Forum: Panorama
Transport aus Polen: Polizei stoppt Konvoi mit US-Panzern
Marcin Bielecki/PAP/dpa

Eine Spedition wollte sechs Haubitzen von Polen nach Deutschland befördern. Doch die sächsische Polizei stoppte den Transport - obwohl hinter diesem ein mächtiger Auftraggeber steht.

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odenkirchener 11.01.2018, 14:03
20. P.s.:

Wer Schwer- oder Sondertransporte begleitet, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Zudem glaubt ein bayerischer Polizist, noch lange nicht, was der Kollege aus NRW auf die Papiere geschrieben hat. . .

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mit66jahren 11.01.2018, 14:35
21. Militärdienst nach Vorschrift

Wenn der amerikanische Oberbefehlshaber von der Aktion erfährt, ist Ärger vorprogrammiert. Selbst sind wir nicht in der Lage, unsere militärischen Land- und Luftfahrzeuge in hinreichender Zahl am Laufen zu halten und nun behindern wir noch aus fadenscheinigen Gründen die US-Armee. Was noch fehlt, sind Feinstaubmessungen in den Auspuff-Schächten beim Betrieb der US-Panzer. Früher kamen da riesige Qualmwolken hervor, wenn die Fahrer aufs Gaspedal gedrückt haben. Auch die Balten dürften nicht sonderlich begeistert sein, denn zu ihrer Landesverteidigung ist Nachschub aus bayerischen Militärstationen nötig.

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barrakuda64 11.01.2018, 14:37
22. Amüsant!

Normalerweise fahren polnische Transporte immer in die andere Richtung. Aber Spaß beiseite - wer stellt denn sicher, dass das Kriegsgerät auch dort ankommt wo es soll? Eine Privatfirma, die Kriegsgerät transportiert.............aber anscheinend wird heute wirklich alles "outgesourced". Will man sich im Ernstfall auch auf Privatfirmen verlassen? O.k., mit der zivilen Bahn wird auch Kriegsgerät transportiert, aber ich denke mit einem Zug kann man nicht mal so eben "abbiegen". Die Army hat doch genügend Transporter - dabei können sie diese Gelegenheit gleich als Training/Übung nutzen. Ich bin gespannt, wann die ersten privaten Firmen in den Krieg ziehen, weil das billiger ist. "Warfare Inc." - wir sind die Spezialisten für Krieg! Verlieren wir für sie den Krieg, gewinnen SIE, denn Honorare werden nur im Erfolgsfall fällig!

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st.esser 11.01.2018, 14:38
23. Klappt nicht immer ...

Zitat von Oihme
Gerade die US-Amerikaner, die von zuhause in Texas gewohnt waren, dass es zur eigenen Kaserne drei Tage lang geradeaus und dann einmal nach links geht, waren immer heilfroh, wenn wir ihre Transporte komplett und störungsfrei durch den deutschen Berufsverkehr im Kölner Ring brachten.
Das hat jedenfalls kurz nach Aufbau der Barrieren zum Schutz der maroden Leverkusener Rheinbrücke im Herbst 2016 nicht geklappt. Wegen der Beschränkung auf 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht wären selbst Begleitfahrzeuge wohl unerlaubt über die Brücke gefahren, aber der (leere) Tieflader war so groß, dass er sich in der auf "normale" Sattelzüge ausgelegten Ausleitgasse festgefahren hat und ein teilweiser Abbau der LKW-Sperre fällig wurde.

Von Sicherheitsmängeln ist damals nichts berichtet worden, und am meisten unter dem Vorfall gelitten haben die PKW-Fahrer, die für 40 Minuten hinter dem blockierten Konvoi ausharren mussten, bis die schmale Gasse zur Brücke wieder frei war ...

https://www.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/lkw-schranke-konvoi-faehrt-sich-fest---dieses-bussgeld-erwartet-die-us-army-24951258

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rallerollo 11.01.2018, 14:38
24. Optional

Da merkt man es wieder, viele wollen mitreden und haben keinerlei Ahnung!
95% aller militärischen Transporte werden von zivilen Speditionen ausgeführt, das ist schon mal der erste Punkt. Auf der Autobahn haben die meisten Transporte unter 3,75 m Breite keinerlei Begleitfahrzeuge dabei, weder BF2 noch BF3!
Und bei dieser Achskonstellation sind auch nur bei 5 % der Autobahnbrücken in Deutschland Auflagen zu erwarten. Und bei ca. 25 t Gewicht dieser Haubitze wage ich zu zweifeln das das Gespann um 16t überladen gewesen sein soll.
Die Frage wäre jetzt ob die Spedition eine Antrag nach §29 Abs.3 oder §§ 46 Abs.1 usw. gestellt haben.

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sven2016 11.01.2018, 14:40
25.

Wenn man immer den billigsten Anbieter wählt.

Werden nicht Bundeswehrkasernen inzwischen auch von ausländischen Sicherheitsfirmen bewacht?

Gutes Gelingen.

Besser man kontrolliert vor der Auftragsvergabe.

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NauMax 11.01.2018, 15:09
26.

Zitat von barrakuda64
Normalerweise fahren polnische Transporte immer in die andere Richtung. Aber Spaß beiseite - wer stellt denn sicher, dass das Kriegsgerät auch dort ankommt wo es soll? Eine Privatfirma, die Kriegsgerät transportiert.............aber anscheinend wird heute wirklich alles "outgesourced". Will man sich im Ernstfall auch auf Privatfirmen verlassen? O.k., mit der zivilen Bahn wird auch Kriegsgerät transportiert, aber ich denke mit einem Zug kann man nicht mal so eben "abbiegen". Die Army hat doch genügend Transporter - dabei können sie diese Gelegenheit gleich als Training/Übung nutzen. Ich bin gespannt, wann die ersten privaten Firmen in den Krieg ziehen, weil das billiger ist. "Warfare Inc." - wir sind die Spezialisten für Krieg! Verlieren wir für sie den Krieg, gewinnen SIE, denn Honorare werden nur im Erfolgsfall fällig!
Wissen Sie, wie die Deutsche Bundeswehr ihr schweres Gerät nach Afghanistan geschafft hat? In Ermangelung eigenen Gerätes wurde dieser Auftrag an die Russische Lufttransportfirma Volga-Dnepr vergeben, die als eine von wenigen Fluggesellschaften weltweit über die passenden Großraumflugzeuge verfügt, um einsatzbereite Panzerhaubitzen im Ganzen zu transportieren. Vergabe von Transportaufträgen an Privatunternehmen gibt es schon recht lange - und die Vorschriften für Deklaration und Transport von Waffen sind Europaweit eigentlich sehr streng. Mein Tipp in diesem Fall ist, dass ein recht kleiner polnischer Spediteur schlicht keine Ahnung hatte - und wahrscheinlich deshalb das billigste Angebot abgegeben hat, was die Logistiker der US-Army nicht bemerkten.

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NauMax 11.01.2018, 15:10
27.

Zitat von sven2016
Wenn man immer den billigsten Anbieter wählt. Werden nicht Bundeswehrkasernen inzwischen auch von ausländischen Sicherheitsfirmen bewacht? Gutes Gelingen. Besser man kontrolliert vor der Auftragsvergabe.
Weil man in Deutschland eine spezielle Schulung benötigt, um bewaffnet oder unbewaffnet Objektschutz durchführen zu dürfen - und es wohl schlicht zu teuer wäre, jeden einzelnen Soldaten entsprechend weiterzubilden... Deutsche Bürokratie!

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bierzelt 11.01.2018, 15:13
28. Interessant!

Die Panzer sehen mal ganz und gar nicht abgerüstet aus. Die dürften daher ohne bewaffneten Begleitschutz gar nicht auf die deutschen Straßen. Selbst ein LKW der Bundeswehr, der nur ein paar Gewehre geladen hat, hat immer mindestens einen bewaffneten Begleiter. Warum gab es sowas hier nicht?

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NauMax 11.01.2018, 15:14
29.

Zitat von mit66jahren
Wenn der amerikanische Oberbefehlshaber von der Aktion erfährt, ist Ärger vorprogrammiert. Selbst sind wir nicht in der Lage, unsere militärischen Land- und Luftfahrzeuge in hinreichender Zahl am Laufen zu halten und nun behindern wir .....
Die Amerikaner werden viel eher den Polen dafür zusammenstauchen, dass er dieses Gerät ohne passende Papiere und Genehmigungen transportiert hatte. Da versteht weder der Gesetzgeber noch das Militär Spaß! Abgesehen davon, dass die Amerikaner sehr wohl wissen, dass Europa um einiges dichter besiedelt ist als zuhause und es diese Vorschriften aus sehr gutem Grund gibt. Dennoch lehne ich mich mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass auch in den USA kein einziger Panzer ohne Marschbefehl mit entsprechend erforderlichen Genehmigungen seitens der Zivilbehörden im Anhang die Kaserne in Richtung einer öffentlichen Straße verlässt, egal ob auf-, abgesattelt, in Einzelteilen oder als Schrottwürfel!

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