Forum: Panorama
Tödlicher Polizeieinsatz: Erschossene Frau in München war psychisch krank

War es legitime Notwehr oder doch eine Überreaktion? In München hat ein Polizist bei einem Einsatz in ihrer Wohnung eine Frau mit seiner Dienstwaffe getötet. Die 49-Jährige, die früher psychiatrisch behandelt wurde, soll die Ermordung ihrer Tochter angekündigt und den Beamten bedroht haben.

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semper fi 31.12.2010, 17:48
80. -

Zitat von ft60user
Der Einsatz der Schusswaffe war hier sicherlich nicht nötig.
Schön, dass Sie das so genau wissen.

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semper fi 31.12.2010, 17:49
81. -

Zitat von philosophenhasser
So wie das hier beschrieben wird, ist nicht einmal zu erkennen, dass im Ansatz das gebotene Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel durch den Polizisten einghalten wurde. Er hätte die Frau zu entwaffnen versuchen müssen und dieser dabei im schlimmsten Falle allerhöchstens etwa ins Bein schießen dürfen. Die geschilderte Darstellung lässt an der Ausbildung unsere Polizeibeamten stark zweifeln. Und wenn dieser Polizist ohne Konsequenzen im Dienst bleibt, dann ist auch an der Rechtsprechung in diesem Lande zu zweifeln, meiner Meinung nach.
Nach den wenigen "Tatsachen", die bislang bekannt sind, muss an Ihrer Meinung gezweifelt werden.

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nordlicht1591 31.12.2010, 17:50
82. Tödlicher Polizeieinsatz

Natürlich ist das Ergebnis tragisch, nur : gar nicht hilfreich ist postmortale Klugscheisserei! Einige in diesem Forum sind diesbezüglich preisverdächtig.

Als Polizeibeamter muß man Entscheidungen treffen, sofort, unmittelbar und mit allen Konsequenzen! Keine Zeit zur Entscheidungsfindungen in monatelangen Kachelmann-Dimensionen durch theoretisierende Volljuristen.

Hier haben offensichtlich "Experten" eine ernstzunehmende Warnung an die Polizei gegeben. Es ging um die Tötung der Tochter und das scheint die Mutter in beindruckender Weise (ehemaligen) Therapeuten gegenüber angekündigt zu haben.

Die Polizei hat diese "Experten" ernst genommen. Erste Entscheidung der Polizei und wohl nicht falsch.

Aus welchen Gründen auch immer (im Artikel steht darüber nichts) ist die Polizei wohl davon ausgegangen, dass die Tochter in der Wohnung der Mutter ist. Im übrigen haben die dann folgenden Entscheidungen der Polizei nur einen Hintergrund: eine vermeintliche Lebensgefahr der Tochter zu beseitigen! Das bedeutet, Zutritt zur Wohnung und nicht "irgendwann", sondern ratzfatz! Nötigenfalls mit der Axt. Vielleicht hätte ich mit der Axt gleich die Wohnungstür eingeschlagen. Der Balkon scheint nicht der bessere Weg, sondern eher ein Umweg, der Zeit kostet.

Dieser Einsatz war ein solcher für die Tochter und nicht gegen die Mutter. Dann muß die Mutter auch aushalten, dass ein Polizeibeamter mit Axt in ihrer Wohnung steht! Nun war -wie so ein oberschlauer Kommentator bemerkt hat- die Tochter gar nicht in der Wohnung. Der Klugscheisser weiß mehr als die Polizei! Das liegt daran, dass der Spiegel-Online liest und die Polizei nicht! Man könnte der Polizei ja einen Tip geben : alles was ihr noch nicht wißt, steht in SPON, also auf dem Weg zum Tatort noch mal schnell mit Laptop alles wissenswerte nachlesen. Laptop statt Schusswaffe, das ist die Lösung.

Richtig ist, dass ein Sondereinsatzkommando die Frau mit Sicherheit folgenlos entwaffnet hätte. Die sind speziell dafür ausgebildet, sondern hätte die Polizei derartige Kommandos nicht. Die wären überflüssig, wenn das alle könnten. Nur leider sind sie nicht immer schnell da, wo man sie braucht.

Und überhaupt, dann schießt ein jüngerer Polizist auf eine Frau mittleren Alters. Da hat man doch schon ein schlechtes Gefühl. So unritterlich! Männer dürfen nicht auf Frauen schießen. Nur weibliche Schutzpolizistinnen dürfen auf Frau schießen. Auf Männer sowieso. Männer bezahlen nötigenfalls mit ihren Leben, alte preußische Offiziersehre! Es wird darnn liegen, das sich das Ganze in Bayern ereignet hat...

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_Netizen 31.12.2010, 17:51
83. …

Zitat von LiesmalnBuch
WARUM musste diese Frau sterben???
Weil sie den Polizisten mit einer Waffe angegriffen hat. Das war jetzt einfach.

Zitat von
Wozu üben und trainieren Polizisten im Nahkampf entsprechend auf Messerattacken zu reagieren, um dann in der Praxis auf die Leute zu schießen?
Weil es für das eigene Leben in Fällen wie diesem die bessere Alternative ist. Im Zweifel immer für das eigene Leben, selbst wenn der Gegner bei drauf geht. Pech für ihn.

Zitat von
Laut den Zeitungsberichten befand sich die Tochter zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung, d.h. "Gefahr im Verzug" kann nicht der Grund gewesen sein.
Blöd nur, daß der Polizist die Zeitung vorher nicht gelesen hatte … wie bitteschön hätte er das wissen sollen?

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wortgewalt87 31.12.2010, 17:51
84. #

Zitat von LiesmalnBuch
Laut den Zeitungsberichten befand sich die Tochter zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung, d.h. "Gefahr im Verzug" kann nicht der Grund gewesen sein.
Wenn die Polizei hellsehen könnte, hätten Sie recht.

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blowup 31.12.2010, 17:52
85. wahnsinn

Ein junger Polizist sieht sich durch eine 49-jährige (!) Frau mit Messer in Lebensgefahr. Das soll doch wohl ein Witz sein. Der Tod dieser Frau ist ein handfester Skandal!

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Spiegeleii 31.12.2010, 17:53
86. Toll

Zitat von ft60user
Der Einsatz der Schusswaffe war hier sicherlich nicht nötig.
wenn man das nach ein paar Zeitungszeilen so sicher sagen kann.

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Trivalent 31.12.2010, 17:54
87. Wichtigtuerei

Zitat von ft60user
Die Diskussion bezieht sich doch auf die Information in diesem Artikel. Nach Ihrer Ansicht, müssten hier wohl alle Kommentare unglaubwürdig sein.
wäre wohl noch passender. Wirklich sachlich qualifiziert mag zu wenig attraktiv wirken. Also wird halt geholzt und die Wahrscheinlichkeit ist auch größer, einen verbalen Duellanten zu finden, womit der Unterhaltungsanspruch weitgehend abgedeckt wäre.
Aus den bisher veröffentlichten Details ergibt sich (noch) zu wenig Substanzielles, um eine konkrete Vorgehensweise der Polizei als notwendig oder aber überhastet ein zu stufen.
Mit dem Eindringen des Polizisten in die Wohnung scheint sich ein

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a.weishaupt 31.12.2010, 17:54
88. Irrtum

Zitat von Runzelrocker
Im Normalfall haben sie eine schusssicher Weste und da kommt schwer ein Messer durch
Ein Messerstich kann eine wesentlich höhere Energie haben als ein Pistolenschuss und Westenarten, die auf diese ausgelegt sind, durchdringen.

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semper fi 31.12.2010, 17:54
89. -

Zitat von s-n-a-f-u
Wenn Sie als Privatperson auf jemanden schießen, weil sie mit einem Messer angegriffen wurden, dann versuchen Sie mal vor einem Strafrichter daraus eine Notwehrsituation zu konstruieren! Das Kunststück gelingt Ihnen nämlich nur als Polizist!
Das liegt aber an den Richtern, nicht an der Polizei.

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