Forum: Panorama
Tödlicher Polizeieinsatz: Erschossene Frau in München war psychisch krank

War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.

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m.f. 03.01.2011, 14:23
190. keine Ahnung

Zitat von momost
Dass die "Opfer" oft geistig verwirrt sind, sollte den Beamten bei der rechtlichen Beurteilung danach nicht entgegenkommen, im Gegenteil. War das nämlich augenscheinlich der Fall, war im Rahmen der Notwehr noch mehr Zurückhaltung geboten. Also wird die Rechtfertigung des Schützen nicht einfacher, sondern schwerer. Soweit jedenfalls die Theorie. Die Auswirkungen auf die öffentliche Meinung sind ebenfalls nicht grade positiv. Von einer bewussten Falschdarstellung hat also zumindest die Polizei nichts.
Es wurde bereits mehrfach gesagt:
Der Umstand, dass die Dame geistig verirrt, 49Jahre alt und eine Frau ist, ändert nichts an der Gefährlichkeit. Gerade die geistige Verwirrung führt zu einem erhöhten Selbts- und Fremdgefährungspotential, wo auch in der Regel Deeskalation und Kommuniaktion sehr schnell an Ihre Grenzen stoßen.

Der einzige Vorwurf der den BEamten nach bekannter Faktenlage zu machen ist, ist dass keine Unterstützung herbeigerufen worde um jeweils zu zweit die Tür zu sichern und die Wohnung zu betreten.

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m.f. 03.01.2011, 14:28
191. Falsch

Zitat von discurso
Auch ich habe den ganzen Artikel gelesen, es ändert aber nichts an der Aussage, dass nach Anwendung des Tasers 334 Menschen gestorben sind, ohne Tasereinsatz hätten vermutlich alle überlebt, Unterstellungen, wie diese, sind ein beliebtes Mittel, um den Diskussionsgegner zu diskreditieren.
Es ist doch offensichtlich, dass diese 334 Personen auch ohne Tasereinsatz gestorben wären. Hier wäre in Ermangelung weiterer Einsatzmittel die Schusswaffe verwendet worden!

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BeitragszahlerwiderWillen 03.01.2011, 14:52
192. .

es ist doch ganz klar, wenn jemand überraschend in eine Wohnung eindringt und dabei das Fenster beschädigt - kann sich der Wohnungsinhaber zur Recht zur Wehr setzen, notfalls mit einem Messer! Es liegt somit eine reine Notwehrsituation vor.
Das aber jetzt der Einbrecher/Angreifer/Polizist angeblich in Notwehr gehandelt haben will mutet sehr befremdlich an.

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discurso 03.01.2011, 15:21
193. Behauptungen sind kein Beweis

Zitat von m.f.
Es ist doch offensichtlich, dass diese 334 Personen auch ohne Tasereinsatz gestorben wären. !
Dann möchte ich jetzt von Ihnen den Beweis für jeden Fall bekommen, dass keine andere Alternative zum Taser oder Schusswaffengebrauch möglich gewesen wäre und warum wäre Ihrer Meinung nach dann jeder Schuss tödlich gewesen?

Wie, das können Sie nicht?

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m.f. 03.01.2011, 15:22
194. rechtmäßiges polizeiliches Betreten der Wohnung

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
es ist doch ganz klar, wenn jemand überraschend in eine Wohnung eindringt und dabei das Fenster beschädigt - kann sich der Wohnungsinhaber zur Recht zur Wehr setzen, notfalls mit einem Messer! Es liegt somit eine reine Notwehrsituation vor. Das aber jetzt der Einbrecher/Angreifer/Polizist angeblich in Notwehr gehandelt haben will mutet sehr befremdlich an.
Putativnotwehr
(lat.: putare = glauben); die Verteidigung gegen einen in Wirklichkeit gar nicht bestehenden, vom Handelnden aber irrtümlich angenommenen, gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff. Da objektiv keine Notwehrlage gegeben ist, besteht auch kein Notwehrrecht.

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momost 03.01.2011, 16:50
195.

Zitat von m.f.
Es wurde bereits mehrfach gesagt: Der Umstand, dass die Dame geistig verirrt, 49Jahre alt und eine Frau ist, ändert nichts an der Gefährlichkeit. Gerade die geistige Verwirrung führt zu einem erhöhten Selbts- und Fremdgefährungspotential, wo......
Ich denke, Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden. Ich habe keine Wertung abgegeben, sondern lediglich verdeutlicht, dass es der Polizei in der Regel nicht entgegenkommt, wenn das "Opfer" (wiederholt in Anführungszeichen gesetzt) sich als geistig verwirrt herausstellt. Weder in der rechtlichen Bewertung der Tat (bezogen auf die Strafbarkeit des Beamten) noch in Hinblick auf die öffentliche Meinung.
Ihr Beitrag käme also besser ohne ein Zitat des Meinen aus. Womit die Frage, wer keine Ahnung hat, offen bleiben dürfte.

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taxameter 03.01.2011, 17:49
196. .

Zitat von Trivalent
Das können Sie scheinbar so aus der Hüfte heraus beurteilen? Wer hier, so scheinbar selbstsicher, derartige Bewertungen abgibt, macht sich selbst unglaubwürdig. Fehlt nur noch die Gegenseite, die darüber beruhigt ist, eine (gefährliche?) psychisch Kranke, weniger versorgen zu müssen.
Mir kommt es manchmalso vor, als wären hier im Forum Einige der Meinung, Frauen wären überhaubt gar in der Lage gewaltätig und gefährlich zu sein.

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deus_ex_machina 03.01.2011, 18:10
197. Terrorismus!

Zitat von taxameter
Mir kommt es manchmalso vor, als wären hier im Forum Einige der Meinung, Frauen wären überhaubt gar in der Lage gewaltätig und gefährlich zu sein.
Och, daran besteht kein Zweifel. Allerdings sollte man annehmen können, dass ein Polizeibeamter, also eine Person, die als Profi in verhältnismässiger Gewalt ausgebildet wurde, eine solche Situation anders entschärfen kann - ein, zwei Knochenbrüche sind auch bei einem amateurhaften Messerangriff (falls sich natürlich herausstellen sollte, dass die Dame früher bei SpezNas oder den SEALs in Dienst war, nehme ich alles zurück) durchaus opportun, aber ein tödlicher Schusswaffeneinsatz... sehr fragwürdig.
Aber was will man erwarten? Demonstranten, die mit zusammengeknüllten Flugblättern werfen, werden mit einem Wasserwerfer die Augen rausgespült - sehr verhältnismäßig. Beamte, die jede Abweichung von unterwürfigem Verhalten gleich als Aufstand und Staatsstreich ansehen, reagieren halt so. Ich frage mich nur, wann der Bürger endlich merkt, dass da etwas im Argen liegt.

Tun wir das Ganze doch unter 'Terrorabwehr' ab, dann erübrigt sich alles weitere.

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M@ESW 03.01.2011, 19:32
198. _

Zitat von frubi
Seltsamerweise sind viele Opfer von Schusswaffen der Polizei geistig verwirrt oder psychisch gestört.
Was wohl nahelegt das nicht verwirrte/gestörte Leute die Polizei nicht in die Situation bringen in der diese zur Schusswaffe greifen muss.
Zitat von frubi
Dieser Eisenberg, dem die Cops ganze Magazine in den Rücken geschossen haben, war angeblich auch geistig verwirrt.
Daher ist es OK mit dem Messer auf die Polizei loszugehen. Und sein Mitbewohner der vor ihm aus der Wohnung geflohen ist hat das sicher auch nur missverstanden bzw. nicht das nötige Verständniss gezeigt

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M@ESW 03.01.2011, 19:33
199. _

Zitat von momost
Dass die "Opfer" oft geistig verwirrt sind, sollte den Beamten bei der rechtlichen Beurteilung danach nicht entgegenkommen, im Gegenteil. War das nämlich augenscheinlich der Fall, war im Rahmen der Notwehr noch mehr Zurückhaltung geboten.
Sie meinen solche Leute sollten erst einen Freistich bekommen bevor Gegenwehr geleistet werden darf?

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