Forum: Panorama
Übergriffe in Köln: Vorsicht vor der Angst

Nach den Straftaten vor dem Kölner Hauptbahnhof sind viele Menschen beherrscht von Wut und Vorurteilen. Diese Emotionen helfen weder den Opfern noch der Polizei, sie vermehren nur die Angst. Unsere Aufgabe ist jetzt eine andere.

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lillykatze 07.01.2016, 05:16
1. Danke

Dieser Text gefällt mir sehr gut und spiegelt ziemlich genau, was ich bei der ganzen Geschichte empfinde.
Ich reise sehr viel durch Deutschland mit der Bahn. Schon seit Jahrzehnten gibt es Bahnhöfe, an denen ich nicht gerne alleine den Bahnsteig wechsle. Es ist also kein aktuelle Phänomen. Als Frau habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade auf Bahnhöfen, Hilfe zumeist von nicht europäischen Menschen kommt, wenn mich ein Mann bedrängt und verfolgt hat.
Im Falle Köln kann ich nur auf eine Aufstockung der Polizeipersonals und möglichst ein paar ordentliche Verurteilungen hoffen. Ansonsten ist es ein weiterer Bahnhof, auf dem ich nicht gerne umsteige...

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timofine 07.01.2016, 05:24
2. Diesem Kommentar...

kann ich vollstens zustimmen!!! Mehr Worte braucht es nicht!!

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Miere 07.01.2016, 05:49
3. Vielleicht können wir gemeinsam damit anfangen ...

von unserer Landes- und Bundespolizei sowie den Security-Mitarbeiter der Bahn zu verlangen, dass sie es ernst nehmen, wenn Frauen angelaufen kommen und sagen, dass sie belästigt wurden, und dann sofort was unternehmen.
Und zwar was Zielführendes, nicht nur angegriffene Frauen gemeinsam mit Tätern irgendwohin abdrängen.

Davon unabhängig finde ich es aber peinlich, ablenkend und verharmlosend, wie in vielen Medien gleich der Fokus darauf geschoben wird, der Islam sei nicht frauenfeindlich, und niemand dürfe das behaupten. Als ob man nicht über echte Straftaten reden dürfte, ohne das hinzuzufügen.

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53er 07.01.2016, 06:02
4. Für diese Angst

haben Politik und Medien sowie eine -zunächst- verharmlosende und offensichtlich ahnungs-und machtlose Polizei schon selbst gesorgt. Wenn die Beschuldigungen in eine bestimmte Richtung gehen, wird schnell eine Mauer aufgebaut, aus Angst, es könnte zu einem "Flächenbrand" führen. Das ist aber der absoult falsche Weg, die Bürger fühlen sich nicht mehr ernst genommen sondern gegängelt und belehrt. In Köln gibt es dutzende Anzeigen mit Angaben zu einem übereinstimmenden Täterprofil. Welchen Aufenthaltsstatus diese Menschen haben ist dabei nicht von Belang und sollte auch nicht Anlass zu irgendwelchen Mutmaßungen geben. Es darf aber festgehalten werden, dass es sich zumindest in der Mehrzahl um nicht mitteleuropäisch aussehende Täter handelt, die in größerer Anzahl und (Vermutung von mir) diese Aktion in irgendeiner Weise abgesprochen haben. Allein die Menge der Straftaten sollte bei Polizei, Behörden und Politik alle Alarmglocken klingeln lassen und dem Herumlamentieren ein Ende bereiten. SPD, Grüne und Linke sollten endlich ihre rosarote Brille zur Seite legen und die meisten anderen Parteien nicht ihr Süppchen auf den Geschehnissen kochen. Wir haben Menschen im Land die
unter den Augen der Polizei (vermutl. organisierte) abscheuliche Verbrechen begehen können. Dass es bei der Verfolgung zu "Kollateralschäden" kommen kann, ist nicht auszuschließen.

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dirk1962 07.01.2016, 06:25
5. Nicht ganz

Zustimmung, soweit es die Opfer betrifft, die müssen im Mittelpunkt stehen. Keine Zustimmung, das die Täter unklar sind. Es handelt sich doch offensichtlich um junge Muslime. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gestern, oder vor drei Jahren schon zu uns gekommen sind. Bei einem Einzeltäter würde man zu Recht die Herkunft ausser acht lassen. Bei 1000 Menschen, die sich versammeln, um Erst zu randalieren und dann Frauen anzugreifen ist das schon etwas anderes.

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conny1969 07.01.2016, 06:27
6. über die Täter spekuliert?

Die Täter sind doch zum großen Teil bekannt. Die treiben in NRW seit Jahren ihr Unwesen. In anderen Medien gibt es Berichte wo die Täter wohnen, wer die Hintermänner sind, wieviel Straftaten je Täter ( bis zu 50 im Jahr) nachgewiesen wurden. Das Problem sind nicht die Polizei, nicht irgendwelche Spekulationen, sondern unsere Justiz und vor allem die Politik, die alles durchgehen lässt und bestimmte Tätergruppen einfach schalten und walten lässt.

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im_ernst_56 07.01.2016, 06:30
7. Vorverurteilung?

Es geht hier nicht um eine Vorverurteilung, sondern um die sehr begründete Annahme, dass die Täter von Köln, Hamburg und Frankfurt eine bestimmte ethnische Herkunft haben. Angenommen, die Täter wären übereinstimmend als Männer mit Glatzen und Thor Steinar-Jacken beschrieben worden, hätten niemand daran gezweifelt, dass die Täter wohl deutsche Neonazis waren, auch wenn es dafür noch keinen Beweis gibt. Es liegt doch auf der Hand, dass nach den Vorfällen in der Silvesternacht jeder halbwegs vernünftige und auf Eigensicherung bedachte Mensch Gruppen von nordafrikanisch bzw. arabisch aussehenden Männern aus dem Weg gehen wird. Daran ändert auch der etwas weltfremde Kommentar von Herrn Maack nichts.

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tsitsinotis 07.01.2016, 06:37
8. Danke

für diesen wohltuend bedachten Kommentar.

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espet3 07.01.2016, 06:37
9.

"Unsere" Aufgabe ist es, nicht so weiter zu machen, wie bisher. Wer nun der Polizei von Köln die Schuld geben will, vergisst, dass die Verursacher in Berlin stecken.

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