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Unglück in der Riesending-Höhle: Rettung von Westhauser ist für Mediziner kleines Wun
DPA/Unfallklinik Murnau

Das Unglück passierte in 1000 Meter Tiefe: Forscher Johannes Westhauser kam erst elf Tage nach seinem Sturz in der Riesending-Höhle in eine Klinik. Seine Rettung gilt als kleines Wunder - auch aus medizinischer Sicht.

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Mach999 07.12.2014, 12:00
1.

Schön, dass es Herrn Westhauser wieder gut geht. Noch schöner, wenn die Medizin daraus auch Schlüsse für die Notfallversorgung anderer ziehen könnte.

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deklemens 07.12.2014, 12:08
2. Selbstheilung

Für mich ist das kein kleines Wunder, sondern natürliche Selbstheilung. Ich bin der Meinung, dass zu viele medizinische Eingriffe eher schaden als nutzen. Der Körper schaltet normalerweise nach Problemen sofort auf Selbstheilung um, um sich zu regenerieren. Da sollte man versuchen, ihn zu unterstützen, und nicht mit medizinischen Eingriffen dagegen arbeiten. Ich glaube, in diese Richtung müsste die Wissenschaft mehr forschen, dann wäre das "kleine Wunder" auch bald wissenschaftlich erklärbar.

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puyumuyumuwan 07.12.2014, 12:15
3. Wunder?

Es war ein minderschwerer Fall, der Patient war immer ansprechbar.

Er wurde offensichtlich für und durch die Presse als ein neuer Fall von Lengede hochgespielt, damit man etwas zu berichten hatte und dass man PR bekommt.

Alles wird zum Spektakel in der Zivilisation des Spektakels. Ursprünglich kommt es von dem Spektakel der Hühner, den die veranstalten, wenn ein Ei gelegt wird. Die Presse macht das heute auch, wenn es ein faules Ei ist. Oder schon eine ausgebrütete Ente.

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cobaea 07.12.2014, 12:21
4. immer schon gewusst?

Zitat von puyumuyumuwan
Es war ein minderschwerer Fall, der Patient war immer ansprechbar. Er wurde offensichtlich für und durch die Presse als ein neuer Fall von Lengede hochgespielt, damit man etwas zu berichten hatte und dass man PR bekommt. Alles wird zum Spektakel in der Zivilisation des Spektakels. Ursprünglich kommt es von dem Spektakel der Hühner, den die veranstalten, wenn ein Ei gelegt wird. Die Presse macht das heute auch, wenn es ein faules Ei ist. Oder schon eine ausgebrütete Ente.
Ist es nicht wunderbar? Die Mediziner, die dabei waren und die behandelt haben, staunen. Aber bestimmte Foristen wissen natürlich genau, dass das alles übertrieben und nur "Spektakel" war. Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel - aber bitte, triff damit die Richtigen!

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zauselfritz 07.12.2014, 12:24
5.

Zitat von deklemens
Für mich ist das kein kleines Wunder, sondern natürliche Selbstheilung. Ich bin der Meinung, dass zu viele medizinische Eingriffe eher schaden als nutzen. Der Körper schaltet normalerweise nach Problemen sofort auf Selbstheilung um, um sich zu regenerieren. Da sollte man versuchen, ihn zu unterstützen, und nicht mit medizinischen Eingriffen dagegen arbeiten. Ich glaube, in diese Richtung müsste die Wissenschaft mehr forschen, dann wäre das "kleine Wunder" auch bald wissenschaftlich erklärbar.
Das machst du dir aber viel zu einfach. In der Regel stirbt ein Mensch einfach wenn keine Hilfe bei schweren Kopfverletzungen geleistet wird. Und in der Regel sind Operationen um Blutungen und deren Folgen (erhöhter Hirninnendruck der wiederum das Hirn schädigt) unablässig. Das ist so. Da gibts nichts zu deuteln, nur optimieren kann man die Abläufe.

Natürlich gibt es auch die Zufälle, die eine Verbesserung der Lage trotz nur eingeschränkter Versorgung aufweisen. Da muss man aber weder von "Wunder" reden noch dazu aufrufen künftig lieger weniger oder gar nichts zu tun. Ist beides nicht zielführend.

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Erwin Lottemann 07.12.2014, 12:36
6.

Hm... da müssen jetzt wohl wieder mal die Medizinbücher umgeschrieben werden. Der Mensch, immerhin ein Wesen, das ein paar Millionen Jahre Evolution überlebt hat und immer noch existiert, hat offenkundig mehr auf der Pfanne, als sich unsere Schulmedizin ausrechnet.

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chuckal 07.12.2014, 12:36
7. Ohne Behandlung

genesen. Da fällt einem Moliere ein oder noch besser Philemon Schöpfli. Der große Hymniker hat einst ein Loblied auf die Ärzteschaft gedichtet:
Noch jeden, der ins Gras gebissen,
habt Ihr von Kopf bis Fuss be........!

Die Mediziner unter den Foristen mögen Ihre Horrordrohungen, wie ich um ihre Hilfe wimmern werde, wenn ich erkranke, bitte im Köcher halten ind wieder Kitegolfen gehen. Ham ja auch sooooo lange studiert.

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TS_Alien 07.12.2014, 12:41
8.

Glück im Unglück nennt man das. Bei einem schwereren Trauma wäre der Forscher gestorben oder hätte bleibende Schäden zurückbehalten. Das anschwellende Gehirn braucht Platz. Reicht der Platz im Schädel ohne Behandlung aus, hat man Glück. Ansonsten nehmen die Dinge ihren Lauf. Ein Wunder ist das nicht.

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TS_Alien 07.12.2014, 12:46
9.

Zitat von deklemens
Für mich ist das kein kleines Wunder, sondern natürliche Selbstheilung. Ich bin der Meinung, dass zu viele medizinische Eingriffe eher schaden als nutzen. Der Körper schaltet normalerweise nach Problemen sofort auf Selbstheilung um, um sich zu regenerieren. Da sollte man versuchen, ihn zu unterstützen, und nicht mit medizinischen Eingriffen dagegen arbeiten. Ich glaube, in diese Richtung müsste die Wissenschaft mehr forschen, dann wäre das "kleine Wunder" auch bald wissenschaftlich erklärbar.
Ihre Meinung ist falsch. Bei akut lebensbedrohlichen Situationen sind die Mechanismen des Körpers schnell an ihren Grenzen.

Was denken Sie denn, warum die Menschen noch vor gar nicht so langer Zeit Jahrzehnte früher gestorben sind? Oder heute noch in unterentwickelten Gebieten eine um Jahrzehnte kürzere Lebenserwartung haben? Ihre These von den Selbstheilungskräften ist damit bereits widerlegt.

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