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Trotz Todesfall: RWE will Hambacher Forst weiter roden
DPA

"Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion": Bei "Maybrit Illner" hat RWE-Chef Schmitz erklärt, warum die Rodung im Hambacher Forst trotz des Todesfalls weitergehen soll.

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redduke 21.09.2018, 03:48
1. Hambacher Restwald

Die anstehende Rodung eines zwanzigstel Restwaldgebietes im Hambacher Forst, gerne von den Medien zum Jahrtausendealten Urwald deklariert, treibt zur Zeit viele sogenannte Umweltaktivisten und Journalisten buchstäblich auf die Bäume. Diese setzen sich über geltendes Recht hinweg, indem sie zum einen Gewalt gegen die Polizei ausüben und zum anderen den Eigentümer an der Ausübung seiner rechtmäßig beschlossenen Nutzung des Waldgebietes hindern. Es gibt Proteste wegen des Verlustes des Waldes und wegen der CO2-Emissionen durch die Braunkohleverfeuerung.

Ein nüchterner Blick auf die CO2-Problematik würde die Diskussion versachlichen. Betrachtet man den Anteil den Deutschland an den CO2-Emissionen weltweit hat, sind dieses nur ca. 2%. Davon entfallen ca. 1/3 dieser 2% auf die Stromerzeugung durch Braun- und Steinkohle, d.h. ca. 0,7% der weltweiten CO2 Emissionen sind auf deutsche Stein- und Braunkohlekraftwerke zurückzuführen!!!

Die installierte Kraftwerksleistung von Braun- und Steinkohle in Deutschland beträgt ca. 46.000 MW. Davon entfallen auf die Kraftwerke, die aus dem Tagebaugebiet Hambacher Forst beliefert werden, 8.100 MW. Umgerechnet auf die weltweiten CO2-Emissionen sind das dann ca. 0,1% der weltweiten Emissionen. Damit liegen diese in einem Bereich, der weltweit nicht mehr wahrnehmbar ist. Dennoch gibt es Bürger, die glauben, im Hambacher Forst die Welt vor dem CO2 Anstieg retten zu können!!!!!!!!

Von daher kann ich nur mein Beileid wünschen. Zum unnötigen Unglück und zur unnötigen Diskussion um den Erhalt des "Jahrtausendealten Resturwald" während jeden Tag die Regenwälder abgeholzt werden und in China jedes Jahr weiter Braunkohlekraftwerke ans Netz gehen und pro Jahr mehr CO2 ausstoßen, was die BRD in 20 Jahren einspart.
Gute Nacht Deutschland

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bmvjr 21.09.2018, 03:52
2. Wert des Waldes

Eine Einstellung der Raeumung und Abbrechen des Abholzens dieses Forstes wuerde 4 bis 5 Milliarden kosten? Wen? Und was ist ein 12.000 Jahre alter Forst wert? Und wenn denn ein solch tausende Jahre alter Forst heute tatsaechlich RWE "gehoert", wurde solch ein Eigentumsuebergang an ein Industrieunternehmen nicht mit entsprechenden vertraglichen Auflagen verknuepft in Sachen Bestandspflege, Verwendung, etc.? Wenn schon ein Grundstueckseigner mit Auflagen belegt wird, ob sein Grundstueck ueberhaupt jemals bebaut werden darf und wenn ja wieviel davon, in welcher Hoehe, fuer welche Art der Nutzung dann muss beim Verkauf eines 12000 Jahre alten Forstes an ein Industrieunternehmen doch auch etwas an Auflagen vorhanden sein.

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ulrics 21.09.2018, 03:53
3.

Wie viel verdient RWE eigentlich am Holzverkauf? Und darf bei einer Sache die angeblich dem Gemeinwohl dient überhaupt Gewinn gemacht werden?
Abgesehen davon gab es bereits tausende Tote durch Braunkohleverstromung. Durch Klimawandel und durch Schadstoffausstoss. Die Toten sind bloß nicht so offensichtlich.

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BSC 21.09.2018, 04:09
4. Rwe

Die sollen weiter machen. Rechtsstaatlichkeit ist ein hohes Gut, nur weil es linken Spinnern, neudeutsch Aktivisten, nicht passt, darf man diesen nicht aufgeben. Die Medien tun aktuell alles, um das Recht von RWE zu banalisieren. Leider, und auch bedenklich.

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redduke 21.09.2018, 04:45
5. Restwald

Ich sehe es genauso und hoffe, dass so schnell es geht der Restwald geräumt wird und das dieses Theater aufhört.
Mit Umweltschutz hat das nichts zu tun.
Das manche glauben, bei einem Ausstieg aus dem Wäldchen Hambach etwas an der Klimaerwärmung zu ändern, macht mich Fassungslos.

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theuserbl 21.09.2018, 04:55
6. RWE boykottieren

Kann ich irgendwie beeinflussen, daß wenn ich Strom nutzte, RWE kein Geld davon bekommt?
Wie kann man RWE boykottieren?

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stern7000 21.09.2018, 05:41
7. RWE sollte Verantwortung für das Klima übernehmen

Danke, RWE-Konzernchef Schmitz, dass sie es doch zugeben: Ein Erhalt des Hambacher Forstes ist also doch möglich. Kostet halt Geld. Ob die Zahlen so stimmen? Da zweifel ich jetzt mal ein bisschen...
Was ich aber weiß: allein der Dürresommer dieses Jahr hat die Landwirtschaft eine Milliarde gekostet. Andere Schäden sind da noch gar nicht eingerechnet, Schäden an Bäumen und umgekippten Seen.
Und es werden noch viele DürreSommer folgen, wenn die Energiewende nicht gelingt. Und das sagen nicht irgendwelche Umwelthippies, sondern seriöse Wissenschaftler, die sich seit Jahrzehnten mit dem Klimawandel beschäftigen. Und die kennen sich damit wohl am besten damit aus.
Aber Sie müssen die Folgen des Klimawandels ja nicht bezahlen...Haben die Bauern halt Pech gehabt. Oder die Allgemeinheit. Hauptsache, das RWE muss nichts bezahlen.
Das finde ich sehr traurig. Ich finde, das RWE sollte Verantwortung übernehmen für unser Klima. Das RWE sollte mitarbeiten an der Energiewende und nicht wegen irgendwelcher Kosten jammern.

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nahatschalah 21.09.2018, 05:50
8. Es ist eine Illusion zu glauben,

dass der Hambacher Forst gerodet werden kann. Das sollte nun auch RWE klar sein, dass dies gesellschaftlich nicht durchsetzbar ist. Nicht bevor die Kohlekommission ein Ergebnis vorgelegt hat. Klar ist auch: seit Jahren leben Menschen in den Baumhäusern und es gab NIE einen schwerwiegenden Vorfall. Die Baumhäuser sind also sehr sicher. Wenige Tage dauerte die Räumung an und es gab einen Toten. Die Schuld - nicht die juristische, da es ein Unfall war sondern die moralische - an den Toten ist daher klar: nicht die Polizei, die getan hat, was sie musste sondern der NRW-Innenminister, der die Räumung beantragt hat.

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Phil2302 21.09.2018, 06:25
9. Natürlich

Der Hambacher Forst ist 200 ha groß. 100 ha sollen gerodet werden. Die Sophienhöhe, die als Ausgleichsfläche von RWE geschaffen werden muss, ist (bereits) 1500 ha groß. In Deutschland gibt es ca. 11 500 000 ha Wald, Tendenz steigend (!). Wogegen wird also protestiert, dass Kohle dreckig ist? Das ist natürlich richtig, aber so ist das wenn ich einen Umstieg machen möchte, irgendwoher muss der Strom nun einmal kommen, und wenn ich bis 2022 31 Atomkraftwerke dichtmachen möchte (2/3 sind schon aus), dann bleibt mir nun einmal keine Wahl als weiter auf Kohle zu setzen. Ach ja: Stand 2017 sind 1600 neue Kohlekraftwerke weltweit in Planung. Mal als wichtiges Hintergrundwissen, um sich eine ausgewogene Meinung bilden zu können. Wenn man die Geschichte so liest kommt es einem ja so vor, als wenn RWE den gesamten Amazonaswald roden möchte.

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