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Unfall-Urteil: Hohe Haftstraße für Hamburger Todesfahrer
DPA

Vier Menschen starben, als sein Auto an einer Kreuzung in Hamburg-Eppendorf auf den Gehweg raste. Nun hat das Gericht den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Der Mann muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft.

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Roßtäuscher 05.06.2012, 15:59
60. Ich verstehe an dieser Stelle nicht, warum mein Beitrag nicht veröffentlicht wurde

Zitat von Bourgeois2000
Aufgrund vorhergehender Unfälle hätte der Mann schon lange nicht mehr fahren dürfen aber man hat ihm seinen Führerschein gelassen bis es Tote ´gab.
Sie wissen mehr als ich, und noch ein Forist, es handelt sich um einen Wiederholungstäter - dem man das Etikett unverbesserlich anheften kann. Ich finde die Strafe von 3 1/2 Jahren als Bonus-Urteil und plädiere auf 6 Jahre Haft. Die 4 Getöteten werden dadurch nicht wieder auferstehen, so etwas bringt nur die verlogene christliche Lügen-Lehre (Leere) fertig. Bei uns mangelt es doch von vorn bis hinten im StGB von Bismarks- bis Braunauer Anstreicher-Zeiten. Die laxen Politiker, egal aus welchem Lager, von Zypries bis A..chglatt sind offensichtlich zu doof endlich die Reformen einzuleiten. Wir wählen nur noch Schwachkopfgeschwader, die ihre Anwesenheit in der Abzocke der Diäten finden und sehen. In deren verlängertes Rückgrat treten, damit die im Elevationswinkel 90° zum Mars in -270° C fliegen, wäre schön.

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onkelbenz,derechte 05.06.2012, 16:00
61. ...

Zitat von eisbaerchen
unglaublich, dass eine Frau, die offenbar die Strasse mit einer Rennstrecke vergleicht (extremes Beschleunigen hat zum Ausbrechen des Wagens und zum Unfall geführt), noch nicht mal den Führerschein für eine Weile entzogen bekommt! alles andere macht mir als Verkehrsteilnehmer Angst!!
Wer mit großen Autos nicht fahren kann, sollte es lassen.
Aber ich kenne die Kehre am Schönefelder Kreuz, bei Nässe zuckt da schon mal das Heck, auch ohne Rennambitionen und Geschwindigkeitsverstöße!

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mytwopence 05.06.2012, 16:00
62. Sippenhaft und mal wieder keine Ahnung....

Ja sicher. Alle Epileptiker sind potenzielle Straftäter. Liebe Nichtwissenden, in Deutschland gibt es sicherlich hunderttaussende Epileptiker die täglich Auto fahren. Die Auto fahren dürfen. Die (gerade weil sie Medikamente nehmen) dazu in der Lage sind. JEDER Mensch ist potentiell gefährdet einen epileptischen Anfall zu erleiden. Unterschiedlich ist nur die Hemmschwelle. Die Behörden (hier die Kreisverwaltungen) sind zuständig die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen, je nach Fall sehr regelmässig. Kommt es tatsächlich zu einem Unfall infolge eines Anfalles wird in der Regel sofort der Führerschein entzogen und es muß mit einer 2jährigen Sperre gerechnet werden, was automatisch dazu führt, daß der Betroffene den Führerschein neu erwerben muß. Zuvor muß er jedoch mithilfe von Ärzten und Gutachtern beweisen, daß er gesundheitlich dazu in der Lage ist. Bei den Versicherungen gilt er als Fahranfänger.
Warum in diesem Fall der Führerschein nach 2 (nicht zahlreichen oder ähnlichem Quatsch) Unfällen bedingt durch einen Anfall der Führerschein zwar entzogen wurde, dieser durch ein Landgericht wieder zurückgegeben wurde, muß man schon den Vorsitzenden Richter fragen.
Die Urteilsbegründung ist meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar, auch wenn es in diesem Falle nachvollziebar war. Der Angeklagte war offensichtlich uneinsichtig, konsumierte weiche Drogen und trat sehr unsympathisch auf, nichts desto trotz wurde die Schuldfähigkeit verneint.
Schuldfähig wurde der Angeklagte für das Gericht dadurch, daß er hätte wissen müssen, daß er einen Anfall bekommt.
Nun, daß gilt dann für jeden der gesundheitliche Schwächen hat oder eben ein Potential dafür.
Leider sieht man Epilepsie in diesem Falle im gern als Geisteskrankheit an, Herzinfarkte, Zuckerkrankheit, Kreislaufprobleme, Medikamenteneinnahme etc. eben gerne als Wohlstandkrankheit.
Der einzige Grund warum es dieses Urteil gab ist weil man es wollte, nicht weil es der Gesetzgeber vorsieht.
Die Fahrerlaubnis wurde dem Fahrer vom Landgericht Kiel wieder erteilt. Sätze wie "Als Epileptiker hätte sich der Mann nicht hinter das Steuer setzen dürfen" zeigen einfach nur die Einstellung dahinter.
Der Verteidiger wird gute Chancen in der nächsten Instanz haben.

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Zephira 05.06.2012, 16:01
63.

Zitat von Flari
Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie sehr viele nichts ausser dem Rachegedanken im Kopf haben und damit so reagieren, wie z.B. in Teilen die Sharia aufgebaut ist. Also ein Rechtssystem, dass sie selber angeblich total ablehnen.
Weder ist der Wunsch, dass ein Menschenleben einen Wert haben möge, verwerflich; noch folgt die Scharia diesem Gedanken. Sie liegen also gleich doppelt falsch.

Gemeingefährliche Gewalttäter nicht mit einem Patsch auf die Finger wieder auf die Gesellschaft loszulassen ist übrigens kein "Dürsten nach Rache", sondern simpelster Selbstschutz. Mich erinnern diese Urteile stets an Jack Unterweger: Ein österreichischer Serienkiller, der 1990 als resozialisiert eingestuft wurde, weil ihn "Intellektuelle" für einen begnadeten Schriftsteller hielten. Den Preis für diesen Irrsinn zahlte wie üblich die Unterschicht, indem sie ihm Prostituierte als Menschenopfer darbringen musste...

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Flari 05.06.2012, 16:04
64.

Zitat von spügel
Da albernen Strafbemessungen der deutschen Justiz sind wir ja gewohnt. Gruselig finde ich, der der Herr Unfallfahrer in fünf Jahren wieder berechtigt ist, den Straßenverkehr zu gefährden, obwohl klar ist, das er schon vorher den Verkehr nicht sicher bewältigen konnte.
Wieso sollte er nach fünf Jahren wieder berechtigt sein?
Zu dem Zeitpunkt kann er frühestens eine neue Fahrerlaubnis beantragen.
Mit allem, was dazu gehört.

Also MPU, umfassendes medizinisches Gutachten, neue Führerscheinausbildung und Prüfung.
Und bei den ersten zwei Dingen wird er schon so einiges über sich ergehen lassen müssen.

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Zephira 05.06.2012, 16:04
65.

Zitat von dale_gribble
Solche tragischen Unfaelle passieren einfach.
Nein, eben gerade nicht. Aber wer mörderische Entscheidungen von Menschen als Gottesurteile ansieht, mit dem werde ich nicht streiten. Ich weise bloß darauf hin, dass das aus psychologischer Sicht ein ungeeigneter Ansatz ist, um Straftaten zu reduzieren...

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morpheus1973 05.06.2012, 16:06
66. so ist das

Zitat von Roßtäuscher
Die 4 Getöteten werden dadurch nicht wieder auferstehen, so etwas bringt nur die verlogene christliche Lügen-Lehre (Leere) fertig. Bei uns mangelt es doch von vorn bis hinten im StGB von Bismarks- bis Braunauer Anstreicher-Zeiten. Die laxen Politiker, egal aus welchem Lager, von Zypries bis A..chglatt sind offensichtlich zu doof endlich die Reformen einzuleiten.
Sagen sie doch einfach, dass sie kein RECHT sonder einfach Rache wollen. Nutzen sie ihre Freiheit und gehen sie in die USA. Da haben sie genau die Zustände die sie hier bemängeln. Gott sei Dank kann in diesem Land JEDER wählen und NICHT JEDER Richter werden... unglaublich sowas

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dale_gribble 05.06.2012, 16:07
67.

Zitat von Zephira
Nein, eben gerade nicht. Aber wer mörderische Entscheidungen von Menschen als Gottesurteile ansieht, mit dem werde ich nicht streiten.\
Ich habe mich auf den "Busunfall" bezogen, falls das fuer Sie einen Unterschied macht.

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faistmeister 05.06.2012, 16:12
68. Erschütternd

Zitat von juergw.
in Berlin wäre er freigesprochen worden.Soeben geschehen-eine Raserin hat polnischen Reisebus gerammt,hohe Anzahl an Todesopfern.Keine Anzeichen von Reue,hat die Fahrerlaubnis immer noch !
Wie müssen sich da unsere polnischen Nachbarn vorkommen ?!? In Hamburg werden 4 Promis von einem Kranken tot gefahren und in Berlin zig polnische "Nonames".

Einmal gibt es eine satte Strafe und einmal einen Quasi-Freispruch. Wer da noch an Justitia mit verbundenen Augen glaubt ...

Über das Hamburger Urteil kann man diskutieren, der Berliner Richterspruch ist ein Schlag ins Gesicht für die Opfer und Hinterbliebenen und natürlich fast ein Freibrief für Raser.

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CitizenTM 05.06.2012, 16:13
69. Dies ist insgesamt...

... eine gute Diskussion hier mit einigen sehr guten Beiträgen. Ist bei SPON ja nicht immer so.

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