Forum: Panorama
Unicef-Ranking: So lebt es sich als Familie in Deutschland
Patrick Pleul/DPA

Elternzeit, niedrige Kita-Gebühren, Betreuungsquoten: Es gibt Regeln und Gesetze, die Familien das Leben messbar erleichtern. In einer aktuellen Studie landet Deutschland auf dem sechsten Platz.

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misterknowitall2 13.06.2019, 12:10
20. Ahhhh ja.....

Zitat von Kampfgeist
Kitabeitrag von 500-600 €/Monat für 2 Kinder, Mieten, die mittlerweile mehr als die Hälfte des Nettolohnes verschlingen, Wohnungskatastrophe, gerade für größere, Kitanotstand, üerquellender ÖPNV, Missachtung der Hausfrau und Mutter und Eltern mit mehreren Kindern, Klagen gegen Kiindergärten und Spielplätze, die Hatz, wenige Wochen nach der Geburt wieder ans Fließband zu "dürfen", Inklusion stark Verhaltensauffälliger an Schulen, Urlaube, die man nur während der Ferien nehmen kann sind doppelt so teuer und schwer zu bekommen, weil die DINKs, GENAU an den drei Wochen Sommer-Ferien, in denen die Kita ebenfalls zu hat, Urlaub nehmen müssen, usw. usf. machen es den Eltern in Deutschland nicht leicht. Wo steht Deutschland weltweit? Steht da gar nicht.
allgemein unzufrieden?

Was sie hier alles zusammenwerfen, ist schon erstaunlich.

Ich will gar nicht auf Einzelheiten eingehen, aber möchte ich sie schon mal fragen, was sie sich so vorstellen? Rundum-Sorglos-und Zufrieden-Pakete wird es wohl nie geben. Und das sie sich vielleicht selber darum bemühen, dass der Urlaub kein Problem mehr ist und sie nicht weiter neidisch auf DINKs sein müssen? Das geht, mit Bildung und viel harter Arbeit. Vielleicht haben sie sich einfach nicht genug Gedanken gemacht, was zwei Kinder so an Geld und Nerven kosten?

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yabba-dabba-doo 13.06.2019, 12:16
21. Irgendetwas läuft im Staate Deutschland gewaltig schief

wie kommt es, dass Deutschland in der Familienfreundlichkeit auf Rang 6 liegt aber mit die niedrigste Geburtenrate weltweit hat ?
Es ist das Anspruchsdenken der Deutschen. Alles umsonst haben wollen. Am Besten bedingungsloses Grundeinkommen, günstige Wohngarantie in den angesagten Vierteln der Schwarmstädte. Wenn es nicht klappt, dann droht man mit Enteignung . Und in Sachen Familienpolitik wird auch immer nur gejammert und gefordert. Und hat der gute Platz 6 etwas positives an der Geburtenrate in D geändert ? Eindeutig NEIN

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meinungsforscher 13.06.2019, 12:42
22. Trau keiner Statistik...

Fakt: Kinder kosten Geld; Fakt: Die Kinderfreundlichkeit in unserer Gesellschaft ist ausbaufähig (wer in Südeuropa mit kleinen Kindern im Urlaub war, weiß ich meine!); Fakt: Elternzeitregelung ist gut, man muss es sich trotzdem leisten können (es fehlen definitiv mind. 40 % eines Gehaltes für 1 bis 2 Jahre); Fakt: Väter würden gerne mehr die Mütter unterstützen, es herrscht aber weiterhin das klassische Familienmodell: ich habe selbst beim ersten Kind 2 x 4 Wochen Elternzeit genommen: weniger Verdienst und im darauf folgenden Jahr Steuernachzahlung von fast 2.000 €. Wir erwarten unser 3. Kind und würden auch nicht mit anderen Paaren ohne Kinder tauschen wollen, aber es ist definitiv auch als relativ gut Verdienender eine finanzielle Herausforderung!

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opeongo 13.06.2019, 13:03
23. Die USA haben trotzdem eine höhere Geburtenraten als wir ...

daran kann's also nicht liegen, auch wenn hier immer die angeblich so katastrophalen Bedingungen für Familien beklagt werden - die wir auch schon selber glauben.

Als heute morgen im Radio die Studie anmoderiert wurde, der Moderator aber noch nicht bei den Ergebnissen war, überlegte ich blitzschnell: "Medien übertreiben immer und reden alles schlecht - wahrscheinlich sind wir auf Platz 20 oder so".
Und dann die 6. Well ... Und es es schien, der Redakteur war ein bisschen traurig ob des Platzes. Schlechter hätte ihm wohl definitv mehr Befriedigung bereitet ...

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hasemann 13.06.2019, 13:12
24. @ 10 SasX

das stimmt so nicht... ich weiß nicht ob in jeder Gemeinde gleich, aber bei uns gibt es einen Höchstbetrag an Kita Kosten von 384€ pro Kind den ich auch bezahlen muss mit durchschnittlichem Einkommen.
Mein Nachbar der locker das 3 fache verdient bezahlt aber eben nicht prozentual... sondern auch er muss den Höchstbetrag bezahlen. Somit zahlt er unterm Strich aber viel weniger als diejenigen die zwar weniger verdienen und auch bezahlen aber eben prozentual berechnet worden sind..

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misterknowitall2 13.06.2019, 13:20
25. Hä?

Zitat von yabba-dabba-doo
wie kommt es, dass Deutschland in der Familienfreundlichkeit auf Rang 6 liegt aber mit die niedrigste Geburtenrate weltweit hat ? Es ist das Anspruchsdenken der Deutschen. Alles umsonst haben wollen. Am Besten bedingungsloses Grundeinkommen, günstige Wohngarantie in den angesagten Vierteln der Schwarmstädte. Wenn es nicht klappt, dann droht man mit Enteignung . Und in Sachen Familienpolitik wird auch immer nur gejammert und gefordert. Und hat der gute Platz 6 etwas positives an der Geburtenrate in D geändert ? Eindeutig NEIN
Zur Frage:
Antwort: weil die wenigen Kinder entsprechend mehr Aufmerksamkeit erfahren. Nichts Neues.

Ansonsten verstehe ich nicht ganz, was sie sagen wollen. Die Geburtenrate ist niedrig, weil..........unser Ansprüche zu hoch sind? (Wir sind schon 80 mil. Es ist vernünftig, dass die Geburtenrate niedrig ist)

Und was für Ansprüche zählen Sie denn hier auf? Bedingungsloses Grundeinkommen? (Ja, wäre toll, aber was hat das mit dem Thema zu tun? ). Das ist höchstens ein Gedanke, nicht mehr.

PS: Es geht nicht um "alles umsonst" haben zu wollen, sondern vielleicht nicht für alles bezahlen zu müssen. Speziell Dinge, die unserer Gesellschaft gut tun, sollten für den Einzelnen kostenfrei bleiben. Ob das nun der Kitaplatz ist oder die Schule.

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MichaelundNilma 13.06.2019, 13:25
26. Familien 2. und 3. Klasse

Familien welche H4 beziehen erhalten weder Kindergeld noch umfassenden Zugang zu hochwertiger, bezahlbarer Kinderbetreuung. Der H4 Satz für Kinder beträgt 204 € (ab 1.7.2019) für das 1. Und 2. Kind. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte eine Studie zum Thema "Konsumausgaben von Familien für Kinder" und berechnete die durchschnittlichen Ausgaben von Eltern mit einem Kind bis zum 18. Geburtstag mit rund 126.000 Euro. Die Kosten für ein Kind staffeln sich dabei in diese drei Altersgruppen: 0 bis 6 Jahre, 6 bis 12 Jahre und 12 bis 18 Jahre. Anfallende Kosten bis zum 6. Lebensjahr. Das Statistische Bundesamt kommt bei seinen Berechnungen auf Ausgaben von rund 519 Euro pro Monat - bestehend aus Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung. Nach dem 12. Lebensjahr, also bei vielen mit Beginn der Pubertät, steigen die monatlichen Kosten noch einmal an. Insgesamt müssen Eltern dann circa 700 Euro im Monat einkalkulieren. Die Erstausstattung und eventuelle Betreuungskosten sind hier noch nicht enthalten. Die gleichen Probleme hat die Schicht der working poor. Auf welche Familien in Deutschland bezieht sich nun die Unicef ?

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Ticktackmann 13.06.2019, 13:34
27.

Zitat von butzibart13
Warum landet die Schweiz ganz hinten? Das gefühlsmäßig ähnlich strukturierte Luxemburg findet sich dagegen vorne. Dass die Nordlichter ganz vorne mitspielen, war zu erwarten. Und die USA spielen wohl in dieser Studie in einer anderen Liga.
In der Schweiz steht Ihnen als Vater 1 einziger Tag Vaterschaftsurlaub zu (kein Witz). Wer sein Kind ganztags 5 Tage die Woche in einer Kita unterbringt zahlt je nach Kita bis zu 3000 €, was auch bei Schweizer Gehältern einiges an Geld ist. Ich vermute man will die Berufstätigkeit von Müttern so unattraktiv wie möglich machen.

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Schartin Mulz 13.06.2019, 13:44
28. Aha,

Zitat von Nordstadtbewohner
"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), das keinerlei gesetzlich verbindliche und bezahlte Elternzeit anbiete." In den USA ist es üblich, dass Mütter nach der Geburt von der Arbeit freigestellt sind, was allerdings zwischen Arbeitgeber und Mutter geregelt ist. Im Allgemeinen gelten mündliche Zusagen oder eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Eine Vergütung erfolgt währenddessen nicht, jede Mutter muss halt vor der Geburt etwas für diese Auszeit auf privater Ebene zurücklegen. Dafür zahlen in den USA Arbeitnehmer auch weniger Steuern und Zwangsabgaben. Es muss nicht immer alles gesetzlich geregelt sein, denn gesetzliche Regelungen sind nicht zwangsläufig besser als Privatinitiative.
die Mütter sollen gefälligst vor der Geburt etwas zurücklegen. Man hats doch schließlich als junge Familie. Und dann auf einen kulanten Arbeitgeber hoffen, der sie dann vielleicht doch ein paar Tage von der Arbeit freistellt.
Ja, das ist doch viel besser als Müttern einen Rechtsanspruch zu geben. Dafür zahlt man dann auch keine Zwangsabgaben. Wie z.B., diese bescheuerte Krankenversicherung in unserem Land. Wer braucht sowas schon.
Ne, war nichts, ich wollte Ihren Beitrag noch einmal satirisch überhöhen, aber muss einsehen, dass das gar nicht mehr geht.
So bleibt mir nur die Hoffnung, dass auch Ihr Beitrag satirisch gemeint war.

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Grünspahn 13.06.2019, 13:48
29.

Zitat von hasemann
das stimmt so nicht... ich weiß nicht ob in jeder Gemeinde gleich, aber bei uns gibt es einen Höchstbetrag an Kita Kosten von 384€ pro Kind den ich auch bezahlen muss mit durchschnittlichem Einkommen. Mein Nachbar der locker das 3 fache verdient bezahlt aber eben nicht prozentual... sondern auch er muss den Höchstbetrag bezahlen. Somit zahlt er unterm Strich aber viel weniger als diejenigen die zwar weniger verdienen und auch bezahlen aber eben prozentual berechnet worden sind..
Nein, Ihr Nachbar zahlt genauso viel wie Sie nämlich 384 EUR. Er zahlt weniger Prozent vom Einkommen für die KiTa, aber das ist unerheblich. Wenn sich Ihr Nachbar eine Butter kauft und Sie Butter der gleichen Marke im gleichen Laden kaufen, zahlen Sie genausoviel wie er für die Butter - oder sollten solche Preise dann auch relativ zum Einkommen gerechnet werden? Sie sollten sich eher fragen, warum Sie nur ein Drittel seines Einkommens haben.

Auch wenn es vielen Ideologen nicht passt, Deutschland steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da! Wir haben eine auch im Vergleich zu anderen Industrieländern gute Gesundheitsversorgung und noch einiges mehr. Vielleicht sollten wir weniger Jammern, sondern einfach mal was dazu tun, dass es uns npch besser geht. Die oberen 20 - 30 einkommensprozent lassen sich nicht ewig zu Gunsten der unteren 20% schröpfen.

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