Forum: Panorama
Tsunami 2004 auf den Nikobaren: Die fatale zweite Welle
Rashid Yusoof

Auf den indischen Nikobaren lebten viele Urstämme Jahrtausende ungestört - bis der Tsunami alles vernichtete. Die danach eintreffenden Hilfsgelder machten es nur schlimmer. Heute kämpft ein Stammesprinz um die alte Lebensweise - um jeden Preis.

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agua 21.12.2014, 17:50
1.

Ich habe nun alle Schicksale gelesen.
Jedes berührt auf seine Weise, aber die Geschichte hier schockt mich am meisten.
Um so leben zu können,wie sie es gewohnt waren,müssen diese Menschen in einer Art Zoo leben:(

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gopferklemmi 23.12.2014, 10:29
2.

Ich finde es schlimm dass diese Kultur nun so gut wie verschwunden ist, allerdings wären ohne die Hilfen die Überlebenden wohl alle verhungert (laut Artikel war ihre Heimat ja unbewohnbar), dann gäbe es diese Kultur auch nicht mehr. Ganz klar ist aber nicht warum sie nicht zurück auf ihre Inseln können, die müssten doch wieder bewohnbar sein oder ?

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EmmaDiel 24.12.2014, 07:28
3. Tja

Schock-Dokrin halt, läuft immer & überall so.

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cococ1 24.12.2014, 08:19
4. Mit dem

Geld kam das Unglück? Wieso war das klar?

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datura2 24.12.2014, 08:25
5.

In diesem Artikel zeigt sich mal wieder die Arroganz der sogenannten ach so zivilisierten 1. Welt. WIR haben uns an eine bestimmte Art der Lebensführung gewöhnt, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen können, das es andere Kulturen mit anderen Wertvorstellungen gibt.

Das hier ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie gut gemeinte Hilfe eben nicht Gutes bewirkt. Natürlich brauchten diese Menschen Hilfe nach dieser Katastrophe. Frisches Wasser, Lebensmittel, Werkzeuge und Material für neue Unterkünfte. Statt dessen hat man sie mit den Segnungen der modernen Welt überschüttet, ohne darauf zu hören, dass sie diese gar nicht wollen.

Die Arroganz und Ignoranz von Regierungen und NGOs erstaunt mich immer wieder. Afghanistan in Asien, Somalia und weitere Staaten in Afrika sind weitere Beispiele dafür, wie mit "gut gemeinter Hilfe", egal ob mit militärischen Mitteln (Afghanistan und Somalia) oder mit Lebensmittellieferungen lokale und regionale Strukturen zerstört werden.

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never-stop 24.12.2014, 08:29
6. Was bleibt anderes übrig?

Die Logik ist nicht ganz nachvollziehbar:
Früher brauchte es kein Geld, aber jetzt, auch wenn man zu den gleichen Bedingungen lebt wie in diesem Projekt, schon?
Und schuld ist vermutlich der Westen, das spürt man unterschwellig, wir -die wir ohnehin an allem zumindest teilweise schuld sind. Nur die Plattentektonik die den Tsunami auslöste wurde vermutlich nicht von Ölbohrungen westlicher Konzerne ausgelöst?!

Ich weiß jetzt nicht oder gute Prinz an mangelndem Durchblick leidet oder der Beitrag einfach dem altbewährten Schema folgt, passend gerade zu Weihnachten: Seht die armen unschuldigen Wilden, was haben wir ihnen angetan.
Damit es nicht falsch ankommt, - die Tragödie ist herzzerreissend, und man würde wünscht den Menschen dort alles Gute.
Man ist vielleicht derzeit nur etwas übersensibel gegenüber dem Journalismus an sich. Könnte es sein dass dessen Krise etwas zu tun hat mit dessen Techniken und Haltungen? Die die Leser zunehmend durchschauen und die sie ermüden?

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Meconopsis 24.12.2014, 09:09
7. Sentinelesen

Auf den nördlich gelegenen Andamanen gibt es noch ein letztes Volk, das bis jetzt keinen freundlichen Kontakt zur modernen Zivilisation hatte. Die Sentinelesen haben den Tsunami offenbar besser überlebt, als die anderen. Auf vorbeifliegende Hubschrauer warfen sie Speere, an die Fernsehbilder kann ich mich noch erinnern. Und Fremde, die in ihr Territorium eindrangen, brachten sie um. Die indische Regierung hat ein totales Kontaktverbot verhängt. Das ist wohl die einzige Möglichkeit, so eine Kultur zu erhalten. Nur die Insellage macht das überhaupt möglich.

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fd53 24.12.2014, 09:57
8. technisch falsche Darstellungen

Das die Wellen mit 800 km/h gegen die Küste krachen, auch das ist Blödsinn pur. Selbst 300 m vor dem Strand bemerkt man auf einen Schiff kaum etwas. Die "Talae 2" (siehe www.lazytours.com) mit dem Besitzer und Kapitän Raimund Fehrmann befand sich keine 300 m vor dem Strand von Koh Pee Pee, als der Tsunami unter dem Schiff das Wasser durchschob. Außer ein Braunfärbung sah man nichts, die Wasserhöhe stieg um etwa 30 cm! Aber direkt vor dem Strand baute sich dann ein 12 m hohe Wasserwand auf.
Das Wasser wurde in Khao Lak mit einer solchen Gewalt landeinwärts geschoben, dass es einen Schweizer Bürger, der mit seiner Tochter auf einem Moped ca. 50 km/h schnell landeinwärts Richtung Berge raste, mit ca. 80 km/h überholte.
*
Nochmal: die Wellen entstehen erst kurz vor und am Strand, dort wo das Meer flacher wird. Auf hoher See bemerkt man nichts. Und es ist an Land auch keine Welle, es ist ein Wand aus Wasser und Schutt - tödlich.

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keindogma 24.12.2014, 11:23
9. jammern

Immer dieses Jammern. Wahrscheinlich wären die meisten Überlebenden ohne Hilfe gestorben. Statt ein wenig Dankbarkeit zu zeigen wird angeklagt. Sie hätten ja die Hilfe ablehnen können.

Wobei ich mich ja immer fragen, ob dies nur die früheren Herrscher (prinz) so sehen. Die hätten bestimmt überlebt. Das einfache Volk hätte halt etwas leiden müssen. Dafür wäre die Herrschaft nicht in Gefahr gewesen.

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