Forum: Panorama
Umstrittener Einsatz: Wie Söldner somalische Piraten jagen

Es sind Bilder, wie man sie noch nicht gesehen hat: Ein Video belegt, wie private Sicherheitskräfte an Bord eines Frachters einen Piratenangriff abwehren. Noch sind solche Einsätze umstritten - doch die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetz, das Söldner auf deutschen Schiffen legalisieren soll.

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HeisseLuft 13.04.2012, 11:50
200. Selbst Schuld,

Zitat von Barath
Tja, da geht es hin, das staatliche Gewaltmonopol. Kennt jemand noch diese dystopische Science-Fiction aus den 90ern "Shadowrun" (gibts wohl immer noch)? Irgendwann ist die Wirtschaft nicht mehr auf die Staaten angewiesen um über Armeen zu verfügen, die dann per Krieg ihre Interessen vertreten.
wenn der Staat den Schutz nicht leistet. privataarmeen gibt es allerdings schon länger - ein ernsteres Beispiel in dieser Richtung wäre Irak.

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HaioForler 13.04.2012, 11:51
201.

Zitat von Hupert
Nee mal im Ernst, das sind in erster Linie Menschen ohne Bildung und jegliche Perspektiven... wenn dann noch schwere Waffen und der unbedingte Wille dazukommt auch ein Stück vom Kapitalismus Kuchen abzubekommen hat man den Salat. Da muss man ansetzen
Da kann man gerne ansetzen. Spaeter dann mal.

Menschen ohne Bildung und Perspektiven gibt es ueberall. Aber nicht alle haben Maschinengewehre und die wenigsten sind kriminell.
Ich wuesste nicht, das Einkommen von Kriminalitaet abhaelt, so einfach ist die Recjhnung nicht, nur fuer Soziologen Deutscher Couleur.

Die Schiffe bewaffnet und gut ist. Sollst mal sehen wie schnell die Piraten gebildet werden - die sind ruckzuck schlauer als vorher.

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Mephistodium36 13.04.2012, 11:52
202. richtig

Zitat von homeuser
Das ist wieder so richtig typisch deutsch - wasch mich, aber mach mich nicht nass. Ähnlich wie beispielsweise die Bildungsgutscheine oder das Wechselkennzeichen - es steckt eine gute Idee dahinter, aber die Umsetzung ist Murks. Es ist natürlich total sinnvoll Sicherheitskräfte mit Pistolen und kleinen Waffen auszustatten - mit denen kann man i.d.R. nämlich viel mehr als auf 10-20m halbwegs genau zielen. Da werden die Piraten samt 10 Mann, automatischen Waffen und Raketenwerfer sicherlich riesige Angst bekommen wenn da ein Sicherheitsmann mit einer Walther P99 an Bord ist...
Dem kann ich nur zustimmen.
Ein Sicherheitsunternehmen, das sich dazu bereit erklärt, gefährdet aus meiner Sicht die Sicherheit seiner Mitarbeiter.
Aber im politisch korrekten Deutschland darf man Kriminelle eben nur mit Samthandschuhen anfassen - der "Menschenrechte" wegen.
Was die Rechte der anständigen Seeleute angeht, deren Gesundheit und Leben, dafür haben manche hier nur bedingt Verständnis.

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amerlogk 13.04.2012, 11:55
203. ...

Wer für private Waffenanwendung ist, kann bitte das Land verlassen, den er befindet sich nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes.

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deccpqcc 13.04.2012, 11:55
204.

Zitat von Hupert
Nun stellen sie sich mal vor Exekutivaufgaben werden in großem Umfang an Privatfirmen abgegeben. Würden sie sich bei einer Verkehrskontrolle im Jahre 2030 gern von einem unterbelichteten Milchbubi (der jobtechnisch nix anderes auf die Reihe bekommen hat als seine Knarre zu putzen und ihr nen Namen zu geben) bei einer Verkehrskontrolle mit entsicherter Waffe vor der Nase rumfuchteln zu lassen? Sie und nahezu alle anderen postenden Personen in diesem Thread sollten sich das mal vor Augen halten... so ähnlich fing das auch hier im Land schonmal an und am Ende haben fast alle mitgemacht. Was da geschieht sollte von niemand anderen als legitimen Streitkräften durchgeführt werden.
verkehrskontrollen sehe ich als hoheitliche aufgaben was sie auch bleiben sollten.
wenn sie erlauben habe ich aber eine andere sichtweise was privates sicherheitspersonal sowohl zb bei geldtransporten als auch bei handelsschiffen angeht.

wer einen geldtransporter überfällt der läuft gefahr vom (privaten) begleitpersonal erschossen zu werden, warum sollte das bei einem handelsschiff anders sein?
und warum sollte ich damit ein problem haben ?
ich sehe diese sicherheitsleute nicht als kolonialismus oder als ersten vorboten eines vierten reiches.

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KarlFaktor48 13.04.2012, 11:55
205. titel

Zitat von fritz.reinhardt
Und wieder sollen Söldner eingestellt werden um die sozialen Probleme dieser Welt zu lösen.
Typische Verdrehung der Wirklichkeit bis es quietscht.
Reeder beauftragen zum Schutz ihres Eigentums eine darauf spezialisierte Firma an, die vorzugsweise Ex-Berufssoldaten beschäftigt. Würde ich auch machen, gute Bezahlung wenig Stress und man ist mal zu Hause raus.
Die Piraten wollen dagegen schnell sehr reich werden, aber wie überall auf der Welt nichts ist ohne Risiko. Mit sozialen Problemen hat sowas ziemlich entfernt zu tun. Die haben eine große Villa mit großem Auto und 5 Nebenfrauen im Kopf.

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peter282000 13.04.2012, 11:57
206.

Zitat von Hupert
Nee mal im Ernst, das sind in erster Linie Menschen ohne Bildung und jegliche Perspektiven... wenn dann noch schwere Waffen und der unbedingte Wille dazukommt auch ein Stück vom Kapitalismus Kuchen abzubekommen hat man den Salat. Da muss man ansetzen und zwar nicht nur in Afrika.
Wie weit müsste denn der Lebensstandard in Somalia angehoben werden, damit die kriminelle Energie erlahmt und Piratenangriffe aufhören?

Es gibt auch einen anderen Ansatz, der in vielen Ländern anerkannt ist: Strafbewährung von rechtlichem Fehlverhalten. Es ist nämlich so, dass es Kriminalität auch in Ländern gibt, deren Lebensstandard höher als in Somalia ist. Und in denen es große Einkommensunterschiede gibt. Gegen Kriminalität geholfen hat am Ende trotz allgemeinen Wohlstandsgewinns nur die Strafandrohung und -durchsetzung.

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tzahal 13.04.2012, 11:58
207. Eine typisch deutsche Lösungsvariante

Nun darf bald privat gesichert werden, aber bitte ohne Maschinengewehre, die aufgrund ihrer Reichweite und Feuerkraft tatsächlich in der Lage wären, Angreifer - ohne Kampf - und frühzeitig auf sicherer Distanz zum Schiff zu halten.

Die Bundesregierung wird nun also den 100m Lauf als existent anerkennen und freigeben, er ist aber mit zusammengebundenen Füßen zu absolvieren. Die Politik läuft den Ereignissen weiter meilenweit hinterher und will dann mit (bis ins Detail regulierten) Spaßlösungen eingreifen.

Bis dahin läd man die Piraten besser auf einen Kaffee auf das Schiff ein um sie dann im close combat Verfahren, mit Zimmerflak, zu "erledigen".

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Flufwuppich 13.04.2012, 11:59
208. Das klingt zwar höchst vernünftig,

Zitat von Hupert
Nee mal im Ernst, das sind in erster Linie Menschen ohne Bildung und jegliche Perspektiven... wenn dann noch schwere Waffen und der unbedingte Wille dazukommt auch ein Stück vom Kapitalismus Kuchen abzubekommen hat man den Salat. Da muss man ansetzen und zwar nicht nur in Afrika.
nur hilft es einer Crew in besagter Situation nichts.
Im Übrigen darf man davon ausgehen, daß sich sowohl die Piraten, als auch die "bösen" Schiffsbesatzungen und deren Söldner der Tatsache bewußt sind, daß der Tod nun einmal die logische Folge militärischen Handelns ist.

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user543 13.04.2012, 12:00
209. Richtig so!

Selbstverteidigung ist ein Menschrenrecht!
Hätten die sich etwa wehrlos kapern lassen sollen? Es ist doch bekannt, was dann passieren kann. Es ist nicht das erste mal, dass somalische Piraten Menschen getötet oder verschleppt haben.
Auch Deutschen ist das erlaubt. Ich war in jungen Jahren mehrfach als Mitselger (Arbeit gegen Koje) auf Segelyachten unterwegs. Einige reiche Eigner hatten damals schon Schußwaffen zur Selbstverteidigung an Bord. Auch an den Kanaren und vor der brasilianischen Küste gab es schon in den 1980gern Piraterie. Im Grunde gibt es das Piraterierisiko auf allen Weltmeeren, wo Schwellenländer oder verhältnismäßig arme Länder sind. Ausserdem weiß man nie, welche Spinner sonst noch auf den Weltmeeren unterwegs sind. Leuten gegenüber, die man nicht kennt sollte man bei Begegnungen in internationalen Gewässern prinzipiell mißtrauisch sein. Für die Dauer der Liegezeit in Deutschland kamen die in Waffenschränke, die vom Zoll verplombt wurden und erst auf hoher See wieder geöffnet werden durften.

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