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"Um Himmels Willen"-Star vor Gericht: Freie Haut für freie Bürger
DANIEL KOPATSCH/EPA-EFE/REX

Warum tanzt Antje Mönning ohne Unterwäsche auf einem Parkplatz? Und warum regt das überhaupt jemanden auf? Vor Gericht ging es darum, wer in Deutschland Exhibitionist sein darf.

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asentreu 04.12.2018, 21:42
1. UNgleiches Recht für alle?

Das hätte ich von Frau Professor Frommel gern nochmal näher erläutert! Inwiefern ist denn männliche Nacktheit offensiver oder belästigende als weibliche Nacktheit? Inwiefern ist es somit juristisch legitim Männer für eine Handlung zu bestrafen, Frauen aber nicht? Und tatsächlich, inwiefern ist reine Nacktheit (ohne sexuelle Handlungen) im Jahre 2018 noch irgendwie anstößig, wir haben doch nicht mehr 1950.

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Mehrleser 04.12.2018, 21:51
2.

Gleiches Recht für alle! Wenn Frauen ihre primären Geschlechtsmerkmale öffentlich zeigen dürfen, dann auch Männer und Personen des dritten, vierten usw. Geschlechts! Eine Einschränkung der Rechte für Männer, nur weil deren Geschlechtsorgane Erregung sichtbar zeigen, ist Sexismus.
Oder alle behalten bitte in der Öffentlicheit ihr Höschen an, auch ex-Nonnen.

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bernd0963 04.12.2018, 21:54
3. Gleiches Recht für

alle .... super
Mal abwarten wenn es der erste Mann auf gleiche Weise tut was dann entschieden wird von den Richtern

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testuser2 04.12.2018, 21:58
4. Endlich Gleichheit auch bei Strafen

Dass in der Rechtsprechung keine Gleichheit besteht, sondern Frauen milder bestraft werden als Männer, ist bestimmt so. Zuletzt hat Lydia Benecke in einer Talkrunde darauf hingewiesen, als sie ihr neues Buch "Psyochpatinnen" vorgestellt hat. Nur der
Hubertus Meyer-Burckhardt hat natürlich lieber nicht nachgefragt, als Frau Benecke das ansprach - war ihm wohl zu heikel.

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zeichenkette 04.12.2018, 22:04
5. Ein Unterschied:

Frauen gehen anschließend erheblich seltener dazu über, LKW-Fahrer zu vergewaltigen, schlicht weil Frauen im Durchschnitt körperlich unterlegen sind. Aber im Prinzip kann ich schon verstehen, dass das niederschwellig eine Ungleichbehandlung von Gleichem ist: Wenn ein Mann seine Geschlechtsorgane vor Frauen entblößt, wird das sehr leicht als sexuelle Belästigung verurteilt, auch wenn es dabei bleibt. Bei Frauen, die sich vor Männern entblößen nicht? Ob und wie weit hier die Gefährdung dadurch mit reinspielt, dass das bei fehlender Unterbindung leicht nicht dabei bleibt, wenn das einfach so üblich wäre, darüber darf man ruhig mal nachdenken. Wie immer muss man Menschen und Gruppen, die eh stärker sind, nicht so stark schützen wie die, die ohne einen solchen gesellschaftlichen und rechtlichen Schutz ziemlich verloren wären. Das muss man bei solchen Vergleichen schon mit berücksichtigen. So einfach wie manche es sich da machen, ist das nämlich wirklich nicht.

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schwabe1952 04.12.2018, 22:08
6. mein Gott ...

wie spießig, in dieser sexualisierten Welt und im Jahr 2018.

Sowas kann auch nur in Söders Bayern oder im Vatikan passieren.

Unfassbar.

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barklug 04.12.2018, 22:10
7.

Und für was für eine Ordnungswidrigkeit zahlt sie nun 300,-? Geldbuße?

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spon-facebook-10000239462 04.12.2018, 22:10
8. Öffentliches Ärgernis?

Scheinbar scheint sich nur der Polizist an der Darbietung zu stören. Ob das jetzt gleich die Öffentlichkeit davon Belästigt war, bezweifle ich. Wir leben hier gottseidank in Deutschland und nicht in Ägypten oder einem anderen Scharia-haltigen Land. Mein Wunsch wäre, das Verfahren einstellen und die zugehörigen Paragraphen abschaffen.

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Little_Nemo 04.12.2018, 22:16
9. Body of Evidence

Das verblüfft mich jetzt auch ein bisschen, dass es hier offenbar ein Gesetz gibt, das gegen den Gleichheitsgrundsatz (Artikel 3, Grundgesetz) verstößt. Es ist natürlich richtig, dass Männer und Frauen biologisch gesehen nicht gleich sind. Inwiefern das aber hier relevant ist und eine Ungleichbehandlung rechtfertigt, erschließt sich mir nicht. Ich persönlich, als heterosexueller Mann, würde es durchaus in sehr vielen, vermutlich den meisten Fällen als Belästigung empfinden, wenn sich Frauen in der Öffentlichkeit unvermutet vor mir entblößen und mich antanzen. Und selbst wenn das nicht so wäre, müsste im Sinne des Rechts immer noch der Gleichheitsgrundsatz gelten. Warum das was die Dame da dargeboten hat nun auch noch Kunst gewesen sein soll, bedürfte ebenfalls einer eingehenderen Erklärung. Ist nun alles was Künstler tun automatisch Kunst? Auch Nasebohren, Fußnägel schneiden und Notdurft verrichten? Oder nur dann wenn es gerade opportun erscheint? Der Karriere der Dame, von der ich noch nie etwas gehört habe, wird es vermutlich dienlich gewesen sein.

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