Forum: Panorama
Tödlicher Schuss auf CDU-Politiker: Täter bezeichnet Mord an Lübcke als "Fehler"
Uwe Zucchi/ DPA

Der mutmaßliche Mörder von Walter Lübcke bewertet seine Tat nach eigenen Worten als falsch. In seinem Geständnis sprach der Rechtsextremist nach SPIEGEL-Informationen auch darüber, wann er sich dazu entschlossen hat.

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h.adler 28.06.2019, 12:11
1. Natürlich sieht er es jetzt als Fehler

Gewalt von Nazis versteht sich fast immer als Exekution des Volkswillens. Deshalb ist rechte Gewaltrhetorik so gefährlich. Da es sich jetzt herausgestellt hat, dass die weit überwiegende Bevölkerungsmehrheit gegen die Tat ist -- auch einige, die ihn vorher noch dazu ermuntert haben -- sieht er jetzt, dass er eben nicht den Volkswillen exekutiert hat.

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aggro_aggro 28.06.2019, 12:13
2. ein Fehler

Er hat vier Jahre lang über diesen Mord nachgedacht. Dann hat er ohne aktuellen Anlass und selbst in seinem wirren Weltbild ohne konkretes Ziel gemordet.
Entschuldigungen für absichtliche Taten sind schon bei Kindern albern, nur Wiedergutmachung und zukünftige Verhaltensänderung sind für die Geschädigten sinnvoll.
Bei Tötungsdelikten ist das nicht möglich.

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sesamerin 28.06.2019, 12:15
3. Fehler?

Die Ermordung Lübckes ist ein Kapitalverbrechen und kein Fehler.

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AntiGravEinheit 28.06.2019, 12:16
4. Zweierlei Maß?

"Ermittelt wird in dem Fall auch gegen den mutmaßlichen Waffenlieferanten Elmar J. sowie gegen einen Mann namens Markus H., der dieses Geschäft vermittelt haben soll. Beiden wird im Fall Lübcke Beihilfe zum Mord vorgeworfen."

Also wenn eine Einzelperson ein Waffengeschäft vermittelt, dann werden auch Lieferant und Vermittler Beihilfe zum Mord vorgeworfen, wenn mit dieser Waffe jemand umgebracht wurde.

Wenn eine Regierung Waffengeschäfte vermittelt und mit diesen Waffen des Lieferanten (Großkonzern) viele und noch mehr Menschen getötet und umgebracht werden, dann nennt man das Geschäftsmodell und vorgeworfen wird niemandem etwas (und schon gar nicht ermittelt).

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kochra8 28.06.2019, 12:18
5. Lübcke wollte bloss ein anständiges Deutschland

Die meisten Emigranten haben sich sehr gut emigriert. Sie säubern Bushaltestellen, wo sonst keiner hinguckt. Anständig sind sie auch. Sie schmeissen keine Schnapsflasche aus dem Autofenster. Es sind persönliche Erfahrungen! Viele könnten herhalten, wenn es um Beispiele geht. Würden sie sich anders verhalten, riefe man sofort nach Ausweisung. Lübcke hat darauf hingewiesen: Wer keine saubere Weste hat, kann ja gehen. Was war daran falsch? Lübcke wollte bloss ein anständiges Deutschland!

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_derhenne 28.06.2019, 12:22
6.

Nanu, solche ekelhafte rechtsextreme Millieus, wie das in dem sich der Täter radikalisiert hat, gibs wohl auch in Westdeutschland? Das muss wohl aus dem braunen Osten rübergeschwappt sein...

Vielleicht sollten die Schönredner und Bagatellisierer (CDU/CSU!) endlich mal die Augen aufmachen und den braunen Sumpf wahrnehmen, in dem wir in ganz Deutschland schon knöcheltief stehen!

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durch blick 28.06.2019, 12:27
7. @all

Genau die Einzeltäterstrategie. Er nimmt alles auf seine Kappe, belastet so nebensächlich wie möglich Komplizen aus der Kammeradschaft. Im Dienst der Sache wird das so hingenommen. Alle glauben es weil sie es glauben wollen. Ist wie beim Kindesmisbrauch, in unserem Umfeld doch nicht. Immer schön bequem verharmlosen, alles Andere wäre unbequemstes Auseinandersetzen mit einem echten Problem.
Habe die Ehre
DB

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anark 28.06.2019, 12:28
8.

Die Aussage läßt tief blicken und impliziert die These, dass sich bei einem Mord an einer weniger prominenten Person kein Schwein dafür interessiert hätte.

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heinrich-wilhelm 28.06.2019, 12:28
9. Er bedauert?

Dann höchstens deswegen,weil er auf Strafmilderung hofft. Seine gewalttätige Vergangenheit spricht dagegen,dass er bereut

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