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Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen: Kardinal Marx legt sich mit Vatikan an
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Soll die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen? Nein, meint Gerhard Ludwig Müller, Chef der Glaubenskongregation im Vatikan. Der Münchner Kardinal Marx will das nicht hinnehmen.

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spiegel-kommentar 07.11.2013, 16:49
1. Konsequent

Die Kirche sollte in dem Punkt einfach konsequent sein und diejenigen ausschließen, die dann eh keine richtigen Mitglieder mehr sind. Dann könnten die sich die Kirchensteuer sparen.

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THINK 07.11.2013, 17:05
2.

Zitat von sysop
Soll die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen? Nein, meint Gerhard Ludwig Müller, Chef der Glaubenskongregation im Vatikan. Der Münchner Kardinal Marx will das nicht hinnehmen.
Kann man Gerhard Ludwig Müller nicht mit dem Bischof Wiehiessdernochmal in die Wüste schicken.
Dann ist der nicht so alleine und hat einen Bruder im Geiste.

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chilischweiz 07.11.2013, 17:08
3. die Prioritäten der katholischen Kirche...

Papst Franzikus will die Kirche auf die wahren globalen Probleme ausrichten - Armut und Gewalt. Anscheinend braucht der Leiter seiner Glaubenskongregation da noch ein bischen Nachhilfe; unbegreiflich, dass er zum Thema "Rechte von Geschiedenen" nicht einfach seinen Mund halten kann

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glen13 07.11.2013, 17:08
4.

Zitat von sysop
Soll die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen? Nein, meint Gerhard Ludwig Müller, Chef der Glaubenskongregation im Vatikan. Der Münchner Kardinal Marx will das nicht hinnehmen.
Die "Lehre der Kirche" ist nun mal nicht die Lehre Jesu. Kardinal Marx hat das wohl begriffen, die anderen werden es wohl nie begreifen.

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saaman 07.11.2013, 17:13
5. Wieso brauchen Menschen die RKK?

Die Kirche macht, was sie will. Zumindest die RKK. Das hat nichts mit den Testamenten der Bibel und nichts mit einem Gott zutun, der die Menschen nicht enttäuschen wird, wie es Franziskus sagt. Da mag er richtig liegen. Weil den Job der menschlichen Enttäuschung hat die RKK auf sich gezogen. Und zwar mit täglichen kleinen oder großen Attacken. Deshalb: raus aus dem Verein. Wer an die Bibel glaubt, an das, was dort über Gott geschrieben steht, muss sich entscheiden: für Gott oder die RKK. Einen Zusammenhang zwischen beidem sehe ich nicht.

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a_friend 07.11.2013, 17:17
6. Chef der Glaubenskongregation?

Die Bezeichnung "Chef der Glaubenskongregation" ist schon sehr salopp, korrekt wäre der Titel "Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre".

Alternativ kann man auch den ursprünglichen Titel verwenden: "Großinquisitor" (ja, diese Glaubenskongregation war früher unter dem Namen "heilige römische Inquisition" bekannt und beliebt).

Damit sollte schon klar sein: Den Posten bekommen nur Hardliner.

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syracusa 07.11.2013, 17:22
7.

Zitat von spiegel-kommentar
Die Kirche sollte in dem Punkt einfach konsequent sein und diejenigen ausschließen, die dann eh keine richtigen Mitglieder mehr sind. Dann könnten die sich die Kirchensteuer sparen.
Lustigerweise kann man gar nicht aus der Kirche austreten. Der gemeinhin "Austritt" genannte Vorgang beim Amtsgericht bedeutet nur, dass das Finanzamt die Kirchensteuer nicht mehr einzieht.

Man kann aber auch nicht aus der Kirche ausgeschlossen werden. Selbst die Exkommunikation bedeutet nicht, dass dadurch die Kirchenmitgliedschaft endet. Diese gilt nach katholischem Verständnis für immer und ewig.

Ansonsten denke ich, dass der Bischof Marx die gesellschaftliche Bedeutung seiner "Sakramente" gewaltig überschätzt. Den Menschen geht es eiskalt am Arsch vorbei, ob sie nun durch die katholische Kirche zum gemeinsamen Speisen von Obladen und Trinken billigen Weins zugelassen werden oder nicht. Aber andererseits ist es natürlich nie verkehrt, wenn die Kirche ein klitzekleines bisschen liberaler wird. Auch wenn's 500 Jahre zu spät kommt ...

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hauptsache_dagegen 07.11.2013, 17:22
8.

Ich selbst bin kein Katholik (mehr), aber ich interessiere mich nach wie vor für diese Jahrhunderte alte Institution Kirche.
Und Kardinal Marx ist einer der Wenigen darin, der die Eigenschaften Aufrichtigkeit, Lebensnähe und (theologische) Intelligenz in sich vereint.
So etwas ist auch außerhalb der Kirche selten.
Und hier hat er wieder einmal absolut Recht: Wenn die Kirche sich diesem Thema jetzt nicht freiwillig stellt, wird sie in wenigen Jahren (spätestens!) von ihren Mitgliedern dazu gezwungen werden - und mit dem Rücken zur Wand lässt sich ein öffentlicher Diskurs ganz einfach gar nicht steuern; dann ist man Getriebener.

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4magda 07.11.2013, 17:28
9.

Zitat von sysop
Soll die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen? Nein, meint Gerhard Ludwig Müller, Chef der Glaubenskongregation im Vatikan. Der Münchner Kardinal Marx will das nicht hinnehmen.
Marx legt sich nicht mit dem Vatikan an, sondern mit dem ehemaligen Bischof von Regensburg und jetzigen durch Benedikt eingesetzten "Chefinquisitor" an. Franziskus kann den ja nicht einfach rausschmeissen. Personal, das man mal "geerbt" hat muss ja nicht unbedingt gut sein. Regensburg ist jedenfalls froh, dass das "Problem" weggelobt wurde.

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