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Unfall-Urteil: Hohe Haftstraße für Hamburger Todesfahrer
DPA

Vier Menschen starben, als sein Auto an einer Kreuzung in Hamburg-Eppendorf auf den Gehweg raste. Nun hat das Gericht den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Der Mann muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft.

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spügel 05.06.2012, 15:42
50.

Da albernen Strafbemessungen der deutschen Justiz sind wir ja gewohnt. Gruselig finde ich, der der Herr Unfallfahrer in fünf Jahren wieder berechtigt ist, den Straßenverkehr zu gefährden, obwohl klar ist, das er schon vorher den Verkehr nicht sicher bewältigen konnte.

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Privatier 05.06.2012, 15:42
51. Dreieinhalb Jahre für vier Tote sind ein lächerlich verbrecherfreundliches Urteil!

Zitat von sysop
Vier Menschen starben, als sein Auto an einer Kreuzung in Hamburg-Eppendorf auf den Gehweg raste. Nun hat das Gericht den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Der Mann muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft.
Angesichts der Tatsache, daß nicht einmal ansatzweise ein "normaler Unfall vorliegt", sondern folgend aus der dem Schuldigen bekannter, ein sicheres und verantwortungsvolles Führen eines Kraftfahrzeuges kontraindizierender Krankheit sowie des die fahrerischen Fähigkeiten gewiß nicht fördernden Drogenkonsums ein ganz offensichtlich eiskalt gebilligtes Ereignis.

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heinz4444 05.06.2012, 15:43
52.

Zitat von asiaholic
die Urteile über die Busfahrerin sollte man sich allerdings doch etwas besser überlegen....
Welche Busfahrerin?
Erst informieren,dann schreiben!

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wll 05.06.2012, 15:44
53. Kein Titel

Zitat von LAZA74
Dies führt also dann dazu: Jemand begeht einen Mord, bekommt 9 Jahre, nach 6 ist die Person frei; begeht den nächsten Mord, wieder 9 Jahre, nach 6 frei; ... - bin ich (summa summarum) nach 5 Morden = 30 Jahren
Die Reststrafe wird bei guter Führung zur Bewährung ausgesetzt. Wenn die betreffende Person in dieser Zeit eine Straftat begeht, kommt zur Strafe für diese noch die Reststrafe des Vordelikts hinzu. Ihr angehender Serienmörder müsste also zumindest das Ende seiner Bewährungszeit abwarten. Übrigens sind 9 Jahre nur im Falle eines Totschlags möglich, für einen Mord im juristischen Sinne ist zwingend eine lebenslange Haftstrafe vorgesehen. Und das bedeutet, daß eine Haftentlassung frühestens nach 15 Jahren möglich ist (Vorbedingungen s. u.). Die Bewährungszeit beträgt dann fünf Jahre.

Außerdem würde bei einem Rückfall (2. Mord) die vorzeitige Entlassung nach der Zwei-Drittel-Regelung entfalllen, da eine günstige Sozialprognose sowie eine Gefahrenabwägung für die Allgemeinheit hinsichtlich des gefährdeten Rechtsguts hierfür zwingende Bedingungen sind. Bei einem rückfälligen Mörder kommt daher eine vorzeitige Haftentlassung kaum in Frage.

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eisbaerchen 05.06.2012, 15:47
54. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Zitat von Eberschmidt
Sehen Sie, da bin ich völlig anderer Meinung und liege da möglicherweise auch dem allgemeinen Empfinden entgegen. Dies "zumal in einem fremden Fahrzeug" ist für mich keine Entschuldigung, sondern im Gegenteil! Kein Mensch wird gezwungen, in einem fremden Fahrzeug zu fahren, das er nicht ausreichend kennt und beherrscht. Mit einem Fahrzeug (das aufgrund der Energieballung wie eine Waffe wirkt) darf man erst dann in die Öffentlichkeit, wenn man es ausreichend beherrscht. Die Fahrerlaubnis, erworben in irgendeinem Fahrschulwagen, ersetzt keine Typeinweisung und Übungsstunden bis zur ausreichenden Beherrschung. Die weise Straßenverkehrsordnung ist da ebenfalls eindeutig. Ich weiß, daß dies für den meisten völlig praxisfremd zu sein scheint und nach deren Meinung den deutschen Straßenverkehr zum Erliegen bringen würde. Nichtsdestoweniger ist das Rechtslage. Bei einem Unfall ist das schlecht beherrschte fremde Fahrzeug keine Entschuldigung, sondern eine Verstärkung der Schuld - genauso wie vorheriger Alkoholgenuß keine Milderung bedeuten darf. 99% der Straßenverkehrsteilnehmer üben sich im realen Straßenverkehr ein, ihnen passieren "Fahrfehler, wie (sie) jedem(!) passieren (können) - zumal in einem fremden Fahrzeug" - und meistens passiert dabei zum Glück nichts. (Wäre die Frau mit 30 in einem Kuhkaff um die Ecke gefahren, wäre wohl nichts Schlimmes passiert - außer einem Schrecken und der Erkenntnis, daß heckgetriebene Fahrzeuge eine andere Fahrweise erfordern.) Aber der Straßenverkehr wird immer dichter, schwieriger, reaktionsfordernder, und dergleichen Unfälle können immer leichter zu schweren Folgen führen. Jeder weiß, daß die Gefahren mit der Geschwindigkeit steigen. Deshalb ist es meines Erachtens in höchstem Maße , sich mit einem fremden, unbekannten, nicht ausprobierten Fahrtzeug bei Nässe auf die mit hohen Geschwindigkeiten befahrene Autobahn (! Kraft = Masse mal Beschleunigung !!) zu wagen, und keinesfalls verzeihlich oder "kann jedem mal passieren". Ich finde die allgemeine Leichtfertigkeit und Phantasielosigkeit (zusammen mit fehlendem Wissen) so schlimm - die ist die Mutter vieler Unfälle. Warum zum Teufel ist eigentlich der Siebente Sinn abgeschaltet worden? Mit welchem Grund? Das war 'ne wirklich gute Sendung.
Genauso sehe ich es auch! Man kann es damit vergleichen eine ungesicherte Waffe in der Hand zu haben. Da ich mit der Handhabung noch nicht so vertraut bin, fällt ein Schuss und tötet einen zufällig daneben stehenden Menschen. Das ist genauso wenig zu entschuldigen wie, "sie kannte sich mit dem Auto nicht aus". Dann tritt man eben nicht voll aufs Gas sondern fährt defensiv. Full stop!! Ein Auto ist ebenso eine Waffe das potentiell töten kann!!

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eisbaerchen 05.06.2012, 15:48
55. Na klar,

Zitat von Quotenfrau4711
Wie hoch mag der Prozentsatz derer sein, die jemanden alkoholisiert in sein Auto steigen sehen und nichts unternehmen? Auch hier sind die Folgen oft unabsehbar!
ist genauso schlimm, aber was wollen Sie den damit sagen? Etwas entschuldigen?? Ich hoffe nicht...

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dale_gribble 05.06.2012, 15:49
56.

Zitat von eisbaerchen
Dieser Dame fehlt die geistige Reife und das Verantwortungsbewusstsein um einen Sportwagen zu führen
Ein 124er Bauernbenz mit 120 PS ist ein Sportwagen?

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Privatier 05.06.2012, 15:51
57. Bei Personenschäden, inklusive tödlichen, ist dies leider "guter" deutscher Usus...

Zitat von Flari
... Das deutsche Strafrecht bezieht die Folgen einer Tat nur sehr bedingt ein, z.B. durch den damit vorgegebenen Strafrahmen. ...
...bei Sachschäden jedoch erheblich seltener.

Deutlicher könnte die deutsche Justiz unmöglich demonstrieren, was sie heftiger erregt und bewegt.

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frubi 05.06.2012, 15:56
58. .

Zitat von janne2109
ähhh?? Und die Frau die das Busunglück verursacht hat darf den Schein behalten und bekommt Bewährung?
Sie war ja "nur" zu schnell. Und "nur" zu schnell wird auf unseren Autobahnen ja von München bis Kiel und von Aachen bis Leipzig von 80 % der Autofahrer toleriert. Ich wollte mir vor kurzem eine Car-Cam in die Heckscheibe montieren, damit ich in Zukunft etwas gegen Dauerdrängler unternehmen kann. Pustekuchen. Ist vor Gericht nicht verwertbar. Selbst dann nicht, wenn das Gesicht des Dränglers aus 3 m Entfernung derart gut zu erkennen ist, dass man selbst den kleinsten Pickel erkennt.

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Altesocke 05.06.2012, 15:59
59.

Zitat von sysop
Außerdem wird S. für fünf Jahren der Führerschein abgenommen.
Ich wuerde Berufung einlegen, an Stelle der Staatsanwaltschaft! Lebenslang die Fahrerlaubnis entziehen, das waere wohl angemessener gewesen!

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