Forum: Panorama
Unicef-Bericht: Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge verfünffacht sich
UNICEF

Unicef schlägt Alarm: Immer mehr Minderjährige sind auf der Flucht - ohne ihre Eltern. Auf dem Weg sind sie oft sexueller Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt.

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geando 17.05.2017, 22:56
1. Die Probleme müssen vor Ort bekämpft werden

Ja, das ist schlimm, Aber was soll der Westen denn tun? Umfangreiche legale Wege in die industrie-Länder schaffen? Man sollte doch endlich verstanden haben, das grosszügige Aufnahme nur einen neuen Anreiz zur Flucht schafft und die Quellen der Armut schon allein demografisch betrachtet unerschöpflich sind. Der Westen wird nicht umhinkommen, die Wurzeln der Probleme vor Ort zu bekämpfen. Im schlimmsten Falle müssen in der Nähe der Krisenherde autarke Grosstädte aus dem Boden gestampft werden, in denen die Flüchtlinge unter UN-Leitung die Möglichkeit erhalten, ein neues Leben zu beginnen- dies könnten letztlich Keimzellen ganz neuer Staaten werden, in denen Kinder von klein auf die Schule besuchen, Recht und Ordnung herrscht und die nach einigen Jahrzehnten vielleicht dann in eine Autonomie entlassen werden können.

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Bernd.Brincken 17.05.2017, 23:39
2. Herkunft der Kinder

Die geschilderten Beobachtungen sind schon bedrückend.
Bei den einzelnen Punkten der UN-Organisation vermisst man einen Hinweis auf die Eltern der betroffenen Kinder. Diese dürften doch irgendwie Einfluß auf die Entscheidung ihrer Sprößlinge haben, die Heimat und die Eltern zu verlassen, die sie bisher großgezogen haben. Vielleicht könnte man die Fallzahl etwas senken, wenn man hier auch einen Hebel ansetzt, durch Informationskampagnen und ähnliches.

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Citizen of Dis 18.05.2017, 00:05
3. Warum nennt Spiegel sie Flüchtlinge?

"Mary" ist z.B. ein Musterbeispiel einer Wirtschaftsmigrantin. In Nigeria ist kein Krieg und sie gobt zu dass sie "ein Leben mit Perspektive" sucht.
Ich selber war ein Flüchtling aus Bosnien. Es gab Krieg - eine RPG schlug sogar in die Wand unserer Wohnung befor wir flohen. In Deuschland durften wir nicht bleiben obwohl wir uns gut integrierten und Deutsch lernten. Nicht einmal ein wenig deutsches Blut hat nichts geändert.
Vielleicht lag das daran dass wir keine Muslime sind, denn der rote Teppich, der den Syriern, Afghanen, Pakistanern, Somalis usw. ausgerollt wird ist schon zum Schreien! Selbst wenn sie kriminell sind. Selbst wenn sie Islamisten sind die Scharia für Europa verlangen. Selbst wenn es in ihrem Land kein Krieg gibt, wie Nigeria.
Ich und meine Familie waren Deutschland nicht gut genug. Inwiefern sind diese neuen Massenmigranten besser?

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sonnemond 18.05.2017, 00:12
4. Deutschland hat ihnen gezeigt, dass es sich lohnt

Und wir halten die Grenzen weiter offen. Was für ein infernalisches Unheil wir anrichten! Welches Leid! Und welche Kosten! Für die Migranten selber, ebenso wie für uns. Pro Person kostet Deutschland das 5.250,- Euro im Monat. Wie lange halten wir das durch? Natürlich kommt dann auch noch der Familiennachzug. Migration ist Familienpolitik.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-02/migration-unbegleitete-minderjaehrige-fluechtlinge-kosten

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nwz86 18.05.2017, 00:31
5. Mufl

Es hat sich eben in den Heimatländern herumgesprochen, dass Deutschland Minderjährige nicht abschiebt. Ausserdem ist der Familiennachzug sicherlich leichter als bei Erwachsenen. Die Gefahren sind sicherlich vorhanden, aber man schickt ja auch nicht den Erstgeborenen und letztendlich ist natürlich alles Allahs Wille.

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7Bebeeli13 18.05.2017, 00:34
6. Was für Eltern!

Diese Jugendlichen werden von ihren Eltern geschickt. Die Eltern wissen, dass ihre Söhne und Töchter in Gefahr geraten. Sie müssen auch damit rechnen, dass ihre Kinder ums Leben kommen oder im Elend enden. Die Elern wissen, dass sich ihre Kinder ohne Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Weg nach Europa machen. Die Eltern sind die eigentlichen Schuldigen.

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cleos 18.05.2017, 02:40
7. Alarm schlagen und dann?

Es macht traurig und betroffen, die Geschichte von Mary aus Nigeria zu lesen. Und wahrscheinlich gibt es hunderte, wenn nicht tausende Vergleichbare davon. Wegducken und weggucken sollten wir dabei auf keinen Fall. Hinsehen ist gefragt. Aushalten und wieder hinsehen. Wahrscheinlich würde dann auffallen, dass zentrale Ursachen – wie auch in diesem Artikel/Studie – häufig benannt werden: Massives Bevölkerungswachstum und aus der Kolonialzeit ethnisch zusammengewürfelte Vielvölkerstaaten, die (unter Einflussnahme ausländischer Interessen) von einer politischen Unruhe in die Andere rutschen.
Lagos, die Hauptstadt Nigerias hatte 1950 noch 300.000 Einwohner, heute geschätzt über 15 Mio. Den 38 Mio. Einwohnern Nigerias von 1950 stehen heute beinahe 200 Mio. gegenüber. Die UN schätzt (in einer mittleren Prognose) die Bevölkerung des Landes für 2050 auf ca. 400 Mio. Mindestens eine Verzehnfachung in 100 Jahren. Gleiche Maßstäbe an die deutsche Bevölkerung von 1917 angelegt, müssten heute hierzulande 630 Mio. Menschen leben. Ein Wahnsinn - der verdeutlicht, welches Problem hier wirklich vorliegt. Zumal Nigeria nur eines von mehreren Ländern ist, die solche Entwicklungen aufweisen. Noch dramatischer ist es z.B. in Niger, Uganda, Elfenbeinküste, Sambia, Tansania, Kongo, Kenia, Angola, Irak, Sudan usw. (die aktuell drohende Hungerskatastrophe in Ostafrika lässt grüßen). Allein in diesen 10 Ländern leben heute ca. 430 Mio. Menschen - bereits 2050 werden es wohl über 930 Mio. sein. 1990, waren es lediglich 180 Mio. gewesen. Welche Gesellschaften, welche ökolog., ökonom. und sozialen Systeme sollen solche rasanten Entwicklungen aushalten? Die obige Forderung "Sichere und legalen Wege der Migration und der Flucht für Kinder" mag da nett klingen und irgendwie das Gewissen kurzzeitig beruhigen. Doch geht sie wohl vollkommen am Kern vorbei und ist wahrscheinlich auch absolut kontraproduktiv. Diese Entwicklungen brauchen neue, radikale Ansätze: konsequente Friedenspolitik (mit oder ohne der NATO), internationale Gemeinschaft stärken (Umbau der UN und des Veto-Rechts im Sicherheitsrat), Ehrlichkeit und Transparenz bei den zukünftigen Prognosen. Verbünden mit willigen Mitstreitern weltweit und konsequent anfangen, ehemalige Kolonialmächte an ihre Verantwortung erinnern und diese einfordern, Bildungs- und Nachhaltigkeitsprogramme vor Ort unterstützen, zeitlich begrenzte Studienaufenthalte (mit Rückkehrverpflichtung) ermöglichen (keine Bildungselitenimmigration ala Kanada oder Australien), lokale Rentenprogramme einführen, die 2(oder weniger)-Kinderfamilien deutlich bevorteilen und drastisch auf das Bevölkerungswachstum einwirken, biologisch nachhaltige Fair-Trade-Produkte für 10-20 Jahre aus diesen Ländern hierzulande steuerlich bevorzugen, Landnahme von ausländischen Großunternehmen unterbinden, Entwicklungszusammenarbeit deutlich über Nothilfe und landwirtschaftliche Entwicklung hinaus denken. Und zu guter Letzt: Kondome und Pille bewerben und leicht zugänglich machen. Das Leben ist absolut heilig und dazu gehört eine vernünftige Chance dies in Würde und Frieden, ohne permanente Not und Bedrohungen gestalten zu können. In jedem Land auf dieser Welt.

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StefanieTolop 18.05.2017, 03:49
8. Schwierige Situation

Das ist alles andere als eine angenehme Geschichte. Umso wichtiger ist es aber, den Leuten klar zu machen, daß eine Reise nach Europa das Schlechteste ist, was sie aus ihrem Leben machen können. Dazu müßte die Bundesregierung große Kampagnen in afrikanischen Ländern, in Syrien, der Türkei, Bangladesch, Irak und Afghanistan machen in denen sie potentielle Flüchtlinge von dieser gefährlichen Reise abhalten. Desweiteren müßte man mit den unsäglichen Frontex-Schleusungen aufhören und die Menschen sofort wieder auf das afrikanische Festland zurückbringen. Dann gehen den kriminellen Schleusern nämlich irgendwann die Kunden aus. Das Traurige ist aber auch, daß die Flüchtlinge von anderen Menschen aus ihrem eigenen Kulturkreis mißbraucht werden. Das ist auch der Grund warum so viele afrikanische Gesellschaften nicht funktionieren und nie funktionieren werden.

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Miere 18.05.2017, 04:15
9. Wir brauchen Propaganda.

Es tut mir leid für Mary und ich wünsche ihr Glück, aber:
Warum wissen Leute wie Mary nicht davon, wie die Schlepper arbeiten? Warum wissen sie nicht, dass sie Null komma gar kein Anrecht auf Asyl haben? Warum ahnen sie nicht, dass es Jahre dauern kann, bevor sie Geld verdienen können, falls das überhaupt klappt?
Wusste Mary um andere Wege nach Europa? (Visa für Studenten und Azubis, Au Pair, Heiratsvermittlung, WasWeißIchDennIchBrauchDasJaNicht?)

Wir brauchen eine ganz massive Propaganda-Kampagne in den Ländern, woher Armutsflüchtlinge kommen, die den Leute die Basisfakten einhämmert: Schleuser sind teuer, gefährlich, Vergewaltiger, unzuverlässig. Es gibt legale Wege. Was politisches Asyl ist und wer keins kriegt.
Das muss auf allen Fernsehkanälen, in allen Radioprogrammen, auf Facebook und Twitter überall präsent sein so dass jeder es mitkriegt.

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