Forum: Panorama
Tokio: "Ein Japaner bleibt in Japan"

Ines Karschöldgen hat mit ihrem dreijährigen Sohn Tokio verlassen. Ihr japanischer Ehemann weigert sich auszureisen, wie die meisten seiner Landsleute. Zurück in Deutschland hat Karschöldgen jeglichen Kontakt mit ihm verloren - und bereut ihre Flucht.

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Dodol 17.03.2011, 10:42
190. Hohe Zahl hysterischer Angstopfer in Deutschland

Respekt vor den Japanern. Denn was sollen sie denn auch anderes machen als sich damit zu arrangieren. Das alle hysterisch wegrennen, wie man das hierzulande tun würde, geht eben nicht, wohin denn. In Japan, das direkt und voll von dieser Katastrophe betroffen ist, erhöht sich gegebenenfalls die Krebsrate etwas (siehe unten). In Deutschland, das eigentlich immer gern und ausgiebig betroffen ist, erhöht sich dagegen die Psychoserate deutlich.

Und Tschernobyl, der größte anzunehmende deutsche Albtraum, hat (nach Schätzungen) (nur! verglichen mit den Tsunamiopfern 2004 und 2011) 50 Menschen direkt das Leben gekostet und bis zu 4000 indirekt. Jedoch gelten negative psychische (nicht durch Radioaktivität verursachte) Auswirkungen als die schwerwiegensten gesundheitlichen Folgen(!) des Unfalls, und da wird das weit entfernte Deutschland am meisten Opfer gehabt haben.

Und wieder leidet Deutschland kollektiv für die Welt und hat wahrscheinlich, obwohl am weitesten entfernt, die meisten Opfer zu beklagen.

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wakaba 17.03.2011, 10:42
191. Tradierte deutsche Brutmaschine wird das verdrängen...

Zitat von pfzt
Moderne deutsche Angstpanikerin gegen coole Japaner die noch tradierte Werte besitzen. Schöner Artikel, den sollte man mal in "Neon" "Brigitte" und "Psychologie Heute" abdrucken.
Hab ich auch gleich gedacht. Anstatt das grosse Bild zu sehen und zu helfen hat das Kleinhirn eingeklinkt und kurzfristigen Brutschutz über alles gestellt - reisst das Kind aus dem gewohnten Umfeld und verursacht einen langfristigen Schaden. Eine unfitte Mutter - ganz klar gehört Ihr das Sorgerecht abgesprochen. Ihr Mann hat richtig gehandelt - Ihr feiges Verhalten wird sich wiederholen.

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erlenstein 17.03.2011, 10:43
192. Primären Schutzimpuls für ihr Kind

Zitat von favela lynch
Diese herzensgute Mutter hatte doch nichts Besseres zu tun, als nach der "Rettung" ihres Kindes aus Todesgefahr sich in den Medien feiern zu lassen. Wäre sie bei Ihrem Kind und ihren Eltern .....
Niemand weiß, wie er/sie in ihrer Lage gehandelt hätte. Und dass eine Mutter einem primären Schutzimpuls für ihr Kind folgt, ist ihr wahrlich nicht zu verdenken. Jeder der Schritte dieser Journalistin und Mutter war richtig.
Das würde ich ihr auch noch einmal bekräftigend sagen. Sie muss sich nicht wie ein Lemming verhalten.

Auch die Japaner werden bei zunehmender Bedrohung in eine Massenpanik fallen. Dann eskaliert die Situation und eine Flucht aus Japan wird schwierig werden.
Natürlich schmerzt sie das Unverständnis ihres Mannes, vielleicht auch hat sie aber schon länger unter den patriarchalischen Verhältnissen dort gelitten.

Ihr Kommentar ist komplettem Unverständnis und übler Nachrede geprägt.

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iyami 17.03.2011, 10:43
193. Schwachsinn

Zitat von senbei
Frau Karschöldgen hat die falsche Entscheidung getroffen und sollte sich in Japan nie wieder blicken lassen! Wenn sie schon eine hysterische von Panik besessene Frau ist, hätte sie gut daran getan nach Kyushu zu gehen. Das wäre mehr als sicher gewesen. Das wäre komplett.......
Ich Beitrag ist ziemlich niveaulos. Ich glaube dass Frau K falsch gehandelt hat besonders da Kyuushu ein sehr einfacher Ausweg gewesen waere aber Ihr Gefasel von 'Japanischen Mentalität verinnerlichen' finde ich genasu bloed wie 'sie musste nach Deutschland um Ihr Kind zu retten' (Schwachsinn, sie haette es auch in Kyushu retten koennen).

Ich habe genug Japaner gesehen die den Auslaendern vorschlagen zumindest zeitweise zur Sicherheit in ihr Heimatland zurueckzukehren. (Also die meisten Japaner die ich kenne denken nicht so wie sie falls sie, Herr Reiskeks, in der Tat Japaner sein sollten.)

Ich kenne Deutschland und Japan ziemlich gut aber ich muss sagen dass die meisten 'normalen' Menschen in beiden Laendern sich herzlich wenig unterscheiden. Andere Koerpersprache, andere Methoden die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen aber darunter die gleichen Aengste die gleichen Hoffnungen und die gleichen Zwiespaelte.

Also vielleicht mal zur Abwechslung wieder Menschen nur als Menschen sehen und nicht in Japs oder Krauts zu unterteilen (ich hoffe das war jetzt ausgewogen genug)

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knödlfriedhof 17.03.2011, 10:43
194. na

Zitat von Rainer Helmbrecht
Sie gehören wohl auch zu den Menschen, die keine Kritik äußern können, ohne jemanden an zu pissen. Hier wird ein Verhalten geschildert und ich denke, dass es niemanden zusteht, das ....
wenn Sie sich angepisst fühlen ( um in Ihrer Sprache zu bleiben ) entschuldige ich mich natürlich, denke aber nicht, dass Sie zu entscheiden haben was mir zusteht.
Was Sie glauben ist Ihre persönliche Angelegenheit, welche Ihnen selbstverständlich genauso wie mir zusteht. Ich wüsste aber nicht an welcher Stelle Sie zur obersten Instanz bzgl. Moral ernannt wurden, welche entscheidet was kritisiert werden darf.
Im Übrigen müssen Sie mir nichts von Überlebensstrategien aus der Steinzeit erzählen, denn die interessieren mich ( da emanzipiert ) im 21 Jhdt. in Deutschland nicht im geringsten.

Ich wünsche Ihnen aber weiterhin viel Spaß bei der Pflege Ihrer Werte und Moralvorstellungen.

Habe die Ehre
knödlfriedhof

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GetulioV 17.03.2011, 10:44
195. ...

Es liegt mir fern, über die höchstpersönliche Entscheidung dieser Frau zu richten.
Aber ich muss sagen, dass der Kontrast zwischen der gelassenen Reaktion der Japaner (die im Gegensatz zu uns Deutschen seit 1945 durchaus ein Bild von Atomtod und Verstrahlung im kollektiven Gedächtnis haben) und der geradezu hysterischen Reaktion vieler Menschen hierzulande schon faszinierend ist.

Andererseits muss man sich wünschen, dass uns hier nicht auch nur eine der drei Katastrophen, die Japan derzeit zu meistern hat, ereilt. Denn angesichts der deutschen Hysterie steht zu befürchten, dass dann große Teile der Bevölkerung wie kleine Kinder einfach in Angststarre verfallen würden.
Humaner - im Gegensatz zum animalischen Fluchtreflex - erscheint es mir da, auch im Angesicht der Katastrophe als Teil der Gemeinschaft zu agieren, anstatt das eigene Überleben an die vorderste Stelle zu stellen.

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dasky 17.03.2011, 10:45
196. "Wildschweinessen in Deutschland" (Quelle: puqio)

Zitat von puqio
Ich kann die Angst aus Unwissenheit verstehen und klage die deutschen Medien an, die akute Panikmache und unseriöse Information betreiben. Es gibt im Süden Japan keinerlei Gefahr und auch in Tokio ist die Gefahr geringer als bei einem Wildschweinessen in Deutschland....
.....das Allerverantwortungsloseste wäre es, das Problem der strahlenden Wildschweine in Deutschland zu verharmlosen....

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DaHolk 17.03.2011, 10:45
197. Alternativen doch nicht realistisch?

Zitat von iyami
Zum einen gabe es einen einfachen Ausweg (Kyushu) zum anderen haette man sich etwas sachlicher damit Befassen koennen.
Zum einen stellt sich hier die Frage ob ersteres in Anbetracht der Versorgungslage wirklich "hilfreich" gewesen wäre, sekundär ob diese "Halb-Evakuierung" überhaupt die Familie wirklich beisammen gehalten hätte.

Wenn der Mann geschäftliche Verpflichtungen hat, ist seine Anwesenheit dann am anderen Ende des Landes vieleicht auch eher fraglich.
Und zur sachlichen Auseinandersetzung:
Leichter gesagt als getan in einer Notsituation in der wiedersprüchliche Informationen kursieren, und fundamentale unterschiedliche Einschätzung der Realität zu Grunde liegen.

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Magentasalex 17.03.2011, 10:45
198. Nun ja, ich halte sie für arme Menschen,

Zitat von taiga
Sie halten die Freiwilligen, die vor Ort versuchen, das Nuklearmaterial zu kühlen, dann auch für fehlgeleitete, verblendete Idioten, die eigentlich schon längst hätten die Fliege machen sollen.
Nun ja, ich halte sie für arme Menschen, die nicht wirklich wissen was ihr Tun für körperliche Folgen zeitigt.
Sie ähneln einem Toren, der glaubt, er könne einen 100 Tonnen schweren Lastwagen, der mit 100km/h Geschwindigkeit auf ihn zurast, mit seinem Körper aufhalten, um das Leben eines Menschen zu retten, der verletzt hinter ihm liegt. R.I.P.

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Hotte Hitzig 17.03.2011, 10:46
199. Sie reduzieren

Zitat von Student5
Ich habe ein Kind. Von einer Ausländerin, mit der ich zuvor jahrelang in ihrer Heimat gelebt hatte, und mit der ich verheiratet war. Angekommen in Deutschland, HAT sie mir das Kind entführt - straflos, denn in Deutschland dürfen Frauen das. Es sind ja "ihre" Kinder.
das Kind auf ein Besitztum.
Ich weiß nicht warum IHRE Frau diese Entscheidung getroffen hat, es interessiert mich auch nicht.
Ich weiß aber das es für Leib und Leben des Kindes von Frau Karschöldgen das richtige war.
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen und verurteilen eine Mutter, augenscheinlich aus verletztem Stolz.
Ich sage extra augenscheinlich, ich kenne nicht die Hintergründe Ihrer Situation, aber beide Vorgänge haben nichts miteinander zu tun.
Aber vieleicht sollten Sie sich mal mit dem Ehemann von Frau Karschöldgen in Verbindung setzen, sie beide scheinen mir Seelenverwand.

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