die zuständige Staatsanwaltschaft "täte den Fall einfach so" ab, bliebe also untätig?


Zitat von stormking
Wenn ich die selbstherrlichen Beiträge eines "bauern-cops" hier im Forum lesen, kommt mir jedenfalls regelmäßig das Frühstück wieder hoch und dabei habe ich eigentlich überhaupt nichts gegen die Polizei.
Das freut mich; doppelt!

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bauern-cop 01.01.2011, 17:06
135. unabhängige Untersuchung

Zitat von stormking
Was heißt denn "kriminalisieren"? Wenn ein Bürger durch einen Polizisten getötet wurde, Die darf auch gerne zu dem Ergebnis kommen, daß der Beamte korrekt gehandelt hat und es zum Schußwaffeneinsatz tatsächlich keine Alternative gab.
Es gibt u.a. nach JEDEM Schußwaffengebrauch eines Polizisten gegen Menschen zwangsläufig die von Ihnen geforderte "prinzipielle unabhängige Untersuchung" durch die Staatsanwaltschaft, die im Ergebnis dazu führt, entweder kein weiteres Ermittlungsverfahren anzustrengen, weil dafür die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vulgo: rechtmäßiges Handeln -> "Unschuld"), oder aber im Zweifel ein Ermittlungsverfahren mit dem Ziel der Anklage vor Gericht einzuleiten. Sollte Anklage erhoben werden, entscheidet der Richter / das Gericht darüber, ob der schießende Polizist rechtswidrig und/oder schuldhaft gehandelt hat und spricht u.U. eine Strafe aus.

Zitat von stormking
Den Fall aber einfach so abzutun geht mal gar nicht.
Welche Anhaltspunkte / erkenntnisse haben Sie für Ihre Mutmaßung, die zuständige Staatsanwaltschaft "täte den Fall einfach so" ab, bliebe also untätig?


Zitat von stormking
Wenn ich die selbstherrlichen Beiträge eines "bauern-cops" hier im Forum lesen, kommt mir jedenfalls regelmäßig das Frühstück wieder hoch und dabei habe ich eigentlich überhaupt nichts gegen die Polizei.
Das freut mich; doppelt!

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Olaf 01.01.2011, 17:09
136. Keine Antworten

Zitat von Pacifico
Warum dieses Forum? Was soll denn hier bitteschön diskutiert werden?
Meiner Meinung nach die Betreuungslage von Menschen mit psychischen Problemen. Die scheint in Deutschland nicht besonders gut zu sein, denn solche Fälle wie der hier beschriebene sind recht häufig.

Zumindest bei dem Amoklauf in Winnenden gab es auch eine Vorgeschichte mit psychischer Betreuung.

Aber wahrscheinlich wird es auf eine Diskussion über Polizeigewalt, Videospiele oder Waffengesetzen hinauslaufen.

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delinquent 01.01.2011, 17:18
137. Alle Wege führen nach Rom....

Zitat von bauern-cop
In meinem Beitrag steht nix von einer "Rechtfertigung" irgendeines Verhaltens.
Lässt sich aber aus dem Kontext Ihrer Äusserungen so interpretieren.
Ihre arroganten, subjektiven Bemerkungen bezüglich meines Leseverständnis können Sie künftig für sich behalten.Das geht in die Nähe einer Beleidigung.Das sollten Sie als Polizeibeamter wissen,oder haben Sie da gerade gepennt als diese Lektion dran war?

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adama. 01.01.2011, 17:18
138. Wahrscheinlich war der Schuss wirklich unnötig

Zitat von mr. snoot
Irgendwas stimmt da mMn aber nicht. Wenn man Pfefferspray ins Gesicht bekommt, dann ist man nicht mehr in der Lage mit einem Messer anzugreifen. Egal ob das Tante Emma ist oder Superman.
Unter Drogen (und Wahnsinnig)ist der Mensch zu allem fähig.
US Scharfschützen zielen inzwischen vor allem auf den Kopf ihrer Zielpersonen, weil Körpertreffer einen aufgeputschten Gangster nicht mehr stoppen.

Wahrscheinlich war der Schuss, tödlich zudem, wirklich unnötig. Aber auch dem Polizisten muss man zugestehen, dass er in solch einer Situation überfordert sein kann. Wie auch ein Apotheker oder eine Krankenschwester mal ein Etikett falsch liest, oder ein Arzt eine Instrument im Patienten vergisst, ohne dabei selber in Lebensgefahr zu sein oder das Leben dritter schützen zu müssen.

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darkmaan 01.01.2011, 17:21
139. Taser müssen verantwortungsvoll eingesetzt werden

Zitat von discurso
Harsche Kritik an Elektroschockern: Laut Amnesty International kamen in den vergangenen acht Jahren . Darüber bezeichnet die UN Tasereinsätze als Folter.
Wie viel % an Menschenleben gerettet wurden, weil Taser eingesetzt wurden und nicht gleich mit scharfer Munition geschossen wird steht da nicht drin. Natürlich gibt es immer mal wieder Fälle von Polizisten, die den Taser aus bequemlichkeit einsetzen, aber genauso gibt es Polizisten die den Schlagstock übermäßig einsetzen. Es kommt immer auf die Ausbildung der Anwender an und ich denke da in Deutschland die Polizisten eine gute Ausbildung erhalten, werden sie wohl mit einem Taser verantwortungsvoll umgehen können.

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