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Unfall-Urteil: Hohe Haftstraße für Hamburger Todesfahrer
DPA

Vier Menschen starben, als sein Auto an einer Kreuzung in Hamburg-Eppendorf auf den Gehweg raste. Nun hat das Gericht den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Der Mann muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft.

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amazingdoppelgaenger 05.06.2012, 14:22
10. Wo

ist den hier bitte die Relation? Die Frau mit dem Bus durfte 10 Leute auf Bewährung killen und dieser Man bekommt 3 Jahre? Wahrscheinlich ist er nicht im Staatsdienst wie die gute Frau in Berlin.

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LAZA74 05.06.2012, 14:29
11. da muss ich zustimmen

Zitat von neinnein
Sehr geehrter Autor, mit dieser Haftstraße geht der Täter nicht in das Gefängnis. Es handelt sich somit nicht um eine "hohe Haftstraße". Das Urteil ist leider lächerlich!
Was SPON mal wieder verschweigt sind die vielen Unfälle, die dieser gewissenlose Mensch schon VORHER (wenn ich mich recht erinnere: 3) hatte.
Aber da haben die Gerichte versagt und Milde walten lassen - muss denn immer was schlimmes passieren?

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SpitzensteuersatzZahler 05.06.2012, 14:29
12.

Zitat von amazingdoppelgaenger
ist den hier bitte die Relation? Die Frau mit dem Bus durfte 10 Leute auf Bewährung killen und dieser Man bekommt 3 Jahre? Wahrscheinlich ist er nicht im Staatsdienst wie die gute Frau in Berlin.
Der Typ hat vorher schon zahlreiche Unfälle verursacht. Es war ohnehin ein Unding, dass er sich den Führerschein wieder erklagen konnte und dann bringt er 4 Leute um. Dafür ist die Strafe noch sehr milde ausgefallen.

Kino.to = fast vier Jahre Knast
4 Menschen auf Drogen und Medikamenten umbringen nachdem man vorher schon etliche Unfälle verursacht hat = nahezu dasselbe Strafmaß.

Echt schräg.

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Quotenfrau4711 05.06.2012, 14:30
13. Busunglück ??

Zitat von janne2109
ähhh?? Und die Frau die das Busunglück verursacht hat darf den Schein behalten und bekommt Bewährung?
Nun weiß ich nichts von diesem Busunglück doch frage ich mich, ob die beiden Unfälle denn vergleichbar waren. Hier gibt es einen Mann, der weiß, dass er zeitweilig epileptische Anfälle erleidet und dabei nicht mehr kontrolliert handeln kann. Er weiß, dass es unter einem solchen Anfall zwangsläufig zu einem Unfall kommen muss, denn anhalten kann er schließlich nicht mehr. Er ist also ganz bewusst und fahrlässig das Risiko eingegangen, dass dabei andere Menschen zu Schaden kommen oder gar ums Leben. Dazu hat er noch Drogen konsumiert und auch das allein hätte seine Fahrtüchtigkeit beeinflusst. Natürlich musste er dafür bestraft werden. Wie war das bei der Busfahrerin? War sie betrunken? Stand sie unter Drogen oder war sie ebenfalls Epileptikerin? Wenn das alles nicht zutrifft, weshalb sollte sie den Führerschein abgeben und zu einer Haftstrafe verurteilt werden?
Ich verstehe nicht, wie man so ein Verhalten noch billigen oder entschuldigen kann.
Vielleicht käme die Einsicht erst wenn das eigene Kind überfahren worden wäre.

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observer2025 05.06.2012, 14:30
14. Doch ...

Zitat von neinnein
Sehr geehrter Autor, mit dieser Haftstraße geht der Täter nicht in das Gefängnis. Es handelt sich somit nicht um eine "hohe Haftstraße". Das Urteil ist leider lächerlich!
Im Rahmen der Fahrlässigkeitsdelikte (hier § 222 StGB) ist es eine hohe Strafe. Haftstrafen über zwei Jahren können auch nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Folglich bedeutet es für den Verurteilten, dass er in den Knast muss. Bei vier Toten und der Uneinsichtigkeit des Täters hätte das Gericht den Strafrahmen u. U. auch ganz ausschöpfen können. Da ich den Fall nur aus der Presse kenne, vermute ich, dass das Gericht das schuldhafte Verhalten des Täters eben anders beurteilt hat.

Nach Halb- oder Zweidrittelstrafe kann die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden; muss aber nicht.

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delight1 05.06.2012, 14:30
15. Die Vorgeschichte muss man wissen

Um das Urteil zu verstehen, muss man die Vorgeschichte des "Täters" kennen. Es war nicht der erste schwere Unfall, welchen er verursacht hat. Drei schwere Unfälle - 3 mal bekam er den Führerschein wieder, weil die epileptischen Anfälle die Schuldfähigkeit in Frage gestellt haben, die Unfälle also höhere Gewalt waren.
Es mussten also erst Menschen sterben, damit man irgendwo mal die Augen aufmacht. Ich weiss, dass man sich jetzt wieder auf mich stürzen wird, von wegen Diskriminierung von Menschen mit Einschränkungen etc. Aber hier ist der Bogen überspannt worden. Das Risiko muss kalkulierbar sein und spätestens beim dritten schweren Unfall (eigentlich noch früher) aufgrund der gleichen Ursache hätte der Führerschein weg sein müssen oder zumindest ein regelmässiger Fahrtauglichkeitstest erfolgen müssen.

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CitizenTM 05.06.2012, 14:32
16. Im Verkehr...

... darf in Deutschland noch immer jeder machen was er will, ausser die Staatskasse braucht mal wieder Geld fürs Falschparken. Die wirklichen Problemfälle im Verkehr werden von der Polizei oder der Justiz nie richtig angegangen.

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arti67 05.06.2012, 14:32
17. Es

wird Zeit, dass der Gesetzgeber endlich etwas tut hinsichtlich des absolut lächerlichen Strafrahmen bei der fahrlässigen Tötung. Es kann nicht sein, dass ich jahrelang im Knast sitze, weil ich z. B. wie ein andere Forist sagte "100 Euro mit ner Spielzeugpistole" raube und für die Tötung von vier Menschen gibt es drei Jahre, die eh nicht vollstädnig abgesessen werden. Aber da sieht man, was zählt: Knete und Besitz müssen besonders beschützt werden...

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Persiflist 05.06.2012, 14:33
18.

Angesichts der Tatsache, dass der Mann in der Vergangenheit aufgrund epileptischer Anfälle schon zwei Unfälle verursachte, den Führerschein entzogen bekam, diesen jedoch erfolgreich wiedereinklagte, ist eine Haftstrafe von 3,5 Jahren lächerlich gering.

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adam.müller 05.06.2012, 14:34
19.

Zitat von neinnein
Sehr geehrter Autor, mit dieser Haftstraße geht der Täter nicht in das Gefängnis. Es handelt sich somit nicht um eine "hohe Haftstraße". Das Urteil ist leider lächerlich!
Ich bin zwar kein Anwalt, aber nach allem was ich weiß, ist eine Bewährungsstrafe nur bis maximal zwei Jahre möglich. Dass der Angeklagte die Haft umgehen kann glaube ich daher erstmal nicht...

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