Forum: Panorama
Tödlicher Polizeieinsatz: Erschossene Frau in München war psychisch krank

War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.

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momost 04.01.2011, 10:21
200. Titel

Zitat von M@ESW
Sie meinen solche Leute sollten erst einen Freistich bekommen bevor Gegenwehr geleistet werden darf?
Nochmal für Sie: Ich habe keine Meinung geäußert, sondern eine juristische Wertung aufgezeigt. Die Darstellung bezog sich unmittelbar auf den Post eines anderen Foristen. Machen Sie sich doch bitte die Mühe und lesen Sie nochmals den letzten Satz. Dann werden Sie möglicherweise erkennen, dass meine Äußerungen durchaus zur Untermauerung Ihrer Sicht taugt.

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Jordan Sokoł 04.01.2011, 11:03
201. Übereifer?

Zitat von sysop
War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.
Wenn die Frau sich allein in ihrer eigenen Wohnung aufgehalten hat und das Leben ihrer Tochter nicht unmittelbar bedroht war, muß das Vorgehen der Polizei als übereifrig-dilettantisch bewertet
und der Todesschuß als grob fahrlässig eingestuft werden.

Staatsanwaltliche Ermittlungen sind unerläßlich. Aus Polizeikreisen sind allerdings die typischen gruppendynamischen begründeten Uneinsichtigkeiten zu einem methodisch angelegten Fehlverhalten zu
erwarten. - Das hat auch was mit einseitiger, sprich zugriffsoptimierter, alles über einen Kamm scherenden Ausbildung unter strikter Ausblendung individueller Verhaltensmuster vermeintlicher StraftäterInnen zu tun.

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namlob 04.01.2011, 12:43
202. ......

Zitat von harzvier
Zum konkreten Fall kann ich wenig sagen. In Berlin z.B. werden ähnliche Hausbesuche häufig im Beisein von Ärzten und Sozialarbeitern der Bezirksämter (Sozialpsychiatrische Dienste)gemacht. Das kann deeskalieren. Aber im Falle echter Aggressivität und wenn Massnahmen erzwungen werden müssen, sind die sehr froh, sich auf Polizisten verlassen zu können. Nicht alles lässt sich im Gespräch regeln.
So handelt man auch woanders, wenn eine psychisch kranke Person in eine Einrichtung zur Behandlung gebracht werden soll.
Hier lag der Fall anders. Die Frau war früher in psychoterapeutischer Behandlung und drohte ihre Tochter umzubringen. Es ging um den Schutz der Tochter.

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Schlüsseldienst 05.11.2014, 21:44
203. Kopfschütteln

Nach meiner Ansicht sind hier mindestens staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Totschlags aufzunehmen..

Natürlich muss die Verhältnismässigkeit der Mittel auch überprüft werden. Rückblickend entstehen Verzerrungen.
Besonders vom heimischen Computer aus lässt sich bequem urteilen. Das ist wie beim Fussball. Die beurteilenden Experten sitzten auf der Couch vor dem Fernseher. Im konkreten Fall sitzen sie wahrscheinlich in sicheren Büros und bedenken Protokolle.
Aus hinreichender Distanz betrachtet war die Frau nur noch ein krankes bedauernswertes Opfer und der Polizist ein tötender Versager. Angst ist schliesslich unprofessionell, und der Ausgang ungünstig für die mediale Selbstdarstellung.

Ich selbst hatte das ganze mal in der Nähe des Schlüsseldienst München: https://www.schluesseldienst-vermittlung.de/schluesseldienst-muenchen/ miterlebt - keine schöne Sache gewesen.

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