Forum: Panorama
Unicef: 1,4 Millionen Kinder von Hungertod bedroht
DPA

"Noch können wir Leben retten": Mehr als einer Million Kindern in vier Krisenregionen droht der Hungertod. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen rief die Weltgemeinschaft zu schnellerer Hilfe auf.

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larsmach 21.02.2017, 08:27
10. Überbevölkerung in Deutschland

Zitat von mungotox
Ich glaube nicht, dass das Hauptproblem mit sog. Überbevölkerung zu tun hat. Wenn man alle 7 Milliarden Menschen eineFläche mit der Grösse Alaskas bewohnen würden, dann hätte jeder immerhin noch 200 qm Wohnfläche. Es gibt mehr als genug Nahrung auf dem Planeten. Das Problem liegt eher in der Ungleichverteilung der Ressourcen und im marktwirtschaftlichen System. Irgendwie haben wir Menschen es noch nicht kapiert wie man allen Menschen auf diesem Welt grundlegende Versorgungen zur Verfügung stellen kann. Wir führen lieber Krieg, schnürren Unterschiede, sei es wegen Rasse, Religion, Nationalität oder sonst was. Wenn ich mir dann überlege, dass ein grosser Teil unserer Agrarflächen nur dazu genutzt werden um die vielen Abermilliarden an Nutztieren zu füttern, die wir sowieso im jungen Alter zum Schlachthof führen, damit wir "unseren Gewohnheiten" nachgehen können und Profit erwirtschaften können, anstatt die Hungernden zu füttern, kann ich nur traurig den Kopf schütteln.
In der Tat ist es geradezu absurd, in Ländern mit minimaler Bevölkerungsdichte und gutem Klima (wie in Westafrika, wo vernünftig regierte Ausnahme-Demokratien wie Ghana problemlos Nahrungsmittel exportieren) von "Überbevölkerung" zu sprechen.
Die hohen Geburtenraten stehen dabei freilich in Zusammenhang mit dem Lebensstandard: Siehe die deutschen Rhön vor 100-150 Jahren (überall Großfamilien). Überbevölkerte Staaten wie Deutschland haben fast keine größeren Flächen mehr, auf denen man spazieren gehen könnte, ohne auf ein Haus oder andere Menschen zu treffen - mit entsprechend hohem Grad von Bodenversiegelung.

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drarminherbert 21.02.2017, 08:30
11. Natürlich tun mir die Kinder wahnsinnig leid ....

aber Wirtschaftsbosse, Wirtschaftswissenschaftler und Politiker sollten endlich aufhören, der ganzen Welt zu suggerieren, Bevölkerungswachstum sei Voraussetzung für Wirtschaftswachstum!

Natürlich ist Ein-Kind-Politik nach chinesischem Vorbild nicht wünschenswert, aber entschiedene Verbesserung der weltweiten Bildung ist dringend notwendig, um die Einsicht zu fördern, daß zum "Kinder haben" auch die ethische Verantwortung gehört, sie zu ernähren!!

Wenn weiterhin viele Familien vier, fünf, sechs und mehr Kinder haben werden, dann kann jeder Ökologe - quasi an den Fingern einer Hand - vorrechnen, daß die Tragfähigkeit des Ökosystems Erde bald erreicht ist und Hungertod zum Alltag werden wird!

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stefan.hemmer 21.02.2017, 08:30
12. @4 Der böse Kapitalismus ist also schuld?

Lustig, ihr Rundumschlag. Es gibt keine Überbevölkerung? Wieso gibt es dann in Afrika regelmäßig Hungerkrisen? Ganz offensichtlich kann das Land die Bevölkerung dauerhaft nicht ernähren. Das ist das klassische Zeichen für Überbevölkerung. Und nur dank des Kapitalismus können andere (westliche) Länder in solchen Fällen überhaupt Hilfe leisten. Sozialistische Länder (siehe Venezuela, Nordkorea, Kuba etc.) sind kaum in der Lage, ihre eigene Bevölkerung zu versorgen. Was schwebt Ihnen als Lösung vor? Die "reichen" Länder teilen ihre Nahrungsmittel mit afrikanischen Ländern und schaffen so einen ganzen Kontinent von Almosenempfängern?

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irene74 21.02.2017, 08:38
13.

Es erschreckt mich die Kaltschnäuzigkeit mit der hier im Forum argumentiert wird. Würden sie das gleiche sagen wenn es um unsere Kinder ginge? Das Problem ist, das eir hier im Westen auf nichts aber auch gar nichts verzichten wollen. Soviel Essen was hier weggeschmissen wird reichte um diese Kinder 10 mal zu Ernähren. Was für ein scheinheiliges getuhe! Das traurige ist wärend die Kinder dort verhungern, werden die im Westen immer fettleibiger.

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p-schrader 21.02.2017, 08:47
14. Schrecklich, aber

mit Lebensmittellieferungen ist das Problem nichg gelöst. Jeder Gerettete wird in wenigen Jahren viele Kinder haben, die auch gerettet werden müssen. Solange die hohe Kinderzahl nicht rapide zurückgeht ist es eigentlich falsch, zu helfen. Aus ethischen Gründen schaffen wir das nicht.

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klausbacker 21.02.2017, 09:00
15. Nicht verwunderlich

In Somalia bekommt jede Frau in ihrem.Leben.6,4 Kinder, in Nigeria 5,5, in Sudan 5,2 und im Jemen 4,2. Es ist doch klar, dass so viele Menschen in diesen Landern nicht ernährt werden können. Es gibt nur eine Lösung: Runter mit den Geburtenzahlen, alles andere ist falsch.

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mikechumberlain 21.02.2017, 09:06
16.

Zitat von irene74
Es erschreckt mich die Kaltschnäuzigkeit mit der hier im Forum argumentiert wird. Würden sie das gleiche sagen wenn es um unsere Kinder ginge? Das Problem ist, das eir hier im Westen auf nichts aber auch gar nichts verzichten wollen. Soviel Essen was hier weggeschmissen wird reichte um diese Kinder 10 mal zu Ernähren. Was für ein scheinheiliges getuhe! Das traurige ist wärend die Kinder dort verhungern, werden die im Westen immer fettleibiger.
Sie haben Recht, es herrscht schon etwas Kaltschnäuzigkeit hier imForum. Vor 20 Jahren wäre hier mehr Mitleid verbreitet worden.
Es hat sich halt inwischen herumgesprochen das Mitleid und Spenden diesen Kindern nicht hilft. Koruppte Politiker, Könige und Stammesfürsten krallen sich die Kohle, die von teuren Hilfsorganisationen übrig geblieben ist unter die Nägel. Dazu sollten die Menschen auch mal kapieren das man mit Nichts nicht 10 Kinder gross ziehen kann und dann auf Hlfe hoffen.

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fred2013 21.02.2017, 09:20
17. Vielleicht sollten wir uns mal an die eigene Nase fassen ..

in Somalia fischt die EU den Menschen das Meer leer, das Jahrhunderte lang eine solide Nahrungsgrundlage war. Statt den Fangflotten der EU ein fangmoratorium auf zu erlegen, schicken wir Fregatten der Bundeswehr um gegen Piraterie vorzugehen. Freihandelsabkommen mit den ärmsten Ländern der Welt sorgen für unwirtschaftliche Landwirtschaft, die Produkte der Industriestaaten sind hoch subventioniert und daher billiger als die örtlichen Produkte. Wir sind bislang ein großer Teil des Problems und tragen kein Stück zur Lösung bei.

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Racer77 21.02.2017, 09:26
18.

Zitat von kogsch
aber man muss gleichzeitig sagen, dass das Hauptproblem das seit Jahrzehnten unkontrollierte Bevölkerungswachstum ist. Wenn hier nicht angesetzt wird, wird auch das Leid kein Ende finden. Mir ist bewusst, dass mit solchen Forderungen nicht einfach Politik zu machen ist. Aber man sollte für diese ganzen Gebiete nicht weniger fordern als die Einkindehe. Und zwar erstmal auf unbegenzte Zeit. Was diesen Gebieten am allerwenigste fehlt, sind noch mehr Menschen. Das klingt sehr hart, aber daran würde ich die Hilfe koppeln. Geholfen werden muss dort, aber mit Bedingungen...
Wenn man Afrika etwas kennt, dann weiß man aber auch, dass dort noch immer dasselbe wie früher bei uns auch. Kinder sind die Altersssicherung.

Es gibt dort keine Sozialsysteme wie in unserem Land. Die Menschen werden bei Arbeitslosigkeit und im Alter von der Familie unterstützt. Ich war schon in Nigeria, wenn auch im Südwesten, kenne daher etwas die Gegebenheiten dort.

Und das Problem im Nordosten von Nigeria heißt nicht zu viele Kinder sondern Boko Haram. Wenn die Menschen dort nicht mehr wagen auf den Feldern zu arbeiten, weil es immer wieder einen Angriff der Terrormiliz kommen kann oder man zwischen die Fronten der Regierungstruppen und Boko Haram kommen kann, dann arbeitet man nicht mehr ruhig auf den Feldern.

Und da diese Situation schon seit mehreren Jahren besteht, kommt der Hunger mehr und mehr durch. Es gibt dort schon Orte ohne kleine Kinder, da diese schon verhungert sind.

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v4rian 21.02.2017, 09:30
19. Handeln statt reden

Ich finde es auch sehr kaltherzig wie hier im Forum über das Thema gesprochen wird. Die westlichen Nationen sind durchaus daran Schuld was es für Leid in Afrika gibt. Der Westen ist gar nicht daran interessiert, dass Afrika und andere 3. Weltländer einen ähnlichen Lebensstandard wie wir erhalten, da wir auf der Erde dafür gar nicht die Ressourcen hätten. Solange es so viele Menschen gibt die denken, dass man den Notleidenden nicht helfen sollte, da diese sich nur noch weiter vermehren, solange geht genau dieses Kalkül des Westens auf. Ich habe auf jeden Fall gleich gespendet, statt hier nur Stammtischparolen rauszuhauen!

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